Wie geht es den "arbeitenden Mamas"?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von littlequeen 30.03.11 - 16:27 Uhr

Hallo,

ich bin neu hier im Forum - unsere kleine ist letzte Wocher erst 1 jahr geworden. Und habe gleich eine Frage, ist es so das ich am 1.4. wieder anfange zu arbeiten, 6-8x im Monat meistens Nachts, so das unsere kleine von ihrem Papa betreut wird, da es meistens aufs Wochenende fällt kann ich dann tagsüber schlafen, nur 1-2x im Monat wird es so sein das sie von der Oma für 2 oder 3 Stunden betreut wird, damit ich nach der Nachtschicht etwas schlafen kann.Sollte sie krank sein oder so, kann mein Mann sich entweder frei nehmen (ist mit dem AG so abgesprochen) oder ich bleibe wach und kümmere mich um sie. Ich weiss das es eigentlich eine sehr komfotable Lösung ist, trotzdem plagt mich - je näher der arbeitsbeginn rückt - das schlechte Gewissen, obwohl ich mich eigentlich sehr auf meine Arbeit freue.

Wie geht das den anderen arbeitenden Mamas, war es bei euch auch so? Wurd es besser? Wie habt ihr das gehandhabt?

Seit ein paar Tagen ist es so das unsere Tochter meine Nähe extrem sucht (eigentlich ist sie eher ein Papa Kind - gewesen) was mir das ganze natürlich noch schwerer macht.

Mich würden nun Erfahrungen von anderen Mamas interessieren die arbeiten, oder sagt ihr - das geht gar nicht mit einem so kleinen Kind?

Gruß littlequeen

Beitrag von riki21 30.03.11 - 16:43 Uhr

Hallo,

ich arbeite, seit Franziska 7 Monate alt war. Sie wurde zunächst einen Vormittag in einer privaten Kindereinrichtung betreut und an den zwei Nachmmittagen vom Papa (der ist Lehrer und konnte seinen Stundenplan glücklicherweise so gestalten).
Mit einem Jahr kam meine Tochter dann für drei Tage in die Krippe und seit sie 1 1/2 Jahre alt ist geht sie von 8 - 14h täglich in eine Krippe.
Auch wenn die Trennung anfangs nicht ganz einfach war (für mich, nicht für meine Tochter, die hatte sich schnell eingewöhnt), habe ich bald andere Vorteile gesehen. Wenn man nämlich einmal für eine gewisse Zeit nicht nur Mama ist, sondern wieder im Berufsleben gefordert ist, hat man wieder einen ganz anderen Horizont und ist viel ausgeglichener. Für mich ist Arbeit (inzwischen wieder zu 75%) nach wie vor "Erholung", und dass obwohl ich oft noch abends am Schreibtisch sitze und die liegengebliebene Arbeit nachhole (bin Dozentin an der Uni). Einfach einmal einige Stunden sich nur um sich selbst kümmern können, ohne die unmittelbare Verantwortung für ein kleines Wesen zu haben, kann sehr entspannend sein - diese Erfahrung machen übrigens viele berufstätige Mütter.
Natürlich gibt es auch Problemzeiten, gerade wenn die Kleinen krank sind - da gebe ich Franziska nur äußerst ungern in "fremde Hände" (in unserem Fall sogar die Oma, die mit im Haus wohnt), denn da sind Kinder am besten bei der Mama aufgehoben. Nur kann ich nicht wegen jeder Grippe von meiner Tochter meine Seminare an der Uni ausfallen lassen - ich schau dann eben, dass ich so schnell es geht, wieder nach Hause komme.

Also, sieh die Sache einfach etwas gelassener - ich bin mir sicher, in einigen Wochen kannst du deine jetzigen Zweifel gar nicht mehr so nachvollziehen!

LG
Riki

P.S. Das Kinder immer wieder mal besonders die Nähe von einem Elternteil suchen, ist nichts Ungewöhnliches und kommt bei arbeitenden wie nichtarbeitenden Müttern vor!

Beitrag von dentatus77 30.03.11 - 16:54 Uhr

Hallo!

Ich arbeite wieder, seit meine Tochter 3mon alt ist. Bei uns geht es leider nicht anders, da ich selbstständig bin und meine laufenden Kosten mit dem Elterngeld leider nicht decken kann.
Anfangs hab ich 2,5 Tage in der Woche gearbeitet, nach einem Jahr hab ich dann auf 3,5 Tage erhöht. An einem Tag ist der Papa daheim, sonst ist die Kleine bei der Tagesmutter.
Anfangs fiehl es mir natürlich schon schwer, die kleine Maus einfach abzugeben, aber sie fühlt sich wohl bei der Tagesmutter, dort wird ihr außerdem vieles geboten, was ich ihr nie bieten könnte. Natürlich kommt es immer wieder vor, dass die Kleine morgens nicht bleiben möchte, oder dass sie weint, wenn ich aus dem Haus gehe. Aber sie läßt sich sehr schnell ablenken, und dann ist sie immer ganz zufrieden und fröhlich.

Und momentan möchte ich mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, dass ich Tag für Tag nur meinen kleinen Zornbolzen um mich habe, sie ist nämlich gerade extrem anstrengend und fängt bei jeder Kleinigkeit an zu schreien und zu schlagen.
Aber auch wenn man davon absieht, bin ich eigentlich mit der Situation so ganz zufrieden. Ich hab ausreichend Zeit für meine Tochter, da ich aber meinen Beruf gerne und mit Freude mache, möchte ich ihn nie aufgeben.

Liebe Grüße!

Beitrag von nessa78 30.03.11 - 17:16 Uhr

Hi,

ich gehe wieder arbeiten seitdem Mia14 Mon. alt ist. Die ersten
4 Monate, 15 Stunden im Homeoffice und seit Novemer noch zusätzlich 10 Stunden in der Firma.
Die ersten 3 Monate waren etwas schwierig, da wir zu der Zeit noch keine Betreuung für die Maus hatten und ich nur arbeiten konnte, wenn sie schlief, bzw. mein Mann zu Hause war. Zum Glück war es meinem AG egal wann ich arbeite, wichtig war nur, dass ich meine Stunden und meine Arbeit schafft.
Seit Oktober geht sie für 4 - 5 Stunden in die Kinderkrippe und fühlt sich dort richtig wohl.#huepf
Anfangs war es für mich natürlich schwierig. Am liebsten hätte ich die Eingewöhnung 2 Monate gemacht#schein, aber Mia war schon nach ca. 2 Wochen voll integriert, also ist Mama rausgeflogen.#rofl

Leider hab ich ein paar "nette" Arbeitskollegen, die meinen ich wäre eine absolute Rabenmutter:-(, mein Kind schon so früh in "fremde Hände" zu geben. Dazu kann ich nur sagen, mein Mann und ich wissen was am Besten für uns und unsere Tochter ist. Ich verurteile ja auch niemanden, wenn er sein Kind 3 Jahre daheim lässt.

Ich fand die Zeit mit meiner Tochter daheim schön und geniese aber jetzt auch die Zeit, wo ich mal nicht schauen muss was mein "Terrorzwerg" #hicksmacht, sondern einfach nur für mich meine Arbeit machen kann. Und wenn ich darüber nachdenke, was ich in 14 Mon. auf der Arbeit schon verpasst, bzw. verlernt habe, möchte ich garnicht wissen, wie es ist erst nach 3 Jahren wieder einzusteigen.#schwitz

Wünsch Dir viel Spass auf der Arbeit.

LG
Vanessa

Beitrag von dentatus77 30.03.11 - 17:20 Uhr

Schöner hätte ich es nicht schreiben können!
Das Leben hat mehr zu bieten als Kindererziehung, und die ist ja nun auch nicht immer ein Zuckerschlecken. Arbeiten ist zwar auch anstrengend, aber eine gute Mischung zwischen Mutter und Beruf kann einem zu einem gesunden inneren Gleichgewicht verhelfen.

Liebe Grüße!

Beitrag von misslila 30.03.11 - 18:32 Uhr

Oh ja wie schön ihr 2 das geschrieben habt ;-)

Nur weil wir Arbeiten gehen, heißt das nicht, das wir unsere Kinder falsch erziehen.

Denn wenn ich überlege, wann meine Mama wieder arbeiten ging (bin auf dem Bauernhof groß geworden und meine Eltern sind beide zusätzlich arbeiten gegangen)!
...... deshalb früher sind auch nciht alle Mamas zu hause geblieben.

Heutzutage gibt es nur mehr Betreuungsmöglichkeiten und nicht nur die Oma - und da fällt es mehr auf, wenn erzählt wird, dass das Kind schon zur Tagemutter oder in die Krippe geht #rofl

Beitrag von redrose2282 30.03.11 - 17:30 Uhr

huhu

bei meiner großen hab ich nach 8 monaten wieder angefangen (ausbildungsbeginn) und ich muss sagen, es klappte super. mit 1 jahr kam sie dann in die kita von 7-17 uhr. das war für uns und für die maus eine super entscheidung. vorher wurde sie von papa oder oma betreut.

jetzt beim kleinen bin ich nach 4 monaten wieder gegangen. mein freund hat elternzeit, arbeitet aber trotzdem noch 30 std die woche. (ich arbeite vollzeit, da in der ausbildung). wenn ich nach hause komme,dann fährt er zur arbeit. im august kommt auch er dann in die kita zu seiner schwester.

ich möchste auch, wenn ich die ausbildung beendet habe, weiterhin arbeiten gehen. zwar dann nicht mehr vollzeit, aber wenigstens 30std die woche. mein freund wird dann wieder vollzeit gehen.

ich fühl mich gut mit der entscheidung und freue mich jeden abend ganz doll auf meine zwerge.

lg red

Beitrag von widowwadman 30.03.11 - 18:11 Uhr

Ich arbeite Vollzeit seit meine Tochter 9 Monate alt war, sie geht in die KiTa. Probleme hatten wir nie, sie geht gerne in die KiTa. Bei den paar Stunden um die es bei dir geht wuerde ich mir gar keine Sorgen machen.

Beitrag von misslila 30.03.11 - 18:22 Uhr

Guten Abend,

ich bin einen Tag nach dem ersten Geburtstag von meiner MAus, arbeiten gegangen. (25 Std/ Woche)

Und ja es gibt so einige auf und ab's aber im großen und ganzen bin ich froh das ich es mache. Gut eine große Wahl hab ich nicht, wir brauchen das Geld einfach!

Meine Maus geht normalerweise in die Krippe, momentan ist sie krank - da ich aber nicht einfach so 2 Wochen am Stück zu Hause bleiben kann, haben wir für diese Woche die Lösung, dass ich sie zur Oma bringe, wenn diese von Ihrer Arbeit daheim ist - und dann halt später ins Büro gehe ! Gut ich hab das Glück, das es bei uns OK ist, wenn ich später komme und dafür länger bleibe - oder auch mal 2 Tage daheim bleib.

Also diese Woche fällt es mir schon schwer, obwohl ich weiß, dass die Kleine bei der Oma sehr gut unter ist.

Naja und wenn sie wieder gesund ist, dann ist alles besser, sie geht gern in die Krippe, ich gern arbeiten und ich muss sagen, dafür das ich mich monatelang vor Arbeitsbeginn selbst fertig gemacht hab mit meinem Grübeln, ob es richtig ist usw.... Genieße ich das arbeiten total !

Das wird schon

vlg und viel #klee

misslila

Beitrag von shorty23 30.03.11 - 18:56 Uhr

Hallo,

mh, also bei mir war und ist es doch recht anders, ich habe mich fast die ganze Elternzeit (13 Monate) wieder auf die Arbeit gefreut, nicht dass ich es nicht genossen hätte daheim mit unserer Süßen, aber mir hat einfach noch ein Ausgleich gefehlt, unter Erwachsenen sein, mal nicht nur Mama sein und sich mit anderen Mamas über Brei und Windelinhalte austauschen. Insofern fand ich es toll wieder arbeiten zu gehen und ich genieße es heute (1,5 Jahre später) immernoch. Unsere Tochter geht in die Krippe und damit geht es uns allen sehr gut. Natürlich gibt es immer wieder Phasen, da ist es sehr stressig und auch mal organisatorisch sehr aufwändig, aber insgesamt bin ich super zufrienden, dass alles so gut klappt!

Hoffe, dir geht es, so bald du mal angefangen hast, auch besser!!
LG

Beitrag von tacosi 30.03.11 - 20:01 Uhr

Also da bin ich ja richtig froh, wenn ich eure Beiträge so lese. Muss ich mir also nicht allzu große Gedanken um meinen Bub machen. #gruebel

Mein Kleiner wird nämlich am 15.04. auch schon ein Jahr (unglaublich - wo ist nur die Zeit geblieben...) und ich fange am 18. wieder an mit 24 Stunden, also drei ganzen Tagen. Felix geht von ca. 7.30 Uhr bis ca. 14 Uhr in die Kita, dann holt ihn mein Mann ab und betreut ihn bis ich abends komme. Er kann so schichten. Momentan ist mir aber eher noch nach Heulen. #heul

Am kommenden Dienstag beginnt die Eingewöhnung. Wünscht mir Glück, dass alles gut klappt!

#danke

LG
Tanja mit Felix #verliebt

Beitrag von hippogreif 30.03.11 - 20:01 Uhr

Ich arbeite 30 h/Woche seit meine Tochter 11 Monate alt ist. Schlechtes Gewissen? Nö, definitiv nicht. Wir beide sind mit der Entscheidung sehr glücklich. Ich liebe meinen Job und mir würde auf Dauer zu Hause die Decke auf den Kopf fallen und mich zu Tode langweilen. Außerdem will ich nicht irgendwann merken, dass ich nicht mehr in meinen Job zurück finde, weil ich den Anschluß verpaßt habe.
Und meine kleine Maus würde sich zu Hause als Einzelkind langweilen und ihr würde definitiv der enge Kontakt zu "ihren" Kindern fehlen. Wir haben eine tolle Kita, in die sie geht. Sie machen mit den Kleinen dort wirklich sehr viel und haben einen guten Personalschlüssel. Ich sehe immer wieder, dass meine Tochter schon ungewöhnlich viel für ihr Alter kann, eben weil sie sich viel bei den Größeren abschaut. Ich finde, Kinder sollten unbedingt unter Kindern sein und nicht dauerhaft unter lauter Erwachsenen.
Meine Tochter liebt die Kita und hat noch nie beim Verabschieden geweint. Natürlich freut sie sich auch, wenn ich sie nachmittags abhole und wir dann noch den ganzen Nachmittag zusammen verbringen.
Daher ist es für uns beide die beste Lösung.
Ich verstehe daher viele Mütter nicht, die unbedingt so lange zu Hause bleiben möchten. Aber jeder wie er will.

Beitrag von derhimmelmusswarten 30.03.11 - 20:50 Uhr

Da du nur nachts arbeitest, der Vater dann da ist und eine Oma zur Verfügung steht bei Krankheit, könnte es ja besser nicht sein. Ich habe leider niemandem mehr, der auf meine Tochter aufpassen könnte, nachdem mein Opa gestorben ist, meine Oma ein Pflegefall wurde, meine Mutter selbst noch arbeiten geht und mein Freund Schichtdienst hat. Für mich kommt nur eine Teilzeitstelle vormittags in Betracht und dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass man rausfliegt, weil eins der Kinder krank ist, natürlich auch recht hoch. Mach dir also mal keine Sorgen. Dein Konzept hört sich sehr gut an und ich denke nicht, dass du Probleme bekommen wirst.

Beitrag von littlequeen 31.03.11 - 09:58 Uhr

Vielen dank für die vielen offenen Antworten!

Ich habe mich die letzten Monate auch unheimlich auf mein Arbeit gefreut - sonst hätte ich mich nicht dafür entschieden, erst die letzten Tage - seit es so greifbar ist - kommen die Zweifel.

Ich weiss schon das ich die Luxus-Version des wieder arbeiten gehens habe - zwei Großelternpaare die sich ums Babysitten reißen, 1 Patentante die Schichtdienst hat den sie selber einteilen kann und deswegen auch gerne mal babysittet, einen Dienstplan den ich selber gestalten kann vor allem am Wochenende und Feiertags und einen Mann der mich total unterstützt, aber trotzdem habe ich gerade (noch) ein seeehr schlechtes Gewissen - obwohl mir aus meinem näheren Umfeld NIEMAND das sagt, sondern alle meinen das wäre eine gute Entscheidung.

Hach ja, mal gucken wie es in einem Monat wird, wenn die ersten Dienste dann mal gemacht sind.

vielen dank

littlequeen