Brauche Rat wegen Arbeitsweg - Was meint ihr???

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von mailjessi 31.03.11 - 19:43 Uhr

Hallo,

am besten Frage ich euch erfahrene Kitabesucher mal.

Meine Tochter wird im Juni ein Jahr alt und geht ab August in die Kita.
Ich habe die Möglichkeit einen neuen Job im August zu beginnen. (bessere Bezahlung u Arbeitsbedingungen ect.)

Fahrtzeit ca 45 min( Sommer/Herbst/ Frühling) bis 1 1/2 Stunden (Winter - Fähre fährt nicht)

7.30 Uhr gehts dann auch los mit arbeiten?

Müsste meine Kleine zu 6 Uhr in die Kita bringen.
Ist das oK?

Wie lange braucht ihr früh eure Kids fertig zu machen?
Gibt es noch etwas zu beachten?

Was würdet ihr tun?

Job wäre klasse - kann ich das meiner Tochter zu muten?

Hoffe auf Meinungen. Danke

Beitrag von sohnemann_max 31.03.11 - 19:51 Uhr

Hi,

ganz ehrlich?! Nein!

Das ist purer Stress für Euch! Jeden Tag um 6 Uhr morgens in der KiTa sein. Da müsst Ihr ja um 5 Uhr aus dem Bett - tagtäglich.

Unserer geht 3 mal die Woche in die Krippe. Ich arbeite - aber NUR ein Tag die Woche und an diesem Tag ist immer Chaos. Meistens möchte sie genau da länger als 6.30 Uhr schlafen oder sie wird von Montag auf Dienstag krank #schwitz. Sie muss zwar erst bis 8 Uhr in der Krippe sein - ich kann kommen und gehen wie ich will - dennoch ist es früh Hektik bei uns.

Sicherlich, wenn Du den Job willst oder Ihr das Finanzielle braucht ist es machbar. Wenn nicht unbedingt - dann lass es lieber sein.

LG
Caro mit Max 6,5 Jahre und Lara 23 Monate

Beitrag von lieka 31.03.11 - 20:03 Uhr

Also mein kleiner geht täglich von ca. 7Uhr bis 16 Uhr in die Kita und geht gerne hin. morgens sind wir ein eingespieltes Team und ich mache mich selbst erst fertig und dann wecke ich meinen kleinen und mache ihn fertig. Frühstück bekommt er in der Kita. Um meinen kleinen fertig zu machen brauche ich eine halbe Stunde.
Wichtig finde ich das du selber dich fertig gemacht hast und dann Zeit für dein Kind hast. am Anfang ging er erst 8:30 Uhr in die Kita und hat zu Hause Frühstück gegessen da kam auch manchmal Stress auf einfach weil er sich mehr Zeit beim Essen lassen wolle als ich ein geplant habe. Am Anfang wird es bestimmt Stressig sein und ihr müsst euch beide daran gewöhnen und ich denke es kommt auch auf das Kind drauf an. Mein kleiner ist kein Morgenmuffel und macht morgens gut mit. Wenn dein Kind natürlich ein Morgenmuffel ist kann es problematisch werden.
Bist du allein oder kann dich der Papa unterstützen?
Ich schaffe z.B. den Kleinen in die Kita und mein Mann holt ihn ab. Könntet ihr euch rein teilen?

Beitrag von mailjessi 31.03.11 - 20:11 Uhr

Rein teilen geht leider nicht, mein Mann arbeitet länger.
Momentan stille ich auch noch und weiß nicht wie lange das noch geht bzw wann sie abstillt.

Reiz wäre wirklich das Geld und evtl Verbeamtung

Beitrag von lieka 31.03.11 - 20:16 Uhr

Könnte dein Man die Kleine in die Kita schaffen?
kannst ja auch abpumpen.
Ich finde es wichtig sich auch selbst zu verwirklichen und würde mir ernsthafte Gedanken machen eine Gute Lösung zu finden.
Es wäre ja auch für dich eine Erleichterung wenn du morgens einfach auf Arbeit fahren kannst und dein Mann sich um die kleine kümmert und du sie dann abholst.
Wenn der Job dir gefällt dann versuche es.

Beitrag von e-behm 31.03.11 - 20:23 Uhr

Hallo

meine Maus geht seit aug09 um fünf uhr zur Tagesmutter und ab august11 ab sechs uhr in die Kita.#gaehn

Mein mann und ich arbeiten vollzeit im Schichtdienst. #schwitz

Erst machen wir uns fertig und dann die Kleine wir brauchen auch so ne viertel bis halbe stunde. Sanft wecken anziehen, waschen und los. Plane am Anfang etwas mehr Zeit ein. Ihr müßt euch ja auch erst dran gewöhnen.

Es ist immer alles machbar, der Mensch ist ja schließlich anpassungsfähig.

Und ey was besseres als Beamtin kann einem nicht passieren. Ich drück dir die Daumen. :-D

Beitrag von 1familie 31.03.11 - 20:43 Uhr

Hallo,

ich finde das ist alles eine Sache der Planung.
Meine Kinder stehen um halb sieben auf und mein Mann macht das komplette Morgenprogramm - ich bin schon auf der Arbeit.

Aber eine Freudin ist alleinerziehend und musste schon immer um 7 Uhr auf der Arbeit sein. Das hiess der Kleine musste ebenfalls jeden Morgen um 5 Uhr aufstehen und nun ist er schon in der Schule und um 6 Uhr im Frühhort - er ist ein guter Schüler, er liebt Mama über alles und ist sehr pfiffig.

Es ist eben Euer Lebensmodel - probiert es doch einfach, wenn es schief geht, kannst du doch immer wieder aufhören, aber ein Versuch ist es wert.

Wie lange wäre denn dann ihr Tag? Habt ihr noch etwas voneinander?
Solche Fragen wären mir wichtiger.

LG

Beitrag von zaubermaus2006 31.03.11 - 21:10 Uhr

Hallo!

6Uhr in der Kita sein ist schon sehr früh. Wir bringen unsere Maus um 8Uhr hin. Ich stehe so gegen 6.30 auf, mache mich fertig und wenns vorher noch reicht frühstücke ich, bevor dann so gegen 7.00/7.15 die Maus aufwacht. Dann mache ich sie fertig, geb ihr Frühstück und dann müssen wir auch schon los. Stressig ist es nur manchmal, wenn was nicht nach Plan läuft, z.B. das Frühstück fliegt einmal quer über den Küchenboden, oder es gibt einen "Windelunfall" #klatsch

Hast Du vielleicht eine Oma in der Nähe wohnen, die morgens bei dir vorbeikommen kann und die Kleine später zur Kita bringt?

Ich wünsch euch alles gute und dass ihr eine gute Lösung findet #winke

Beitrag von littlecat 31.03.11 - 22:12 Uhr

Hi,

bei mir war es ähnlich. Ich hatte nach der Geburt 1,5 Jahre Elternzeit angemeldet, bin aber nach einem Jahr wieder mit zwei halben Tagen eingestiegen. An diesen beiden Tagen haben sich entweder meine Schwiemu oder meine Schwester um unsere Maus gekümmert. Mit 1 1/2 ist sie dann in die Krippe gekommen und gute 6 Wochen später habe ich meine Arbeitszeit auf 5 Vormittage hochgeschraubt. Mein Arbeitsweg betrug ca. 1 Stunde 15, insgesamt war ich also gute 2,5 Stunden pro Tag nur unterwegs, teils mit dem Auto, teils mit der Bahn.

Ich habe das fast 1,5 Jahre mitgemacht und muss ganz ehrlich sagen: Nie wieder! Ja, der alte Job war klasse, das ist der neue aber auch. Ok, die Bezahlung im alten war etwas besser, aber das hebt sich mit den Fahrtkosten schon wieder auf. Unter'm Strich ist es nur ein klein wenig schlechtere Bezahlung für viiiiiel weniger Stress.

Früher hatte ich den ganzen Tag lang das Gefühl, nur nach der Uhr zu leben. Fünf Minuten konnten über Erreichen oder Verpassen der Bahn entscheiden (und was mache ich bei Verspätung?) und zu einer mittelschweren Zeitkatastrophe führen. Bei Schnee und Glatteis habe ich mich abends am Telefon schon bei meiner Schwiemu rückversichert, ob sie im Notfall morgen Mittag zum Kindergarten fahren kann oder nicht...

Ganz ehrlich, ich weiß heute nicht mehr, wie ich das so lange immer hinbekommen habe. Und wenn sich nicht durch Zufall hier vor Ort eine neue Möglichkeit geboten hätte, würde ich es wahrscheinlich immer noch so machen. Im Nachhinein bin ich froh, es nicht mehr zu müssen.

Es ist einfach jeden Tag die große Unbekannte im Spiel: Wetterverhältnisse, Bahnstreiks, Unfall auf der Autobahn, durch Umbaumaßnahmen ist die U-Bahn-Station direkt vor dem Büro für die nächsten drei Monate gesperrt, also täglicher Umweg von zusätzlichen zwei Minuten zur S-Bahn...

Was machst Du, wenn Du einen Anruf aus dem Kiga bekommst und Dein Kind abgeholt werden muss? Bist Du oder jemand, dem Du vertraust und den das Kind kennt, schnell vor Ort oder brauchst Du dann auch eine Stunde, bevor Du da bist? Sorry, ich will nicht schwarzmalen, aber genau diese Situation habe ich erlebt.

Ich will Dir auch nicht alles vermiesen, aber ich denke, Du solltest Dir wirklich gut überlegen, ob der Job wirklich das alles wert ist. Und ohne eine zusätzliche Absicherung, z.B. durch eine fast immer verfügbare Oma oder so hängt die gesamte Organisation an Dir. Das geht auf Dauer einfach an die Substanz und kann einem auch den tollsten Job schwerer machen als nötig.

LG
Littlecat

Beitrag von parkolina 01.04.11 - 12:07 Uhr

Dass Deine Kleine so früh in die Kita muss sehe ich nicht als Problem. Da kann man seinen Tagesablauf anpassen. Ich weiß, dass mein Bruder auch schon immer um die Zeit in die Krippe musste - wie's bei mir war weiß ich nicht - aber das war ok.
Kinder können sich da gut und schnell dran gewöhnen, wenn die Eltern davon auch überzeugt sind und das so vermitteln. Wenn Du aber unsicher bist könnte es schwierig sein.

Wegen des Stillens: Das passt sich an, würde ich vermuten bzw. kannst Du versuchen es etwas anzupassen, was die Zeiten betrifft. Ich hab in dem Alter nur noch morgens nach dem Aufstehen gestillt und die Zeit hab ich einfach mit eingeplant. Obwohl meine Kurze da eh zum Ende hin recht fix war und dann sehr bald gar nicht mehr wollte. Wie oft stillst Du denn noch und lässt sich da vielleicht auch was mit Abpumpen (Das war nicht mein Ding, aber andere kommen damit gut klar.) anpassen?

Was mir wirklich Sorgen machen würde ist der doch recht lange Fahrtweg. Wie stauanfällig ist er? Kann jemand einspringen beim Abholen, wenn Du es - warum auch immer - nicht schaffst?

Grundsätzlich würde ich aber schon empfehlen es zu machen. Denn glückliche und zufriedene Kinder brauchen zufriedene Eltern.