Lenni (1,5 Jahre) schreit völlig schrill und lässt sich fallen!

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von andrea71 01.04.11 - 22:05 Uhr

Hallo,
Lenni ist nun 1,5 Jahre und wenn ihm was nicht passt schreit er ganz schrill und laut und lässt sich auf den Boden fallen. #schock Auffallend oft.. ich versuche es dann zu ignorieren (wenn er weich fällt) ist seit ca. 1 Woche schon so.. ist das eine Phase???
Was kann ich tun?#schein
Kenne das von meinem 1. Sohn so in der art nicht :(
LG Andrea

Beitrag von rutschus 01.04.11 - 22:09 Uhr

Hallo
In dieser Zeit beginnt die Trotzphase und das ist ganz normal.
Kinder lernen Neues und erkunden alles.Sie testen ihre Grenzen und
Entwickeln ihre Persönlichkeit. Bei uns ist das auch grad so.
Kann aber auch Schub oder Zähne sein.
Da müssen wir durch;-)

Alles Gute

Beitrag von andrea71 01.04.11 - 22:10 Uhr

ok.. dachte ich mir schon.l aber weil es so sehr extrem ist...
wie verhalte ich mich? soll ich es weiterhin ignorieren? oder mit ihm reden?

Beitrag von mamalein1987 01.04.11 - 22:22 Uhr

Das ist bei uns auch grade genau so!

Die gute Trotzphase :)

Da müssen wir durch!!

Wünsch dir Starke Nerven

lg mamalein

Beitrag von bine3002 01.04.11 - 22:37 Uhr

Versetz dich mal in deinen Sohn hinein: Er muss mit dem leben, was Du bestimmst und er kann sich nicht dazu äußern, weil ihm die Sprache fehlt. Er ist vielleicht sauer oder traurig und kann es nicht mal mitteilen, weil er weder seine Emotionen kontrollieren kann noch ein Wort dafür kennt, um sie zu benennen.

Ignorieren finde ich grundsätzlich blöd, weil es ihm suggeriert, dass er mit seinen Problemen allein fertig werden muss. Das wird bei ihm jetzt langfristig sicher kein Trauma hinterlassen oder so, aber es ist einfach ein blödes Signal und es hilft ihm auch nicht.

Ich würde mich zu ihm hinknien und ihm direkt sagen, dass Du ihm nicht helfen kannst, wenn er so schreit. Frag ihn dann, wo das Problem ist. Natürlich wird er das nicht beantworten können, also gibst Du ihm irgendwas vor: "Bist Du wütend, weil ich dir den Lolli verboten habe?" Gib ihm etwas Zeit, zu reagieren, bleib präsent, sei für ihn da. Dann sagst Du "hey beruhig dich mal. Ich verstehe, dass Du wütend bist, aber wir essen gleich und Du kannst jetzt keinen Lolli essen." Und dann biete ihm einen Kompromiss wie z. B. "Komm wir legen den Lolli dahin und Du kannst ihn dann nach dem Essen haben. Ok?" Ist natürlich nur ein Beispiel.

Wichtig wäre, dass Du die Emotion, die er fühlt, benennst, in dem Fall also WUT. Außerdem solltest Du ihm klarmachen, dass er mit Gesprächsbereitschaft einen Vorteil für sich "erwirtschaften" kann, also einen Komrpomiss schließen kann und nicht völlig hilflos ausgeliefert ist. Geht natürlich nicht immer.

Beitrag von andrea71 01.04.11 - 22:40 Uhr

hallo,
das ist super. ich werde es gleich morgen ausprobieren. Klingt gut und ich denke ich weiss was du meinst :-)
vielen Dank
Andrea

Beitrag von bine3002 01.04.11 - 23:00 Uhr

Na ja, ich denke, Du darfst nicht erwarten, dass sich das Problem morgen gleich erledigt. Es geht eher darum, dass er lernt, dass seine Worte (in dem Fall Geschrei, weil er keine Worte hat) gehört werden, dass er seine Emotionen benennen kann und dass seine Eltern eben für ihn da sind und ihn trösten. Viele würden das als Inkonsequenz bezeichnen, aber meiner Meinung nach hat das damit überhaupt nichts zu tun. Denn nur weil Du Trost spendest, musst Du noch lange nicht inkosequent sein. Ein NEIN bleibt ein NEIN, aber Trost darf trotzdem sein. Ebenso Kompromisse und wenn das Kind lernt, dass diese auch eingehalten werden, dann werden sie auch kooperativer.

Beitrag von andrea71 01.04.11 - 23:02 Uhr

ja das ist mir schon klar, aber ich weiss jetzt wie ich mit umgehen kann und da freu ichmich einfach es auszuprobieren :)

Beitrag von bine3002 01.04.11 - 23:06 Uhr

Das ist schön :-) Viel Spaß!

Beitrag von schwilis1 01.04.11 - 22:57 Uhr

Das ist klasse. mein kleiner macht das auch. ich hocke oft daneben und warte ab bis er fertig ist, weil er ind em moment sich weder anfassen lässt noch wirklich auf ansprache reagiert... vll wird das besser

Beitrag von bine3002 01.04.11 - 23:11 Uhr

"weil er ind em moment sich weder anfassen lässt noch wirklich auf ansprache reagiert"

Ja, weil er in einer anderen Welt ist. Aber wenn Du Geduld aufbringen kannst und ihm Zuwendung schenkst, obwohl er gerade "garstig" ist, dann wird sich das lohnen. In der Regel beruhigen sich die Kinder einigermaßen schnell und wollen dann erstmal Trost. Man nimmt sie auf den Schoss, trocknet die Tränen liebevoll mit einem Taschentuch und genau in diesem Moment sind sie aufnahmebereit für ein Gespräch. Sie fühlen sich ernst genommen und in einer Kuschelatmosphäre lässt sich vieles klären, was sonst einfach "verpufft".