Wie "genau" haltet ihr das mit zuckerfreier Ernährung?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sternbiene 13.04.11 - 20:51 Uhr

Hallo,
ich mache mir schon bald selbst Schuldgefühle... Alle um mich herum (die "Super-Mamis") reden auf mich ein, was ich nur für eine Erziehung in Sachen Essen halte...
Also, meine kleine ist mittags ganz normal ihr Gläßchen oder vom Tisch mit, Nachmittags gibt es einen GOB, abends einen Milchbrei. Ich muß zugeben, dass sie eigentlich gerne Keks-Brei o.ä. ist (manchmal auch Apfel-Hafer oder so...). Klar die haben alle Zucker... Aber was soll ich machen? Abends mag Emilia partout keinen Getreide Brei mehr...
Und nachmittags gibt es oft einen Keks.
Werde aber morgen mal die "Hirse-Kringel" kaufen. Vielleicht mag sie die ja...
Sie mag einfach nicht gerne frisches Obst. Und ich probiere das schon ewig aus, immer mal wieder...
Mache ich da echt was falsch??
Wie macht ihr das, mal ganz ehrlich?

Beitrag von sternbiene 13.04.11 - 20:52 Uhr

Ach, hab ich ganz vergessen...... Emilia wird nächste Woche 1 Jahr alt.

Beitrag von laboe 13.04.11 - 21:01 Uhr

Hallo!
Ich finde es übertrieben, wenn ein Kind mit 1 nicht mal einen Keks haben darf. Ab und zu etwas Süßes ist ok.

Allerdings würde ich die Breie vielleicht doch lieber selbst anrühren, mit Flocken. Sonst gewöhnt sich Emilia an so eine Grundsüße. Dann kannst du ja Obst runterrühren, das süßt schon von alleine sehr.

So machen wir das.
Allerdings bekommt unser Kleiner noch keine Kekse. Aber er ist ja auch erst 7,5 Mo. ;-)

LG Laboe

Beitrag von blumella 13.04.11 - 21:01 Uhr

Naja, wenn man die Kleinen erstmal an den süßen Zucker gewöhnt hat, dann ist es doch verständlich, dass sie danach auf einfache Reisflocken oder ähnliches nicht mehr so richtig abfahren, oder?

Ich halte von diesen ganzen Keks-, Schoko- oder sonstigen Zuckerbreien nichts, schließlich gibt es auch später als Mittagessen ja keine Kekssuppe oder ein Schokoschnitzel, sondern vernünftige Mahlzeiten.

Zum ersten Geburtstag durfte Muckel dann ein bißchen vom trockenen Kuchen essen, den mache ich ganz normal nach Rezept, also nicht extra zuckerfrei oder so.

Beitrag von 98honolulu 13.04.11 - 21:09 Uhr

Ich finde es völlig ok, wenn ein Kind mit einem Jahr mal Keks oder Kuchen isst, aber gesüßte Breie würde ich niemals geben. Mit einem Jahr kann ein Kind Brot essen. Wenn sie frisches Obst partout nicht mag, dann würde ich ihr einfach Apfel oder Birne aus dem Glas geben.

LG

Beitrag von lilly7686 13.04.11 - 21:14 Uhr

Hallo!

Natürlich ist Zucker ungesund. Keine Frage.
Aber ich denke, du solltest es so machen, wie du es für richtig hältst.
Sind wir mal ehrlich, du kannst Süßes ja nicht ewig vor deinem Kind fernhalten. Spätestens wenn sie laufen kann, bekommt sie mal ein Bonbon oder ne Schoki beim Einkaufen von der netten Verkäuferin.

Meine Kleine bekommt Obst. Sie liiiiiiiiebt Obst. Besonders Bananen (was uns jetzt recht festen Stuhl beschert hat, weswegen ich dem Kind heute fast ein ganzes kleines Gläschen Apfelmus über den Tag verteilt versuch habe, in den Mund zu kriegen... dem Kind Brei zu füttern ist echt nicht leicht!).

Ich habe meine Tochter schon mal vom Kuchen kosten lassen. Gut, selbst gebacken mit nur einem Viertel des Zuckers der im Rezept stand. Aber immerhin ;-)

So tragisch ist es ja nun nicht unbedingt.

Wenn du ein gutes Gefühl dabei hast, und deine Kleine sonst ausgewogen und gesund isst, dann ist auch Süßes im Normalfall gar kein Problem.
Problem ist es, wenn sie außer Süß nur noch Süß isst.

Also lass dich nciht fertig machen :-)

Lg

Beitrag von mimilotta1976 13.04.11 - 21:15 Uhr

Hallo,
mit einem Jahr darf es auch mal ein Keks sein,
finde ich.
Meine Maus ist 9 Monate alt und ich achte schon darauf,
daß sie keinen Zucker bekommt.
Ich koche jeden Tag frisch für sie. Sie ist weder
Gläschenkost noch irgendwelche Breie. Mag sie einfach
nicht.
Ich denke also nicht, daß du irgendetwas falsch machst:-D
Irgdwann wird sie das angebotene Obst schon essen#mampf
LG
Mimi

Beitrag von reveal 13.04.11 - 21:25 Uhr

Also am Anfang habe ich mich auch von vielen Beiträgen hier bei Urbia verleiten lassen, meinem Sohn jeglichen Zucker vor zu enthalten. Grundsätzlich finde ich es ja auch gut, wenn er sich gesund ernährt. Aber mittlerweile sehe ich das etwas entspannter. Er ist nun 11 Monate alt und kriegt auch mal einen Keks oder durfte heute sogar von meiner Sacher-Torte kosten. Aber seien wir mal realistisch. Wie viel isst er denn da? Lassen wir es drei oder fünf Gramm gewesen sein. Also alles halb so wild. Außerdem ist das mit dem Zucker ja eh so eine Sache: Industriezucker wird immer verteufelt, aber Fruchtzucker ist super? So ganz stimmt das nicht. Der Effekt ist nämlich ähnlich und für die Zähne ist beides nicht gut. Wenn also beispielsweise auf einem Lebensmittel steht, es sei "nur" mit irgendeiner Art Saft gesüßt, dann ist das von der Sache auch nichts anderes als Fruchtzucker.

Ich denke, es kommt immer auf die Ausgewogenheit an. Wenn ein Kind oder Baby ausgewogen und vielseitig ernährt wird, dann nimmt es auch keinen Schaden, wenn es mal ein paar Gramm Zucker in Form von Keks und Co. zu sich nimmt. Aber letztlich muss das jede Familie natürlich für sich entscheiden.

LG reveal

Beitrag von kiki-2010 13.04.11 - 21:30 Uhr

Ja ja, immer die Gesundheitsaposteln die da unterwegs sind...

Also, ich habe meinem Großen damals mit einem Jahr auch schon mehr "festes" gegeben, der ist nicht so der Brei-Fan gewesen, noch heute verzieht er das Gesicht bei püriertem ;-)

Trotzdem hat der Zwerg natürlich Kekse bekommen, oder auf einem Zwieback gelutscht und er liebte Milchbrötchen mit Quark und Marmelade (achtung, plastikfolie auslegen....).

Was soll ich sagen, der Kerl ist heute 5 und ein dürrer Hering, isst weder übermäßig Süßes, hat keine schlechten Zähne und auch kein ADHS durch zuviel Industriezucker bekommen #rofl

Und ich glaube, selbst ich wurde früher mit solchen Dingen verwöhnt, ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Mama mir eine Dinkelstange gegeben hat :-p... Und siehe da, ich bin gesund und munter, hatte nie mit übermäßigen Kilos zu kämpfen und aus mir wurde kein Süßigkeiten-Junkie.

Also, man kann es echt übertreiben. Wozu der ganze Firlefanz?? Es ist doch kein Weltuntergang seinem Kind mal einen Butterkeks in die Hand zu drücken. Ich bin der Meinung, die gesunde Mischung macht es! Denn meistens ist es doch so: Auf der einen Seite die Getreide-Kekse die nach Pappe schmecken und dann am nächsten Tag mit der ganzen Family nach Mc Dreck zu fahren, DAS ist doch das Falsche!
Lebt man dem Kind allerdings eine bewusste Grundernährung mit frischen und unbehandelten Lebensmitteln vor, verzieht den Geschmack nicht durch ekelhafte Fix-Tüten-Mischungen und bieten dem Kind abwechslungsreiche, gesunde Dinge zum Probieren an, dann darf man doch auch gerne mal eine Packung Kekse aufmachen! Das hat noch keinem geschadet....

So, und jetzt dürfen wieder die Steine fliegen!! #rofl

Gruß Kiki

Beitrag von widowwadman 13.04.11 - 21:36 Uhr

Ich lach mich immer tot wenn Muttis behaupten sie wuerden ihr Kind zuckerfrei ernaehren und dann gibt's Trockenobst, oder selbstgemachtes mit Fruchtzucker, Sirup oder was auch immer.

Wir haben unsere Tochter immer an unserem Essen teilhaben lassen, ohne (zuckerfreie) Extrawuerste. Wenn man Zaehne morgens und abends putzt ist das kein Problem.

Beitrag von sacht736 13.04.11 - 22:18 Uhr

Hallo ,

ich finde das auch alles Quatsch mit dem Zucker !

Wenn man Stillt die Muttermilch enthält auch Zucker genau so wie die Milchnahrung zum zubereiten ......

Ich habe nie danach gelebt und meine Kinder sind alle normal ,Zähne super nicht zu dick usw. ....#augen

Man kann sich auch verrückt machen, Sorry ist meine Meinung .....
Zucker wird es so oder so esse fast überall ist Zucker drinnen ;-)

LG

Beitrag von zwillinge2005 14.04.11 - 13:13 Uhr

Hallo,

es ist ein Unterschied, ob in naturbelassenen Lebensmitteln Zucker enthalten ist oder Industriezucker zugesetzt wurde!

Natürlich enthält Muttermilch Lactose oder ein Apfel Fructose.

Aber trotzdem ist das sicher gesünder als irgendein Kinderjoghurt o.ä.

LG, Andrea

Beitrag von sacht736 14.04.11 - 13:53 Uhr

Meine bekommen ganz normal Yoghurt und ja auch Fruchtzwerge :-p
Finde solche Beiträge Lächerlich man kann sich auch zum Affen machen .... so Histerisch bin ich jedenfalls nicht !

Ich kann nur sagen das arme Kind was dann zu schauen darf wenn andere Yoghurts essen *LOL *#contra

Naja früher war das auch nicht so , was ist bitte heute anders wie damals ! Und aus uns ist auch was geworden ;-)

Beitrag von zwillinge2005 14.04.11 - 14:04 Uhr

Hallo "sacht736",

Du möchtest mit Deiner Antwort doch nur provozieren, oder?

Deine Kinder sind 2 Monate, 2 Jahre, 3 Jahre und 5 Jahre -(das Sternenkind, dass Du mit 14 Jahren bekommen hast lassen wir mal aussen vor).

Es ist doch auch für Dich hoffentlich ein Unterschied, ob Dein Kind mit 4 Monaten einen Keks-Milchbrei mit Industriezucker isst, oder Dein 5 Jähriges Kind eine Fruchtjoghurt bekommt, oder?

Verabschiede Dich doch bitte von dem schwarz-weiss-Denken.

Aber zu sagen, dass Lactose in Muttermilch und eine Milchschnitte nicht dasselbe ist, sollte auch Dir auffallen.

Was genau war denn früher "nicht so?". Mir wurde nicht schon mit einem Jahr Süssigkeiten in den Mund geschoben.

Ich denke nicht, dass ich mich "lächerlich mache", "zum Affen mache" oder "Hysterisch bin" (ich denke Du meintest Hysterisch, da ich Deine Schreibweise nicht kenne), nur, weil meine Kinder im ersten Lebensjahr möglichst keinen Industriezucker bekommen, bzw. keine gesüssten Fertigbrei, Fertigjoghurts oder ähnliches essen.

Schön, dass aus Dir "was" geworden ist. Was denn bitte?

LG, Andrea

Beitrag von sacht736 14.04.11 - 14:31 Uhr

;-)Hallo ,

kann sein das ich mich verschrieben habe !

Ich Stille mein Kind und habe meine Kinder 6 Monate voll gestillt bis ein Jahr , ich wäre nie auf die Idee gekommen mit 4 Monaten mein Kind Yoghurt zu geben.

Meine Mäuse haben alle das gegessen was ich selbst gekocht habe , Brei gab es nie . Aber auch nur weil den keiner meiner Kinder geschmeckt hat !
Und mit 9/10 Monaten kann man auch schon Yoghurt geben.
Deshalb verstehe ich das nicht weshalb man so einen Affen macht mit dem Zucker im Essen.
Meine Kinder bekommen schon Süßes nicht viel aber hin und wieder mal etwas. Mit ein Jahr haben meine alles gegessen .....

Ich da ebend nicht so sensiebel aber manche Mütter ebend schon!

Beitrag von thalia.81 13.04.11 - 22:41 Uhr

Ich denke, mal ein Keks ist kein Problem.

Was ich allerdings erschreckend finde ist, dass viele Gläschen für nach dem 4. Monat Zucker enthalten. Also die Abendbreie. Ich bin der Meinung, DAS muss nicht sein. oder Apfelsaft für Babys. Da braucht man sich dann nicht wundern, wenn das Kind später kein popeliges Wasser trinken mag.

Aber von einem Keks geht die Welt nicht unter ;-)

Beitrag von sarahjane 13.04.11 - 23:15 Uhr

Komplett zuckerfrei kann man Babys nicht ernähren, da auch Frauen- und Premilch (mindestens) 1 Zuckerart enthalten.

Beitrag von schnuffel0101 14.04.11 - 08:36 Uhr

Ich bin der Meinung, manche stellen sich da auch mächtig an. Man kann es echt übertreiben. Als unser Sohn in dem Alter war, hat er zwar keinen Brei mehr gegessen, sondern komplett vom Familientisch, aber mein Gott... von ab und zu mal was mit Zucker gehen sie echt nicht tod.

Beitrag von kathrincat 14.04.11 - 10:10 Uhr

naja in obst ist auch zucker, also dürfte man es auch nicht geben.

Beitrag von caro1301 14.04.11 - 11:38 Uhr

Hallo,

bei uns gab es nie Brei, wir haben breifrei praktiziert. Insofern hatten wir nie das Problem mit solchen Sachen.
Ich schaue natürlich, dass der Kurze so wenig Zucker (v.a. Industriezucker) wie möglich bekommt, aber in der früh gibt es z.B. meistens Marmeladenbrot. Selbstgemachte Marmelade, mit 1:3 Zucker, aber Zucker. Nachmittags gibt es ab und zu mal die Dinkelkekse von Alnatura und mittlerweile darf er auch ein paar Brösel vom Kuchen probieren.
Aber er liebt auch Hirsekringel, Reiswaffeln, Dinkelstangen und Grissini. Und Obst, vor allem aber Beeren und Trauben, letzten Sommer hat er das Zeug fast schon kiloweise verdrückt. Was an Obst hast du denn schon alles probiert? Apfel und Banane mochte meiner lange nicht, das lieben die meisten Kinder. Aber Trauben dafür, die habe ich bis vor kurzem immer halbiert, da konnte er sie leichter essen. Und Erdbeeren, Blaubeeren, Himbeeren,... Probier doch einfach ein paar Sachen durch, mach dir einen schönen Obstteller und lass sie davon schnabulieren ;-)
Wenn das gar nicht geht: Obst aus dem Glas oder selbstgemachtes Apfelmus (ohen Zucker).

Und schlußendlich: wenn die ganze Ernährung ausgewogen ist und es "Ungesundes" in Maßen gibt, macht man nichts falsch. Süßes komplett wegzuhalten ist genauso falsch wie Süßes im Überfluß. Die Kinder müssen ja auch lernen, wie man damit umgeht.