LZS -negatives Image- klein Kinder.....

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Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von putzemann 13.04.11 - 14:58 Uhr

Warum hat das Stillen von Kleinkindern in Österrreici/Deutschland so ein negatives Image?


(BITTE ALLES LESEN,BEVOR IHR ETWAS DAZU SAGT-DANKE!)

1) Es werden, auch durch die Babynahrungsindustrie, viele Ammen-märchen über das Stillen verbreitet. Einige Beispiele:
(denkanstoß : Millionen scheffeln)

- Brei sättige mehr als Muttermilch.
Es herrscht die Meinung, die Muttermilch sättige nach einiger Zeit nicht mehr oder sei nur noch Wasser. In Wahrheit enthält 100g Muttermilch 70 kcal, 100g gekochte Möhren dagegen nur 27 kcal, 100g Apfel 52 kcal, 100g Gemüsebrei mit Fleisch ca. 50kcal. Kein Wunder also, dass das Kind die Brust dem Brei vorzieht.

- Mit einem Abendbrei würde das Baby durchschlafen.
Das stimmt nicht. Forscher haben mit Experimenten nachgewiesen, dass Kinder nicht deshalb durchschlafen, weil sie Brei gegessen haben. Während der ersten Lebensjahre ist es normal für ein Kind nachts auf-zuwachen, sowohl weil es vielleicht Nahrung braucht, aber auch weil es die Nähe der Eltern braucht. Die Brust kann glücklicherweise beide Be-dürfnisse gleichzeitig stillen.

- Ab dem 6. Lebensmonat brauche das Baby Folgemilch.
Auch das ist Quatsch und wird von der Babynahrungsindustrie ver-breitet. Denn leider ist die Werbung für Folgemilch nicht verboten, so wie die für Säuglingsanfangsnahrung. Die Botschaft, die bei den Müt-tern ankommt, ist, dass Muttermilch irgendwann nicht mehr ausrei-chend ist. Mangel ist jedoch das Problem der Säuglingsnahrung, nicht das der Muttermilch, denn diese ist perfekt auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt und passt sich zudem dem Alter des Kindes an.

- Das Kind benötige ab dem 6. Lebensmonat zusätzliches Eisen.
Auch das ist ein Problem der Flaschennahrung, da Eisen aus künst-licher Nahrung nur zu 5-7% aufgenommen werden kann, im Gegensatz zum Eisen der Muttermilch, das zu 50-75% aufgenommen werden kann. Bei gestillten Kindern im Alter von 12 Monaten wurde zwar bei einem Viertel eine Eisenerschöpfung festgestellt, Anämien konnte man jedoch nicht feststellen, auch hatte die zusätzliche Eisenzufuhr bei gestillten Kindern im Alter von 6-9 Monaten keinen Vorteil. Dagegen fördern zu hohe Eisenwerte im Blut der Kinder das Wachstum von bestimmten Bakterien, während das Laktoferrin (ein Eisentransport-protein) der Muttermilch das Eisen bindet und somit hemmend auf das Wachstum von Bakterien wirkt.


2) Stillen wird in unserer Gesellschaft lediglich als Ernährung betrach-tet, dass das Stillen aber weit mehr ist und gerade diese emotionalen und Beziehungsaspekte des Stillens mit zunehmendem Alter des Kin-des an Bedeutung gewinnen, ist weitgehend unbekannt.
(!!!!!!!!!!)


3) In der Babypflege in Industrieländern herrscht allgemein eher ein so genannter distaler Pflegetyp(leider), d.h. viel Abstand zwischen Mutter und Kind, z.B. durch die starke Verbreitung der Flaschenfütter-ung, Schnuller, Kinderwagen, Autoschale, Spieldecke, Laufstall, Wiege, eigenes Kinderzimmer, Babyphon usw. Die Mutter spricht zwar viel mit ihrem Baby und schaut es oft an, dies erfolgt jedoch oft über eine ge-wisse Distanz. Viel körperliche Nähe, wie beim langen Stillen unum-gänglich, passt einfach nicht zu diesem Typ der Babypflege.
(natürlich ist das nicht alles schlecht...nicht falsch verstehen)


4) Darüber hinaus herrscht in Deutschland eine große Sorge vor den Gefahren des Verwöhnens (lächerlich)eines Babys. Dies hat seine Wurzeln in der Säuglingspädagogik der Nationalsozialisten, die von 1934 bis 1945 ve-hement vor dem Verwöhnen warnten und durch diverse strikte Regeln die gute Mutter-Kind-Beziehung nicht entstehen lassen wollten. So sollte das Baby von Anfang an zur Regelmäßigkeit erzogen werden, Zärtlichkeiten sollten unterbleiben und auf Schreien und Unmutsäuß-erungen des Babys durfte nicht reagiert werden, damit das Baby bald aufgibt zu weinen und von vornherein lernt, was jedes soziale Wesen lernen müsse: Unlustgefühle zu ertragen, ohne andere damit zu beläs-tigen.



5) Viele Menschen hierzulande glauben auch, dass langes Stillen die Kinder abhängig macht, obwohl das Gegenteil wahr ist. Die Bindungs-forscher haben festgestellt, dass ein Kind, dessen altersgemäße Be-dürfnisse konsequent und adäquat erfüllt werden, dadurch erst das so wichtige Urvertrauen entwickelt und durch die daraus folgende sichere Bindung an die Mutter später dazu in der Lage ist, sich zu dem ihm ent-sprechenden Zeitpunkt besser von ihr zu lösen.


6) Unseligerweise wird in dieser Gesellschaft mit langem Stillen häufig auch ein emotionaler oder sogar sexueller Missbrauch des Kindes durch die Mutter unterstellt. Obwohl ich nicht ausschließen will, dass es so etwas geben könnte, so habe ich selber bislang noch keine lang stilende Mutter getroffen, bei der mir der Verdacht kam. Alle lang stillenen Mütter, die ich kennen gelernt habe, waren im Gegenteil sehr einfühlsam mit ihrem Kind und bemühten sich eben gerade darum, von ihrem Kind keine Dinge zu verlangen, für die es noch nicht bereit war. Zudem ist es auch gar nicht möglich ein Baby oder Kind zum Stillen zu zwingen, wenn es nicht selber will.

(Stillen ist durch die natürliche Ausschüttung der Hormone Oxytocin und Prolaktin auch für die Mutter mit angenehmen, entspannenden und liebevollen Gefühlen verbunden, weil es von Natur aus eine existentielle Bedeutung für das Überleben des Nachwuchses hat. Was also sollte daran verkehrt sein, wenn auch die Mütter das Stillen genießen?)


7) Weibliche Brüste werden heute durch die Werbung und Medien sex-ualisiert, sie dienen als Kaufanreize in der Konsumgesellschaft oder sind ein rein pornografische Darstellung für männliche Sex-Phantasien. Dabei wird ihre biologische Funktion als Nahrungsquelle und Trost-spender für das Baby vollständig negiert.
(!......ohne Worte)


So ist gerade das Stillen in der Öffentlichkeit bei uns keinesfalls normal, sondern wird als eklig oder abstoßend bezeichnet und ist oft genug Gegenstand hitziger Diskussionen. Da werden stillende Mütter schon mal vom Personal aus einem Restaurant oder Museum verwiesen, noch dazu, wenn das gestillte Kind kein Baby mehr ist. Die logische Folge ist, dass viele Mütter ihr größeres Stillkind in der Öf-fentlichkeit nicht mehr stillen, was aber wiederum bewirkt, dass kaum jemand in der breiten Bevölkerung ahnt, wie viele Kinder mit einem Jahr und älter noch gestillt werden.


8) Viele Mütter haben auch selbst Probleme mit Nähe, da sie möglich-erweise selbst als Kinder diese nicht ausreichend bekommen haben. Demzufolge löst die Vorstellung einer so intensiven und lang andau-ernden Nähe zwischen Mutter und Kind, wie sie beim Stillen entsteht, viele Ängste und entsprechende Abwehr bei ihnen aus, wie sich an den entsprechenden Äußerungen, wie z.B. "Ich könnte das nicht", unschwer erkennen lässt.




Was macht es Müttern, die lange stillen, besonders schwierig?
Mütter, die länger als üblich stillen, werden von ihrer Umwelt oft sehr stark unter Druck gesetzt, doch endlich abzustillen. Das liegt vor allem daran, dass bei uns der Begriff "normal" sehr eng gefasst wird, und alles was nicht diesem "Normalen" entspricht, gilt daher als "nicht normal" und damit potentiell gefährlich.

Sehr schwierig für die Mütter ist daher vor allem der Umgang mit negativen Reaktionen ihres Umfeldes, wie etwa kluge Ratschläge, dumme Kommentare oder schiefe Blicke, sowohl von Laien (z.B. Freunde, Verwandte, Passanten) wie auch von Fachleuten (z.B. Ärzte, Psychologen), die jedoch eigentlich immer auf Vorurteilen und Unwissen beruhen.

Oft haben die Mütter in ihrem Umfeld keine Vorbilder oder Gleichgsinnte, mit denen sie Erfahrungen austauschen oder die Fragen und Schwierigkeiten ihrer besonderen Stillbeziehung erörtern können. Heute ist das Internet da sicher eine große Hilfe.
Müttern, die lange stillen, wird oft ein schlechtes Gewissen gemacht, dass sie mit ihrem Kind etwas zu sehr übertreiben oder ihrem Kind damit sogar schaden würden. Zum Beispiel: Weil sie selbst ein Problem hätten, da sie das Kind nicht loslassen könnten. Oder: Dass nach 6 Monaten in der Muttermilch doch nichts Wertvolles mehr drin wäre bzw. die Schadstoffe zunähmen. Oder: Dass SIE diejenige wären, die nicht wollen, dass ihr Kind etwas "Richtiges" isst.

Auch der Umgang der Medien mit dem Thema ist oft sehr problematsch, weil dort hauptsächlich Extrembeispiele präsentiert werden, die möglicherweise tatsächlich einen pathologischen Hintergrund haben und dann verallgemeinert werden.

Andere Mütter, die gar nicht oder nicht lange gestillt haben, argumen-tieren manchmal gegen das lange Stillen und kritisieren die lang stillenden Mütter, weil sie möglicherweise unbewusst ihr eigenes schlechtes Gewissen wegen des frühen Abstillens abwehren müssen.
(ohoh....nicht Hauen)

Bei berufstätigen Müttern gibt es vom Arbeitgeber oft wenig Verständis, wenn sie weiterhin die gesetzlichen Stillpausen verlangen oder keine längeren Abwesenheiten von Zuhause möchten, z.B. durch Geschäftsreisen mit Übernachtungen.



Mütter, die lange stillen, brauchen daher sehr viel Selbstvertrauen, d.h. Vertrauen in ihren eigenen Instinkt, und Vertrauen in ihr Kind, um sich durch die Kommentare der Umwelt und der Fachleute nicht verunsichern und vom Stillen abbringen zu lassen. Als größte Hilfe wird dabei oft der Partner genannt, wenn er das lange Stillen unterstützt. Ist der Vater nicht mit dem langen Stillen einverstanden, fällt es den Müttern meist sehr schwer, damit fortzufahren.




So und nun liebe Muttis,sitze ich entspannt auf dem Sofa,mit meier maus, die an der Titte hängt, und erwarte eure LIEBEN UND NETTEN NICHT AGGRESIVEN antworten und Denkanstöße zu diesem Thema!
PS: dies ist KEIN Angriff- auf niemanden!


liebe grüße

Beitrag von anarchie 13.04.11 - 15:05 Uhr

Hallo!

oh man, hast du ein dauerstillkind? oder nur reinkopiert?;-)

du könntest noch hinzufügen, dass das lange Stillen eben so vorgesehen ist(Dettwyler schreibt dazu)...
Also den evolutionären Aspekt mitreinbringen..


Aber: ich stille nun beriets das 4. Kind langzeit, ich habe immer und überall gestillt und fast nur positive Kommentare und Blicke geerntet...ich kann nicht klagen..

Selbst meine mutter(die kein Kind länger gestillt hat) hat schliesslich eingesehen, dass langes Stillen das Naheliegenste und Gesündeste ist...


lg

melanie und die 4(8,7,3,1), zwei davon noch stillend

Beitrag von singa07 13.04.11 - 15:09 Uhr

#rofl Hi Melanie!

Ausgerechnet wir zwei LZS-Mamas wettern gegen den Post.... #rofl

LG
Singa

Beitrag von singa07 13.04.11 - 15:06 Uhr

Hallo!

Ich verstehe dein Sinn deines posts nicht so ganz. Was willst du jetzt hören?
Du hast doch genug Argumente, falls du "angefeindet" werden solltest - also, was soll das?

Ich stille. Die Rübe ist 21 Monate alt. Wir machen ein so genannetes Baby-led-Weaning. Ende der Durchsage.

Ich habe es nicht nötig, mich ständig zu rechtfertigen und werde auch nicht dumm angemacht. Befinde mich gerade in der Ausbildung zur Stillberaterin... und kann diese Verhärtung der Fronten und Extremisierung der Ansichten nicht verstehen.

Lg
Singa

Beitrag von putzemann 13.04.11 - 15:19 Uhr

du hast nicht zuende gelesen...

Beitrag von singa07 13.04.11 - 15:25 Uhr

Und wie kommst du darauf? Gerade das Ende habe ich gelesen, den Rest kenne ich ja schon.
Ich verstehe den Sinn immer noch nicht - jedem Tierchen sein Plaisierchen...

LG
Singa

Beitrag von sunflower.1976 13.04.11 - 15:08 Uhr

Hallo!

Sorry...aber Dein Text ist arg lang, um wirklich alles durchzulesen.

Ob nun wenige Wochen oder Monate stillen, LZS oder gar nicht muss jeder für sich selber entscheiden. Möchte es jemand sein Kind lange stillen, macht er es sicher auch trotz anderer Gepflogenheiten im Familen-/Freundeskreis.

Meine Kinder wurden/werden lange gestillt. Das ist aber für mich Privatsache, so dass es mir vollkommen egal ist, was andere dazu sagen. Ehrlich gesagt bin ich wenig beeinflussbar durch Babynahrungswerbung. Die Firmen wollen Geld verdienen und da werden Informationen gerne mal selektiv weitergegeben oder ganz "verdreht".
Auch wenn ich mich für mich dazu entschieden habe, meinen Kindern den Zeitpunkt des Abstillens weitestgehend selber zu überlassen, kann ich genauso gut eine Mutter verstehen, die ihr Kind nicht oder nur kurz stillen möchte.

So ganz verstehe ich Deinen Beitrag aber nicht. Was willst Du damit bezwecken?!? Eine wirkliche Diskussion? Oder einfach nur "Webung" für´s LZS? Ist nicht böse gemeint, es interessiert mich einfach.

LG Silvia

Beitrag von putzemann 13.04.11 - 15:24 Uhr

he..weder nnoch.
wollt ich nur gesagt haben
und wie gesagt: es ist kein angriff auf niemanden...nicht auf die stillenden oder nicht stillenden.
punkt

Beitrag von sandra091285 13.04.11 - 15:19 Uhr

#gaehn

habe alles gelesen und nix neues gefunden.........

Ich hätte meine Tochter auch gestillt, aber sie war eine strikte Verweigerin der Brust. Sämtliche Hebammen sind an ihr verzweifelt... Und guck an : auch mit Flaschenmilch hat sie überlebt... Sie ist mittlerweile 2 Jahre alt, seit über einem Jahr flaschenfrei und tatsächlich gesund... Wahnsinn oder??? Und Nähe kann man einem Kind auch bei der Flaschennahrung geben. Denn die Haltung ist jeweils die gleiche, sogar der Blick auf das Kind ist 1:1... Nur weil es einen Sauger und keine Brustwarze im Mund hat, ist trotzdem das Nähegefühl gleich!

Wenn es mit dem Stillen geklappt hätte - nein, ich hätte sie nicht langzeitgestillt... Ich finde, wenn ein Kind sagt, dass es Durst hat, dann soll es bitteschön aus dem Becher trinken...

Bis zu einem Jahr ist Stillen für mich völlig ok, danach finde ich es PERSÖNLICH komisch, aber das soll jede Frau für sich selbst entscheiden.

Lasst doch einfach allen Frauen auf dieser Welt selbst die Wahl, ob und wie lange sie ihr Kind stillen...

Immer dieses Verfechten der eigenen Meinung#augen...


LG,Sandra, die Kind 1 nie stillen konnte und es Kind 2 selbst überlassen wird, was es von der Brust hält.

Beitrag von katrin0284 13.04.11 - 21:20 Uhr

Genauso war es bei uns auch und ich sehe es so wie du.
LG

Beitrag von carana 13.04.11 - 15:26 Uhr

Hi,
ich hätte es gern bis zum 1. Geburtstag gemacht, hatte aber nach 7,5 Monaten keine Milch mehr.
Davon ab ist meine Meinung, irgendwann gehört es ins Privatleben - und man soll mich damit bitte nicht belästigen. Sollen die, die es wollen, doch tun - aber bitte zu Haus und nicht direkt vor meiner Nase im Cafe. Und das Gefühl setzt bei mir eben ein, wenn das Kind 1,5, spätestens 2 Jahre alt ist... dann mag ich es einfach nicht mehr sehen.
Gegenfrage: warum wird es nicht einfach akzeptiert, dass manche Mütter dagegen Vorbehalte haben und es nicht mögen?
Lg, carana

Beitrag von repumuck 13.04.11 - 15:35 Uhr

Also ich denke das LZS ist nur wirklich verpönt bei den ganz jungen und ganz alten.

Die Einen weil sie noch gar nicht mit diesem Thema vertraut sind und weil ich (hab selber gestillt) ebenso empfinde das ich ne Stillenendenmutter nich unbeding zusehen möchte. Heisst wenn im restaurant gestillt wird an nem Tisch den jeder einsehen kann. ^^

Ich hab halt auch lieber alleine gestillt, da waren ich und mein Rüpelche ganz für uns und konnten uns geniessen ^^

Na und die Anderen weil sie gelernt und beigebracht bekommen haben das Kinder mit dem 1. Lebenstag an so selbstständing sein müssen wies nur geht.
Z.B bei dem Buch die Easy-Baby Methode, kann ich nicht wieter empfelen, wird ne Alte Dame zitiert, die meinte, das sie früher die Kinder nachts einfach nix zu essen gegeben haben (ab dem 1. Tag) und nur getröstet das es gleich von anfang an durch schläft. Damals wurde es den Leuten regelrecht aufgezwungen die eigenen Instinkte zu ignorieren. Mit dem Erfolg das sie heute meinen die einzig wahre Kinder erzihung haben.

Na und verwöhenen, ich würde das jetzt nicht gleich auf die lange Bank schieben, denn jedes Kind ist anderes, und wo das eine noch nicht "verwöhnt" wird ist es bei dem anderen schon zu spät.

Genau wie Zufüttern, es ist sehr wichtig das ab ca. dem 6 Monat langsam zugefüttert wird, weil die menge der muttermiclh dann auch anfängt zu wenig zu sein für die kleinen, eben auch was das eisen angeht. Das ist aber auch von Kind zu Kind unterschiedlich, einge haben mitb 3 Monaten schon nimmer genug die anderen reicht die Milch im 10. Monat noch aus.

Verallgemeinern kann man da überhaupt nix. Und empfolen wird von der WHO mind. 1 Jahr stillen.

Dann ist die Frage auch wie Nahe eine Frau ihr Kind an sich ran lassen will, mag doof klingen aber es git da einige die sich selbst vor ihren Baby schähmen. Für die ist es unmöglich zu stillen, weil sie es unangenehm finden und dementsprechent eklig wenn es andere tun ^^

Und da gibts ja noch so viel mehr.......

Beitrag von dentatus77 13.04.11 - 15:44 Uhr

Hallo!

Ich würde mich jetzt nicht als Langzeitstillerin bezeichnen, hab mir aber trotzdem die Mühe gemacht, deinen Thread vollständig zu lesen.
Und ich frage mich, woher du diese Thesen hast. Für mich war keiner dieser Gründe auch nur mitverantwortlich, dass ich "nur" im ersten Lebensjahr gestillt habe.

Ich bin wieder tageweise arbeiten gegangen, da war meine Maus 3mon alt. An den Tagen habe ich Muttermilch abgepumpt, die meine Tochter dann aus der Flasche bekam. Aber Abpumpen ist eben nicht stillen, die Milch, die ich abpumpen konnte, wurde weniger, so hab ich mit 5,5mon den Beikoststart gewagt. Bereits beim ersten Löffel hat mich meine Tochter angeschaut, als wollte sie sagen: "Warum hast du mir so etwas gutes so lange vorenthalten?" - Sie hat den Brei vom ersten Tag an geliebt!
Ich hab aber weiter gestillt und abgepumpt und lediglich Mahlzeit für Mahlzeit durch Brei ersetzt - bis meine Tochter gut 10mon alt war. Da wollte ich sie dann nur noch morgens in aller Frühe stillen. Das hatte ich mir toll vorgestellt, meine Tochter aber wohl nicht. Die hat die Brustwarze angeschaut, angetastet, in den Mund genommen, zugebissen und wieder ausgespuckt. Sie wollte sich schlicht und einfach nicht die Mühe machen, zu saugen.
Meine Tochter hat also tatsächlich mit 11mon die Entscheidung getroffen, dass sie keine Milch mehr möchte. Also hat sie auch keine mehr bekommen. Industriemilch hat sie aber auch nie bekommen, mit einem Jahr durfte sie dann Vollmilch trinken.

Das war mein Grund, nicht über das erste Lebensjahr hinaus zu stillen, alle von dir aufgeführten "Gründe" sind in meinen Augen fadenscheinige Ausreden, die zumindest kein gebildeter Mensch glaubt.
Und eine "Ausrede" hast du vergessen: "Ich will doch das mein Busen schön bleibt, der soll ja nicht hängen"

Liebe Grüße!

Beitrag von putzemann 13.04.11 - 16:41 Uhr

ausrede??hä?
wofür?versteh i nicht...

Beitrag von andrea761 13.04.11 - 16:00 Uhr

Hallo
Man was für ein langer Text #schwitz
Ich kann dir nur von mir berichten.
Lia ist fast 18Monate und sie möchte noch oft gestillt werden (auch tagsüber) und die Familie meines Mannes findet es doof-die waren schon nach 4 Monaten drann und fragten, wann ich denn endlich abstille. Ich habe am Anfang auch immer die Vorteile aufgezählt, aber heute sage ich nur noch "solange Lia gestillt werden will" Wenn Bekannte/Freunde fragen, dann sage ich dasselbe und frage "warum, stört es dich"?

Mir ist es egal was andere Leute darüber denken und ich stille auch in der Öffentlichkeit! Ich weiss, dass es meinem Kind gut tut und der Rest ist mir egal.
Ich erkenne auch noch einen Vorteil-Meine Tochter brauchte und wollte nie einen Schnuller oder Schnuffeltuch oder ähnliches-Ich bin alles in einem ;-)
lg

Beitrag von siomi 13.04.11 - 16:55 Uhr


Ich habe mir jetzt nicht den ganzen Text durchgelesen, dazu ist er viel zu lange.

Mir ist es auch völlig egal was andere machen. Nur weil es hier einige langzeitstillende gibt muss ich es nicht auch machen.

Ich handle so, wie ich es für mein Kind und mich für richtig erachte, der Rest ist mir fast egal.

Beitrag von muckel1204 13.04.11 - 17:14 Uhr

Cross #contra

Beitrag von fjola1 13.04.11 - 17:16 Uhr

#gaehn

Fjola mit #baby (14,5 Monate und frisch gestillt)

Beitrag von itsmyday 13.04.11 - 18:01 Uhr

So, mal ein "Denkanst0ß".....so wie Du es wolltest! ;-)

Ich betone gleich mal vorweg, dass ich keine empirisch relevanten Studien dazu habe, nur Beobachtungen meiner Wenigkeit, ok?! #schwitz

Also:
Die Muttis, die gerne lange stillen, lassen sich durch nichts auf der Welt davon abbringen....so wie ich übrigens! #cool

Die anderen stillen gar nicht oder eben so lange sie möchten. Die lassen sich auch durch die besten Argumente der Welt (Deine? #liebdrueck) nicht vom Abstillen abbringen. #augen

Ist also alles in bester Ordnung finde ich. #pro

So kinderfeindlich ich D auch manchmal finde, übers mein Stillverhalten in aller Öffentlichkeit hat sich trotzdem noch nie jemand aufgehalten. #freu
Ich denke also, der Imagewandel ist schon ganz gut gediehen, nur über die persönlichen Wünsche und Vorstellungen der einzelnen Mütter wird man trotzdem nicht hinweg kommen. Niemals, auch mit der besten Propaganda nicht. #cool

LG

Beitrag von emeri 13.04.11 - 20:21 Uhr

phu, also das ist wirklich ein besonders langes posting.

grundsätzlich gebe ich dir recht, allerdings finde ich es nicht ganz richtig, der nahrungsmittelindustrie die hauptschuld zu geben. mittlerweile wird überall, in jeder werbung und in jeder zeitschrift darauf hingewiesen, das stillen die beste form der säuglings-ernährung ist. das steht außer frage. die ammenmärchen (mehr füttern damit das kind durchschläft) ist eine hartnäckige "weisheit", die vor allem von älteren frauen noch gerne weitergegeben wird und ich kann es keiner unerfahrenen mutter verübeln, wenn sie sich nach ein paar monaten mit mehr oder weniger durchwachten nächten an den kleinsten strohhalm klammert.

nähe kann man übrigens auch beim füttern mit der flasche geben. also nicht jede mutter, die fläschchen gibt, schmeißt diese dem kind einfach nur in den kinderwagen der ein paar meter daneben geparkt wird um das kind dann alleine trinken zu lassen.

ich habe auch schon einige stillmütter kennengelernt, die sich nicht von ihren zigaretten oder dem einen oder anderen jägermeister für die dauer der stillzeit trennen konnten. da ist doch jedes kind mit flaschennahrung besser dran. mal ehrlich.

und nein, ich habe mich beim stillen meines großen nicht gut gefühlt. im gegenteil: ich hatte sogar so etwas wie eine stilldepression. erst mit dem abstillen ging es mir emotional wieder besser. jetzt bei meinem 2. kann ich das stillen genießen.

aber nicht jede frau verbindet mit stillen eine explosion der glückshormone. und das "ach, stillen ist doch das wunderbarste der welt"-geseiere und dieses "wir stillenden mütter sind ja soooo toll, denn wir geben unserem kind nur das beste" ist in so einer situation auch nicht gerade förderlich.

lg

Beitrag von kristina1978 13.04.11 - 20:44 Uhr

#pro
Sehr schön geschrieben.

Besonders der letzte Absatz trifft genau meinen Nerv. Die nicht LZS-Mütter sollen immer Toleranz und Verständnis aufbringen für die LZS. Aber andersrum ist davon nichts zu bemerken.....nur Belehrungen und Beteuerungen wie SUPER das ist, was sie machen. (Umkehrschluss: alle die es anders machen, machens Sch***???)

LG!

Beitrag von emeri 13.04.11 - 21:21 Uhr

gut, in diesem thread geht es um das stillen von kleinkindern. da kann ich nicht mitreden, da ich nie ein kleinkind gestillt habe. aber diese hick-hack zwischen stillenden und flaschengebenden müttern finde ich lästig. ich kenne beide seiten. stillen und flasche geben, hat beides vor und nachteile. ich denke, wer toleranz einfordert muss auch tolerant sein. :-)

lg

Beitrag von limo0910 14.04.11 - 06:55 Uhr

Ich bin voll und ganz deiner Meinung :-) Ich stille meinen Sohn (16 Monate) noch immer. 10 Monate voll und jetzt noch 2-3 mal am Tag.

Und du hast es recht, es wird einem echt nicht leicht gemacht, man erntet nur dumme Kommentare ect. Aber weißt du was: da steh ich drüber und diese Nichtswisser haben das einmal umsonst :-p

Ich weiß was für mein Kind gut ist und da verlass ich mich voll auf meinen Instinkt! Und mein Mann steht auch voll hinter mir und findet es gut.

Aber du hast recht, man braucht ne Menge Selbstbewusstsein.

Ich werde meinen Sohn auch noch ne Weile stillen, solange er das natürlich will :-)

Liebe Grüße

Angie

Beitrag von urbia-Team 14.04.11 - 08:43 Uhr

Stillgelegt, Crossposting