Ich würde so gern noch ein drittes Kind haben....

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von punkt3 16.04.11 - 14:29 Uhr

Ich weiß, dass die meisten von Euch hier um jemanden trauern, der gestorben ist. Zum Glück musste ich dies nicht erleben; ich habe zwei gesunde und muntere Kinder. Trotzdem bin ich unglaublich traurig, weil wir wohl kein drittes Kind mehr bekommen werden.
Zum einen werde ich schon bald 39, mein Mann ist grade arbeitslos geworden und ehe er wieder eine Stelle (fest, nach der Probezeit) hat, wird wohl auch einige Zeit vergehen. Dann müssten wir uns wieder an die Kinderwunschklinik wenden und ob es dann wieder klappen würde...
Mein Mann meint, wir sollen glücklich mit unseren beiden Mäusen sein.

Das bin ich natürlich ohne Frage, aber wieso habe ich das Gefühl, dass da jemand fehlt? Und dass ich um diesen jemand trauere, eben weil er nicht auf die Welt kommen wird? Macht das überhaupt einen Sinn?

Verwirrte Grüße vom Punkt

Beitrag von parzifal 16.04.11 - 18:17 Uhr

Jede Logik spricht gegen ein weiteres Kind in Eurer Situation.

Dein Mann sieht die Lage korrekt.

Logik und Gefühle gehen aber nicht immer Hand in Hand.

Ich sehe die Gefahr, dass Deine Gefühle in Eurer Beziehung zu einer Belastung werden könnten, wenn Du diese nicht in den Griff bekommst.

Wenn Du merkst, dass Du zukünftig immer mehr Probleme damit hast kein weiteres Kind zu bekommen, solltest Du frühzeitig gegensteuern und in eine Therapie gehen.

Beitrag von punkt3 17.04.11 - 14:46 Uhr

Danke für Deine Antwort. Du hast Recht, Logik und Gefühl sind manchmal diametral.

Aber ob mein Mann wirklich der ist, der Recht hat und dies auch in die Zukunft gerichtet, kann ich jetzt noch nicht wissen. Möglicherweise ändert sich die Lage ja? Ich meine, die Hoffnung stirbt zuletzt, oder?

Das einzige, was ich nicht glaube - aber das kannst Du ja nicht wissen - ist, dass meine Gefühle zu Problemen werden, die ich nicht in den Griff bekomme. Allein, dass ich darüber rede/schreibe hilft mir ja, sie in den Griff zu bekommen; andere Ansichten zu hören hilft mir, meine eigenen Anschauungen zu hinterfragen und zu "ordnen".
Ich denke auch nicht, dass ich so unglücklich würde, dass ich eine Therapie bräuchte. Dazu habe(n) ich/wir zuviel durch, als dass ich mich davon krank machen lassen würde.

Trotzdem hatte ich immer das Gefühl, dass an meinen/unseren Tisch drei Kinder gehören sollten. Allein die lange Zeit des Kinderwunsches, der Behandlungen, Fehlschläge usw. haben uns schon bei der Eule und dem kleinen Frosch gezeigt, dass es eben nicht selbstverständlich ist, dass man dieses große Glück auch erleben darf.
Und jetzt, wo der kleine Frosch langsam auf seinen ersten Geburtstag hinsteuert, da kommen eben diese Gedanken hoch, die mir sagen: Eigentlich hätte da noch jemand Platz.... Und um den macht es mcih traurig, dass es ihn (wahrscheinlich) niemals geben wird.

Beitrag von seelking 16.04.11 - 21:48 Uhr

ich kann dich sehr gut verstehn...

wir hatten auch glück überhaupt einmal das wunder zu erleben... doch nun ist unsere kleine ein halbes jahr alt und meine uhr tickt weiter schnell... die hormone werden schon wieder schlechter... doch das schlechte spermiogramm meines mannes macht eine schwangerschaft auf natürlichem wege auch für uns unmöglich... auch wenn es hormonell momentan etwas besser bei uns aussieht...

wir haben uns deshalb entschieden nach unserer kirchlichen traumhochzeit im august werden wir unsere drei möglichkeiten hier in deutschland nutzen und wenn es nicht klappen mag weil die medizinischen bedinungen hier nicht optimal für uns sind dann müssen wir halt wieder als selbstbezahler ins ausland...

es ist keine frage des wollens eher eine frage des bezahlens und das ist das schlimmste an der ganzen sache!!!

kopf hoch, ich würde es noch ein wenig warten lassen bis dein mann wieder arbeit hat und ihr es finanziell hin bekommt mit der befruchtung... ansonsten würde ich dem wunsch nachgeben... du wirst sonst nicht glücklich damit wenn es dich soooo beschäftigt...
ich weiß das, denn es geht mir genauso...

die zeit drängt und ich spür das bei uns sehr deutlich... also lassen wir keine weitere zeit vergehen... wenn die kleine 1 jahr alt wird möcht ich schon mitten in der behandlung sein um die umstellung der hormone noch zu nutzen so gut es eben geht...

ich kann dich sehr gut verstehen und kann dich nur so ermutigen :-)

Beitrag von punkt3 17.04.11 - 14:34 Uhr

Danke für die Ermutigung!

Ja, es ist nicht einfach, wenn man nicht einfach so "machen" kann, wie man will... Und wenn der Bauch einem dann noch sagt: "Das war jetzt schon alles?" Das Finanzielle selbst habe ich jetzt mal außer acht gelassen; wir sind ja ohnehin komplette Selbstzahler, auch das kann - je nach Länge der Arbeitslosigkeit meines Mannes - auch noch ein echtes Problem werden. Ich werde jetzt ab Juni ja wieder (nur) 20 Stunden arbeiten, das hat sich für mich aber als optimal herausgestellt: Vormittags arbeite ich und nachmittags habe ich viel Zeit für die Kinder....

Unsere KiWu-Praxis behandelt erst ein Jahr nach Entbindung wieder; sie sagen soviel Zeit sollte man dem Körper geben. Das wäre für mich ja auch ok; selbst zwei Jahre wären in Ordnung; dann würde es aber zu spät werden.

Ich wünsche Euch alles Gute für Eure neuen Versuche und vorher eine wunderschöne Hochzeit!

Punkt

Beitrag von sinta75 17.04.11 - 18:50 Uhr

hi

kann dich auch verstehen. obwohl mein herz sagte ich würd gern noch ein 6 kind so in 5-7 jahren haben, hab ich mich nach meiner letzten sterilisieren lassen. arbeitslos,miese ss, und die ganzen frühchen sprachen dagegen.

der wunsch ist immer noch da, aber es ist besser so.sollte ich mal im lotto gewinnen, oder nen reichen typen finden, kann ich mich ja noch befruchten lassen#rofl#rofl#rofl.

ne scherz beiseite.nehmt euch zeit für die mäuse, und schaut was die zukunft bringt.

Beitrag von froehlich 17.04.11 - 21:38 Uhr

Leider fiel mir sponan auf Deinen Beitrag nur folgendes ein: hör auf zu jammern und freue Dich an Deinen beiden gesunden Kindern. Allen Ernstes: kommst Du Dir hier in diesem Forum nicht ein bisschen fehl am Platze vor?! Ich stelle fest, daß mir bei allem Verständnis und bei aller Sympathie die Geduld mit Leuten wie Dir fehlt - insbesondere in Zeiten von Fukushima und sonstiger Katastrophen - und vor dem Hintergrund meiner eigenen Erfahrungen...und auch vieler hier beschriebener Geschichten. Die Welt - auch DEINE Welt - wird sich weiterdrehen, auch wenn ihr kein drittes Kind bekommt. Und um jemanden zu trauern, der/die nur fiktiv in Deinem Kopf besteht? NEIN, das macht überhaupt keinen Sinn. Es gibt - leider - auf dieser Welt genügend andere Dinge, die uns trauern lassen. Überleg die vielleicht einfach wieder einmal, wo Du überall GLÜCK gehabt hast und setze Deine eigenen Wünsche in Relation zum Gesamtpaket. Das hilft manchmal.

Beitrag von punkt3 18.04.11 - 12:08 Uhr

Ajajaj, welche Laus ist Dir denn über die Leber gelaufen? Vielen Dank für Deine verständnisvolle Antwort #rofl ...

Um auf Deine Frage zu antworten: Nöö, ich komme mir hier nicht fehl am Platze vor! Bei Trauer und Trost kann man hier bei Urbia auch ohne jemanden verloren zu haben Trost bekommen, stell Dir vor!

Wahrscheinlich bist Du ein Mensch, der wie ein Uhrwerk jeden Tag gleich gut (oder gleich schlecht?) drauf ist. Ich bin das nicht; ich habe Tage da freue ich mich über ein bissel Zuspruch, auch wenn es nur um so etwas - wie sagstest Du - Fiktives geht, wie ein erwünschtes Kind.
An anderen Tagen überwiegt mein Glücksgefühl, dass ich angesichts meiner tollen Familie habe.

Ganz ehrlich: Deine Geschichte kenne ich nicht und Verständnis erwarte ich aufgrund meiner eigenen Erfahrungen auch nicht von jedem (kann ich ja auch nicht jedem entgegenbringen) aber wenn Dir die Geduld schon aufgrund eines einzigen Postings fehlt: Nee, nee, nee...

Und im Übrigen: Es ist schon reichlich abgeschmackt, hier Fukushima und sonstige Katastrophen ins Spiel zu bringen.
Aber wie du so schön sagst: Die Welt dreht sich weiter. Und MEINE Welt dreht sich auch trotz oder mit Fukushima weiter und da ich nicht die ganze Welt auf meinen Schultern tragen kann, ist mir meine Welt ohne ein dritttes Kind eben manchmal ein bißchen farbloser als sie sein könnte.

Beitrag von froehlich 18.04.11 - 21:07 Uhr

Ahhh ja. Du bist genauso garstig und egozentrisch, wie ich Dich mir schon nach Deinem ersten Posting vorgestellt habe. Leuten wie Dir ist leider nicht zu helfen - die Welt dreht sich nur um Dich und Deine eigenen "kleinen" Problemchen....meinst Du?! Falsch. Sag, liest Du Dir eigentlich ab und zu mal die anderen Postings hier durch? Ja? Dann fehlt mir erst recht das Verständnis für Deine "Trauer" - und ich kann nur wiederholen: setz die Dinge mal in eine vernünftige Relation!!!!

Beitrag von punkt3 18.04.11 - 22:01 Uhr

Danke! Danke! Danke! Endlich hat mir mal einer gesagt, dass ich garstig sei! Super... Meistens kriege ich nur zu hören, dass ich zu nett für die Welt bin; das nervt vielleicht, kannste glauben! Und schön, dass Du mich nach zwei Postings so einschätzen kannst!
Die Welt ist also das, was Du als die Welt ansiehst! Und das was Du als Problem akzeptieren kannst, sind Probleme und alles andere nicht. Aha. Und weil ich in Deinen Augen ja kein Problem haben darf, bin ich egozentrisch... Das ist schön. Vielleicht ist das Wort Trauer bei Dir nur in eine Richtung besetzt; aber darin steckt auch traurig sein, sich traurig fühlen. Und das darf ich ja nicht, weil Dir dafür das Verständnis fehlt und mir jegliche Relation. Man, wenn ich Urbia nicht hätte......

Beitrag von froehlich 18.04.11 - 22:43 Uhr

#rofl..zu nett für diese Welt...#rofl...auweia.
Nein, ich kenne Dich nicht, aber der Eindruck, daß Du an akuter Selbstüberschätzung leidest und Dich selbst und Deine Anliegen für den Nabel der Welt hältst, bleibt. Aber beruhige Dich - Du findest bestimmt Leute, die Dich verstehen, auch hier bei urbia....bist auf mich nicht angewiesen genauso wenig wie ich auf Dich. Gott sei Dank.

P.S.: trotzdem wäre es vielleicht sensibler gewesen, das Thema bei Familienleben oder Partnerschaft anzubringen, nicht in einem Forum in dem Menschen schreiben, die Kinder oder nahe Verwandte verloren haben. Meine persönliche Meinung.