Stillen - ich mache mir Sorgen

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von maerzschnecke 10.04.11 - 20:23 Uhr

Meine Emilia ist gute 10 Wochen alt. Ich stille sie voll. Sie hat etwas Probleme mit der Verdauung, reagiert sehr empfindlich auf Luft im Bauch. Das macht das Stillen im Moment echt zum K(r)ampf. Die ersten großen Züge nimmt sie gut, dann entdeckt sie irgendwo im Bauch einen Pups und dann fängt das Gezappel und Gequengel an. Wenn der Pups raus ist, trinkt sie manchmal weiter - meistens jedoch sucht sie nach neuen Pupsen und mir scheint es manchmal so, dass sie vor lauter Pupssuche vergißt, dass sie auch was trinken muss. Manchmal, wenn ich hartnäckig genug bleibe, trinkt sie irgendwann dann nochmal gut. Aber meistens bleibt es bei der Mini-Menge. Ich habe sie testweise mal vor dem Stillen und nach dem Stillen gewogen. Wenn ich alle 2 Stunden stille, dann trinkt sie manchmal nur 50-60g bis zur Pupssuche und bis sie das Trinken einstellt.

Sie hat in den letzten 2 1/2 Wochen kaum zugenommen. Ich versuche immer wieder, sie anzulegen. Egal, ob die Stillabstände kurz sind oder lang: es ist fast immer das gleiche Spiel. Nur nachts, wenn sie im Halbschlaf trinkt, trinkt sie ordentlich und ohne Pupssuche.

Ich mache mir jetzt eben echt Gedanken #zitter , weil sie so schlecht zunimmt. Von meiner Seite tue ich, was ich kann. Ich esse gut und ausreichend (z. B. jeden Tag auch eine gute Portion Nüsse, damit die Milch schön reichhaltig wird. Trinke Caro-Kaffee, nehme Bockshornkleekapseln usw). Es liegt sicher nicht an meiner Milchmenge oder an der -zusammensetzung. Ich habe einfach das Gefühl, dass sie sich durch diese Pupssuche den Hunger abgewöhnt hat.

Kennt das jemand? Gab es bei Euch auch solche Gewichtsstillstände? Wird das irgendwann wieder besser??

Beitrag von meioni 10.04.11 - 20:36 Uhr

hallo,
ich weiß jetzt zwar nicht das so richtig ist, und wenn nicht werde ich bestimmt berichitg, aber könnte es vielleicht auch an den nüssen liegen, das sie pupsen muß? ich meine mal das auch nüsse zu bauchbeschwerden führen können.
wie ist sie denn sonst so? sieht sie rosig, gesund und munter aus? wie oft wiegst du sie? manchmal kann das ienne ganz verrückt machen. ich war auch einmla die woche bei der stillgruppe bei meiner ebi um meinen kleinen dort zu wiegen, damit ich sehe das er überhaupt etwas zuminnt. er hatte auch sehr sehr langsam zugenommen. bei der geburt war er 3655 gramm und jetzt wiegt er 7050 gramm ist aber shcon fast 15 monate. er nimmt immer noch sher sher langsam zu.



meioni mit motte 3,5 jahre und muckel fast 15 monate, die immer sehr gern eund lange gestillt hat und immer noch stillt.

Beitrag von maerzschnecke 10.04.11 - 20:42 Uhr

An den Nüssen liegt das mit den Blähungen eher nicht, die esse ich erst seit 2 Wochen. Das Pups-Problem gibt es schon länger und ich war damit bei einer Osteopathin, um Wirbelblockaden u. ä. auszuschließen.

Sie macht einen munteren Eindruck, strampelt und erzählt wie ein Weltmeister. Ich wiege sie normal nur einmal die Woche. Da sie aber jetzt solange nicht zugenommen hat, habe ich sie die letzten Tage jeden Tag zur gleichen Zeit gewogen. Es wird einfach nicht mehr.

Beitrag von meioni 10.04.11 - 20:47 Uhr

achso ok wie gesagt ich wuchste es nicht mehr genau hatte da jetzt nru irgendwas im hiterkopf gehabt. hab grad gelesen sie ist jetzt 2 monate alt. wieviel wiegt sie denn? und bei der geburt? also bei mir wurde bei der u3 mit 6 wochen einmal eine stillprobe beim kinderarzt gemacht wiel der kleine in den 6 wochen nur 100 gramm vom geburtsgewicht zugenommen hatte. und ich auch dachte das leigt besitmmt an der milch. die stillprobe war aber super in ordnung.
wie ist es denn, vileleicht kannst du nach der ezit wo es mit den pupsen anfängt imme rmla ihren bauch streicheln, das die pupse besser " rauskommen" oder genau dann wickeln und mit den beinen so zum bauch " drücken" das di eluft besser "rauskann" und sie dann nochmal besser trinkt.

Beitrag von maerzschnecke 10.04.11 - 21:06 Uhr

Sie hatte bei Geburt 3500g. Im KH hatte sie dann zuviel abgenommen. Entlassgewicht nach 5 Tagen war 3180g.

Sie wiegt jetzt 5000g mit 10,5 Wochen. Vom Gewicht her sagt der Kinderarzt, dass es in Ordnung ist. Es ist wohl im unteren mittleren Gewichtsbereich. Diese Aussage ist jedoch schon wieder 1,5 Wochen alt.

Wenn Du wüsstest, was ich wg. der pupse schon alles mache #augen. Windsalbe und Beine randrücken gehören zum Standardprogramm, genauso wie 'Übers-Knie-legen' sowie kurzen Pausen beim Stillen, wenn sie so rumzappelt. Dann lasse ich sie Bäuerchen machen usw.

Beitrag von kugelfisch80 10.04.11 - 21:13 Uhr



hallo,

mein kleiner ist fast 6 wochen alt und ein absoluter luftschlucker.
wenn er an meiner brust trinkt, zappelt er auch ordentlich und drückt,
weil sich ein "pups" festgesetzt hat, der wird richtig rot dabei. dann verschluckt er sich ab und zu.

ich mach jetzt immer mal wieder "bäuerchen-pausen" zwischendurch,
was echt gut hilft.
ab und an leg ich ihn nach dem stillen auf den bauch, da lösen sich die
"pupser" ganz gut.

in der nacht hat er das auch nicht, da trinkt er total ruhig.

lg,
kugelfisch80

Beitrag von maerzschnecke 10.04.11 - 21:18 Uhr

ich mache das auch alles, zwischendurch Bäuerchen-Pause oder übers Knie legen. Aber bei uns ist derzeit relativ schnell der Moment da, wo sie gar nicht mehr an die Brust geht. Das macht mich total fertig, weil ich weiß, dass sie so zu wenig trinkt. :-(

Beitrag von kugelfisch80 11.04.11 - 09:23 Uhr



moin,

hmmmm ... und wenn du dann das fläschchen probierst?
ich weiß, als stillmami will man das einfach nicht, aber bevor sie sogar abnimmt ...?

hast du es sonst schon mal mit bigaia-tropfen oder lefax probiert?
das soll ja auch helfen.

lefax hatte ich ihm ganz zu anfang vor jeder stillmahlzeit gegeben,
hat einigermaßen geholfen.

lg,
kugelfisch80

Beitrag von maerzschnecke 11.04.11 - 11:56 Uhr

Bigaia habe ich 3 Wochen lang gegeben, dann drei Tage Pause. Jetzt gebe ich es wieder (Fläschchen war leer). Sab Simplex hatten wir probiert.

Sie hat keine 'echten' Blähungen. Sie scheint sich vor den Pupsen zu erschrecken oder es scheint ihr weh zu tun, wenn Luft im Bauch ist. Sie kann gut pupsen, der Bauch ist auch nicht hart. Kümmelzäpfchen haben z. B. NULL Wirkung gezeigt, weil soviel Luft gar nicht in ihrem Bauch ist. Aber jeder Pups wird heftigst kommentiert und vorallem gesucht.

Beitrag von lilly7686 11.04.11 - 06:10 Uhr

Guten Morgen!

Magst du mir mal die Gewichts- und Messdaten aufschreiben? Viele Mamas machen sich wahnsinnig schnell Sorgen, obwohl die Kleinen im Grunde eh gut zunehmen. Aber weil sie mal weniger als zuvor zunehmen, gibts schnell Panik ;-)

Dockt deine Kleine richtig an? Wenn sie nicht ganz korrekt trinkt kann es sein, dass sie beim Trinken viel Luft schluckt. Und die drückt dann natürlich.

Oder "spritzt" vielleicht die Milch, wenn der Milchspendereflex einsetzt? Auch das kann zum Brustverweigern und/oder Luftschlucken führen.

Im Zweifelsfall kannst du eine Stillberaterin in der Nähe anrufen, und sie bitten, euch mal beim Stillen zu zu sehen.
http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de

Liebe Grüße!

Beitrag von maerzschnecke 11.04.11 - 11:39 Uhr

Messdaten hatte ich weiter oben schon aufgeführt, aber wiederhole ich gerne nochmal

bei Geburt 52cm und 3500g
abgenommen im KH bis auf 3110g, hochgepäppelt mit zufüttern auf 3180g und dann am 5. Tag entlassen
Zufüttern eingestellt 1 Woche nach Geburt, ab da vollgestillt.

Gewicht jetzt 5100g bei 59 cm (vielleicht auch schon 60cm, wer weiß).

Sie hatte vor 3 Wochen schonmal 5150g, hat dann abgenommen auf 4800g. Das haben wir jetzt wieder mühsam hochgepäppelt mit öfter anlegen und dem oben beschriebenen Stillkrampf.

Sie dockt super an, nahezu perfekt. Das Theater beginnt erst, wenn sie den Pups entdeckt. Sie kann eigentlich super pupsen, aber sie läuft Amok, wenn sie während dem Stillen einen Pups findet. Vielleicht ist es auch nichtmal ein Pups, vielleicht will sie Käckerchen machen -keine Ahnung. Aber sie schleudert dann die Beinchen weg, zappelt nur noch an der Brust rum und zieht mir die Brustwarzen lang. Die Konzentration ist bei ihr dann nur noch auf den Bauch, nicht mehr bei der Nahrungsaufnahme. Ich habe eine Stillprobe gemacht - da hat sie lächerliche 50g getrunken, bis das Gezappel begann. Wenn ich hartnäckig bleibe, trinkt sie irgendwann nochmal einen ordentlichen Schwung und kommt auf 100g.

Aber es ist so nervenaufreibend. Nichts von harmonischer Stillbeziehung. :-(

Beitrag von steffi0413 11.04.11 - 22:28 Uhr

Hallo,

ich glaube Pupsen ist eher eine Folge und nicht die Ursache.

Unruhig beim Stillen, die Brust ziehen, an und abdocken, im Halbschlaf aber keine Probleme? Die sind ziemlich typische Symptome für eine Saugverwirrung.

Erinnere ich mich gut, dass bei Euch eine Osteopathin zum 3-Stunden-Stillen und zum Schnuller geraten hat? :-(

Verwendet ihr auch manchmal Flasche?

Das ist super, dass Du oft anlegst. In sich ist das auch ok, wenn sie 50-60 ml auf einmal trinkt. Wenn sie nach Bedarf mit richtiger Technik trinkt, dann ist das kein Problem, sie kommt dann in Kürze wieder. :-)

Der Schnuller kann leider viele Probleme verursachen. Die Kleine fängt an mit falscher Technik an der Brust zu trinken, bekommt dadurch nicht genug Milch, kann dabei Luft schlucken, wenn sie den Milchspendereflex nicht richtig auslösen kann, kann sie zu viel milchzuckerreiche Vordermilch trinken, wird nicht genug oft angelegt usw.

Am Schnuller/Flasche muss man mit einer ganz unterschiedlichen Methode/Technik "nuckeln" als aus der Brust. Da der Sauger ein viel markanteres Gefühl im Mund ist als die weiche BW, lernt die Kleine die falsche Technik ganz schnell. :-( Mit der falschen Technik kann sie dann aus der Brust nicht effektiv trinken, bzw. sie sucht das Gefühl des künstlichen Saugers im Mund.

Lasse also die künstlichen Sauger weg und lege sie nach Bedarf an. Die meisten Babies trinken in diesem Alter mind. 8-12x in 24 Stunden. Das muss nicht in gleichen Abständen (also nicht in allen 1-2-3 Stunden) sein. Mal in allen 10 Minuten, dann kommen vielleicht längere Pausen.

Vor dem Anlegen kannst Du eine kleine "Zungenübung" machen: stecke deinen Zeigefinger in ihren Mund, so dass Du die Grenze zwischen weichem und hartem Gaumen erreichst (Achtung! Sehr gründlich gewaschen, Nagel sehr kurz geschnitten!!!) - Nagel schaut nach unten – lasse sie so ein bisschen nuckeln und beobachte was sie macht: macht sie einen "Hügel/Buckel" hinten mit ihrer Zunge? Liegt die Zunge über der unteren Zahnleiste? Die Zunge schmiegt sich um den Finger? Zunge und Unterkiefer bewegen sich rythmisch? Beisst sie auf den Finger oder versucht den Finger mit ihrer Zunge rauszuschieben? Wenn sie einen Hügel macht und/oder die Zunge NICHT über der unteren Zahnleiste liegt, dann drehe den Finger vorsichtig um (Nagel schaut nach oben) und vorsichtig drück die Zunge nach unten und/oder ziehe ein bisschen nach vorne. Lasse sie so auch eine Weile nuckeln. Das hilft ihr die richtige Technik wieder zu finden, falls sie damit Probleme hat.

Wenn sie beim Trinken unruhig wird, kannst Du C-Griff versuchen: drück (Daumen oben, andere Finger unten) deine Brust hinten dem Brustwarzenhof zusammen und halte ein bisschen so. Stark, aber weh tun darf es nicht. Das stimuliert den Milchfluss, den Milchspendereflex, erhöht die getrunke Milchmenge und das Fettgehalt.

Könnt ihr schon mit dem starken Milchspendereflex besser umgehen? verschluckt sie sich noch immer oft beim Stillen? Habt ihr versucht "bergauf" zu stillen?

LG
Steffi