...jetzt auch noch mein Onkel

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von mausi2311 24.03.11 - 21:05 Uhr

Hallo, ich muss mir was von der Seele schreiben. Ich weiß nicht wie ich das nervlich noch schaffen soll.Mein geliebte Oma verstarb im Dezember 2009 an krebs. Ich wuchs bei ihr und meinem Opa auf weilmeine Mama mich mit 3 Jahren sitzen gelassen hat.Sie war praktisch meine Mama.
Mein Onkel wohnte auch dabei er war sowas wie ein Bruder fürmich. Er verstarb am Samstag ganz plötzlich mit 42 Jahren.
Ich weiß einfach nicht mehr wo ich die Kraft her nehmen soll.
Sicher, manche denken evtl, es war doch "nur" dein Onkel aber in meinem Fallwuchs ich ja mit ihm auf.
Wieviel Schmerz kann ein Mensch ertragen.
Mich graut es schon vor der Beerdigung die am Montag ist.

Ich hab einen Sohn (zum Glück) er ist 1 Jahr und lenkt mich tagsüber ab. Aber wenn er schläft fang ich sofort an zu trauern.
Könnt ihr mir Tipps geben?

lg Jeanette

Beitrag von babyhuhn 24.03.11 - 22:16 Uhr

Hallo Jeanette!

Ich kann dir gut nachfühlen wie es dir geht. Ich hab meine über alles geliebte Oma, mein zweites Ich, meine beste Freundin u Ratgeberin, kurz mein ganzes Leben nach einem grässlichen Krebskampf im Nov 2007 verloren. Ich hatte (ich nachhinein gesehn) das große Glück die Zeit von der Krebsdiagnose bis zu ihrem Tod ganz bewußt erleben zu dürfen, wir haben bewußt Abschied voneinander genommen und nichts blieb ungesagt. Deshalb lag die schlimmste Zeit bei ihrem Tod eigentlich schon hinter mir. Nichtsdestotrotz übermannt mich auch heute noch, dreineinhalb Jahre später immer mal wieder, ganz plötzlich und ohne Vorwarnung die Trauer und ich weine um sie. Mein einziger Rat ist-lass die Zeit für dich arbeiten. Nimm die Trauer an, weine soviel du musst, sprich über die geliebten Menschen die du verloren hast. Ich hoffe du hast Menschen um dich herum die dich anhören und annehmen in deinem momentanen Zustand. Und dann halte dir immer wieder vor Augen was deine Oma u dein Onkel fühlen und sagen würden wenn sie dich um sie weinen sehen würden. Mir hat das total geholfen. Meine Oma wollte mich immer glücklich sehen, wenn ich glücklich war, war sie es auch! Schon allein dafür wollte ich dann stark sein. Ich hab mir auch immer gesagt sie wird erst ihren Frieden finden, ihre Seele kann erst dann ganz gehen wenn ich loslassen kann. Gönn den zweien dass sie den Weg übers Wasser des Lebens ruhig gehen können.

Ich wünsch dir ganz viel Kraft u Mut nach vorne zu blicken! Melde dich jederzeit, ich höre dir gerne zu!

Alles, alles Liebe wünscht dir Micha

Beitrag von karina27 25.03.11 - 10:16 Uhr

Lass dich mal #liebdrueck

Kann mich in dir reinversetzen wie es dir geht. Mein Onkel starb am 19 Februar im alter von 50 Jahren ganz plötzlich. Können es auch noch nicht fassen. Die Seebestattung ist erst am 10 April ( graut es mir auch vor). Hatten auch ein ganz inniges Verhältnis. 2007 und 2008 sind meine beiden Omasen gestorben.
Denke mal der Spruch" die zeit heilt die Wunden" stimmt, wenn ich heute an meine Oma denke tut es nicht so weh wie damals, bei meinen Onkel fällt es mir irgendwie schwieriger loszulassen :-(
Jetzt bin ich abgeschweift sorry war dir bestimmt keine große Hilfe :-(

Unternehme viel mit deinen Sohn ( mache ich auch mit meinen beiden)

Wünsche dir ganz viel kraft für Montag

LG Karina