Abends Engpass beim stillen- kann ich nur abends zufüttern? DRINGEND

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von smilingface 14.04.11 - 20:56 Uhr

Hallo...
Bin Mama von zwei Jungs - beim ersten hats gereicht über 1 Jahr.
Jetzt ist mein Kleiner 5 Wochen nicht ganz und ich hab Abends beim Zubettbringen fast keine Milch mehr. Kann ich nur Abends zufüttern?
Erfahrungen evtl damit? Möchte das Stillen nicht aufgeben. Stille so gern.
Was kann ich für mehr Milch tun. Trinke schon 3,5 l.
Danke im voraus.
Lg Christina

Beitrag von hebigabi 14.04.11 - 21:00 Uhr

Das ist kein Engpass- google mal nach "Clusterfeeding"- das ist okay und leg weiter an.

Wenn du dir zuviel Druck machst spricht zwar nicht unbedingt was gegen Pre- aber zieh´s erst mal so durch- es ist absolut okay.

LG

Gabi

Beitrag von muddi08 14.04.11 - 21:29 Uhr

Er ist mitten im 6- Wochen-Schub. Nach ein paar Tagen hat sich deine Milchproduktion an seinen gesteigerten Bedarf angepasst.
Ich würd erstmal so probieren, viel anlegen halt.

LG

Beitrag von connylein1 14.04.11 - 21:32 Uhr

Das hatten wir auch um die Zeit, einfach anlegen, anlegen, anlegen, die Anfrage regelt das Angebot.
Ich hab bei solchen Schüben immer Malzbier getrunken. Ne Freundin von mir schwört auf die Bockshornkleekapseln. Probiers aus... Meine Hebi meinte auch, dass man auch zuviel Tee etc trinken kann so dass die Produktion davon auch zurückgehen kann, also nich mehr Stilltee als auf der Packung steht.

Lg Nele mit Marie heute 2 Monate

Beitrag von zahnweh 14.04.11 - 22:13 Uhr

Hallo,

je mehr du zufütterst, desto weniger Milch wirst du produzieren.
Abstillen wird eingeleitet.

Je öfter du anlegst (auch mal nur zum Ansaugen) desto mehr Milch wird produziert!

Die Milchmenge regelt sich nach Bedarf. und wird durch das Saugen angeregt.

Kleiner Tipp: hier bei Urbia gibt es einen Club: "Klub der Stillenden Mamis"

da gibt es super Tipps

Beitrag von zahnweh 14.04.11 - 22:14 Uhr

noch was:

Salbei und Pfefferminz weglassen. Das mindert die Milchmenge.

Frischer Fenchel steigert sie. Hab ich oft gegessen bei Wachstumsschüben. :-)

Beitrag von aja2010 14.04.11 - 22:43 Uhr

Hallo Christina,

rein theoretisch könntest du nur abends zufüttern, dann würdest du aber wahrscheinlich immer abends nicht genug Milch haben und es ist die Frage wie dein Kleiner den Wechsel zwischen Flasche und Brust hinbekommt. Bei unseren Drillingen ging das ganz gut allerdings haben sie erst Fläschchen bekommen und sind dann an die Brust gekommen und sie brauchten Stillhütchen. Haben eine Mahlzeit aus der Flasche bekommen und die nächsten zwei dann an der Brust.
Es ist aber auch normal, dass man abends bzw. nachts am wenigsten Milch hat. Eigentlich legt man ja häufiger an, um die Milchproduktion anzuregen, ich weiß ja nicht wie oft du anlegst. Solltest du vielleicht auch mal mit deiner Nachsorgehebamme (wenn du eine hast) durchsprechen, ansonsten gibt es auch Stillberaterinnen, die einem weiterhelfen können. Generell sollte man sich gut ernähren, genug trinken (am besten 3x täglich Stilltee - gibt's in der Apotheke oder z.B. auch von Milupa) und was besonders wichtig ist, dass man nicht zu viel Stress hat. Das hat bei mir leider dem Stillen ein Ende gesetzt als die drei 11 Wochen alt waren...
Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen und wünsche dir, dass alles mit dem Stillen klappt!!! Ich fand es sehr, sehr schade als ich aufhören musste...
LG Wiebke

Beitrag von sarahjane 14.04.11 - 23:30 Uhr

Viele Brustmütter füttern erfolgreich mit dem Fläschchen zu (das entweder Abgepumptes oder Premilch enthält).

Wichtig ist dabei, Folgendes zu beachten:

- wenn möglich, immer erst beide Brüste anbieten, dann das Fläschchen
- kleinste Saugergröße verwenden, möglichst brustähnlich geformt
- Premilch verwenden (Achtung: Brustkinder verschmähen manchmal hypoallergene Säuglingsmilch)
- alternativ zum Fläschchen per Löffel, Fütterungsbecher aus der Apotheke, Brusternährungsset (Anwendung bitte von Hebamme oder Brusternährungsberaterin zeigen lassen), Fingerfeeder/Spritze ((Anwendung bitte von Hebamme oder Brusternährungsberaterin zeigen lassen)) etc. zufüttern

Manchmal hilft dies, um die Milchmenge zu steigern:

- Kind öfter (nicht länger) an beiden Brüsten anlegen
- nicht (!) mehr als 2 bis 3 Liter am Tag trinken (darunter möglichst wenig Koffein-, Teein- und Kohlensäurehaltiges)
- 4 Tassen Fenchel-, Kümmel-, Anistee und 1 Flasche Malzbier am Tag trinken
- evtl. aus der Apotheke etwas Bockshornkleesamenhaltiges besorgen
- viel Zeit mit dem Baby verbringen, es herumtragen, immer in der Nähe haben
- vor jeder Fütterung per Brust warme, feuchte Lappen auf die Brüste legen
- nach jeder Fütterung per Brust an beiden Brüsten mit elektrischer Milchpumpe abpumpen

Beitrag von lejana 15.04.11 - 07:30 Uhr

Hallo,

Wie die anderen schon sagten ist das Clusterfeeding. Du kannst aber Pre zufüttern. Hab ich auch gemacht, weil nach einer Grippe und Kh-Aufenthalt trotz abpumpen meine Milch sehr zurück gegangen war. Vertragen hat er's gut, mussten aber einmal Milch wechseln. Allerdings hab ich erst mehrmals Seite gewechselt bevor ich Pre gegeben hab - konnte nach mehreren Stunden Dauerstillen einfach nicht mehr. Seit einigen Tagen sind wir Prefrei.

Komischerweise hat sich bei mit die Milchmenge besser reguliert seit ich nicht mehr so viel trinke. Trinke nur noch wenn ich Durst habe. Stilltee nehm ich keinen mehr, dafür täglich ne Tasse Kinderkaffee. Und ich esse zu/nach jedem Stillen was. Denk das muss jede ausprobieren wies am besten ist.
Außerdem hab ich manchmal wenn wir zugefüttert haben wenigstens paar ml noch abgepumpt - eben wegen der Stimulation.

Lg
lejana