Stoppzeichen! Abpumpen? Ja/Nein/wie?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von julimond28 26.04.11 - 09:35 Uhr

Guten morgen ihr lieben!!

Ich brauche dringenderen Rat!
Unsere Maus ist sieben Wochen alt und wird voll gestillt!
Ich stille gern und habe wirklich dafür gekämpft!
Sie hatte ein geburtsgewicht von 2800g, ihre Zunahme war laut Hebamme immer noch ok, die kiÄrztin meint Grenzstreit aber auch noch ok!

Jetzt haben wir ab nachmittags ein bauchwehproblem! Ab dann trinkt sie nur noch in Etappen weil die Bauchschmerzen sie am trinken hindern! Gegen Abend spitzt sich die Situation dann derart zu das sie extremst schreit! Sie sucht gleichzeitig manchmal aber ganz hektisch schreit aber nach jedem Schluck und reißt sich los! Oder aber sie hat sich schon derart eingeschrien das sie die Brustwarze gar nicht mehr fassen kann!

Weil mir alle immer erzählen sie wird von meiner Milch nicht satt mache ich mir ständig sorgen!
Jetzt wollte ich mir heute eine Waage besorgen!!
Habe aber auch schon darüber nachgedacht über den Tag etwas abzupumpen und abends die Milch dann in der Flasche zu geben!

Da sie aber keinen schnulli nimmt fürchte ich das mit den Saugern wird sehr schwer!
Was meint ihr? Wann würde ich abpumpen? Immer nach dem stillen? Kann ich das dann alles zusammenkippen?
Meine gehört zu haben keine frische Milch auf kühlschrankmilch!
Wie macht man das dann? Mit ein mal bekomme ich doch nach dem stillen nicht genug, oder?

Habe noch keine Pumpe! Was würdet ihr empfehlen?
Danke!
julimond:-D

Beitrag von julimond28 26.04.11 - 09:40 Uhr

Meinte stillproblem, nicht Stoppzeichen! Sorry schreibe mit dem iPhone!

Beitrag von lilly7686 26.04.11 - 10:04 Uhr

Hallo!

Bist du so lieb und schreibst mir mal die Gewichts- und Messdaten deiner Kleinen auf?
Also Geburtsgewicht und Länge, wieviel sie abgenommen hat nach der Geburt, Messdaten und Gewichtsdaten zwischendurch, und die letzten Daten?

Du kannst Milch von 24 Stunden zusammen kippen. Das ist kein Problem.
Ich würde allerdings wenn, dann öfter anlegen, und nicht pumpen. Deine Kleine mit der Flasche zu verwirren ist nicht die optimale Lösung.

Lg

Beitrag von kugelfisch80 26.04.11 - 10:35 Uhr



Wenn Deine Kleine nicht satt wird, dann würde sie den ganzen Tag schlafen.
Ich würde tatsächlich auch nur die Flasche (abgepumpte Milch) geben,
wenn alles mit Stillen klappt. Das verwirrt sie sonst.

Steckt sie vielleicht in einem Wachstumsschub? Da trinken die Kleinen plötzlich nicht mehr so gut.

LG,
kugelfisch80

Beitrag von maerzschnecke 26.04.11 - 11:59 Uhr

So ganz verstehe ich nicht, weshalb Du abends die Flasche mit abgepumpter Milch geben willst. Zum einen könnte es in der Tat eine Saugverwirrung geben und zum anderen wird sie über die Flasche genauso Luft schlucken, was zu Blähungen führt.

Sinnvoller wäre es, die Blähungen mit den üblichen Massnahmen einzudämmen wie: Bauchmassage mit Windsalbe, Fliegergriff, Beinchen an den Körper drücken bzw. 'Fahrradfahren'. Ggf. kannst Du unterstützend Stilltee oder Fenchel-Anis-Kümmel-Tee trinken und ggf. auch einen Teelöffel Kümmel am Tag essen. Das geht in die MuMi über und wirkt entblähend.

Nicht ganz unwichtig ist, nach dem Stillen das Bäuerchen machen zu lassen. Damit geht ein guter Teil der verschluckten Luft wieder raus und kann so nicht zu Blähungen werden.

Bei meiner Emilia war und ist es manchmal jetzt noch so, dass Stillen nur in Etappen geht, weil sie wie eine Bekloppte nach dem letzten Pups im hintersten Eck sucht. Ihr ist die Luft im Bauch scheinbar so unangenehm, dass es sie vom Trinken abhält. Verhungert ist sie mir deshalb noch nicht und hat in ihren jetzt 3 Lebensmonaten gut zugelegt (Geburtsgewicht: 3500g, Entlassgewicht 3180g, Gewicht heute früh: 5740g).

Ich kann Dich trösten: es wird mit der Zeit besser, je mobiler die Kleinen werden. Emilia strampelt und erzählt (nein: singt!!) gerade sehr viel und durch die Bewegung und das aktive Zwerchfell pupst sie jetzt wie eine Weltmeisterin ohne 'Theater'.

Ich war mit Emilia wg. der Verdauungsprobleme bei einer Osteopathin, die mir einige gute Hinweise gegeben hat und an Emilias vegetativem Nervensystem gearbeitet hat. Manchmal liegen bei den Kleinen auch durch die Geburt oder die Lage in der Gebärmutter Wirbelblockaden oder Verspannungen vor, die ein richtiges Stillen nicht möglich machen und so zuviel Luft geschluckt wird. Das wäre ggf. noch eine Option für Euch.