Wer hat in der 37. SSW entbunden? Erfahrungen gesucht

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von biba1983 23.03.11 - 11:40 Uhr

Hallo.
Ich habe irgendwie das Gefühl, das es bald los geht. Hatte mit meinem Gefühlen eigendlich immer Recht ( bei den 2 Großen ).
Jetzt erzählte ich das gestern der hebamme im GVK und die sagte, die Kleine soll schon noch bis zur 38. SSW ( mind. drin bleiben ). Ist mir auch klar, jeder Tag zählt im Bauch der Mama....
Aber wie ist es jetzt, wenn sie in der 37. Woche kommen würde?
Sie wird ja noch als Frühchen gezählt ( ist jetzt 49 cm groß und ca 3000 gramm schwer 36+0 ).
Könnte ich in eine normale Geburtsklinik gehen, ohne Kinderstation?
Wie ist es mit der Atmung, Stillen, normal mit heimnehmen nach 3-4 Tagen, Gelbsucht......

Ich weiß, jedes Kind ist anders, aber wie waren eure Erfahrungen mit den Zwergen?

Würde mich über Erfahrungsberichte von euch freuen, hab schon irgendwie Angst.

LG Biba

Beitrag von chris.1984 23.03.11 - 13:28 Uhr

Hey, mein Kleiner wurde bei 36+5 geholt. Er wog 2600g auf 47 cm. Er war aber top fit und konnte direkt mit zu mir aufs Zimmer und hatte keinerlei Anpassungsschwierigkeiten.
Zu deiner Frage ob eine Klinik mit oder ohne Kinderklinik. Also ich persönlich würde immer in eine Klinik gehen, wo auch Kinderstationen sind, denn auch wenn ein kind nach Termin geboren ist, können Komplikationen auftreten.
Das allerdings ist nur meine persönliche Meinung, manch andere entbinden zu Hause.
Ach ja, Gelbsucht hatte meiner ne leichte, aber die hatte auch mein Großer, und der ist reifgeboren.

Lg und alles Gute

Beitrag von sarahjane 23.03.11 - 13:41 Uhr

In der 37. SSW gibt es meist keine Probleme. Besonders Atemschwierigkeiten oder Gelbsuchtgefahr sind gering.

Allerdings kommt es in dieser SSW vermehrt zu Saugproblemen, so dass es unter Umständen sehr lange dauern kann, bis ein Kind effektiv aus den mütterlichen Brüsten saugen kann. Leider gibt es auch Fälle, in denen es nicht klappt, dass die "späten Frühchen" ausschließlich per Brust ernährt werden können.

Meist wird der Mutter dann zum Abpumpen geraten, so dass man immer erst beide Brüste, und dann das Abgepumpte anbietet. Reicht die Frauenmilch nicht, füttert man mit Prenahrung zu.

Speziell bei Frühchen, auch bei "späten", sollte man sich eine Geburtsklinik mit Kinderstation aussuchen.

Meist wird man bei späten Frühchen nach 4 bis 6 Tagen entlassen.


Alles Gute!

Beitrag von ronjaleonie 23.03.11 - 21:03 Uhr

Gelbsuchtgefahr hat nicht zwingend was mit Frühchen oder nicht Frühchen zu tun.

Ich habe beide bei 36+5 bzw. 36+6 bekommen und beide haben eine massive Gelbsucht entwickelt, beide mit Fototherapie und bei beiden wurde mir gesagt, das das NICHT mit ihrer etwas zeitigen Geburt in Zusammenhang steht.

Meine beiden waren sehr sehr fit, Atmung wunderbar, Wärme halten super, null Probs, bis auf die Gelbsucht.

Svenja durfte nach 5 Tagen mit heim, Ronja nach 3 Tagen.

LG

Beitrag von muckel1204 23.03.11 - 13:59 Uhr

Mein Großer kam bei 35+6 nach Blasensprung und wir waren 7 Tage in der Klinik, bis ich uns an meinem Geburtstag selbst entlassen habe, er hatte 47cm und 2600g.
Er hatte eine Trinkschwäche und musste 48 Stunden unter die Phototherapie, da er starke Gelbsucht hatte. Auch nach der Entlassung mussten wir regelmäßig zur Billikontrolle ins KH bis die Werte in der Norm waren.
Er hatte nach der Entbindung einen Apgar von 9/9/10, sogar besser als mein zweiter Sohn, der per KS entbunden werden musste, der kam bei 37+1 und hatte 8/8/9, zwar keine Gelbsucht, aber auch Trinkschwäche.

LG

Beitrag von lilaluise 23.03.11 - 16:33 Uhr

Hallo
mein kleiner wurde 36+2 geboren. hatte die maße 2680g und 46cm. Er hat keinerlei 'Anpassungsschwierigkeiten, hat gleich an der Brust gesaugt wie ein Wilder und hat einen super Eindruck gemacht. Er war gleich bei mir mit im Zimmer und nach 4 Tagen sind wir nachhause..im Krankenhaus wurde öfter mal sein Blutzucker gemessen, aber der war immer voll ok (kein wunder soviel wie der getrunken hat)
leider hat er 5 Tage nach der GEburt eine Neugeborenengelbsucht entwickelt und musste noch mal in die kinderklinik!
Alles alles Gute!
lg luise

Beitrag von jen2010 23.03.11 - 19:42 Uhr

Hallo,

ich habe bei 36+4 spontan nach Blasensprung entbunden.
Jonas wog 3210 Gramm und war 51 cm aber wir hatten extreme Anpassungsschwierigkeiten.
D.h. wir waren in einer Klinik ohne Kinderstation und mussten in der Nacht noch in das etwa 30km entfernte KH mit Kinderklinik verlegt werden.
Tempi konnte er nicht halten und Blutzucker war schlecht, dann kam die Neugeborenengelbsucht wo er 2x drunter musste und zu guter letzt die Trinkschwäche was am längsten dauerte.
Wir waren über 2 Wochen im KH und ich bin verrückt geworden.
Freude und Trauer waren meine besten Freunde zu der Zeit, gerade beim ersten Kind.....furchtbar.
Man hat keine Ahnung und weiß nicht hin mit seinen ganzen Gefühlen.

Ich hoffe, dass beim 2ten Kind dies nicht wieder passiert #zitter

Schönen Abend noch #winke

jen2010 mit Jonas (schon 4 Monate alt)

Beitrag von leahmaus 23.03.11 - 20:17 Uhr

Meine Grosse Tochter kam vor gut 4Jahren in der 36+0 zur Welt.
Sie wog 1960g u war 45cm klein.
Atmen konnte sie sofort u auch so hatte sie kaum schwierigkeiten,musste halt nur schön zunehmen.

Sie lag dann noch 2Wochen im Kh u mit 2200g durfte sie Heim.

Dir wünsche ich noch alles Gute.

Lg Stephie mit Lea 4,5J(36+0)und Hanna knapp 15Mon(32+2)

Beitrag von nine-09 23.03.11 - 20:23 Uhr

Hallo,

ich hatte dieses Gefühl auch bei meinem Sohn.
Ich hatte bei 35+6 einen Blasensprung,bin sofort in eine Klinik mit Säuglingsstation,mir wurde immer gesagt beim US das er klein und dünn wäre.
Bei 36+0 wurde eingeleitet und bei 36+1 ist er auf die Welt gekommen. Er war 48cm und 2480g. Den ersten Tag hatte er zu hohe Entzündungswerte und er nahm 300g ab. Aber er musste nicht auf die Kinderstation,wir bekamen es an einem Tag in den Griff.
Aber sicher war sicher!!!
Er durfte mit mir nach Hause,Entlassungsgewicht war 2230g. Er wurde nach Abnabelung drei mal angepustet und dann hat er selbstständig geatmet. Er hatte keine Gelbsucht. Auch danach hatten wir keine Probleme,das stillen klappte nicht weil ich zu Hause sehr schnell merkte das die Milch zurück ging. Lag aber nicht an ihm,lag an mir.

Er ist jetzt über 6 Monate und ist total normal entwickelt.

Alles Gute Dir!!!

LG Janine

Beitrag von biba1983 23.03.11 - 20:46 Uhr

Ich danke euch, das ihr mir eure Erfahrungen mitgeteilt habt.
Ich denke, wenn sie raus will, kann man es eh nicht mehr stoppen.
LG und einen schönen abend noch,
Biba mit jonas und Tobias an der Hand und Anna-Lena im Bauch #verliebt

Beitrag von annika-24 23.03.11 - 21:22 Uhr

meine zwillis wurden bei 36+4 geholt ,mit 45cm/48cm und 2340g/2370g.

lara hat anfangs noch atemunterstützung bekommen und lukas konnte seine tempi nicht halten. sie wurden 4 tage auf der frühchen überwacht,konnten dann zu mir auf die station verlegt werden. lara hatte da keine probleme mehr,lukas haben wir in ein mützchen und söckchen gesteckt zum unterstützen beim tempi halten.

an tag 6 nach entbindung durften wir nach hause (auf mein nachhaken hin).

naja und den ikterus haben wir flott in den griff bekommen. schon im KH habe ich die zwei immer mit dem bettchen ans fenster gestellt und daheim dann auch.

stillen konnte ich leider nicht,lag aber an mehreren gründen. ich denke,sonst ist das wohl kein ein problem in der 37.ssw.


glg,annika mit zwillis 4 1/2 monate alt

Beitrag von mamivonsarah 24.03.11 - 00:35 Uhr

Hallo ! Meine Tochter kam in SSW 36+5 zur Welt, war 50 cm gross und wog 2985g. Sie hatte einen sehr niedrigen Blutzuckerspiegel und konnte anfangs auch nur mit grosser Mühe gestillt werden ( Trink-/ Saugprobleme ). Sie musste mit Frühgeborenen-Nahrung zusätzlich gefüttert werden und Muttermilch bekam sie aus der Flasche. Nach 2-3 Tagen war sie dann auch soweit an der Brust zu saugen und das ganz schön kräftig ( ohne zufüttern und ohne Flasche ). Eine starke Neugeborenengelbsucht hattte sie auch und musste 2 Tage unter der Photolampe verbringen. Wir mussten insgesamt 7 Tage im Krankenhaus verbringen, erst dann durften wir nach Hause. Alle 2-3 Tage mussten wir erneut ins KH um die Billirubinwert kontrollieren zu lassen. Ich habe in einer Klinik ohne angeschlossener Kinderklinik entbunden ganz problemlos ( die machen das dort erst ab vollendeter 36 SSW ). mittlerweile ist meine Kleine fast 10 Wochen alt und wiegt schon über 5kg bei einer Grösse von 56 cm. Mit was sie seit einigen Wochen zu kämfen hat sind Dreimonatskoliken ( vermutlich durch eine Unreife des Darms verursacht ) und Zahnen ( ist heftigst am sabbern und hat aua ). Was das gefühlsmässige betrifft so habe ich schon Wochen vor der Geburt geahnt, dass dieses Kind früher kommt ( Senkwehen hatte ich schon in der 31 SSW und man sagt dass man dann noch 4-6 Wochen Zeit bis zur Geburt hat, was ich nur bestätigen kann). Was meine Kleine noch betrifft hat sie sich ganz gut entwickelt und ist seit 3 Wochen wacher und aktiver. Solltest du noch irgendwelche Fragen haben, dann schicke mir eine Nachricht.
LG
manuela

Beitrag von lumidi 24.03.11 - 08:18 Uhr

Hallo,

also ich würde immer in ein KH gehen mit Kinderstation. Selbst wenn das Baby am ET kommt, kann es doch Schwierigkeiten mit der Atmung etc. haben. Da wäre mir die medizinische Versorgung auch fürs Baby sehr wichtig.

Unser Spatz kam bei 36+5 zur Welt. Er wog 2360 g und war 50 cm groß. Er lag auf der Neo-Station, obwohl er keinerlei Probleme hatte. In diesem KH kommen alle Babys mit Geburtsgewicht unter 2400 g auf die Neo-Station.

Da ich einen KS hatte, wurden wir 6 Tage später zusammen entlassen.

LG

Lumidi

Beitrag von purzel 24.03.11 - 19:33 Uhr

Hallo,

mein Sohn wurde bei 36+4 wegen Unterversorgung geholt. Er wog 2100gr und war 45 cm klein.
Ich habe in einem ganz normalen Krankenhaus ohne Frühchenstation entbunden. Wenn er allerdings unter 2000 gr gehabt hätte, wäre er in ein Krankenhaus mit einer Frühchenstation verlegt wordem.
Er war 3 Tage im Inkubator, dann im Wärmebettchen. Nach 2 Tagen Entwöhnung vom Wärmebettchen durften wir heim (insgesamt 11 Tage)
Er hat gleich gut getrunken (allerdings aus der Flasche) und auch selbständig geatmet. Nur das Hlaten der Temperatur klappte noch nicht so, deshalb auch das Wärmebett bzw. Inkubator.
Allerdings glaube ich auch, dass unser KH sehr vorsichtig war. Meine Cousine bekam Zwillinge mit einem niedrigeren Geburtsgewicht und hatte beide sofort auf dem Zimmer. Wir bekamen Daniel erst nach 1 Woche aufs Zimmer, weil er vorher am Monitor überwacht wurde. Das war schon lang :-(
Lg und alles Gute
Purzel

Beitrag von tath 25.03.11 - 14:32 Uhr

Hallo

Habe meinen Sohn bei 36+4 entbunden und auch wenn mir alle gesagt haben, das es weiter keine Schwierigkeiten geben wird, trotzdem geschaut, das ich in einer Klinik entbinde, wo eine Kinderklinik mit dran ist.

Und das war bei uns ganz gut so. Sohnemann kam zwar mit einem stolzen Gewicht von 3360 gr und 5o cm groß. Allerdings wurde er mit einer Lungenentzündung geboren hatte komplette Anpassungsschwierigkeiten, er musste beatmet werden und bekam eine Magensonde. Im Inkubator lag er 8 Tage und wurde danach in ein Wärmebettchen gelegt. Zum Glück hatte er ein gutes Geburtsgewicht, denn in der Inkubatorzeit rutschte er auf 2900 gr. und wurde dann auch erst mit 3040 gr. entlassen. Er hatte lange was von seiner Gelbsucht und sah nach fast 2 Monaten immer noch sehr gelb/orange aus. Nach fast 14 Tagen wurde er dann mit mir entlassen.
Die Milch habe ich abgepumpt und die letzten Tage im Wärmebettchen durfte ich ihn dann auch Stillen mit gleichzeitiger Gabe von der Flasche, da Saugprobleme hatte.
Pendelte dann aber gut ein und daheim nahm er dann stur zu.

Lg Tanja

Beitrag von mareliru 28.03.11 - 10:35 Uhr

Hallo Biba,
ich habe meinen Sohn bei 36+6 entbunden.
Er wurde geholt, weil wir eine Kolestase hatten, d.h. ich wurde eingeleitet.
Ich habe normal entbunden abends um 8 und bin am nächsten Morgen um 11 nach Hause mit ihm.
Er war 3060g schwer und 52cm lang.
Ich habe ihn sofort nach der Geburt (d.h. innerhalb der ersten 30 Minuten angelegt) und eine Stunde saugen lassen, er hat einfach nicht aufgehört und ich habe ihn gelassen. Wir hatten keinerlei Probleme beim Stillen und er ist ganz normal entwickelt und inzwischen 3 Jahre alt.
Ich habe zu Hause nach der Geburt erstmal 2 Wochen im Bett verbracht, mein erster Sohn war zum Glück im Ganztagskindergarten. So konnte ich mich an Junior gewöhnen und mich von der Krankheit erholen.
Alles Gute! Mare