Frühförderung! Hab eine wichtige Frage!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von bunny16 01.05.11 - 13:22 Uhr

Hallo ihr Lieben,
ich hätte da mal eine Frage an euch und zwar geht es um mein Sohn Max (3 Jahre) er hatte jetzt ca. 10 mal Frühförderung und ihn gefällt es gar nicht mir ehrlich gesagt aber auch nicht die Frau verlangt einfach zu viel von ihn und es gibt noch mehr Gründe warum es mir nicht gefällt....

Naja jedendfalls wollte ich wissen ob man die Frühförderung weglassen kann ( weiß jetzt nicht wie ich das genau formulieren soll )

Ich will das auch weglassen weil er ab Juni in den Kindergarten kommt in eine Integrationsgruppe und da bekommt er ja alles , deshalb wollte ich wissen ob ich es jetzt schon lassen kann oder MUSS ich bis Juni warten bis er in den Kindergarten kommt?

Oh mann das ist alles so kompliziert zur Zeit....

Liebe Grüsse Sunny
Und euch allen noch ein schönen 1.Mai

Beitrag von acid-burnxx 01.05.11 - 13:27 Uhr

Muss er denn zu der Frühförderung?Oder kam das von dir/euch aus?

Beitrag von sillysilly 01.05.11 - 14:45 Uhr

Hallo

naja, das hängt von Euch ab
klar könnt ihr die Frühförderung weg lassen -
aber die Frage ist, ob er dann nicht Förderung verpaßt die ihm gut tun würde ....... die ihn eventuell ein kleines Stückchen weiter bringen würde

wenn Euch Fakten stören brecht ab - aber nur weil jemand Euch nicht so liegt oder dein Sohn keine Lust hat würde ich sowas nicht abbrechen

Gerade Kinder mit Defiziten empfinden es anstrengend und schwierig wenn sie an Grenzen, eben an ihren Förderbedarf gebracht werden - und Frühförderung ist harte Arbeit - also auch klar, daß ein Kind da mal nicht so gerne hin geht

Fazit
bei Fakten die gegen die Therapeutin sprechen abbrechen
aber nur wegen Unlust würde ich es nicht machen


Grüße Silly

Beitrag von kati543 01.05.11 - 17:26 Uhr

Es ist dein RECHT, es abzubrechen. Aber du solltest es ganz bewußt entscheiden und genauestens überlegen. Ziehe lieber die paar Monate durch.
Warum? Dieser Abbruch, wird in jedem Arztbericht, jedem Therapiebericht, einfach überall stehen. Und das wird so gedreht werden, dass du deinem Sohn die notwendige Förderung verweigerst und die "Andersartigkeit" nicht akzeptierst. Die Frühförderung hat direkten Kontakt zum Gesundheitsamt - die dann wieder zur Schule,...
Mein Großer kommt nächstes Jahr in die Schule und ich bin immer wieder überrascht, wie weit der Einfluß der FF reicht. Mein Sohn bekommt auch schon lange keine FF mehr, sondern hat I-Status im Kiga. Aber die FF ist trotzdem beim Runden Tisch im SPZ dabei,...
Welche FF bekommt dein Max denn?

Beitrag von s_jehle 01.05.11 - 17:31 Uhr

Hallo sunny,

vielleicht redest Du erst einmal mit dem Leiter der Frühforderung? Es kommt öfters mal vor, dass sich Therapeut und Kind/Elternteil sich nicht so recht verstehen;-) Ebenso würde ich auch die Frage abklären, ob die I-Gruppe im Kindergarten die Frühforderung ablöst.
Meine Tochter geht seid April in eine SVE und die Frühförderung hörte dadurch automatisch auf.....Infos ob das so ist, bekommst Du von der Leitung der SVE oder vielleicht auch von der Sekretärin die in der Frühförderung ist;-)
Meine Tochter ging 1 1/2 Jahre in die Frühforderung, für ein paar Wochen/Monate, hätte es sich nicht gelohnt.

LG Silke

Beitrag von colin2006 01.05.11 - 17:38 Uhr

Also meine meinung ist ja, dass man ein Kind auch "kaputtfördern" kann....

mein Junior ist jetzt 5 Jahre alt aber vom Wissen, Verhalten etc. auf dem Stand eines 7-jährigen... und wir haben ihn NICHT gefördert mit irgendwelchen Maßnahmen etc.
Es kam aus der reinen Neugier von ihm und wir haben ihm immer alles so gut es ging versucht zu erklären etc.... er kam auch von selber dann an, dass er Buchstaben und Zahlen lernen will etc....


meine Schwägerin z.B. ist Erzieherin und "fördert" ihre Tochter, seit sie 6 Monate alt ist... mit dem Ergebnis, dass die Kleine (fast 3) dicht macht und auf garnix mehr bock hat....

ich finde, Kinder lernen, wann sie wollen und was sie wollen....

zum Lernen GEZWUNGEN (und darunter fällt für MICH Frühförderung) werden sie schon in der Schule.... daher sollte man ihnen ihre kindliche Freiheit und neugier lassen und sie nicht mit Wissen vollstopfen!


MEINE Meinung...!

Beitrag von mirja 01.05.11 - 18:22 Uhr

Hallo Collin2006,

ich glaube, du verwechselst Frühförderung mit Lernzwang. Eine Frühförderung hat nichts mit "Wissen reinstopfen" zu tun, sondern, das Kind in seiner Entwicklung individuell zu unterstützen. Kinder kommen nicht einfach so zur Frühförderung, da gehen Gespräche mit den Erziehern, dem Arzt und der Frühförderstelle voraus. Die Defizite beschränken sich auch nicht auf die geistige Entwicklung, sondern auch auf die motorische, sprachliche und vor allem seelische Entwicklung. Mit Wissenserwerb hat das erstmal gar nichts zu tun, auch wenn es von aussen hin so scheint.

Viele Kinder benötigen eine Frühföderung, weil sie auf "normalem" Weg, den Entwicklungsstand von Gleichaltrigen so nicht erreichen würden. Mit Frühföderung wird ihnen geholfen, einen möglichst normalen Lebensweg zu gehen, weil vieles später gar nicht mehr so erlernt werden kann, wie in den frühen Lebensjahren.

Kein Kind kommt zur Frühföderung, weil es z.B. noch nicht richtig lesen kann, sondern, weil durch Beobachtungen auffällt, dass es Defizite in der Entwicklung zeigt, welche nicht mehr in der Norm liegen, sprich: sich nicht mehr einfach so verwachsen werden. Es ist besser, hier spielerisch zu unterstützen, als den Dingen einfach ihren Lauf zu lassen und das Kind somit um seine Chancen zu bringen.

Bei der TE wirkt es auf mich, als hätte sie generell ein Problem mit der Frühförderstelle und der Pädagogin, das spürt natürlich auch ihr Kind... es könnte also auch daran liegen, dass der Junge nicht mehr da hin will.

Lg

Beitrag von kati543 01.05.11 - 21:19 Uhr

Hallo Colin2006,
du hast die TE mißverstanden. Frühförderung ist die Förderung von behinderten oder von Berhinderung bedrohten Kindern und nicht der Zwang mancher Eltern aus ihren Kindern zweite Einsteins zu machen.
Mein Jüngster ist jetzt genau 3 Jahre alt und ist auf dem geistigen Stand eines 1-jährigen Kindes. Er geht 2 Mal in der Woche zur Frühförderung, 2 mal zur Ergotherapie und 1 mal zur Logopädie. So versuchen wir ihn wenigstens so weit zu bringen, dass er später einmal in der Lage sein wird seine Grundbedürfnisse zu benennen oder zu zeigen. Um mehr geht es bei ihm nicht.

Beitrag von kati543 01.05.11 - 21:22 Uhr

Schau noch einmal hier genau nach: http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%BChf%C3%B6rderung

Beitrag von biibii 01.05.11 - 20:21 Uhr

Hallo

meine Tochter hat über 2 Jahre die FF besucht und war überglücklich :-) und traurig als sie im Feb. das letzte mal hin durfte.

Wir hätten jederzeit abbrechen können, es ist keine Pflicht, aber ich habe gemerkt wie gut es ihr tut, und was sie alles dort gelernt hat, ich pers. muß sagen, es war die beste Entscheidung, sie solange hingehen zu lassen. Sie ist ein Mädchen geworden, was in einigen Breichen weiter ist, als wie andere in ihrer Kindergartengruppe (schreiben, zählen, Mengen sehen e.t.c.) Bei ihr war auch nicht irgendeine Einschränkung in ihren Fähigkeiten der Grund für die FF, insoweit mußte sie nichts aufholen/aufarbeiten, nur eine kleine "Macke" mußte behoben werden, was prima geklappt hat.

Ich würde jedem die FF empfehlen :-D

Und bis Juni ist doch für euch eine absehbare Zeit, warum willst du jetzt unbedingt abbrechen, die nächsten Termine bis dahin werdet ihr noch überstehen, und im Notfall falls euch die Dame nicht zusagt, würde ich das Gespräch suchen, und vielleicht schauen ob ihr nicht bei jemanden anderen bekommen könnt.

Lg
Biibii

Beitrag von geli0178 02.05.11 - 13:06 Uhr

Hallo,

Wem gefällt es in der Frühförderung nicht - Dir oder Deinem Sohn? Mein großer Sohn bekommt seit über sechs Jahren Frühförderung und mein zweiter Sohn seit vier Jahren. Ich bin begeistert von der Frühförderung und wir haben uns bewusst gegen einen Integrativplatz in der Kita entschieden.Um keinen Preis der Welt hätte ich die Frühförderstelle verlassen, dann hätte ich lieber den Kita gewechselt.
Das Pensum was von den Kindern verlangt wird ist hoch, aber das ganze kommt und geht mit dem Therapeuten. Mein großer Sohn hatte oft genug die Nase voll von dem was unsere Frühfördertante mit ihm gemacht hat, aber der Erfolg über die Jahre ist sichtbar. Er liebt seine Frühfördertante und traurig das er dann in die Schule kommt und sie nicht mehr sieht.
Über eines solltest Du Dir aber im klaren sein. Die Zeit die Dein Sohn in der Frühfördereinrichtung verbringt ist nicht gleichzusetzen mit der Zeit in der Kita. Auch wenn Dein Sohn in der Kita Therapien bekommt sind die doch anderer Qualität als in einer externen Einrichtung. Das sehe ich auch bei uns in der Einrichtung. Die Anforderungen muss auch er in der Integrationsgruppe erfüllen, denn nicht umsonst gibt es einen Behandlungsplan. Da ihr vorzeitig vorhabt die Frühförderung zu verlassen und erst wesentlich später mit der Therapie im Kita weitermacht müsstest Du Dich beim Sozialamt erkundigen wie das mit der weiteren Kostenübernahme ist da Du vorher abbrichst um dann weiterzumachen. Das wäre kein Problem wenn Du komplett abbrichst. Hast Du Dir Gedanken gemacht um eine andere Therapeutin zu bitten? Es gab bei meinem kleinen Sohn auch einen Therapeutenwechsel. Ich persönlich konnte die Frau nicht leiden und sie mich auch nicht, aber das ist mein Problem gewesen solange die Therapeutin ihren Job ordentlich erledigt hat. Da ich aber (vielleicht auch durch den Vergleich zum großen Sohn) eine andere Vorstellung von der Art der Therapie hatte bat ich um einen Betreuerwechsel. Diesem Wunsch wurde entsprochen und seitdem sind wir zufrieden :-).


VG Geli