Wie kleines Wutmonster bändigen?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von -zitronensorbet- 27.04.11 - 14:16 Uhr

Hallo ihr lieben,

ich hab da ein Problem. Und zwar ist mein Kleiner (3Jahre) ziemlich temperamentvoll, hat nen starken Willen und ist sehr sehr stur (Steinbock). Wenn etwas nicht nach seinem Kopf geht, dann wird er sehr wütend und schreit dann rum. Zuhause ist gut damit umzugehen, da muß er dann in sein Zimmer oder bekommt auch mal paar Tage ein Spielzeug abgenommen. Aber unterwegs ist es sehr schwer, weil er seit neustem böse Wörter schreit, wenn er Wut hat. Mir ist das sehr peinlich in der Öffentlichkeit, wenn mein KLeiner 3jähriger Zwerg so böse Wörter sagt. Wie kann ich ihm das abgewöhnen und wie geh ich damit um unterwegs?
Gestern waren wir beim FA. Meine MUtter ist mit, damit sie in der Zeit in der ich beim Arzt drinne beim, mit ihm im Wartezimmer warten kann. Ich hab ihm vorher erklärt, dass er da net mit rein kann und in der ZEit dann mit der Oma im Wartezimmer wartet. Ja war für ihn okay. Aber als ich dann zum Arzt rein bin, hat er nen Wutanfall bekommen und die ganze Praxis zusammen geschrien und hat natürlich auch die bösen Wörter gesagt, das war schon sehr sehr peinlich.
Bitte gebt mir Rat!
Hab ihm jetzt mal nen Wutsack gemacht, da darf er dann drauf klopfen, wenn er wütend ist, klappt auch ganz gut, aber wie gesagt, unterwegs ist es sehr schwierig.

Gruß

Beitrag von pink-pearl 27.04.11 - 17:03 Uhr

Hallo,

ich glaube ein bisschen ignorieren, speziell bei diesen "bösen" Wörtern wäre ein Anfang. Zu wissen wo er diese her hat sollte auch helfen...

Dann einfach solche Situationen vermeiden, das Kind muss doch nicht die ganze Zeit im Wartezimmer warten vorallem wenn die Oma eh dabei ist. Vielleicht ist er einfach auch nicht ausgelassen genug- schonmal über nen Sport nachgedacht? Fussball, ect?

Ansonsten nettes Buch: http://www.amazon.de/Das-glücklichste-Kleinkind-Welt-Trotzphase/dp/3442171253

Gute Nerven und alles Gute

Beitrag von brille09 27.04.11 - 21:59 Uhr

Wichtig ist, dass du selber die Ruhe bewahrst, sonst schaukelt sich alles noch mehr auf! Nimm ihn auf den Arm oder geh in die Hocke, damit du gleiche Augenhöhe herstellst. Sag ihm dann ernst und liebevoll, dass er sich nicht so aufregen darf. Und sag ihm genau deine Gefühle: "Ich schäme mich, wenn du dich so aufführst!" "Ich bin traurig, weil du so rumschreist!"

Ich finde es übrigens nicht gut, ihn dann allein auf sein Zimmer zu schicken oder ihm Spielzeug abzunehmen. Das klingt mir alles sehr nach "Supernanny". Viel wichtiger ist Körperkontakt, Liebe. Wenn du ihn vor dem Wutausbruch bzw. in dessen "Anfangsphase" gleich in den Arm nimmst, hat er keine Chance mehr zu "explodieren". Und wenn wir ehrlich sind, die beschriebene Situation hatte halt mit Verlustangst zu tun. Er wollte halt die Mama. Ist das so schlimm? Klar, es ist nervig. Aber nimm ihn kurz auf den Arm, gib ihm nen Kuss und ein tolles Spielzeug aus dem Wartezimmer (oder biete an, dass die Oma solang mit ihm raus geht und die Autos anschaut, ...). Wenn er an dem Tag wirklich gar nicht ohne dich kann, na dann nimm ihn halt mit rein. Vielleicht geht er nach dem Gespräch mit dem Arzt sowieso gern raus, weil er sieht, dass es langweilig ist. Wahrscheinlich wollte er halt auch wissen, worauf man schon so lang gewartet hat und jetzt sagst du, er soll wieder warten! Verstehst du seine Sicht?

Ansonsten viel Geduld!