Meine Tochter ist irgendwie "anders".....

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von mymay 11.04.11 - 15:56 Uhr

Hallo,
ich stelle mich kurz mal vor.
Ich bin 28 Jh.alt und habe eine kleine Tochter (13 Monate).
Ich schreibe hier auf den Mitgliedsnamen meiner Freundin (Ihre Tochter ist fast genauso alt,wir haben uns im Vorbereitungskurs kennengelernt- ich selber habe leider kein Internet Zugriff)

Weiß nicht recht wie ich anfangen soll? Ich schildere einfach mal was ich so merkwürdig an meiner süßen finde:

-sie hat noch nie (nicht mal eine Nacht) durchgeschlafen

-sie wird IMMER mit lauten schreien wach-auch wenn ich neben Ihr liege (ist noch nie freundlich lächelnd oder brabbelnd aufgewacht)

-schlafen ist immer ein Problem,sie lässt sich nicht von anderen Personen ins Bett bringen auch nicht von ihrem Papa :-( nur ich muss bei Ihr bleiben bis sie schläft. (haben schon vieles probiert,schreien lassen,Zeitabstände variiert etc...)

-sie schimpft und schreit fast den ganzen Tag,egal ob ich sie ignoriere oder mit ihr spiele oder ich ihr Abwechslung bieten möchte,dabei macht sie zwischen den schimpf/schreiattacken mehrmals am Tag so komische Zusatzgeräusche (kann ich schlecht beschreiben) wie so eine Art Tick eben....

-sie ißt kaum vom Löffel sie hängt an Ihrer Milch und verweigert oft feste Nahrung (spuckt alles aus und schreit) auch wenn sie allein essen darf-rührt es nicht an und probiert auch nichts unbekanntes

-sie mag es überhaupt nicht wenn sie eingeengt wird z.B. Hochstuhl,Kinderwagen anschnallen oder jemand kommt ihr zu nahe ans Gesicht- dann haut sie!

-das einzige wo sie absolut lieb ist und einfach mal ruhig ist ist in der Badewanne oder draußen (sie muss aber dann allein auf dem Boden rumkrauchen dürfen - nicht im Buggy spazieren!)

Ist das alles normal oder hat sie irgendwas? Die U Untersuchungen waren alle OK, normal gewachsen,zugenommen,altergerecht entwickelt (brabbelt Wörter,krabbeln,fängt jetzt an die ersten Schritte zu machen etc...

Mach mir Gedanken ob sie irgendeine Störung hat!?

Habt Ihr Erfahrungen?

Vielen Dank

Steffi mit Mari

Beitrag von twingas 11.04.11 - 16:03 Uhr

Hallo,

ich glaube ich würde mir keine SOrgen machen aber genau wie du gedanken.
Wie war denn die Geburt?
Ich würde sie mal einem Ostheophaten vorstelln...
Vielleicht tut ihr irgendetwas weh,auch gerade nach dem Schlafen...
Ein versuch ist es auf jedenfall wert...

LG Annika

Beitrag von deenchen 11.04.11 - 16:19 Uhr

Mir ist auch sofort eins eingefallen: lass sie mal vom Osteopathen untersuchen!

Auf welche Art ist sie denn geboren worden wenn ich fragen darf?

Beitrag von mymay 11.04.11 - 17:27 Uhr

Sie ist ganz normal und spontan geboren!
Ohne Probleme,die Geburt hat ca 34std gedauert.
Sie war 47cm groß & 2450g ist nicht zu früh geboren.
Viele aus meiner Familie waren so klein.

Und der Zustand ist von Geburt an! Nicht erst seit
Kurzem oder so...

Beitrag von bird78 11.04.11 - 16:32 Uhr

Hallo,

vieles was Du da beschreibst war bei meinem Sohn in diesem Alter auch. Ich denke es ist einfach eine Phase wo aus einem Baby nunmal ein Kleinkind wird. Das ist für so ein Kind eine enorme Umstellung. Man möchte viel mehr als man in dem Alter schon kann.

Inzwischen ist mein Sohn knapp 17 Monate alt und das mit dem schlafen hat sich noch nicht gebessert. Ansonsten ist er aber wesentlich fröhlicher und ausgeglichener als noch vor ein paar Monaten.

Gib ihr einfach Zeit. Das sie in dem Alter nur Milch will ist nicht ungewöhnlich. Zahnt sie vielleicht?? Mein Sohn hat mit 13 Monaten 6 Zähne auf einmal bekommen ( 4 Backen und 2 Eckzähne).- Er hatte solche Schmerzen, da wollte er einfach nichts festes Essen.

Liebe Grüße

Dani mit Maximilian 15.11.09

Beitrag von ernabert 11.04.11 - 17:30 Uhr

Hallo,

ich würde mir auch Sorgen machen, ist ja auch normal als Mutter und den Kinderarzt noch mal auf deine Beobachtungen ansprechen, immerhin erlebst du dein Kind ja jeden Tag. Er wird sagen, ob er eine weitergehende Untersuchung bei Osteopath, Neurologe oder Frühförderung für angebracht hält oder nicht.

Wir haben beispielsweise von der Kitamutter den Tip bekommen zu einem Osteopathen zu gehen, weil unser Sohn Einschlafprobleme hatte und nur sehr schlecht zur Ruhe kam, sich immer herumgewälzt hat, die Kinderärztin meinte, Osteopath bräuchten wir nicht, weil er motorisch sehr weit und gut entwickelt sei. Die Einschlafprobleme haben sich dann zum Glück auch verwachsen.

In zwei Dingen kann ich dich vielleicht beruhigen, unser Sohn ist bis zu seinem zweiten Lebensjahr immer weinend oder schreiend aufgewacht, nie fröhlich brabbelnd oder happy. Ich habe das auch mehrmals beim KIa angesprochen und sie hat es nie als beunruhigend eingestuft, sondern erklärt, dass das bei vielen Kleinkindern normal ist, das sie noch nicht damit klar kommen aus dem Schlaf aufzuwachen. Es hat bei unserem Sohn dann auch wirklich von alleine aufgehört als er zwei war und jetzt wacht er "sanft" auf obwohl wir nichts verändert haben.

Er hatte als Kleinkind auch immer wieder so Phasen wo er bestimmte Positionen nicht mochte. Zeitweise konnten wir kein Kiwa mehr fahren, weil er so unzufrieden dabei war, dann mochte er es eine zeitlang überhaupt nicht auf dem Bauch zu liegen und wollte immer nur sitzen, obwohl er noch nicht alleine sitzen konnte. Hat sich alles verändert.

Beitrag von golm1512 11.04.11 - 17:34 Uhr

Das allermeiste finde ich jetzt normal.

Meine Jungs fanden es auch immer doof, eingesperrt zu sein. Alles wurde leichter als wir die Bettgitter und diese Reling vom Kinderstuhl abgebaut hatten. So richtig zufrieden wurden sie erst als sie das Laufrad bekamen und kapierten wie das funktioniert. Irgendwie wollten sie allein entscheiden, wann sie wo liegen, essen oder hingehen. Das heißt jetzt nicht, dass sie grundsätzlich nur noch machten, was sie wollten, aber es fiel ihnen leichter zu kooperieren. So möchte ich das mal nennen. Sie hätten aufstehen KÖNNEN. Sie hätten weglaufen KÖNNEN. Sie hätten jederzeit aufstehen KÖNNEN. Das hat ihnen genügt. Deshalb sind sie sitzen geblieben und sind nicht abgehauen. Aus dem Bett konnten sie immer aufstehen und das hat es uns fast leichter gemacht, weil die Kinder zu uns kamen und wir nicht mitten in der Nacht rüberlaufen mussten.

Durchgeschlafen haben sie erst weit nach dem 2..Geburtstag. Oder war das noch später?

Bist du immer zuhause, wenn sie ins Bett geht? Wenn ich daheim war, war klar, dass ich diejenige war, die fürs Einschlafen zuständig war. Da hatte mein Mann keine Chance. Ich habe dann irgendwann angefangen, mich mit Freundinnen zu treffen und siehe da: wenn ich weg war, war ich weg. Da ging es dann plötzlich auch ohne mich. Mein Mann und die Kinder haben ihre eigenen Methoden und ihren eigenen Rhythmus gefunden.

Den Tip mit dem Osteopathen finde ich gut. Vielleicht stecken hinter der Unzufriedenheit am Morgen und am Tag wirklich Schmerzen.

Mir hat in solchen Phasen immer geholfen, nicht zu viel auf einmal zu wollen. Manchmal war ich tierisch genervt, ABER das Kind war eben ein Kind. Ich habe dann ziemlich einfach hingenommen, dass Durchschlafnächte erst später wieder kommen werden, dass Kinder einfach auch mal unzufrieden sein dürfen und schlechte Tage haben, dass ich meinen Rhythmus nach dem der Kinder richten muss und nicht umgekehrt. Ich habe versucht gelassen zu bleiben.

Jetzt, nach 5 und 7 jahren, kann ich dir sagen: Es wird besser und man vergisst eine ganze Menge. Dafür kommen andere Dinge hinzu und man ertappt sich dabei, dass man manchmal lieber wieder das quengelnde 2jährige hätte. Aber auch jetzt bin ich um Gelassenheit bemüht. Mal klappt das, mal nicht, aber normal sind wir alle so einigermaßen, denke ich.

Beitrag von nachtelfe78 11.04.11 - 22:13 Uhr

Huhu Steffi!

Das mit dem Schlafen, Durchschlafen, Einschlafen kenne ich auch. Mein Zwerg wird zwar erst 1 Jahr diese Woche, aber er hat auch noch NIE wirklich durchgeschlafen. Er braucht auch immer Begleitung beim Einschlafen und beim Aufwachen ist meist auch direkt Gebrüll.

Mir ist aufgefallen dass je mehr Input er tags hatte den er nicht in Auszeiten verarbeiten kann, desto schlimmer wird die Nacht.

Vielleicht einfach mal an einem anderen Rädchen als dem Schlaf an sich drehen und gucken was passiert...auf die Art habe ich das mit dem zu viel und zu wenig Input herausgefunden.

Viel Glück

nachtelfe78