kann der AG das so machen...er kann...Anwaltsbesuch nä. Woche steht an

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von gluecksbaerchen80 01.05.11 - 11:33 Uhr

Hallo,

ich hatte vor einiger Zeit schon mal zu dem Thema gepostet.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=28&tid=3078670#tree

Und nun ist es Donnerstag soweit gewesen. Mein AG hat mich zu sich "zitiert" und mir die Kündigung vorgelegt.

Habe mich dann gleich auf dem Arbeitsamt gemeldet und die erste Frage vom dortigen Bearbeiter war, welcher Grund vorliegt.

"Keiner"

Er hat dann auch gemeint, dass das nach so langer Zeit im Beschäftigungsverhältnis aber nicht geht und mir nahe gelegt (war schon geplant) einen Anwalt zu Rate zu ziehen.

Also werd ich nächste Woche bei einem Anwalt vorsprechen und dann mal schauen was dieser sagt.

Trotz das ich wußte was auf mich zukommt, häng ich ganz schön durch. Hatte bis zum Ende gedacht, viell. überlegt mein AG es sich noch anders.
#gruebel

Da fragt man sich echt, wozu man sich im Job noch anstrengt und alles versucht, wenn man am Ende doch nur nen "A...tritt" bekommt.

Eigentlich Silopo aber wollte euch auf dem Laufenden halten.

LG gluecksbaerchen

Beitrag von windsbraut69 01.05.11 - 11:48 Uhr

Wie groß ist Euer Betrieb denn bzw. besteht überhaupt Kündigungsschutz?

Wenn nicht, fürchte ich, dass Dein AG durchaus Erfolg haben kann mit der Kündigung:

http://www.rechtsrat.ws/lexikon/kuendigung.htm

LG,

W

Beitrag von gluecksbaerchen80 01.05.11 - 12:15 Uhr

Hallo,

ohne Angabe eines Grundes ist die Kündigung auf Grund der langen Beschäftigungszeit nicht wirksam. Das ist schon geklärt.

Die Krankheit bzw. die Zeit für die Ausfallzeit ist absehbar, also kein Grund in dem Sinne. Muss man schauen wie es ausgelegt wird. Das zähle dann unter persönlichen Gründen (glaube ich).
Da wird im Falle einer Krankheit davon gesprochen wenn es nicht absehbar bzw. evtl. mit negativen Ausgang gerechnet werden kann. Ist es in meinem Fall nicht.

Evtl. zählt eine betriebsbedingte Kündigung, da wir nur eine kleine Arztpraxis mit 3 Leuten (2 med. Fachangestellte + AG) sind. Dann hat das wohl mit der Wirtschaftlichkeit zu tun und dann darf er auch neu einstellen. Aber dann muss das auch in der Kündigung stehen.

So formlos geht es aber nicht.

LG gluecksbaerchen

PS: mich ärgert nur da ganze Prozedere, da ist man so lange dabei und denkt man ist "nett" oder "fair" und sagt das man ausfällt (geplante OP) und dafür bekommt man dann die Kündigung






Beitrag von windsbraut69 02.05.11 - 07:33 Uhr

Nein, meines Wissens ist eine Begründung in Deinem Fall nicht nötig, da kein Kündigungsschutz greift.
Ob Kündigungen aufgrund der Befristung ausgeschlossen sein könnten, kann ich Dir aber nicht sagen.

Gruß,

W

Beitrag von diana128 01.05.11 - 12:09 Uhr

Hallöchen,

was für ein Ar...

Schau mal hier:

http://www.zeit.de/online/2009/03/arbeitsrecht-kuendigung-krankheit

und

http://www.anwalt.de/rechtstipps/die-kuendigung-wegen-krankheit-ein-populaerer-rechtsirrtum_006155.html

Meiner Meinung nach stehen, deine Chancen für eine Kündigungsschutzklage nicht unbedingt schlecht, aber das ist ja immer Ansichtssache des jeweiligen Richters.

Viel Glück

Beitrag von gluecksbaerchen80 01.05.11 - 12:39 Uhr

Ich glaub ich hab mir meine Frage gerade selbst beantwortet.

Das Kündigungsschutzgesetz greift erst bei Unternehmen ab 10 und mehr AN.

So scheint selbst der Kündigungsgrund in meinem Fall nicht nötig zu sein.

Tja was soll ich dazu sagen.

Hab mir selber ein "EI" gelegt, weil ich fair sein wollte? Wie auch immer. Sie hat das was sie wollte.

Und ich darf wieder von vorne anfangen.
:-[

Beitrag von susannea 01.05.11 - 17:10 Uhr

Nee, du hast dir nicht selbst ein Ei gelegt, denn nun muss sie dich bis zum Ablauf der Kündigungsfrist (wie lange ist die bei dir? Wie lange bist du schon dabei?) noch behalten.

Beitrag von gluecksbaerchen80 01.05.11 - 17:15 Uhr

Bin seit März 2009 dort angestellt.

4 Wochen Kündigungsfrist hab ich. Kündigung erfolgt zum 31.5.11

Das besch... ist das meine OP Mitte Juni (neuer Termin da stationär) stattfindet. Und ich dann wie gesagt erstmal 6-9 Wochen ausfalle.

Da brauch ich doch bei keinem anderen AG vorsprechen, die schlagen doch die Hände übern Kopf zusammen.

LG gluecksbaerchen

Beitrag von susannea 01.05.11 - 17:23 Uhr

Aber in der Zeit kriegst du doch dann eh Krankengeld, sollte also nicht so den Unterschied machen.

Und danach fängst du entweder dort wieder an oder woanders, da wird sich doch dann sicherlich was finden in der Zeit.

Ich drücke dir die Daumen. Meine aber kündigen ohne Grund bei befristeten Verträgen ginge nicht so einfach, kommt allerdings darauf an ob dein Arbeitsvertrag mit oder ohne Sachgrund befristet ist.

Beitrag von gluecksbaerchen80 01.05.11 - 18:34 Uhr

Ich hab keinen Sachgrund gefunden.

Daher lass ich doch lieber einen Anwalt drüber schauen.

Danke für die reichlichen Antworten.

LG gluecksbaerchen

Beitrag von susannea 01.05.11 - 20:09 Uhr

Das muss irgendwie richtig drin stehen, wie das befristet ist.

Beitrag von thea21 01.05.11 - 12:45 Uhr

Sofort Kündigungsschutzklage einreichen (Frist 14 Tage)

Beitrag von ichclaudia 01.05.11 - 14:04 Uhr

Für eine Kündigungsschutzklage gilt eine 3-Wochen-Frist ab Erhalt der Kündigung und keine 2 Wochen...

Beitrag von thea21 02.05.11 - 20:27 Uhr

Danke für die Berichtigung.

#winke

Beitrag von tigaluna 01.05.11 - 13:18 Uhr

Also ich würde mir schnell einen Termin holen, um ggf. noch Rechtzeitig Kündigungsschutzklage einreichen zu können. Entweder gibt es nämlich tatsächlich eine Lücke im Gesetz, oder ich bin zu blond, denn wenn du nichts gesagt hättest und dich dann krank schreiben lassen hättest, dann hätte er dich doch auch nicht einfach mittendrin kündigen können, oder? Und danach wäre ja blödsinn gewesen.

Beitrag von windsbraut69 02.05.11 - 07:33 Uhr

"dann hätte er dich doch auch nicht einfach mittendrin kündigen können, oder?"

Warum nicht?

Gruß,

W

Beitrag von vwpassat 01.05.11 - 13:35 Uhr

Was mich gerade etwas stutzig macht:

Der AV ist ja befristet. Kann der vorzeitig von einer Seite gekündigt werden?

Beitrag von susannea 01.05.11 - 17:09 Uhr

Wo steht etwas von befristete?
Denn die sind in der Regel nicht so einfach kündbar.

Beitrag von gluecksbaerchen80 01.05.11 - 17:12 Uhr

Hallo.


Der Vertrag ist befristet. Stand in meinem 1.Post dazu.

Verlängert seit 1.3.2011 bis 29.2.2012.

Beschäftigt bin ich bei dem AG seit 1.3.2009.

LG gluecksbaerchen

Beitrag von susannea 01.05.11 - 17:21 Uhr

Dann guck noch mal rein in den AV, ob da was von Kündigungsfristen steht, sonst sind befristete Verträge nämlich nicht kündbar.

Beitrag von gluecksbaerchen80 01.05.11 - 18:33 Uhr

Im Moment blick ich gar nicht mehr durch.

Ich glaub ich werd vielleicht doch einen Anwalt zu raten ziehen und er soll sich das ganze nochmal anschauen.

Am Ende sind meine Arbeitsverträge gar nicht gültig ;-) #schock

Das ist nämlich auch so eine Sache mit der Befristung.

Es kann sicher nicht schaden, das von einem Anwalt prüfen zu lassen. Dann weiß ich woran ich bin.

LG gluecksbaerchen




Beitrag von derhimmelmusswarten 01.05.11 - 20:44 Uhr

Achte darauf, dass du 3 Wochen nach Erhalt die Möglichkeit hast, Kündigungsschutzklage einzureichen. Das ist eine Notfrist.

Beitrag von parzifal 02.05.11 - 00:34 Uhr

Was steht denn in Deinem Vertrag zu den Kündigungsfristen?

Wenn eine Kündigung arbeitsvertraglich möglich ist sehe ich kaum Möglichkeiten, dass Du Dich gegen die Kündigung erfolgreich wehren kannst.

Hast Du eine Rechtsschutzversicherung die Arbeitsrecht abdeckt?

Beitrag von susannea 02.05.11 - 07:26 Uhr

Es sei denn die Befristung und die Kündigungsfrist ist gar nicht möglich.

Beitrag von windsbraut69 02.05.11 - 07:35 Uhr

Selbst, wenn die Befristung nicht möglich wäre, schützt sie das nicht vor Kündigung.

gruß,

W

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