Was soll ich tun??

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von spark.oats 22.04.11 - 15:14 Uhr

Hallo ihr Lieben,

meine kleine Maus ist nun zehn Tage alt. Sie hat seit letzten Samstag nur 50g zugenommen. Laut meiner Hebamme zu wenig. Laut meines Kinderarzt ist ihr Gewicht aber in der Norm (sollte jetzt bei 3400g wieder angekommen sein).

Allerdings funktioniert das Stillen nicht wie geplant. Ich bin überfordert und schnell erschöpft. Alleine der Kampf das Stillhütchen drauf zu behalten und sie anzulegen während sie mit all ihren Körperteilen strampelt und zappelt... :( Dazu habe ich seit ein paar Tagen mit tierischen Bauchschmerzen zu kämpfen und fühle mich körperlich einfach unfit, ausgelaugt.

Ich pumpe mittlerweile auch mehr ab, da es angenehmer ist, ich sehe wie viel sie trinkt und ich dabei einfach ruhiger bin. Natürlich lege ich sie auch noch an, aber nicht mehr oft, da ich es körperlich und psychisch nicht hinbekomme... Hatte das auch schon mal wer?

Ich fühle mich einfach nur schlecht ihr gegenüber. Hab ein total schlechtes Gewissen, weil ich sie nicht so oft anlegen kann.. #heul

Hat irgendjemand einen Rat?

Sparki mit Daja 10 Tage alt

Beitrag von maerzschnecke 22.04.11 - 15:24 Uhr

Ich möchte mal behaupten, dass das Stillen in den ersten zwei bis drei Lebenswochen für fast jede Mutter anstrengend ist. Es wird meistens aber danach besser. Ich habe in den ersten zwei, drei Wochen haufenweise Tränen vergossen vor Erschöpfung. Ich hatte meine Süße manchmal pausenlos an der Brust.

Etwas merkwürdig finde ich, dass Du schreibst, Dein Kind zappelt mit allen Körperteilen. Wie war Eure Geburt? Ggf. lohnt sich da mal ein Gang zum Osteopathen. Vielleicht liegen Wirbelblockaden oder Verspannungen bei Deiner Daja vor, die das Stillen so kompliziert machen.

Noch eine Frage: hast Du es schon ohne Stillhütchen probiert? Ggf. lohnt sich auch nochmal, eine Stillberaterin hinzuzuziehen, die schaut, wie ihr das Stillen verbessern könnt.

Beitrag von spark.oats 22.04.11 - 15:28 Uhr

Erstmal danke für deine Antwort. :)

Die Geburt war eigentlich normal. Na ja, sie legt immer ihre Hände vor und zerkratzt mir die brustwarzenhöfe *seufz

Wie hast du das denn so durchgekriegt? Ich bin so fertig mit den Nerven, meine Symphyse ist noch immer locker und schmerzt bei jeder falschen Bewegung oder auch richtigen Bewegung, habe ständig Bauchschmerzen und meine Brüste schmerzen wie verrückt. hab schon versucht das mit kohlblättern etwas abzukühlen und den schmerz etwas zu lindern, was nicht wirklich was gebracht hat.

Ohne Stillhütchen kriegt sie da gar nichts raus... Deswegen benutze ich diese Teile ja..

Beitrag von maerzschnecke 22.04.11 - 19:02 Uhr

Geschafft habe ich die ersten zwei, drei Wochen nur, weil ich meinen Mann an der Seite hatte. Der hatte glücklicherweise seinen Jahresurlaub 2010 aufgespart, um nach der Entbindung bei uns sein zu können. Er hat dafür gesorgt, dass ich zu essen und zu trinken hatte. Er hat mich getröstet, wenn ich vor lauter Überforderung geweint habe und er hat den Haushalt gemanagt.

Wenn Deine Brüste schmerzen, muss ganz dringend die Hebamme drauf schauen, ob ggf. sich ein Milchstau anbahnt oder ggf. schon etwas entzündet ist. Ruf bitte die Hebi an, noch heute.

Mit den Stillhütchen kenne ich mich nicht aus. Ich würde trotzdem mal Kontakt zu einer Stillberaterin aufnehmen. Vielleicht kann die in der Tat nochmal Hilfestellung leisten, damit es langfristig auch ohne Stillhütchen etwas wird.

Versuche mal beim Stillen zumindest die eine Hand festzuhalten. Im Wiegegriff solltest Du es hinbekommen, sogar beide Hände ausser Gefecht zu setzen.

Beitrag von sarahjane 22.04.11 - 18:09 Uhr

Herzlichen Glückwunsch zu Daja! :-)

Mache Dich nicht verrückt. Nur eine glückliche, zufriedene und gesunde Mutter nützt einem Baby etwas.

Glück, Gesundheit, Wohlbefinden und gutes Gedeihen eines Babys hängen nicht davon ab, ob es teilweise oder ausschließlich per Brust bzw. Frauenmilch ernährt werden kann.

Beitrag von nager.michi 22.04.11 - 20:13 Uhr

Hi Sparki,

erst Mal Glückwunsch zur kleinen Maus!

Wegen des Gewichtes.... sie sollten innerhalb von 10 Tagen ihr Geburtsgewicht wieder erreichen. Das hat sie ja auch. Mach dich nicht verrückt, sie wird schon zunehmen.

Wegen Stillen - ich würde auch zu einer Stillberaterin raten. Sie hat einfach tolle Tipps und kann echt helfen. Weiss ich aus Erfahrung. Meine hat auch viel gezappelt und ich tat mich seeehr schwer. Alle stillten im Bett, ich hab das nicht können. Aufm Sofa wars viel besser. Vielleicht müsst ihr nur Eure Art finden.
Und ja, ich hatte auch das Gefühl ich pack das alles nicht und ich war fix und fertig. Die Pumperei tat ihres noch dazu. Ich bin tagelang heulend daheim gesessen. Das sind halt auch die Hormone. Versuche mit Deinem Baby zu kuscheln und den Druck rauszunehmen. Mit Hilfe packst Du das!!

LG,

Michi