"Essensproblem" - Erfahrungen?

Archiv des urbia-Forums Frühchen.

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sansdouleur 03.04.11 - 22:29 Uhr

Ihr Lieben,

meine Zwerge sind bei 34plus6 gekommen. Hanna ging es von Anfang an super, Moritz brauchte CPAP, Infusionen etc...

Nun macht sich aber unser einstiges "Sorgenkind" total super und Hanna baut total ab, das größte Problem bei ihr ist das Thema essen. Sie muss ständig dazusondiert werden. Sie soll 60 ml 6xtäglich schaffen. Sie wiegt jetzt 2100 gramm (Geburtsgewicht 2160)...

Moritz trinkt nur von der Brust, muss also nachts zusondiert werden, deswegen werde ich wohl doch versuchen müssen wieder ein Muttizimmer zu bekommen, damit ich alle sechs Mahlszeiten ihn stillen kann, will ja nicht, dass er nur deswegen sondiert wird..

hanna macht uns wirklich Sorgen und auch die Schwester sagt, dass sie nicht weiß, wie sich das entwickelt...Wäre das "Problem" nicht, müssten sie nur noch ne woche drin bleiben...

Wie war das bei euch? Hat es wirklich irgendwann "Klick" gemacht?

Wenn es nur noch am Essen scheitert (Wärmebetten werden wohl übermorgen aus gemacht, wenn sie sich nun weiterhin so super mit der Temperatur machen sollten - seit zwei tagen halten sie diese), sie also statt 60 ml nur 45 isst, dann wieder 60 und dann mal wieder nur 40, ist das wirklich ein Grund die dort zu belassen? Kann man das nicht dann auch zuhause peppeln und durch einen Kinderarzt kontrollieren lassen, ob sie denn trotz allem zunimmt weiterhin?

Die Ärzte sind da sehr optimistisch, die Schwestern leider gar nicht. Und ein paar Schwestern dort sind "unter aller Sau" und ich weiß schon gar nicht mehr, was ich nund avon halten soll..

Grüße

Beitrag von maline.kaiser 03.04.11 - 23:43 Uhr

Hallo,
Lilith hatte damals auch solche Probleme (sie ist bei 35+0 geboren). Ich habe es aber geschafft, dass sie halt acht mal 45 ml trinkt und das war dann auch ok. Wir durften dann nach Hause.
Frag doch mal,ob das eine Option wäre sie einfach öfter essen zu lassen.

Ich wünsch euch alles Gute.

Maline

Beitrag von hoffnung2011 03.04.11 - 23:45 Uhr

Hi, ich kann es dir nur mit meinem zweiten Frühchen sagen...da das erste ohne probleme trank..

weißt du, was wir im KH erlebt haben ?

ich finde die 60 schon eine hohe Anforderung, damit wurden wir damals entlassen. Wir haben aber erlebt, dass die Schwester manchmal nicht genug Zeit haben...eben diese Engelsgeduld, die du als Mama zuhause hast. Da wird eher sondiert, als es wieder mal zu probieren. Da ich meinem Kind jetzt fast alle flaschen vor Ort gab, konnten wir betteln, dass man uns mehr Zeit gibt. und manchmal haben wir erlebt, dass er einfach keine Lust auf 60ml hatte.Bei mir hattte er die 60 immer getrunken, bei denen manchmal nciht.

klar ist es zuhause besser, wenn es nur ,,daran´´ liegen soll ABER (und jetzt sei mir nicht böse) du hast beides im Doppelpack, du kannst dir keine großartigen Fehler leisten. und die Kids sollen meiner Meinung nach nach Hause, wenn sie einfach so fit sind.

Bei uns hätte ich ihn in dieser situation schon läüngst rausgeholt. Ich habe aber bereits Erfahrung eines Frühchens, du nicht..versthest du was ich meine...da wird bei euch die Argumentation dürftig sein.

Ihr könnt es natürlich auf eigene Gefahr tun aber willst du dich unter Umständen mit JA auseinandersetzen müssen, nein oder ?

du weißt, ich halte dir die Daumen (!!!!!) Die Idee mit dem Muttizimmer ist an sich gut, wenn du dabei nicht vergisst, dasss du auch Kräfte tanken musst, bidde.

Schlaf schön!

Beitrag von belala 04.04.11 - 09:07 Uhr

Hallo,

ein Problem sehe ich nur darin, dass im Kh im Besonderen und in den Köpfen der Eltern (bes. Mütter) die "Sorgenkinder" stets der Norm entsprechen müssen.

Mein Kind, geboren 24+3Ssw, spuckte eben das wieder aus, das oben zu viel hineingegeben wurde.
Sie tat mir leid, weil sie im KH so gemästet wurde und ich war unendlich traurig, weil das Mästen (und das Normdenken des Personals) mein Kind an der Entlassung hinderten.
Wenige Tage vor der Entlassung gab es eine resolute Schwester die die Magensonde einfach zog.

Zuhause spuckte mein Kind nach jeder Mahlzeit und sie gedieh dennoch.

LG,belala

Beitrag von meioni 04.04.11 - 09:17 Uhr

hallo,
erst mal vorab ich habe kein frühchen aber ich wollte dir mal erzählen das es auch bei normal gekommen kindern so sein kann. also mein kleiner kam erst in der 42 ssw mit 3655 gramm zur welt. da er natürlich viel mehr an gewicht hat als deine wird da sage ich jetzt mal nicht ganz so pingelig drauf geguckt. da er leider uach gelbsucht bekommen hatte und sehr wenig getrunken hat durften wir erst am 4 tag nachhause. er war auch immer recht schwach und hat sehr selten getrunken. wenns hoch kam höchstens mal alle 4 stunden. dadurch würde es mit der gelbsucht immer schlimmer und ich habe ihn echt geweckt, damit er alle 2 stunden trinkt und wir nachhause können, denn ich wuchste zuhause wird alles besser. hört sich blöd an aber es ist so. sind dann auch zum glück entlassen worden. hatte ne super nachsorge hebamme und alles war super. ich habe ihn zuhause nicht mehr weckt und er hat seinen eigenen rhytmus gefunden. dachte es wäre alles super, würde shcön zunehmen. nach 6 wochen waren wir dann bei der u3 und da stand auf ienmal auf der waage nur 3780 gramm. er hat also von geburtstgewicht nur 100 gramm zugenommen. habe dann ne stillprobe gemacht und die war super. er hat an einer siete 150 ml getrunken in 20 min war das. also alles bestens. von daher muß es noch einen anderen zusammenhang geben warum er nicht zunimmt. er ist jetzt imme rnoch ien echtes fliegengeiwchtund wiegt mit 14,5 monaten grade mal 7 kilo.
er ist aber fit und munter und bisher war es kein problem. langsam fängt der doc sich aber an wegen den gewicht etwas sorgen zu machen udn wir müßen zum kontrollwiegen. aber was ich sagen wollte, auch wenn si esuper trinken kann manchmal ne andere krnakheit dahinterstecken. oder ienfach auch noch diese gefühl wir sind noch nicht zuhause nicht in ruhe. ich würde da einfach mal mit einer "netten schwester oder arzt" sprechen. ich weiß jetzt nciht wie es bei frühchen ist aber ich finde 60 ml auch recht viel. könnte si enicht vielleicht 8 mal 45 ml oder os trinken oder ist das zuwenig? oder das du dich mal mit deiner hebamme unterhälst, was sie dazu sagt, vielleich that sie noch ien paar tipps füe euch.
ich wünsche euch alles gute und das ihr shcnell nahchause könnt.



meioni mit motte 3,5 jahre und muckel 14,5 monate

Beitrag von bobinha 04.04.11 - 10:02 Uhr

Hi

Mein Sohn hat dieses nach Zeitplan essen auch nicht geschafft. Er wurde dan nach Bedarf gefüttert und am Ende vom Tag zusammengerechnet. So hat er immer genug gegessen. Bei ihm war das Problem, dass wenn das Wetter arg heiß war er weniger gegessen hat. Das heißt er hat abends und morgens viel gegessen und über mittag sehr wenig. Ist grad auch wieder so. Frag doch mal ob das nicht einen Versuch wert ist. Geht aber nur dann wenn die Kinder sich melden wenn sie hunger haben. Mein Sohn hat die ganze Station zusammengebrüllt wenn er hunger hatte. Da wusste dann jede Schwester, dass hier jemand seine Flasche will. War auch ganz gut so, weil so hat immer eine die grad Zeit hatte Mitleid gehabt. ;-)

Außerdem hat er nur einen bestimmten Sauger genommen. Vielleicht wäre das auch einen Versuch wert.

Wünsch euch alles Gute und mach dir nicht zu viele Sorgen wegen dem Essen. Ich denke sie wird da irgendwann den Dreh raus haben.

Liebe Grüße Bobinha

Beitrag von vijo02 04.04.11 - 12:01 Uhr

Hallo,

meine große Tochter (36+6 also eigentlich kein Frühchen mehr) hat nie die geforderte Menge zu sich genommen. Da sie aber nie auf einer Frühchenstation war, war es eigentlich auch kein Problem. Sie hat mit ca. 6 Monaten höchstens 5x80 ml getrunken. Dafür hat sie jeweils ca. 1 Stunde gebraucht. Mit 13 Wochen musste sie für eine Woche sondiert werden. Mit einem Jahr hat sie 6900g gewogen. Mit 3,5 Jahren knapp 11kg. Heute ist sie 8 und wiegt 32 kg (ist also etwas moppelig, klick gemacht hat es bei ihr mit etwa 5 Jahren, bis dahin war essen immer ein Drama). Das Problem bei dir ist sicher die Station. Meine beiden kleinen (34+5 und 31+0) wurden erst mit entsprechender Trinkmenge entlassen. Beide hatten damit aber nie Probleme. Aber jedes Kind ist anders. Und es gibt Kinder, die einfach weniger brauchen. Meine große Tochter hatte damals auch nur 1x pro Woche Stuhlgang. Vielleicht kannst du ja mal mit dem Chefarzt reden, ob eine Entlassung mit wöchentlicher ärztlicher Kontrolle möglich ist. Meine große hat immer am besten getrunken, wenn ich mit ihr durch die Wohnung spaziert bin. Also rein ins Tragetuch und dann Flasche anbieten. Es gibt auch einen Muttermilchzusatz F85 oder so ähnlich, damit die Kleinen schneller zunehmen. Bekommt deine Kleine diesen Zusatz? Trinkt sie, wenn du sie versorgst besser? Welche Zeitvorgabe gilt bei euch pro Flasche? (Bei uns mussten sie die Trinkmenge in einer Stunde geschafft haben, habe dann immer Pause gemacht und gewickelt und dann weiter trinken lassen.) Leider haben die Schwestern oft zu wenig Zeit. Bei meiner mittleren Tochter bin ich zu allen Versorgungszeiten in die Klinik gefahren, also auch in der Nacht. Weil gerade Nachts wenig Zeit pro Kind ist und dann eben schneller sondiert wird.

LG

Beitrag von vijo02 04.04.11 - 12:06 Uhr

ach ja, hab noch vergessen was zu schreiben. Frag doch mal, ob sie auch ad libidum trinken darf. War bei meinem Kleinen so. Er hat dann halt statt 6 mal auch bis zu 8 oder 9 mal pro Tag kleinere Mengen getrunken. Hauptsache die Gesamtmenge von 360ml pro Tag hat gestimmt. War bei uns auch kein Problem, wenn er einen Tag weniger hatte und am nächsten wieder mehr.

Beitrag von stinkehasi 05.04.11 - 10:00 Uhr

Hallo!
Mein kleiner wurde bei 36+2 geholt, wog 2130g und war 46 cm groß.
Wir lagen 4 Wochen in der kinderklinik, am Anfang im Wärmebett und mußten auch sondieren.
Er konnte ganz zu anfang einfach nicht fest genug saugen bzw. die Brustwarze ned richtig fassen, nach knapp einer woche gegenseitigen quälens hab ich dann mal so ein brusthütchen probiert und was soll ich sagen, er ging ohne probleme an die Brust.
Leider fehlte ihm immer wieder die kraft lang genug zu saugen um seine menge zu trinken, daher wurde er immer wieder zu sondiert, auch nachdem wir das hüttchen nicht mehr brauchten weil er es irgendwann auch ohne konnte. Schwestern haben ihn nachts immer wieder mal mit der Flasche gefüttert, deren sauger der Brust nachempfungen war und da trank er a immer so das was er tagsüber mengenmäßig von der brust trank.
Dann, in der woche vom 06. Februar, zog er sich montag morgen das erstemal seine nasensonde, bekam dann aber wieder eine neue, trank dann aber auch mehr von der brust wie vorher. Samstag nachmittag kam ich in die Klinik und die Sonde war weg. Er hatte sie sich vormittags wieder gezogen und trank den schwestern schön aus der flasche. Als ich ihn stillte, trank er 100ml obwohl er nur 65 gemußt hätte :-D Bei der nächsten Mahlzeit waren es dann 80ml:-D
Danach trank er schön von der brust bzw. den schwestern nachts ohne probleme aus der flasche!
Er hat uns also selbst gezeigt wann es an der zeit war die sonde zu ziehen :-p
Denke deine kleine wird dir a zeigen wann sie soweit ist!
Wünsch auch alles Liebe!

Birgit + julian 11 Wochen, 58cm + 4600g :-D

Beitrag von marjatta 05.04.11 - 12:26 Uhr

Also, das mit dem Muttizimmer finde ich die beste Lösung. So kannst Du beiden Kindern gerecht werden.

Mein Sohn kam bei 35+3 und hatte anfangs eine Trinkschwäche, weshalb ich abpumpen musste und er mit Flasche gefüttert wurde. Allerdings habe ich ihn immer vorher gestillt. An so hohe Mengen kann ich mich gar nicht erinnern, habe bestenfalls so 50ml pro Mahlzeit im Hinterkopf. Er wog bei Geburt 2035g.

Ich hab ihn vor der Flasche immer angelegt. Jedesmal wiegen vor dem Stillen, wiegen nach dem Stillen... Flasche zufüttern.... und ml ablesen..... Dazu das Tagebuch führen. Er hat auch nie die gleichen Menge getrunken, aber im Tagesdurchschnitt haben wir die erforderliche Menge geschafft und durften nach 8 Tagen das KH verlassen.

Ich hatte auch mit einigen Schwestern kein gutes Verhältnis. Aber die Intensiv hatte maximal 14 Betten, so dass es eigentlich ganz entspannt dort war. Eben nicht soo groß.

Das mit dem Sondieren finde ich auch nicht wirklich hilfreich. Sie sollen ja lernen aus der Flasche zu trinken oder an der Brust. Wir hatten eine Schwester, die meinte, der kann und will lieber an der Brust trinken, wir versuchen es mal mit Stillhütchen... und siehe da, es hat endlich gut geklappt. Nachdem es also mit Stillhütchen besser wurde (kannst Dir von Medela besorgen, sehr zu empfehlen), ging es zwar immer noch sehr langsam. Eine Stillmahlzeit hat bei ihm 45 Minuten gedauert (beide Seiten jeweils 15-20 Minuten, Wickelpause zum aufwecken, dann die andere Seite) Aber wir haben es geschafft, alles in 3 Monaten aufzuholen....

Wünsche Dir, dass Du die Unterstützung bekommst, die Du brauchst.

Gruß
marjatta mit Sohn und #ei, 26.SSW mit 50% Frühgeburtsrisiko