Jetzt mal ganz ehrlich... habe Angst..

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von stephi02-4 11.04.11 - 14:17 Uhr

Hallo Ihr;-)
Ich schicke sonnige Grüße...
Ich wollte hier mal im Forum eine Frage stellen.. Es geht darum - wie geht es Euch eigentlich? Unser kleiner ist gerade zwei Jahre alt geworden. Es ist unser erstes Kind und ich muß ehrlich manchmal zugeben, dass ich an meine Grenzen komme...

Manchmal werde ich so hektisch. Erst recht, wenn er so anfängt zu trotzen etc.
Wir lieben unseren Sonnenschein über alles. Aber manchmal ist es schon anstrengend. Wenn ich es hier manchmal so lese, habe ich das Gefühl, dass ich die einzige bin die so empfindet... :-(

Ich bin 20 Std./Wo berufstätig. Mein Mann und ich wünschen uns sehnlichst ein zweites Kind. Habe aber die Angst, dass ich das irgendwie nicht schaffen könnte, da ich doch manchmal schon mit einem soviel zu tun habe.

Vielleicht kann mir jemand mal berichten und mir ein wenig die Angst nehmen wie es ist mit zwei zu Haus?

Liebe Grüße
:-D
stephi02-4

Beitrag von haruka80 11.04.11 - 14:25 Uhr

Hallo Stephi,


ich kann dir nicht sagen, wie es ist, 2 Kinder zu Hause zu haben, aber ich glaube, dass man bei einem 2. Kind routinierter ist als beim 1.
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde: das wird alles locker laufen!
Das 2. Kind entstand ungeplant (Kondompanne) und anfangs wollte ich es nicht. Ich war richtig fertig, weil ich dachte: das pack ich nicht, mein Süßer ist zeitweise sooooooo anstrengend, ich hab noch meine Prüfungen, ich wollte mich selbständig machen, nochmal 2 Jahre kaum schlafen und alles drum und dran pack ich nicht.

Mein Großer ist glücklicherweise in der KiTa, er wird nächste Woche 2.
Ich bin in der 20. Woche.
Nun ja, es wird irgendwie gehen, zur Not muß ich mal ne Mutter-Kind-Kur machen. Hilfsmöglichkeiten gibt es, falls ich die Komplettkrise kriege und gar nix mehr geht.
Ich glaube aber eher, dass es schon anstrengend wird und da das Kind ungeplant war, ist es auch immer noch etwas, was mir Angst macht statt Freude beschert, aber ich glaube, man wächst mit seinen Aufgaben.
Mein Sohn ist auch n Trotzkopf und n Mamakind und zum kotzen und zum abknutschen. Sehr aktiv, schläft teilweise schlecht-egal.
Ich sag mir immer: in 3 Jahren haben wir dann Ruhe, die beiden Jungs können am WE ab 6h in ihrem Zimmer spielen-und wir endlich mal bis 8h schlafen, DARAUF freu ich mich!

Alles wird gut!

L.G

Haruka

Beitrag von 10petra 11.04.11 - 14:26 Uhr

Hallo,
ich kann Dir nur sagen, dass ich manchmal auch denke, dass mir alles zu viel wird und ich mir auch schon überlegt habe, ob wir denn noch ein 2. Kind haben wollen... Manche Eltern scheinen in der Elternrolle nur so aufzublühen, ich selbst finde es an manchen Tagen einfach nur anstrengend, zumal unser Sohn (14 Mon.), der an 2 Tagen in die Krippe geht, ständig krank ist....
Wobei ich glaube, dass der größte "Einschnitt" des Lebens das 1. Kind ist und das 2. dann meist nicht mehr ganz so anstrengend ist bzw. man als Eltern vielleicht einfach besser damit umgeht? Keine Ahnung ob das stimmt.
Ausserdem können sich früher oder später 2 Kinder ja eher miteinander beschäftigen - hört man so. Klar, kann natürlich auch sein, dass sich die beiden dann ständig streiten.... Weiss man vorher eben nicht.
Du schreibst mir also aus dem Herzen denn ich liebe unseren Kleinen selbstverständlich auch aus vollem Herzen... Bin gespannt auf andere Antworten.
Habt Ihr eine Oma oder so die bei Krankheit einspringen können? Ich denke das ist echt sehr viel wert wenn man jemanden hat.

Viele Grüße

Beitrag von mamavonyannick 11.04.11 - 14:27 Uhr

Hallo,

muss ein zweites Kind denn unbedingt jetzt schon sein? Wir wollten auch immer zwei Kinder, aber ich habe mich nie unter Zeitdruck gesetzt. Mein Sohn war sehr anstrengend als Baby, ich hatte gesundheitliche Probleme. Jetzt bin ich mit dem 2. schwanger, in 3 Wochen ist ET, der Große wird dann knapp 4 3/4 sein und ich kann für uns sagen, dass das der perfekte Zeitpunkt für uns ist. Yannick ist soweit, dass er auch mal 5 Minuten warten kann, wir als Familie haben uns gefunden und sind gefestigt und ich habe nicht den Hauch von der Angst, die du hier beschreibst.
Vllt ist es bei euch auch einfach NOCH NICHT der richtige Zeitpunkt?

lg, m.

Beitrag von mini-ei 11.04.11 - 14:28 Uhr

#zitter#kratzHallo,

Habe auch einen 2jährigen zu Hause und gehe ganztags arbeiten.
Man bin ich froh, zu lesen, dass ich nicht die einzige bin. Wir haben einen lieben kleinen Jungen, aber wenn der sich einmal was in den Kopf gesetzt hat, geht es rund bei uns zu Hause. Leider klappt es auch nie so wie bei der Supernanny. Man bringt das Kind 3x ins Bett und dann steht es nie wieder auf, weil es ja jetzt weiss wie es geht...#kratz
Wie haben regelmässig Teather mit dem ins Bett gehen, obwohl wir eine srenge Routine haben und die Sache mit den Süssigkeiten...#zitter

Da kann man wohl nichts mache. Augen zu und durch. Und dann hat man ja noch ein paar Jahre Ruhe, bevor die Pupertät einsetzt ;-)

Bei uns ist auch gerade Nr 2 unterwegs. Und es ist wohl ganz normal, dass man sich fragt, wie man denn bitteschön noch so einen Rabauken #hicks unter Kontrolle kriegen soll. Aber dafür hat man dann auch 2, die einem hoffentlich sagen, wie leib sie einen haben :-)

Lg

Beitrag von jamey 11.04.11 - 14:31 Uhr

es ist ja auch nicht jedes kind wie das andere:

ich habe zwei söhne, und der kleine (22 Monate) bringt uns alle (auch die Großeltern) an unsere Grenzen.

wäre der kleine mein erstes kind, dann hätte ich wohl kein zweites bekommen. ...aber wie gesagt, kein kind ist wie das andere und wenn ihr ein anstrengendes habt, dann stehen die chancen für ein pflegeleichteres doch gut ;-) beim zweiten nimmt man das ein oder andere auch gelassener auf, geht einfaach anders mit vielem um, schon allein, weil man gar nicht die zeit hat, sich auf jeden *pups* zu konzentrieren und zu versteifen.

Beitrag von anela- 11.04.11 - 14:31 Uhr

Schön ist es ;-)

Jedoch habe ich es mit unseren Kindern noch nie als anstrengend emfunden oder bin an meine Grenzen gestoßen. Ich bin von Natur aus eher ruihg und gelassen und werde nicht hektisch etc.

Klar ist es kein Vergleich zu einem Kind. Es ist schon mehr "Arbeit", aber schöne Arbeit.

Beitrag von koerci 11.04.11 - 14:33 Uhr

Mir gehts momentan genauso!!
Wenn ich meine Freundin mit ihren beiden sehe (2 Töchter, 23 Monate und 4 Monate alt), frage ich mich jedesmal, ob ich das schaffen würde #schwitz

Vielleicht solltet ihr einfach noch ein bißchen mit dem zweiten Kind warten, wenn du dir unsicher bist.

Ich wollte auch immer gerne das zweite Kind, wenn das erste mit 3 Jahren in den Kiga geht, aber ich glaube das wird nix :-p
Warten wir halt noch ein bißchen, es läuft ja nicht weg.

LG
koerCi

Beitrag von marathonbaby 11.04.11 - 14:46 Uhr

Meine Kleine wird 18 Monate und hatte gestern ihren ersten Tobsuchtanfall in der Öffentlichkeit (weil ich sie im Cafe nicht unter den Nachbartisch zu dem dort liegenden Hund hab krabbeln lassen#augen). Ich war total angenervt, weil sie vorher schon rumgezetert hat, als es vom Spielplatz weg ging und sie sich so steif gemacht hat, dass ich sie nicht in den KiWa gekriegt hab...
Da hab ich mich echt gefragt, wie soll das in den nächsten ein, zwei, drei Jahren werden, wenn ich jetzt schon angenervt bin bei sowas?? Würde sowas auch gerne mit ihrem Papa besprechen, aber von dem kommen - ich bin allein erziehend - regelmäßig nur so hilfreiche Kommentare, wie locker er bei sowas bleibt und dass ich ohnehin viel zu streng bin, zum Beispiel, weil sie bei mir ein "nein" zu hören kriegt, wenn sie ihre Windeln aus dem Mülleimer fischen will (er hätte sie insofern wahrscheinlich zu dem fremden Hund hinkrabbeln lassen#schwitz).

Liebe Grüße,
Marathonbaby

Beitrag von bianca74 11.04.11 - 15:32 Uhr

Hallo Stephi,

wirklich die Angst nehmen kann ich Dir leider nicht :-) aber ich kann mitfühlen bzw. von meinen Erfahrungen berichten. Mein Großer ist im Feb 3 geworden und die Kleine wird im April noch 1 Jahr, sie sind also gerade mal 24 Mon auseinander. Das erste Jahr ist nun zu Ende und ich muss vorweg schicken, dass wir - was das Schlafen und Durchschlafen angeht - super pflegeleichte Kinder haben.
Das erste Jahr mit beiden war nun schon hart, aber auch sehr sehr schön weil ich es einfach toll finde, wenn beide gemeinsam aufwachsen. Und jetzt zu sehen, wie die kleine Schwester sich vor Lachen biegt weil der grosse Bruder Quatsch macht, ist einfach herrlich!
Aber alle anderen Zweifachmamis können sicher bestätigen: Das Leben mit 2 Kindern ist nochmal ganz anders als mit einem...habe mich schon oft gefragt, weshalb ich mit einem Kind manchmal zu nichts mehr gekommen bin. Eigentlich will immer irgendeiner was von Dir, die Wäsche hört und hört nicht auf, die beiden haben unterschiedliche Interessen und plötzlich musst Du Kleinteile wieder wegräumen, womit Dein Grosser schon spielen kann...beide Kinder fordern Deine Aufmerksamkeit und die gemeinsame zweisame Zeit mit Deinem Mann wird auch nicht mehr...es gibt 2 Kinder und damit 2 Unsicherheitsfaktoren, wenn es darum geht irgendwo pünktlich zu sein usw. usw.
Den Winter fand ich z.B, teilweise echt stressig bis man 1 Baby und 1 Kleinkind ausgehfertig angezogen hat.
Der Grosse ist jetzt mit 3 in der Phase, mich an manchen Tagen bis zur Weissglut zu treiben, weil er testet und testet und testet. Die Kleine fremdelt zur Zeit sehr und ich finde es tageweise wirklich anstrengend, liege abends geschafft auf der Couch.
Aber unsere Entscheidung für ein zweites Baby war trotzdem das tollste und schönste was wir uns selbst haben schenken können...wir lieben unsere Süssen wie verrückt und Geschwisterliebe kann einem keiner ersetzen!

Also nur Mut, mit der richtigen Portion Realismuss und Mutterliebe schaffst Du das :-)

Ich bin auch berufstätig, kann allerdings viel von Zuhause aus machen aber es ist jeden Tag aufs Neue eine organisatorische Herausforderung. Natürlich könnte ich es mir einfach machen und die Kleine schon in eine Krippe stecken, aber das möchte ich erst mit 2 Jahren machen.
Das muss ja jeder selbst entscheiden, aber wenn es finanziell irgendwie machbar ist, sollte man die Arbeit in den ersten beiden Jahren den Bedürfnissen des Kindes anpassen und nicht umgekehrt!

Viel Spaß bei der Entscheidungsfindung,
lg Bianca

Beitrag von a79 11.04.11 - 20:19 Uhr

Hallo Stephi,

ich glaube, dass alle Mamas und Papas irgendwann mal an ihre Grenzen stoßen und das ist wohl auch normal und in Ordnung so. Normalisiert sich ja auch alles wieder.
Meine beiden Jungs sind zeimlich genau drei Jahre auseinander und ja, es war schon anstrengend am Anfang -obwohl es auch schön ist, da der Große schon so viel kann (er war schon sauber und konnte schon überallhin alleine laufen...). Wir waren ziemlich bald ein eingespieltes Team und mittlerweile ist der Kleine 2 und ich bin im zweiten Semester meines Studiums -und es läuft alles gut!
Auf jeden Fall verdoppelt sich die Arbeit nicht mit zwei Kindern! Vieles läuft zusammen und ist auch einfacher mit zweien -manches natürlich gerade am Anfang auch nicht...aber auch das ist machbar!
Im Moment zoffen sich meine beiden ganz gern mal aber im Gegenzug passt der Große prima auf den kleinen auf, wenn wir unterwegs sind, damit er sich nicht weh tut und der Kleine bringt seinem Bruder schonmal sein Kuscheltier hinterher -das ist echt süß und entschädigt für alles!

Man wächst mit seinen Aufgaben -der Spruch sagt viel Wahres!

LG

Andrea mit ihren beiden Jungs