Versuchen weiter zu stillen oder den fürs Kind leichteren weg gehen..?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von grisa 08.04.11 - 11:51 Uhr

Hallöle,
Ich würde echt gerne stillen und finde das eigentlich auch super Praktisch...
Jetzt ist es so das mein Sohn 12 Tage ist und ich einfach das Gefühl hab das er die Milch nicht richtig raus bekommt... bzw. nicht genug! Er nuckelt stundenlang an meiner Brust, macht aber keine richtig langen Züge und schluckt glaub auch nicht wirklich viel... egal wie lange er trinkt er ist nie zufrieden... nur wenn ich ihm dann danach noch eine Flasche mit MM oder pre gebe ist glücklich und schläft auch mal eine Weile... kann es vielleicht sein das bei mir der Milchspendereflex oder so fehlt und er deshalb nicht genug raus bekommt ? Bei einer Stillberaterin hab ich schon angerufen Bad, wirklich helfen konnte sie mir auch nicht...
Weiß nun echt nicht so recht... mein kleiner tut mir echt leid wenn ich sehe wie er leidet. Und nach der Flasche so friedlich schläft...

LG und Danke Sandra

Beitrag von wunki 08.04.11 - 11:59 Uhr

Ich würde die Flasche weglassen und eine Stillberaterin aufsuchen, die dir passt.

Dann solltest du viel trinken. Unter Anderem auch Fencheltee, Malzbier u.Ä.
Ernähre dich gehaltvoll.

Vielleicht legst du vorm Stillen mal ein warmes Kirschkernkissen auf die Brust.

Hast du schon mal ein Positionswechsel versucht? Mein Sohn hat am Anfang andauernd geweint und war auch nach dem Stillen unzufrieden...dann habe ich die Stillposition gewechselt und....alles war i.O. ;-)

Dass er stundenlang nuckelt ist normal in dem Alter...

LG Wunki

Beitrag von sarahjane 08.04.11 - 11:59 Uhr

Lasse noch mal eine besonders gut ausgebildete, fort- und weitergebildete Hebamme zuschauen, wenn Du per Brust fütterst. Sie kann die Anlegetechnik noch mal überprüfen und ggf. optimieren.
Manchmal hilft es auch, eine Brusternährungsberaterin aufzusuchen, dabei solltest Du jedoch darauf achten, auf eine neutral eingestellte zu treffen (lässt sich durch gezielte Fragen am Telefon abchecken).

Zudem könntest Du noch Folgendes probieren (eine Erfolgsgarantie gibt es jedoch nicht):

- lege das Kind noch öfter (nicht länger) an beiden Brüsten an
- trinke pro Tag ingesamt 2 bis 3 l (davon 1 Flasche Malzbier und 4 Tassen Fenchel-, Kümmel-, Anistee)
- verzichte auf Alkohol
- trinke nur wenig Koffein-, Teein- und Kohlensäurehaltiges
- besorge Dir evtl. aus der Apotheke etwas Bockshornkleesamenhaltiges
- ruhe Dich viel aus, vermeide Stress, lasse Dir im Haushalt und bei etwaiger Geschwister- und Haustierbetreuung helfen
- trage das Baby viel herum oder lasse es wenigstens immer in Deiner Nähe
- schlaft im selben Zimmer (nicht unbedingt im gleichen Bett, da dies gewisse Risiken mit sich bringen kann)
- biete IMMER erst beide Brüste an und füttere dann nach
- pumpe tagsüber alle 2 bis 3 Stunden beidseitig mit elektrischer Milchpumpe für 10 bis 20 Minuten ab und abends / nachts alle 6 Stunden
- verwende Fläschchensauger der kleinsten Größe, damit das Saugen ähnlich schwer wie an der Mutterbrust ist
- lasse Dir von einer besonders guten Hebamme oder auch von einer neutralen Brusternährungsberaterin die Anwendung des Brusternährungssets zeigen (hierbei würde das Kind versuchen, an Deinen Brüsten zu saugen und würde gleichzeitig per Schlauch mit Abgepumptem oder mit Premilch versorgt werden, um wirklich satt zu werden)
- verwende Brusthütchen

Nebenbei: Nicht jede Mutter ist in der Lage, ihr Baby (ausschließlich) per Brust zu ernähren (u. a. wegen zu wenig Milchdrüsengewebe, Brust-OPs etc.), und nicht alle Frauen können (ausreichende Mengen) Frauenmilch abpumpen.
Das ist nicht schlimm und auch nicht zu ändern. Mit so etwas muss man sich halt abfinden.

Wenn Du das Kind komplett von der Brust entwöhnen möchtest, wäre dies Dein gutes Recht. Auch mit Premilch würde das Kind gut gedeihen.

Beitrag von tabi 09.04.11 - 00:14 Uhr

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=3102370&pid=19646226&bid=36

Machst dir noch ncihtmal die Mühe deine unqualiizierten Halbwahrheiten und versteckten Pulvermilchpropaganda abzutippen, du kopierst sie einfach. Du bist echt armselig und traurig!
#nanana

Beitrag von elisa1108 08.04.11 - 12:28 Uhr

So viele Liter Flüssigkeit am Tag zu trinken ist nicht nötig! Das ist erwiesen. Man sollte normal nach Durstgefühl trinken. Der Milchspendereflex kann sogar durch zuviel Flüssigkeitsaufnahme verspätet einsetzen!
Auch ist es umstritten, ob die sogenannten Stilltees, Malzbier, etc. milchbildend sind. Im Grunde dient das nur der Psyche,sodass man denkt, dies hilft bestimmt....
Mein Sohn hing mir auch durchgehend nuckelnd an der Brust und ich dachte auch, der saugt doch gar nichts raus. Aber er war immer im Gewichtsnormbereich.
Du sollst am Besten darauf achten, dass er viele nasse Windeln am Tag hat, vital wirkt, die Haut straff ist. Und das wichtigste: andauernd anlegen, so viel wie möglich! Beim ersten Quengeln würde ich ihn gleich rannehmen, hab ich immer so gemacht und meine Milchproduktion hat sich dementsprechend angepasst.

Alles Gute! #winke

Beitrag von ratpanat75 08.04.11 - 13:05 Uhr

Hallo,

am Telefon kann eine Stillberaterin so etwas nicht klären, dass muss sie sich schon anschauen!
Erst mal wäre es wichtig zu wissen, ob dein Kind normal zunimmt.
Die allermeisten Mütter haben genug Milch, um ihr Kind voll stillen zu können.
Wenn es Probleme gibt, dann liegt das meist an etwas anderem. Deshalb wäre es wichtig, dass sich die Stillberaterin eure Stillposition, sowie Zngen- und Lippenbändchen genauer anschaut - das geht telefonisch nicht!

LG

Beitrag von viofemme 08.04.11 - 13:49 Uhr

Nahezu endloses Stillen in den ersten Wochen kann durchaus normal sein. Bei uns hat zu der Zeit eine Stillmahlzeit etwa eine Stunde gedauert, dann war eine Stunde, manchmal auch etwas länger Ruhe und dann begann das Spiel erneut. Auch Nuckeln ist für's Kind wichtig und Stillen so anstrengend, dass nicht jedes Kind sofort effizient und schnell trinkt.
Ich würde das Zufüttern sein lassen. Deine Hebamme kommt doch noch häufiger. Bitte sie doch um ein Stillprobe: Das Kind wird vor und nach dem Stillen gewogen und du siehst, wieviel es getrunken hat.
In wenigen Woche sieht alles eh ganz anders aus und spätestens dann ist Stillen nicht nur der gesündere, sondern auch der praktischere Weg.

Ach ja, es mag ja sein, dass einige Antworten - ohne jetzt Namen nennen zu wollen - kompetent klingen. Wer aber nach neutral eingestellten "Brusternährungsbetaterinnen" suchen lässt, der ist offensichtlich nicht einmal in der Lage, Stillen zu buchstabieren und so entpuppen sich dann auch viele Äußerungen am Ende als heiße Luft und hohle Phrasen. Am besten ignorieren, an solchen Personen dürfte nichts echt sein und schon gar nicht ist es ihr/sein Interesse, dir wirklich zu helfen.

Beitrag von luluhaben 08.04.11 - 20:12 Uhr

So wie du vorgehst, kann es leider nichts werden und wenn du abstillst, heisst es ..."das Kind hat nichts raus bekommen".
Nicht böse gemeint, aber da du es nicht besser weisst, solltest du dich EINGEHEND mit dem Thema richtig befassen!!!
Jede Flasche führt zur Saugverwirrung und zum frühzeitigen abstillen des Säuglings!
Sogar ein zu früh gegebener Schnulli kann zur Saugverwirrung führen.
Durch das geben der Flasche saugt dein Kind zu wenig an der Brust und somit kann die natürliche Nachfrage keine Angebot regeln! Nur durch viel saugen, gibts mehr Milch, folgedessen ist dein Kind nie glücklich und zufrieden an der Brust.
Du solltest, wenn du unbedingt stillen magst, sofort jegliche Flaschenmilch komplett weglassen und ganz oft anlegen, auch wenn du denkst es kommt nix, FALSCH, es kommt immer was, wenn auch erstmal etwas wenig. Beim stillen wird die meiste Milch nämlich erst produziert.
Ziehst du das ganze 2-3 Tage durch wirst du dich wundern wie schön dein Baby trinkt und wie zufrieden es ist.
Viel Erfolg...