Zum Therapeuten/Psychiater gehen?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von julie87 01.05.11 - 13:28 Uhr

Hallo,

ich weiß mir nicht mehr zu helfen.
Mein Sohn (18 Monate) brüllt fast jede Nacht mehrere Stunden. Manchmal ist es nur eine halbe Stunde, es geht aber auch mal bis zu 5/6 Stunden.
Das macht mich echt fertig. Er schlägt dann um sich, lässt sich nicht trösten, brüllt, kratzt sich (er hat Neurodermitis) will trinken, dann aber doch wieder nicht, nichts kann man ihm recht machen, er brüllt und wütet wie verrückt. wenn es langsam wieder hell wird und ich immernoch nicht geschlafen habe, fange ich manchmal auch noch an zu heulen.
Bin oft auch drauf und dran jemanden anzurufen, weil es schrecklich ist allein mit sowas zu sein nachts, wenn es einfach nicht aufhört.

Zum Teil liegt es sicherlich an der Neurodermitis (da haben wir auch schon alles versucht, er trägt sogar schon einen speziellen Neurodermitisanzug), aber das ist es nicht nur. Das merke ich. Er hatte das auch schon bevor das ausgebrochen ist...

Kennt jemand sowas? Ich überlege ob ich mit ihm mal zu einem Psychiater oder Therapeuten gehen soll. Vllt ist es ja nicht sein Charakter, sondern irgendwas läuft bei uns falsch..:-(

Lg,
Julie


Beitrag von caitlynn 01.05.11 - 13:34 Uhr

Hmm mach doch erstmal eine kleine Problemanalyse:

Schläft er bei dir, wenn nein, vielleicht wäre das die Lösung.
Abendritual wie siehts aus, kommt er zur Ruhe?
Wenn du ihn alleine lässt und nicht versuchst ihn zu trösten, brüllt er weiter oder beruhigt er sich?

lg

Beitrag von julie87 01.05.11 - 13:48 Uhr

Er schläft bei mir im großen Bett. Er beruhigt sich auch nur an mich gekuschelt, aber eben nicht, wenn er in seiner Schreiphase steckt. Dann hilft gar nichts. Wenn ich ihn alleine lasse (weil auf Toliette muss oder mir was zu trinken hole) brüllt er noch lauter.
Ich hab nachts echt alles mit ihm durch. Ihn versucht auf dem Gymnastikball wieder in den Schlaf zu wiegen, in der Hängematte, einfach auf dem Arm. Mich neben ihn hinzulegen (aber dann setzt er sich hin und schlägt um sich und brüllt)..
Abendritual im klassischen Sinne haben wir nicht. Abendessen, Zähne putzen, Wickeln/umziehen, dann schläft er bei mir im Arm ein während ich singe oder leise Musik anmache. Das Einschlafen klappt gut. Aber dann wacht er eben irgendwann auf und es geht los...

Beitrag von bienemaja1979 01.05.11 - 14:05 Uhr

Hallo Julie,

mein erster Gedanke als ich Deinen Text gelesen habe:

Dein Sohn verträgt irgendetwas nicht und hat Nachts Bauchschmerzen, vielleicht sogar Darmschmerzen.

Wurde diesbezüglich schonmal geschaut???

Was isst/trinkt er tagsüber?

Bei uns war es die Milch.

lg
maja

Beitrag von julie87 01.05.11 - 14:10 Uhr

Hm...interessanter Gedanke. Könnte vllt tatsächlich etwas dran sein. Neurodermitis soll ja auch eine Darmerkrankung sein.
Er isst alles, außer Süßigkeiten, Schweinefleisch, Milchprodukte (bis auf Käse), Weißmehl, Zitrusfrüchte. Diese Lebensmittel lasse ich weg, da man sie gemeinhin bei ND meiden sollte. Konnte bei ihm aber noch nicht feststellen, dass er auf etwas bestimmtes allergisch oder mit Darmbeschwerden reagiert (nur von Brokkoli bekommt er Blähungen).
Ich gebe ihm seit einer Woche "Brottrunk", da es gut für den Darm sein soll. Aber es kann tatsächlich sein, dass da noch irgendwas ist, was ich übersehen habe:-/...
Danke dir jedenfalls! Werd mal weiter beobachten, ich wär echt froh hinter die Ursache zu kommen..

Beitrag von mukmukk 01.05.11 - 14:13 Uhr

Hallo Julie!

Das hört sich jetzt vielleicht blöd an, aber wart Ihr mal beim Osteopathen? Vielleicht hat Dein Kleiner irgendwelche Blockaden, die nachts schmerzen und ihn nicht zur Ruhe kommen lassen? Ich bin normalerweise nicht irgendwie "Öko" aber Finja konnte eine Osteopathin damals gut helfen und auch im Freundeskreis gehen viele Erwachsene dorthin und sind begeistert!

Was sagt denn der Kinderarzt zu Eurem Problem? Ich bin da (zum Glück) kein Experte aber ist die Neurodermitis nach einem bestimmten Ereignis ausgebrochen? Denn Neurodermitis kann ja schon auch psychische Ursachen haben soweit ich weiß... Dann wäre zumindest ein Beratungsgespräch beim Psychologen vielleicht gar nicht falsch. Auf jeden Fall solltest Du Dich mit dem Kinderarzt dazu beraten denn eine Ferndiagnose ist natürlich schwierig!

Viel Glück, dass Ihr bald wieder ruhige Nächte habt!

LG,
Steffi mit Finja (knapp 2)

P.S. Finja hat auch mit gut 15 Monaten plötzlich nachts nicht mehr durchgeschlafen und ist seither viel unruhiger, vor allem beim Einschlafen - und bei uns gab es kein besonderes Ereignis, das muss einfach am Alter liegen #schmoll

Beitrag von julie87 01.05.11 - 14:26 Uhr

Hallo Steffi,

beim Osteopathen waren wir tatsächlich. Da war er noch kleiner, weil er damals auch so viel geschrien hat und man ihn nicht ablegen konnte (auch nicht in den Kinderwagen). Ich war dann mehrere Male mit ihm dort und irgendwann sagte sie, dass es nicht mehr nötig sei, sie könne nichts weiter feststellen.
Der Kinderarzt gibt nur oberflächliche Ernährungstipps und verschreibt Cortison. Habe in 5 Tagen nochmal einen Arzttermin, aber da will ich auch nicht zu viel erwarten..
War zuletzt bei einem Homöopathen, der ihm Tropfen für den Darm verschrieben hat (auch im Hinblick auf die Neurodermitis). Hat bisher aber zu keiner Besserung geführt.
Die Neurodermitis kam als er 6 Monate war. Wüsst aber nicht was da plötzlich anders gewesen sein soll...:-/ Habe ihn 13 Monate gestillt und danach wurde es heftiger. Lässt vermuten, dass es doch irgendwas mit der Ernährung zu tun hat...komme nur wirklich nicht drauf was es noch sein könnte. Falls es denn tatsächlich organische Ursachen hat.
Aber vllt ist er auch einfach so:-/ Oder es sind doch seelische Faktoren dafür verantwortlich..

Wünsche dir auch viel Glück was die zukünftigen Nächte betrifft!

Lg,
Julie

Beitrag von mukmukk 01.05.11 - 14:35 Uhr

Hallo Julie!

Gibt es denn vielleicht bei Euch in der Nähe einen Spezialisten für Neurodermitis (evtl. in einer Klinik)? Hört sich ja nicht so an, als wärst Du von Eurem Kinderarzt begeistert bzw. als ob er sich viel Mühe gäbe... :-(

Homöopathie hätte ich sonst auch vorgeschlagen, einen Versuch ist es sicher wert, denn alternative Heilmethoden helfen ja doch sehr häufig. Es gibt Homöopathen, die auf Neurodermitis spezialisiert sind wie ich von einer Freundin weiß. Allerdings helfen derartige Mittel ja auch nicht sooooooo schnell sondern man muss ein wenig Geduld haben.#cool

Ich drücke Euch jedenfalls die Daumen, dass Ihr bald Hilfe bekommt! #pro #pro

LG,
Steffi

Beitrag von julie87 01.05.11 - 14:42 Uhr

Vielen Dank!
Ich werde nochmal im Internet nach einem Neurodermitis-Homöopathen recherchieren. Wusste auch nicht, dass es sowas gibt:-)

Lg,
Julie

Beitrag von karin3 01.05.11 - 15:04 Uhr

Hallo,

Neurodermitis kann viele Ursachen haben unter anderem auch Lebensmittelallergien. Vor allem Hühnereieiweiß und Milcheiweiß (ich meine keine Laktoseintoleranz) können sich durch Neurodermitis bemerkbar machen.
Mit 18 Monaten kann bereits ein Allergietest gemacht werden, machen aber nicht alle Ärzte. Wenn etwas festgestellt wird, lässt man es 1 Jahr erst mal weg. (Das schreibt sich viel einfacher, als es unter Umständen ist, aber was tut man nicht alles für sein Kind)
Danach wird ein zweiter Test gemacht, denn häufig sind die Allergien im Kleinkindalter dann wieder weg.

Gruß Karin

Beitrag von nana13 01.05.11 - 15:56 Uhr

Hallo,


Irgendwie hört es für mich nach nachtschreck an. sehr ähnlich nur nicht so schlimm wie bei euch, war es bei unserem sohn.

ihn anfassen war falsch ihn nicht anfassen war auch nicht gut, mit ihm sprechen war falsch, genau so nichts sagen.
nichts beruhigte ihn alles was wir machten war falsch.

einzig aushalten/druch halten, ich lag meistens neben ihn ohne das ich ihn berührte aber so das er spührte das ich da bin, und harte dem aus bis er sich beruhigte und dan schlief weiter.

es meistens ging es einen halbe stunde aber auch mal 2 stunden.
trinken wollte er auch immer mal wider und wen ich ihm was geben wollte, war es wider falsch.

bei uns hat es sich selber einfach so ergeben und hörte genau so auf wie es angefangen hatte.

lg nana

Beitrag von lastrada 01.05.11 - 20:54 Uhr

Hallo,
habe mir schon die anderen beiträge durchgelesen und finde das da echt gute sachen dabei sind und hoffe das etwas hilft.
ich könnte dir statt ostheopaten eine cranio- sacrale therapie anbieten. soweit ich weiß wird das auch bei kleinkindern gemacht-> vllt. ist ja was an den knochengelenken (wie Wirbelsäule) was auch auf den Darmpunkt drücken kann (TCM traditionelle chinesische medizin-> energiepunkte).

und wenn die neurodermitis richitg jucken sollte tut das bestimm weh, josi hatte mal eine magen-darm erkrankung dir über die haut raus ging- sah aus wie nessensucht. sie hat fenisiltropfen bekommen gegen den juckreiz in der nacht- hat super geholfen. und schau mal nach globulis- muss man dran glauben aber ich finde josi helfen sie gut!

lg und teu teu teu

Beitrag von julie87 01.05.11 - 21:32 Uhr

Vielen Dank nochmal für eure Antworten. Es war durchaus einiges dabei, was ich noch nicht bedacht hatte und worauf ich zukünftig noch achten werde, bzw was ich in Angriff nehmen werde.:-)
#danke