Noch jemand solche Probleme?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von lotter74 26.04.11 - 10:05 Uhr

Guten Morgen !

Mein kleiner Sohn ist jetzt 9 Wochen alt. Ich stille voll. Leider hat er so wie mein großer Sohn damals auch, extreme Blähungen.

Die Luft kommt Dank Sab Simplex in rauhen Mengen auch einigermaßen wieder raus. Schlimmer ist, dass er kaum Stuhlgang hat. Ich weiß, dass Stillkinder bis zu 10 Tagen keinen Stuhlgang haben müssen, aber der kleine Mann quält sich total, zappelt, strampelt, weint...eigentlich immer, wenn er wach ist. Auch das Stillen ist tagsüber nicht mehr schön und entspannt, weil er immer total rumzappelt.
Hab sonst alles ausprobiert. Kümmelzäpfchen wirken ein bißchen abführend.

Jetzt wollte ich ml wissen, ob jemand von Euch auch solche Probleme hatte und dann auf Flaschennahrung umgestiegen ist. Wurde es dann besser ?

Mein KiA meint, dass sich der Darm durch die Mumi kaum füllt, weil kein Balast zum entsteht, sondern alles verwertet wird. Ich schaffe das so nicht mehr lange. Bin die Hälfte des Tages am Wickeltisch zu Gange und schaffe gar nichts mehr. Vor allem machts mich psychisch echr fertig. Da kommt alles von meinem Großen wieder hoch.


Lg von lotter 74

Beitrag von lilly7686 26.04.11 - 10:13 Uhr

Hallo!

Hast du schon versucht, im Tragetuch zu tragen? Nachts zu pucken? Beides ist toll gegen Blähungen :-)

Lg

Beitrag von zweiunddreissig-32 26.04.11 - 10:25 Uhr

Von der Flaschennahrung wird es nicht besser. Der Stuhl wird regelmässiger, aber die Blähungen bleiben.
Warte noch 3 Wochen ab, danach wird es langsam besser. Klingt fürchterlich lang, ich weiss. Aber alle machen das durch.
Was du jetzt noch machen kannst, sind die Bigaia Tropfen, die unterstützen die Darmflora und die Verdauung bekommt Schwung. ich hab das bei meinem Kleinen angewendet, er konnte mehrmals bis zu 14 Tagen nichts. Danach aber eine ordentliche Ladung abgeliefert.
Tagsüber kannst du ihn doch beim Stillen pucken.

Beitrag von maerzschnecke 26.04.11 - 11:11 Uhr

Emilia zappelt bei mir so, wenn sie Blähungen hat. Mit dem Stuhlgang hat sie keine Probleme. Ich gebe aber schon seit ein paar Wochen die Bigaia-Tropfen, die helfen ganz gut zur Regulierung des Darms.

Sab Simplex habe ich ganz schnell wieder weggelassen nach ein paar Mal probieren. Diese Entschäumer verlangsamen die Darmtätigkeit, auch wenn es immer wieder heißt, dass sie nur die Luftbläschen zum Platzen bringen. Ich habe selbst schon aus gesundheitlichen Gründen Simethicon nehmen müssen und bei mir selbst wird der Darm dadurch richtig träge.

Abstillen würde ich wegen des Rumgezappels nicht, auch wenn das Stillen manchmal ein echter Krampf ist oder war.

An Deiner Stelle würde ich auch mal Bigaia probieren. Zusätzlich kannst Du selbst Fenchel-Anis-Kümmel-Tee trinken und täglich 1 Teel. Kümmel essen. Dann bekommt Dein Kleiner das über die MuMi und es wirkt entblähend.

Warum bist Du denn den halben Tag am Wickeltisch zugange, wenn kein Stuhlgang kommt? #kratz Das verstehe ich jetzt nicht so ganz.

Beitrag von cowgirl37 26.04.11 - 13:53 Uhr

Hallo lotter74,

meine Tochter (inzwischen knapp 8 Monate alt) hatte anfangs auch total Probleme mit dem Stuhlgang - sie hat's einfach nicht rausgedrückt bekommen.

Sab Simplex und Lefax hab ich versucht - hat gar nichts gebracht. Das Einzige, was wirklich geholfen hat (wirkt ja abführend) ich habe die Kümmelzäpfchen gegeben. Und zwar nicht ein halbes sondern ca. 1 x tgl. ein ganzes. (ich wußte anfangs nicht, dass man die teilen kann...).

Meine Kinderärztin hat mir damals empfohlen, ein Wattestäbchen mit Creme vollmachen (oder mit Öl - weich/nass halt) und vorsichtig am Popo einführen. Also den Darm etwas reizen. Ich hab das Wattestäbchen nur maximal bis zum Ende der Watte eingeführt und man kann nicht glauben, wie da manchmal der Stuhlgang kam - aber sie mußte sich da dann auch noch plagen ohne Ende.

Ich war auf anraten meiner Hebamme dann bei einem Osteopathen mit meiner Tochter - sie ist per Kaiserschnitt geboren und solche Kinder haben durch die "ruckartige" Geburt oft Blockaden. Seit ich dann bei diesem Arzt war (ein Wirbel hat u.a. auf den Darm gedrückt - daher die Probleme beim Stuhlgang) war mein Kind wie verwandelt und auch die Probleme waren fast weg.

Übrigens ist meine Tochter 3 Wochen zu früh geboren - angeblich ist der Darm noch nicht ganz ausgereift, wenn die Kinder zu früh kommen...

Ob das Stillen eine Rolle spielt, weiß ich nicht, weil ich nicht genug Milch hatte, bekommt meine Tochter die Flasche.

Vielleicht konnte ich Dir helfen.

Viele Grüße! #blume #winke

Beitrag von hoehni17 26.04.11 - 14:39 Uhr

Hallo, meiner ist 8,5 Wochen alt und seit 5 Tagen nörgelt er tagsüber nur rum und fängt dann auch zu schreien an. Er hat diese Phasen eigentlich schon sein ganzes kurzes Leben. Ich habe auch anfangs gedacht es sind Blähungen, aber mit Sab Simplex bzw. Bauchmassage bzw. Kümmelzäpfchen - es wurde nicht besser! Also habe ich jetzt alles weggelassen. An seinem Verhalten hat sich nichts geändert. Er hat sich an den Fingern gesaugt und immernoch mörderlich geweint. Ich habe ihn in die Trage reingepackt und bei mir gehabt. Manchmal hat er dann aufgehört, ich hoffe aber das es nicht vor Erschöpfung war weil er so lange wach war. (Ich habe ihn nicht schreien lassen.) Ich denke er wollte mehr. Er konnte sich beim Einschlafen nicht entspannen. Den Kinderarzt habe ich gefragt ob irgendwelche Auffälligkeiten sind. Sind aber nicht. Trotz frischer Windel und auch Nähe er ist nach 5 Minuten meistens wieder aufgewacht. Schnuller hat er nicht genommen. Finger auch nicht.
Meine Freundin meinte. Sie hatte am Anfang das Problem das die Kleine auch immernoch nachtrinken wollte bzw. hatte sie geweint, sie hatte also wirklich noch Hunger. Sie hat sie dann immer wieder und wieder angelegt. Ich habe heute das erste mal abgepumpt um zu sehen, wieviel er trinkt. Ich habe bei einmal abpumpen beider Brüste 125 ml raus bekommen. Mein Baby wiegt ca. 6 kg. Ich denke es ist recht wenig. Zumindest steht auf einer Packung Pre die ich da habe für den Notfall das Kinder in diesem Alter ca. 160 ml trinken pro Mahlzeit. Also habe ich eine viertel Stunde gewartet um dann nochmals 40 ml abzupumpen. Nachher wenn mein Baby aufwacht versuche ich es ihm mit der Flasche zu geben. Ich versuche jetzt auch mein Baby immer wieder anzulegen. Ich merke ja ob er nuckelt oder saugt. Im Krankenhaus war man mir damals keine große Hilfe beim Stillen. Ich denke, dass ich deshalb Probleme habe. Meine Hebamme hat mir dann noch geholfen, aber einmal falsch gemacht ist es schwer den eh noch nicht vorhandenen Rhythmus wieder zu finden.

Ich denke aber auch, dass mein Baby gerade im 8 Wochenschub sein kann. Vielleicht trifft es für Dein Kind auch zu? Das Buch "oh je ich wachse" hat mir auch geholfen ihn mehr zu verstehen. Wenn Du weitere Erfahrungen gemacht hast, wäre ich dankbar für eine kurze Info über die Visitenkarte.