U5

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von rosalie100 06.04.11 - 11:37 Uhr

Hallo,

ich war gestern mit meiner Maus (am 4.4. 6 Monate) bei der U5. Sie ist 68cm groß, und 6700g schwer. Die Kinderärztin meinte sie sei zu leicht und ich soll unbedingt mit Beikost anfangen. Und meine Milch reicht wohl nicht mehr#kratz. Sie ist aber sehr lebhaft und zufrieden nach dem Sillen. Genügend nasse Windeln hat sie auch. Sie zeigt absolut klein Interesse am Essen. Ich denke mal sie sendet mir dann schon eindeutige Signale wenn sie so weit ist.
Aber seit ein paar Tagen würgt sie ein wenig wenn sie fertig gestillt hat. Was könnte dass ein? Hat die Ärztin doch recht?
Was meint ihr?

Lg rosalie

Beitrag von schnuppelag 06.04.11 - 11:46 Uhr

Wenn du persönlich den Eindruck hast, deiner Tochter geht es vollgestillt gut, dann belass das einfach so :-) Kinderärzte haben meist nur sehr wenig Ahnung von Babynahrung... Deine MuMi reicht auch noch lange... ich sehe das bei meinem Spross, der jetzt ein Jahr alt ist und zum Teil immer noch voll gestillt wird. Wir hatten vor 2 Wochen die U6 und der KiArzt meinte, mein Kleiner sei total toll entwickelt. Als er dann erfuhr, dass er immer noch gestillt wird, ist ihm tatsächlich die Kinnlade runter gefallen, denn damit hätte er nicht gerechnet ;-)
Außerdem ist es auch so, dass die Beikost meist viel weniger Kalorien hat als die MuMi... Dein Liebling wird dir anzeigen, wann sie zusätzliche Kost mag :-)

Wenn sie nach dem Stillen würgt, bedeutet das nicht, dass sie keine Milch mehr mag. Sie hat vielleicht einfach etwas zuviel getrunken und es "schwappt" ein wenig über. Solange sie sich nicht ständig alles erbricht und ihr unwohl ist, würde ich mir darüber gar keine Gedanken machen :-)

Beitrag von haruka80 06.04.11 - 11:59 Uhr

Hallo Rosalie,

dieses: "zu leicht" kenne ich, wobei unser Ki.Arzt uns sagte, wir sollen auf jeden Fall 6 Monate nur Milch füttern (wir haben nachher mit 5,5 Monaten angefangen, weil wir in seiner Gegenwart nix mehr essen konnten ohne dass es zum Drama wurde)

Mein Sohn war immer n großer, schlanker, bei der U5 hatte er 8kg auf 73cm, was schon viel war. Bei der U6 9kg auf 80cm und nun steht die U7 an und er ist mit 11,5kg auf 91cm wieder im Untergewicht.

Unser Arzt ist da entspannt, denn ihm ist es wichtig: was isst das Kind, isst es überhaupt, wieviel bewegt es sich? Nimmt es stetig zu, nimmt es durch Krankheiten stark ab etc.
Als er meinen Mann vor 1 Jahr kennenlernte, war auch von Wiegekontrolle nie wieder die Rede (mein Mann ist 2m und wiegt 80kg).

Was ich sagen möchte: Kinder entwickeln sich unterschiedlich, es gibt schlanke Babys, dicke Babys, normalgewichtige Babys, genau wie bei Kindern und Erwachsenen. Wenn du meinst, jetzt könntest du langsam mit Beikost beginnen, mach das. Wenn nicht, warte darauf, wann dein Kind euch das Essen fast aus der Hand reißt;-)
Beikost hat weniger Kalorien als Milch-und mit Schokopudding und Sahne beginnt man ja keine Beikost-SOWAS würde viell was an Gewicht bringen, aber ob das nicht absolut kontraproduktiv ist, ist dann die Frage#nanana

Hör auf deinen Bauch und schau dir deine Tochter an, ne Mutter hat eigentlich meistens das richtige Gefühl

L.G.

Beitrag von sarahjane 06.04.11 - 15:20 Uhr

In der Regel sollte man bei gesunden Kindern frühestens mit 5 Monaten, spätestens mit 7 Monaten mit B(r)eikost beginnen. Bis zum 1. Geburtstag bleiben eh noch genug Brust- und/oder Fläschchenmahlzeiten übrig, meist spricht auch nichts dagegen, auch darüber hinaus noch Frauenmilch und/oder Premilch zu füttern.

Grundsätzlich sollte man schon auf den kinderärztlichen Rat hören, denn er ist der Fachmann und das "Geschrei" bzw. "Gejammere" groß, wenn man sich mal nicht an dessen Rat hält und das Kind krank wird oder Mangelerscheinungen hat.
Ich meine das nicht böse, es soll nur ein Denkanstoß sein.

Du kannst ja mal locker B(r)eikost anbieten. Wird diese verschmäht, wartest Du halt noch 1 Monat, es sei denn, die Kleine weist Mangelerscheinungen etc. auf.

Beitrag von lilly7686 06.04.11 - 15:45 Uhr

Hallo!

Du kannst natürlich Beikost anbieten und sehen, ob deine Kleine es möchte. Mit 6 Monaten spricht ja nichts gegen das Anfangen.

Allerdings finde ich diese Ratschläge von Ärzten immer sehr abenteuerlich. Denn Brei, gerade Gemüsebrei mit dem man ja beginnen soll, hat längst nicht so viele Kalorien, wie Muttermilch ;-)

Wenn du das Gefühl hast, deine Kleine ist noch nicht beikostreif, dann lass sie weiter voll Stillen.
Ich hab meiner Tochter mit 6 Monaten angefangen, beim Essen Fingerfood vor sie auf den Tisch zu legen. Sie hat damit gespielt und es bewundert. Mit knapp 7 Monaten hat sie begonnen, zu essen. Da war sie dann eben reif!

Und lass dir keine Angst machen. Die wenigsten Stillkinder haben Mangelerscheinungen. Wenn sie die haben, dann liegt es nicht am Essen, sondern ist es ein "angeborenes Leiden" sozusagen ;-)

Liebe Grüße!