Stillrhythmus (Wie oft stillen (Abstände)?) und Schreiattacken

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von tweetynr.1 31.03.11 - 20:50 Uhr

Hallo liebe Muttis,
wie oben schon steht, frag ich mich, wie oft ihr denn eure kleinen so stillt. Mein kleiner ist jetzt 3 1/2 Wochen alt und kommt sehr oft, will heißen teilweise jede Stunde, manchmal sogar schon nach ner halben Stunde. Milch habe ich genug und auch wohl sehr nahrhaft. Er nimmt jedenfalls ordentlich zu (150 g in 3 oder 4 Tagen). Meine Hebamme meinte nun, ich solle ihn nur alle 2 Stunden max. anlegen, weil er nun seit dem we auch begonnen hat, zu schreien und zu krampfen (Verdacht auf Blähungen wegen der frischen Mu'Mi auf die alte). Hab nun viel gelesen und auch, dass diese Theorie Quatsch sein soll. Bin nun total durcheinander und weiß gar nicht mehr, was ich nun machen soll. Am Nachmittag klappt es ganz gut mit diesem Abstand, nur morgens überhaupt nicht - da hat er voll die Brüllattacken (tut mir in der Seele weh, aber lt. Hebamme muss er da durch oder eben mit Fencheltee füttern). Soll ich den Rat der Hebamme ignorieren und wieder nach Bedarf stillen??? Will ja andererseits auch nicht schuld sein, wenn der kleine mit schmerzhaften Blähungen zu kämpfen hat (wenn es wirklich an den zu geringen Abständen liegt)... Ich weiß echt nicht mehr weiter!!! Ach ja, seit dem ich diesen Stillabstand von 2 h einhalte, kommt er nachts auch nicht mehr jede Stunde, sondern schläft teilweise 5 h am Stück. War vorher eben nicht so und dadurch war ich vollkommen fertig.Ich weiß echt nicht mehr, wie ich es richtig mache - zweifle total an mir selbst und meinen Mutterqualitäten. Bitte helft mir mit euren Erfahrungen weiter

Beitrag von mathildarosine 31.03.11 - 21:09 Uhr

Hallo,

ich habe ab dem 2. Monat auch konsequent frühestens alle 2 Stunden angelegt, und dann für ne halbe Stunde gestillt.
Das hat schon nach einem Tag für einen besseren Rhythmus gesorgt.
Jetzt habe ich einen 3 bis 4 Stunden Abstand. Klappt super!

Viel Glück,

Simone

Beitrag von malso.malso 31.03.11 - 21:11 Uhr

Vergiss diesen "neue auf alte Milch"-Quatsch.
Stille einfach weiter nach Bedarf.
Helfen kann es, wenn DU den Fencheltee trinkst, der wirkt dann über deine Milch auf dein Kind krampflösend.

Ebenfalls zu empfehlen:
Fliegergriff
"Radfahren" mit seinen Beinen
Baden
und unschlagbar für Mutter und Kind:
Tragetuch.

Beitrag von nadja.1304 31.03.11 - 21:13 Uhr

Also das mit der alten und neuen Milch ist wirklich Käse. Was du versuchen kannst, ist selbst Fencheltee zu trinken. Und still wieder nach Bedarf. Ich glaub nicht, das der veränderte Schlafrhyhmus etwas mit den 2h Abständen zu tun hat. Denn dann würde er ja nach 2h wieder kommen, und nicht nach 5h. Gegen die Blähungen gehst du eben auf herkömmliche Art vor: Wärme, viel strampeln lassen, keine enge Kleidung, Fliegergriff ect. Glaub mir, es geht vorbei. :-) Aber euch beiden jetzt noch zusätzlich dem Stress mit den Zwangspausen aufzuerlegen ist wirklich nicht richtig. Ich würde den Rat ignorieren. Und im Übrigen haben seine Bauchschmerzen nichts mit deinen Mutterqualitäten zu tun! Mach dir da mal nicht soviel Gedanken.
LG Nadja mit Mikaela *29.1.2011

Beitrag von muehlie 31.03.11 - 22:23 Uhr

Es ist wirklich völliger Käse, seinem Kind einen Rhythmus aufzwingen zu wollen. Sein Bedarf an Milch ändert sich immer mal wieder. In Schüben muss dein Kind sogar öfter trinken, um die Milchproduktion anzukurbeln bzw. dafür zu sorgen, dass sich die Milch seinen sich ändernden Bedürfnissen anpasst. Auch wird seine Saugtechnik immer effizienter, so dass er nicht mehr - wie hier eine Userin schrieb - eine halbe Stunde gestillt werden muss, sondern schon nach ein paar Minuten fertig ist. Im Sommer, wenn es wieder richtig warm ist, wird er ebenfalls öfter, dafür aber kürzer trinken, weil er dann einfach mehr Flüssigkeit, aber nicht so sehr die fettreiche Hintermilch, die erst nach längerer Stilldauer kommt, braucht.

Du siehst also, dein Kind "weiß" am besten, wie es richtig ist. Richte dich also nach ihm und lass ihn bloß nicht vor Hunger schreien. :-) Eine Hebamme, die der Meinung ist, ein kleiner Säugling müsse schon irgendwo durch, hat meiner Meinung nach ihren Beruf verfehlt.
Schläft der Kleine nachts bei dir? So wären nämlich auch die Nächte erträglicher.

Beitrag von tweetynr.1 31.03.11 - 22:34 Uhr

Ja, bin auch ziemlich enttäuscht von meiner Hebamme. Hätte ich nicht gedacht, weil ich vorher nur gutes über sie gehört habe. Aber so ist das manchmal.

Ja, der kleine schläft in einem Beistellbettchen neben meinem Bett. Nachts ist es also relativ entspannt beim Stillen - kein Aufstehen - nur beim Wickeln, wenn es denn Not tut.

Finde es übrigens klasse, dass es ein solches Forum gibt, wo Mütter ihre Erfahrungen austauschen und weitergeben können. Ihr habt mir wahnsinnig geholfen. Schon mal vielen Dank dafür.

Dass das Schreien mit Tragetuch oder Fliegergriff besser wird, konnte ich auch schon feststellen. Das waren bisher die einzigen Möglichkeiten, den kleinen zu beruhigen.

Habt ihr eventuell noch gute Tipps bei wunden Brustwarzen durch Dauernuckeln??? (also außer MuMi antrocknen lassen und Wollfettsalbe)

Beitrag von muehlie 31.03.11 - 22:49 Uhr

Das mit dem nächtlichen Wickeln gibt sich meistens auch irgendwann. Meine Tochter war da ein sehr extremer Fall. Ihretwegen musste ich nachts manchmal sogar dreimal hintereinander aufstehen. Aber sogar das wurde nach einigen Wochen/Monaten besser.

"Habt ihr eventuell noch gute Tipps bei wunden Brustwarzen durch Dauernuckeln??? (also außer MuMi antrocknen lassen und Wollfettsalbe)"

Eigentlich nur: öfter mal die Seite wechseln und auf Abhärtung hoffen. ;-)

Beitrag von qrupa 01.04.11 - 07:34 Uhr

Hallo

das beste gegen wunde Brustwarzen istdie richtige Technik. Je besser dein Baby angedockt hat um so angenehmer ist auch das stillen. Da macht dann auch dauerstillen nichts aus. Allerdings würde ich da vorsichtig bezweifeln, dass deine Hebamme da die richtige Ansprechpartnerin ist. Guck mal ob es bei dir eine Stillberaterin in der Nähe gibt
http://www.afs-stillen.de/front_content.php?idcat=83
http://www.lalecheliga.de/index.php?option=com_content&view=article&id=401&Itemid=93

Als 1. Hilfe Maßname sind lauwarme Salbeitee oder Schwarzteebeutel eine super Sache. Einfach kurz aufbrühen, abkühlen lassen (Salbeitee auf keinen Fall trinken) und ein paar Minuten auf die Brustwarze legen.

Das richtige Anlegen kann auch ein Grund für die Bauchschmerzen sein. Viele Babys stillen abends in den ersten Wochen viel unruhiger und schlucken dadurch mehr Luft mit.

Beitrag von kolibri1202 01.04.11 - 10:43 Uhr

Mir haben bei meinen wunden Brustwarzen die Brustwarzenformer von Medela geholfen, so berührten die Brustwarzen nicht die Stilleinlagen/den BH und konnten gut abheilen. Zusätzlich habe ich Lanolin benutzt.

Beitrag von sparrow1967 01.04.11 - 09:32 Uhr

Moin,

mit 3 einhalb Wochen stehter vor dem Schub um die 5. Woche. Das heißt, er verlangt öfter die BRust- was ganz normal ist. Das kurbelt nämlich die Produktion an.

Wie alt ist deine Hebi? Schade, dass sie sich in Sachen Stillen nicht fortgebildet hat - wenn sie es nämlich getan hätte, würde sie nicht so einen Quark erzählen.

Blähungen entstehen auch durch schreien oder durch falsches Anlegen.

Wende dich wirklich lieber an eine Stillberatung ;-)

Gegen wunde Brustwarzen: richtige Anlegetechnik zeigen lassen und ich habe damals Johanniskrautöl ( Apotheke) benutzt. Das muß nicht abgewaschen werden vor dem Stillen und kann beliebig oft auf die BRustwarze getupft werden. Mir hat es sehr geholfen.


Tragen im TT ist übrigens wunderbar- wie du ja auch schon festgestellt hast- und nein- Du kannst ihn damit nicht verwöhnen ;-)


lg
sparrow

Beitrag von cioccolato 01.04.11 - 09:50 Uhr

mir geht es ähnlich. Nur, dass ich meinen Fratz nicht stille sonder er die Flasche bekommt.
Keanu ist 4 Wochen alt, er trinkt auch sehr sehr oft, manchmal nach 2 stunden, dann aber manchmal auch jede halbe stunde, dann eben nur ein bisschen...
Er hat auch mit starken bauchschmerzen zu kämpfen, aber ich vermute eher die Koliken (welche ja meist mit 3 wochen beginnen) und glaube nicht an die theorie mit der milch.
Ich würde meinen Kleinen niemals schreien lassen, schon gar nicht vor Hunger #nanana komische Hebamme haste da...

Mein Grosser war auch so ein Trinker, und hatte nie bauchschmerzen...und es legt sich auch mit der Zeit.
Ich bin zwar auch schon ziemlich müde (heute nacht wollte er mal wieder jede halbe stunde milch) aber ich sag mir immer wieder, ES GEHT VORBEI ;-)

lg ciocco mit Jaimy 1 #verliebt und Keanu 4 Wochen #verliebt

Beitrag von kolibri1202 01.04.11 - 10:49 Uhr

Meine Tochter, 5 Monate, kam und kommt auch heute noch oft stündlich. Leg Dein Kind ruhig an, wenn er Hunger hat, vielleicht sucht er auch einfach nur Deine Nähe.
Das, was Deine Hebamme zu den Bauchschmerzen sagt, ist Quatsch. Meine tochter hatte auch oft geschrien, das hatte mit dem Stillen aber nichts zu tun, denn ich stille teilweise immer noch stündlich und meine Tochterhat diese Schreiatacken nicht mehr. Gegen Bauchweh helfen Globulis, wir nehmen Colocynthis C 30, 3 Kügelchen wenn´s drückt.

LG Vanessa

Beitrag von tweetynr.1 01.04.11 - 17:38 Uhr

Meine Hebamme isth gar nicht so alt eigentlich noch gar nicht so alt - ich denke mal Anfang/Mitte 40. Und sie hat selber 4 Kinder!

Globuli nehmen wir auch, wenn es sehr zwickt - wir haben Chamomilla (2x2 Stück am Tag).

Hab ja jetzt wieder nach Bedarf gestillt (d.h. jede Stunde fast) und es macht mir den Anschein, dass das Bauchweh besser ist. Jedenfalls jagt er die Pupse besser und leichter raus als vorher mit Zeitvorgabe. Nur ablegen kann ich ihn nicht wirklich - nur in meinem Bett zusammen mit mir ;-)

Wie macht ihr das eigentlich mit dem Einkaufen oder mal in die Stadt gehen, wenn eure Mäuse auch stündlich kommen? Teilweise hängt er ja trotzdem 30 bis 45 min an der Brust. Kann mich ja schlecht sooo lange irgendwohin verziehen. Oder pumpt ihr für solche Fälle ab???