an alle Langzeitstillende Mamis....

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von qika 14.04.11 - 12:57 Uhr

Meine kleine is jetzt 2 Jahre und ich stille sie so nebenbei noch(fast) regelmäßig. Sie ißt bei uns am Tisch schon richtig mit und will dann danach an die Brust. Auch ist sie jetzt dran gewöhnt, wenn sie müde ist sich zu mir an die Brust zu legen und dann "nur" so einzuschlafen. Auch wenn sie getröstet werden will, bevorzugt sie meine Brust, an statt sich in den Arm nehmen zu lassen, da schiebt sie mich immer fast weg. Eigentlich mach ich es ja auch gerne, weil ich die Nähe zu ihr sehr genieße. Aber ist es nicht doch mal an der Zeit, sie zu entwöhnen? Ich seh nämlich in absehbarer Zeit keine Veränderung, was das stillen betrifft. Ich still sie 3-4 mal am Tag und 2-3 mal die Nacht(mal mehr-mal weniger)
Ich habs auch schon mal versucht, ihr das zu erklären, aber wenn es dann zum stillen kommt, versteht sie dann nicht, warum sie nicht mehr trinken darf?!
Habt Ihr vielleicht einen kleinen Tipp für mich, wie ich sie langsam von mir weg bekomme, mus ja nicht sofort sein, was eh nicht geht. Schritt für Schritt, langsam, damit sie sich dran gewöhnt, nicht mehr immer zu mir kommen zu müssen.
Immerhin habs ich ja auch geschafft, wenn wir "draußen" sind, sie dann nur zuhause bei mir trinken darf und sie hats verstanden.;-)

Ich hoffe, ich habs so einigermaßen verständlich rüber gebracht, und bedanke mich schon mal im vorraus für eure Tipps.

Beitrag von jumarie1982 14.04.11 - 13:12 Uhr

Huhu!

Ob DU nicht mehr Stillen willst, ist die eine Frage.
Die kannst nur du beantworten und dann einen für euch passenden, für das Kind schonenden Weg wählen. Ganz ohne Gegenwehr wird es jedoch in diesem Alter wohl nicht gehen.

Ob es Zeit dazu ist, kann ich dir jedoch beantworten: NEIN.
Das natürliche Abstillalter hat sie noch nicht erreicht. Also das Alter, in dem sich Kinder selbst abstillen. Das Alter, bis zu dem Stillen natürlich, gut und gesund ist.
Wenn du dazu etwas lesen magst:
http://www.reich-schottky.de/pdf_stillen/biologisches_abstillalter02.pdf

LG
Jumarie

Beitrag von qika 14.04.11 - 16:53 Uhr

Hallo, Danke Dir für Deine Antwort.
Darf ich Dich fragen, ob Du auch noch stillst? Wenn ich richtig gelesen hab auf Deiner Visitenkarte, ist Dein kleiner 23 Monate. Also fast gleich-altrig, oder?
LG qika

Beitrag von jumarie1982 14.04.11 - 19:47 Uhr

Huhu!

Ja, ich stille noch.
Mein Sohn wird im Mai 2 und ich habe vor, dass er selbst entscheiden darf, wann wir aufhören. Ich denke so mit 3 oder 4.

Er stillt noch ganz nach seinem Bedarf, was zur Zeit so 2-3 Mal am Tag und 3-7 Mal in der Nacht ist. Wenn er krank ist, auch gerne wieder voll.

Beitrag von schwilis1 14.04.11 - 13:54 Uhr

ich denk auch oft darüber nach. dennmanchmal maht es mich schon fast wahsninnig dass mir mein kleiner 1 1/2 jahre dauernd an der brust hängt. sobald wir unterwegs sind vergisst er es ganz selbstverständlich. aber kommt mal ein wenig ruhe rein, dann würde er mich am liebsten direkt ausziehen und sich andocken. meistens macht es mir nichs aus. aber es gibt auch diese Tage die einfach nur voll für den Arsch sind und wo mir das "geklette" meines sohnes zuviel wird )ich übertreibe natürlich)


so als zwerg 10 monate alt war,hab ich auch oft gesagt ich lasse ihn entscheiden. aber ich denke das wird nichts.. ich würd ihn gerne entscheiden lassen. aber ich weiß nicht wie lange ich mich noch zurück nehmen kann und über meine Bedürfnisse drüber latsche.
Denn und da sag ich natürliches abstillalter hin oder her.. auch Mama´s haben Bedürfnisse und ja es ist wichtig sie eine weile zurückzustellen und sich selber zurück zu nehmen. aber irgendwann ommt der zeitpunkt wo es nicht mehr geht.
und ich merke ganz duetlich dass ich mich diesem Punkt nähere...

Aber bei mir sit das eh ne ganz komische Nähe zulassen genug davon haben Geschichte und eignetlich muss ich stolz auf mich sein, dass ich so lange durchhalte. wo es doch fast nichts schlimmeres gibt als Körperliche Nähe (aber so ein kind heilt halt doch so manche wunde)

Beitrag von sarahjane 14.04.11 - 14:05 Uhr

Frauen- und/oder Pre-, und/oder Einsermilch brauchen die Kleinen in der Regel nur im 1. Lebensjahr. Ob man diese auch darüber hinaus weiter füttern möchte, muss man individuell entscheiden bzw. entscheiden lassen.

Das oft zitierte "natürliche/biologische" Entwöhnungsalter basiert auf Hochrechnungen aus dem Tierreich und können folglich nicht 1:1 auf den Menschen übertragen werden.

In dem von meiner Vorrednerin erwähntem Link werden lediglich Thesen aufgestellt, ohne dafür einen seriösen / wissenschaftlich fundierten Hintergrund zu nennen.

Dein Kind ist in einem Alter, wo es Brust und/oder Fläschchen eigentlich nicht mehr benötigt, und es davon entwöhnt werden kann.
Vielleicht wäre die Gordon-Methode etwas für Euch?

http://www.google.de/#hl=de&source=hp&q=Gordon+Methode&aq=f&aqi=g3&aql=&oq=&fp=d1819f3485f5ebea

Wichtig: Was Brustfütterung oder Fütterung per Fläschchen angehen: BEIDE Parteien müssen sich damit wohlfühlen. Es darf nicht einseitig sein.

Zudem wird Deine Tochter Deine innerlich zunehmende Ablehnung bzg. der Brusternährung spüren, und Ihr lauft Gefahr, Euer harmonisches Verhältnis zu riskieren.

Beitrag von kleine.welle 14.04.11 - 14:42 Uhr

Aber du weißt ganz genau, wie lange ein Kind Muttermilch benötigt? Das ist aber komisch. Nenne doch mal bitte eine Quelle, woraus hervor geht, dass du recht hast.
Ich denke ein Kind braucht noch mindestens bis zum 2. Lebensjahr Milch und wenn es keine Kuhmilch sein soll ( die ja eigentlich nicht für Menschenkinder gedacht ist ) muss es eben Muttermilch sein.
Du bist ja merkwürdig#kratz

Beitrag von kleine.welle 14.04.11 - 14:48 Uhr

Ach so, ich glaube,, Brustfütterung" heißt eigentlich ,,stillen". Selbst mein Rechtschreibprogramm kennt das Wort nicht.
Ich glaube du hast als Baby sehr gelitten. Hast wahrscheinlich nur Kuhmilch bekommen.
Du Arme!
Vielleicht kann ja ein Psychologe helfen.

Liebe Grüße

Beitrag von putzemann 14.04.11 - 15:10 Uhr

hahaha...weiter so!
sorry echt,aber die frau "brustfütterung" geht mir schon so am a......

:-D

Beitrag von mimilotta1976 14.04.11 - 21:32 Uhr

Ich lach mich schlapp#rofl#rofl#rofl

>Ich glaube du hast als Baby sehr gelitten. Hast wahrscheinlich nur Kuhmilch bekommen.
Du Arme!<

Du sprichst echt aus, was ich denke!
Ich habe die Brusternährungsfrau (#rofl#rofl) schon
so oft angeschrieben, aber es kommt nie
was zurück.
Die muss psychisch völlig gestört sein, anders geht das gar
nicht#schock
LG
Mimi

Beitrag von lilly7686 15.04.11 - 07:04 Uhr

>>Das oft zitierte "natürliche/biologische" Entwöhnungsalter basiert auf Hochrechnungen aus dem Tierreich und können folglich nicht 1:1 auf den Menschen übertragen werden. <<

Also hier hast du ausnahmsweise FAST recht.
Es kann nicht 1:1 auf den Menschen übertragen werden. Und ja, es sind "nur Hochrechnungen".
Es sind Vergleiche zu der Stilldauer anderer Säugetiere. Und der Mensch ist nun mal nichts anderes als ein Säugetier (korrigiere mich, wenn ich falsch liege).

Und zwar Stillen verschiedene Säugetiere verschieden lang:
- bis zum ersten Zahnwechsel (der mit etwa 6 Jahren beim Menschen stattfindet)
- bis zum Ende des Kleinkindalters (beim Menschen auch etwa 6 Jahre)
- die vierfache Länge der Tragedauer (4x9 = 36 Monate)

Da gibts noch ein paar mehr Vergleiche, die mir aber jetzt spontan nicht einfallen.

Also JA, es sind "nur Hochrechnungen".
Und letztendlich weiß ein Kind sehr gut, wann es alt genug zum Abstillen ist.

Man denke da an den Sohn einer Freundin, der ihr am Tag vor seinem 3. Geburtstag eröffnete: "Mama, morgen werde ich 3 Jahre alt. Jetzt bin ich zu alt fürs Stillen." (er hat ein anderes Wort fürs Stillen verwendet, ich weiß aber nicht, welches)


Liebe TE, ich kopier dir hier meine Antwort auf einen anderen Beitrag rein:

>>Eine Zusammenfassung eines Vortrages von Katherine Dettwyler (Anthropologie-Professorin in den USA). Es geht um die anthropologische Perspektive des Stillens.

Ich zitiere:
"Anhaltspunkte für das biologische Abstillalter beim Menschen liefert der Vergleich mit anderen Säugetieren, insbesondere den Menschenaffen. Für die Berechnung kann man verschiedene Lebensdaten zum Abstillalter in Bezug setzen. Wenn man die Schwangerschaftsdauer vergleicht, ergäbe das beim Menschen eine Stillzeit von 4,5 Jahren. Wird abgestillt, wenn sich das Geburtsgewicht vervierfacht hat, wären das durchschnittlich 2,5-3 Jahre. Die meisten Primaten stillen ihren Nachwuchs bis zum Ende der Kleinkindzeit, d. h. bis die Jungen ein Drittel ihres Erwachsenen-Gewichts erreicht haben, das wären beim Menschen 6-7 Jahre. Zu dieser Zeit fallen die MIlchzähne aus und es tauchen die ersten bleibenden Backenzähne auf. Auch das Wachstum des Gehirns ist im Wesentlichen mit 6-7 Jahren abgeschlossen (Beginn der Schulzeit) und das Immunsystem ist ausgereift.
Daraus folgt, dass 2,5 bis 7 Jahre Stillen natürlich sind. In vielen Kulturen wird 2-4 Jahre oder länger gestillt. Die WHO empfiehlt 6 Monate ausschließlich zu stillen und danach neben geeigneter Beikost weiter zu Stillen bis zum Alter von 2 Jahren und darüber hinaus."<<

Lg

Beitrag von simonesven 14.04.11 - 17:19 Uhr

#rofl

Einfach sehr amüsant,das es Leute gibt,die um das Thema "Stillen" so ein Gedöns#gaehn machen.Könnte man meinen manche haben sehr viel Zeit und tierisch viel Langeweile.

#klatsch