1000 Euro Heizkostennachzahlung für 6 Monate??

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von caracoleta 28.04.11 - 10:41 Uhr

Hallo,

ich bin gerade ziemlich wütend und ratlos.
Gestern kam unsere Heizkostenabrechnung bis April 2010 (gerade noch in der Frist...)
Diese sieht nun vor, dass wir seit unserem Umzug über 1000 Euro nachzahlen müssen udn das für 6 Monate!
Insgesamt würde das Betriebskosten nur für Heizung und Warmwasser von über 250 Euro für 100 qm machen.
Ist das überhaupt möglich? Was kann man tun?
Beim Mieterschutzbund habe ich schon einen Termin, allerdings dauert das auch noch.
Der andere Witz ist, dass wir das Geld innerhalb von 7 Tagen zu zahlen haben, was ich natürlich nicht tun werde.
Am schlimmsten finde ich, dass ich nicht weiss, was für die letzten 12 Monate dann noch auf uns zukommt. Das werden ja locker 2500 Euro werden, da die Energiekosten ja nochmal gestiegen sind.
Hat jemand schon mal so etwas erlebt und kann mir helfen?

Ziemlich frustierierte Grüße,
Isabel

Beitrag von blonde.engel 28.04.11 - 10:48 Uhr

Hallo,

so wie ich es verstehe, habt ihr die 6 Monate über den Winter dort gewohnt?!?

Normalerweise bezahlt man ja auch im Sommer die Heizkosten zusammen mit den Umlagen, damit sich am Ende des (Abrechnungs-)Jahres kein böses Erwachen einstellt. Ihr habt nichts in den Sommermonaten gezahlt und dafür aber im Winter geheizt. So ergibt sich diese hohe Nachzahlung.

Nur mal angenommen, ihr zahlt monatl. 120 € für Heizung und WW so zahlt ihr über die Somemrmonte 720€, die ihr nachher im Winter verbraucht...

Hättet ihr diese bezahlt, so wäre es nur eine Nachzahlung von 280€ - und ich denke, diese Größenordnung ist vollkommen im Rahmen.

LG
Jenny

Beitrag von .roter.kussmund 28.04.11 - 11:10 Uhr

das hast du sehr gut und verständlich erklärt. hoffentlich lesens auch die jenigen, die es ebenfalls betrifft.

durch logisches denken kann man vorsorgen, indem man die abschläge der betriebskosten freiwillig selbständig erhöht.

Beitrag von letoline 28.04.11 - 11:49 Uhr

#pro

unsere erste nachzahlung belief sich auf 270 euro für 5 monate (ab november) letztes jahr bekam ich etwa 70 euro wieder da ich ja die nicht geheizten Sommermonate dann ja mitgezahlt hatte.

Also kann ich die nur zustimmen

zur themen erstellerin:
Und ich denke mal ob das hinkommen kann, das müsstet ihr wissen, ich zb heize wenig, eig nur im Wohnzimmer und Bad im Kizi und schlafzimmer, wenns halt zu kalt ist, meist bei minusgraden, da ich heizungsluft zum tode nicht ausstehen kann. Wenn ich aber überall die heizung aufdrehen würde würde ich mit 65 euro im monatbei fast 80 qm auch nicht hinkommen, sprich das können wir nicht abschätzen, weil wie euer heizverhalten nicht kennen.


lg daniela

Beitrag von tagpfauenauge 28.04.11 - 10:54 Uhr

Hi,

<<<Insgesamt würde das Betriebskosten nur für Heizung und Warmwasser von über 250 Euro für 100 qm machen. >>>

Völlig normal.
Dein Vermieter hat das Öl ja gekauft und schon letztes Jahr bezahlt. Genauso ist es mit dem Wasser. Die Stadtwerke sind längst bezahlt.

Ihr habt es dann genommen und verbraucht.

<<<Was kann man tun? >>>

Bezahlen, was du verbraucht hast.

vg

Beitrag von miau2 28.04.11 - 11:22 Uhr

Hi,
es ist möglich, ja.

Ob die Abrechnung richtig ist wird Euch der Mieterschutzbund sagen.

Ob du innerhalb der 7 Tage zahlen musst oder 4 Wochen Zeit zur Prüfung hast hängt m.W. (ohne jede Gewähr) davon ab, ob es die begründete Annahme gibt, dass die Abrechnung falsch ist.

Ein "Witz" sind die 7 Tage jedenfalls nicht, sondern m.W. nach im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten. Vielleicht rechnet dein Vermieter beim Stellen so kurzer Fristen ja schon mit ein, dass seine Mieter ihre Schulden eh nicht pünktlich begleichen werden, er also eh länger auf sein Geld warten muss...wenn du mit deinem Vermieter evtl. eine Vereinbarung über Ratenzahlung treffen willst könnte es allerdings schädlich sein, erst mal in Verzug zu geraten und dann irgendwann anzufragen.

Ja, ich habe so etwas ähnliches schon mal erlebt - unsere Nachbarn hatten eine NK-Nachzahlung von weit mehr als 1500 Euro, und der größere Teil davon wird naturgemäß in der Heizperiode entstanden sein.

Wie das zustande kommen kann wurde dir ja schon erklärt. Bei unseren Nachbarn (haben schon länger da gewohnt, lag also nicht daran, dass der Mietbeginn im Herbst/Winter lag) lag es an etwas anderem - jeder hat täglich 2 mal heiß geduscht, die jedes Zimmer der Wohnung hatte immer kuschelige 25 Grad...

Viele Grüße
miau2

Beitrag von caracoleta 28.04.11 - 11:25 Uhr

Danke für die Nachrichten.
Ich glaube, hier gibts ein paar Missverständnisse.

Also erstmal zahlen wir natürlich für unseren Verbrauch! Ich habe nur Zweifel, ob dies hier alles so richtig sein kann, denn ich achte eigentlich sehr darauf, energetisch günstig zu leben.
Zudem bekommen wir hier keine Ableseprotokolle, so dass ich auch keine Möglichkeit habe, die Zählerstände, die die Firma abgelesen hat, zu kontrollieren.

Zu dem Abschlägen: Ich bin nach Auskunft des Vermieters davon ausgegangen, dass die Abschläge, die wir zahlen, realistisch sind.
Da wir die Abrechnung des Vorjahres erst so spät bekommen haben, haben wir natürlich wieder ein ganzes Jahr viel zu wenig vorausgezahlt.
Das ist ja auch ein Punkt, der mich sehr ärgert: Wenn der Vermieter den maximalen Zeitraum ausnutzt, bis er die Abrechnung erstellt (die Abrechnung der Firma ist 4 Monate alt!!!), hat man nach einem Umzug überhaupt keine Möglichkeit, vernünftig zu kalkulieren @ roter Kussmund.

Nun ja, mal sehen, was der Mieterschutzbund sagt.

Lieben Gruß,
Isabel

Beitrag von caracoleta 28.04.11 - 11:27 Uhr

Ach ja, danke für den Hinweis mit den Sommermonaten. Ich habe daran überhaupt nicht gedacht, war nur erstmal geschockt über diese Nachzahlung.
Aber so realtiviert sich meine Angst vor der Abrechnung der letzten 12 Monate natürlich wieder.

Beitrag von tragemama0709 28.04.11 - 13:47 Uhr

Hallo,

du darfst auch nicht vergessen das 2009/2010 ein sehr kalter Winter war.

Wir hatten hier z.B. vom 20.Dezember bis Mitte März 2010 Schnee und Dauerfrost.

Unter 5 Grad war es sogar noch im April wo wir jetzt 20 Grad hatten.

Aber es wurde doch letztes Jahr vor den hohen Heizkosten gewarnt

Beitrag von oma.2009 28.04.11 - 18:56 Uhr

Hallo,

die Firma, die zum Ablesen kommt kündigt sich doch vorher an und dann hättest du Zeit gehabt, deinen Verbrauch selber abzulesen und wüßtest ungefähr, wie hoch dein Verbrauch gewesen ist. Danach hättest du dann kalkulieren können.

LG