Schwanger Freund weg....Abtreiben behalten oder adoption?

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von caro25 01.05.11 - 14:15 Uhr

Hallo Ihr Lieben

habe ein Problem und beschimpft mich bitte nicht bindankbar um jeden Tip

Also mache es zum verständnis kurz...

Habe mich letztes Jahr von meinen man im guten getrennt habeb ein 6jähriges Kind,das zum damaligen Zeitpunkt bei ihrem Papa bleiben wollte wo auch alle mit klar kommen.Liebe diese Kind über alles..glaubt mir war auch nicht einfach für mich..aber das JA und alle haben gesagt es war eine tolle entscheidung....mein exmann und ich verstehen uns auch noch gut!

Mein Problem jetzt ist habe vor einen Jahr einen neuen Mann kennen gelernt(ein Narzisst wie er im Buche steht habe es leider nur zu spät gemerkt),bin schwanger von ihm im 2 Monat habe ihm das gestern gesagt und er ist weg gelaufen nach der Nachricht.....hat mir heute morgen eine sms geschrieben "Brauche Zeit soll nicht böse sein",Habe ihn angefleht mit mir zu reden kommt aber nichts...meldet sich net mehr.

er will das Kind aber nicht,weil er keine Beziehung und so ach lange Geschichte

Ich weiß jetzt nicht was ich machen soll,will nicht abtreiben aber kann es auch nicht behalten sagt mein Kopf...soll ich es machen oder behalten oder zur Adoption freigeben.

Möchten dem Würmchen auch eine Chance geben....mein Kind würde sich über ein Geschwisterchen freuen bin verwirrt....

Was würdet ihr machen?Bin am Ende

Beitrag von hoffnungsvoll 01.05.11 - 14:40 Uhr

gib ihm eine chance #liebdrueck wünsch dir alles gute

Beitrag von maus4000 01.05.11 - 14:47 Uhr

Hallo!

Natürlich ist es schwer zu beurteilen was dein Freund denkt. ABer so wie du geschrieben hast braucht er mal Zeit zum Nachdenken.
Gib sie ihm. Und nimm auch du dir die Zeit über alles nachzudenken. Werde dir auch klar darüber was du wirklich willst. Egal wie dein Partner sich entscheidet.
Wichtig ist das du weisst was du willst und das du hinter deiner Entscheidung stehst!

Ich wünsch Dir alles alles Gute egal wie du dich entscheidest!

Lg

Beitrag von delfinchen 01.05.11 - 14:54 Uhr

hallo,

er hat dir heute morgen geschrieben, dass er zeit braucht, du flehst ihn jetzt schon an mit dir zu reden und bist verständlicherweise fertig, weil er sich nicht mehr meldet.
ich denke, jeder mann, bei dem sich unangemeldet ein kind meldet, braucht zeit, sich an den gedanken zu gewöhnen (bei uns wars geplant, aber mein mann brauchte dennoch zeit damit klarzukommen, dass es zwillinge sind).
für einen narzist, der ja - ähnlich wie ein egoist - nur sich selbst sieht, ist es erstmal natürlich eine kleine katastrophe, bedeutet ein kind doch, die eigenen bedürfnisse hinten anzustellen, nicht mehr der mittelpunkt zu sein etc.

gib deinem partner erstmal noch zeit, sich an den gedanken zu gewöhnen, zeit, ohne ihn zu drängen, auch wenn es schwer ist.

wenn er nach ein bis zwei wochen immer noch ein problem mit der neuen situation hat, kannst du dir weiter gedanken machen, was du tun sollst.
wenn er sich dagegen entscheidet, lass ihn ziehdn, mit einem narzist würdest du wahrscheinlich besonders in der baby-anfangszeit eh keine freude haben.


abtreiben ist ein krasser schritt, der einem lange nachgeht, denke ich.

adoption wäre auf jeden fall eine alternative, aber ich weiß nicht, ob ich damit leben könnte, dass mein kind anderswo aufwächst und ich ihm begegnen könnte ohne zu wissen, dass es mein kind ist, ohne sicher zu sein, dass es ihm gut geht, ...

deine tochter würde dich über ein kind freuen, der vater des ungeborenen kindes müsste in jedem fall für den wurm bis zum ende der ausbildung unterhalt zahlen, für dich die ersten drei jahre.
ich weiß ja nicht, wie es bei dir aussieht, ob du eine abgeschlossene ausbildung und somit eine chance auf arbeit hast, mit der du euren lebensunterhalt verdienen könntest - aberes gibt ja auch andere möglichkeiten der unterstützung (familie, freunde, caritas, ...) ich bin sicher, dass du das schaffen kannst. gib dem würmchen eine chance auf ein leben mit dir und seiner halbschwester.

lg und alles gute,
delfinchen

Beitrag von caro25 01.05.11 - 15:09 Uhr

Danke für die tolle Antwort von dir....

Ichfinde es nr unwahrscheinlich hart das ich die ganze Zeit für ihn da war und alles gemacht habe...jede depression von ihn und Wünsche erfüllt...
Und er jetzt wo ich ihn brauche weg läuft aber wie du auch schon geschrieben hast und ich weiß bei Narzissten ist es so....ich weiß auch das es schlimm für ihn ist es ist nicht mehr der Mittelpunkt

Weißt du er hat eine seine Ehe-Frau vor 4 Jahre auch im Stich gelassen und muß jetzt für das andere Kind bezahlen..ich werde keinen Cent vom ihm sehen

Aber darum geht es nicht ich will nur nicht das die Würmchen unter der Dummheit der Erwachsenen ledien...
Denke bitte nicht das wir aso sind.....

Danke ihr seit lieb...

Beitrag von delfinchen 01.05.11 - 15:17 Uhr

es ist klar, dass du angst hast, dass es dir so geht wie seiner exfrau.
aber er wird zahlen müssen, wenn er einer geregelten arbeit nachgeht.
gentest nach der geburt, dass er der vater ist und dann muss er unterhalt zahlen oder du bekommst unterhaltsvorschuss (oder wie das heißt, ich kenn mich da nicht aus).

ich weiß, dass du dir gedanken um den wurm machst und nichts unüberlegt tun willst, das hört man aus deinen worten heraus. aber abtreiben käme für mich nur im schlimmsten aller fälle in frage.
ich denke, dass du es auch alleine schaffen kannst, dein kind großzuziehen, denn das, was man eh nicht mit geld kaufen kann, nämlich liebe, verständnis und zeit, das hast du auf jeden fall zu vergeben :-).
ansonsten braucht ein kleinkind nicht sooooo viel, erstausstattung kann man zuschuss bekommen, vieles günstig auf basaren kaufen, windeln sich zur geburt schenken lassen, .....


lg,
delfinchen

Beitrag von salida-del-sol 01.05.11 - 20:40 Uhr

Hallo, liebe Caro25,
Du hast Deinem Freund gesagt, dass Du schwanger bist, und er lief weg. Dass dies für Dich eine große Belastung ist, ist verständlich. Fühle Dich ganz sanft von mir gedrückt.
Aber es kann nicht darum gehen, was Du tun sollst, sondern dass Du eine Entscheidung treffen kannst, auf die Du in vielen Jahren stolz sein kannst. Nicht was Dein Freund will, oder nicht will, ist entscheidend. Denn Du bist die Mutter, und das Kind wächst in Dir heran. Und Du nennst es schon so liebevoll Würmchen. Da höre ich doch klare Liebe für dieses Wesen in Dir heraus. Diese Liebe wird Dich stark machen für dieses Würmchen, auch einen Weg zu gehen, der nicht immer leicht ist. Gib Deinem Würmchen eine Chance. Denn bei so viel Liebe, wird es ihm gut gehen.
Dein Freund hat geschrieben, dass er Zeit braucht. Lass ihm diese Zeit, denn männer verkriechen sich bei neuen Lebenssituationen manchmal in eine innere Höhle. Und da denken sie darüber nach, wie sie sich auf die neue Situation einstellen können. Je öfters man sie in ihrer Höhle stört, um so länger braucht es bis sie herauskommen.
Eine Abtreibung kann für Dich zu einer Verlusterfahrung werden, die Dich über Jahre hinweg körperlich und psychisch belasten kann. Eine Adoption ist ein mutiger Weg, will aber auch durchdacht sein. Damit hast Du bis 8 Wochen nach der Geburt Zeit. Es gibt die offene und die verdeckte Adoption. Bei der offenen Adoption kannst Du losen Kontakt zum Kind haben, bei der verdeckten Adoption wirst Du nie etwas über Dein Kind erfahren. Ich kann bis jetzt keinen Grund dafür sehen, Dein Kind zur Adoption freizugeben. Dein Freund hat noch keine Beziehung zu dem Kind. Ist nicht verwunderlich, die Schwangerschaft ist für den KV ungreifbarer als für die Mutter. Nimm ihn mit zu den US-Untersuchungen...Er hat dann sein ganzes Leben Zeit, eine Beziehung zu dem Kind aufzubauen. Langsamstarter sind nachher keine schlechteren Väter.
Sei ganz lieb gegrüßt von salida-del-sol

Beitrag von sunflower5 01.05.11 - 22:12 Uhr

DAs finde ich schön, dass du dem Würmchen seine Lebenschance geben willst!
DAS ist jetzt erstmal das wichtigste!

Alles andere, ob selbst großziehen oder Freigabe zur Adoption, das kannst du dir in Ruhe überlegen!

HOl dir Hilfe bei einer guten B-stelle.

glg und alles Gute noch!

Beitrag von loonys lachen 02.05.11 - 13:26 Uhr

Hallo,

ich schreibe Dir als Adoptivmama und meine Erfahrungen. Mein Mann und ich kennen uns seit fast 15Jahren und fast genausolange versuchen wir Nachwuchs zu bekommen. Die ersten Jahre nahmen wir das so hin und irgendwann im reiferen Alter ;-) gingen wir zum Arzt. Die Diagnose war eindeutig. Mein Mann war und ist absolut dagegen bei uns medizinisch etwas zu unternehme, vielleicht auch weil die Diagnose nur die extremste Behandlungsmethode zulässt. Durch einen glücklichen Zufall lernten wir ein kleines Mädchen kennen für das wir drei Jahre mit sorgen konnten da die Mutter schwerstkrank war (ihr geht es heute super) und der Vater einen familienunfreundlichen Job hatte.
Vier Wochen nach der Diagnose gingen wir zum Jugendamt und keine zehn Monate später hielten wir unser erstes Kind im Arm. Ein Jahr später stellen wir erneut den Antrag auf ein Kind und ein gutes Jahr später erhielten wir erneut ein Kind - diesmal auf Dauerpflege.
Die Mutter von unserem großen Kind ist sehr gebärfreudig und die Mutter es jüngeren Kindes scheint es ihr gleichzutun.
Als Adoptivmama sollte ich dankbar sein das es Bauchmamas gibt die an das Leben des ungeborenen Kindes denken. Aber die Gefühle spielen bei dieser Geschichte eine große Rolle. Die Bauchmama des großen Kindes hat schon seine Geschwister freigegeben, hatte Erfahrung damit. Der Mutter des jüngsten Kindes wurde das Kind entzogen. Vor allem vor der Mutter des großen Kindes empfinde ich eine Dankbarkeit, aber ich möchte auch nie mit ihr tauschen. Irgendwann kommt bei Ihr mindestens ein Kind und wird Fragen stellen. Mein Mann und ich klären die Kinder auf - sie wissen das es eine Mama und einen Papa gibt (wir) aber sie wissen auch von der Bauchmama.
Stelle Dir das nicht so einfach vor mit der Adoption. Nicht umsonst haben abgebende Eltern das Recht mind. acht Wochen lang die Entscheidung zu überdenken. Die Mitarbeiterinnen vom Jugendamt meinte mal zu mir, das ihr die abgebenden Mütter am liebsten sind die das ganze spontan machen ohne viel Nachzudenken, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit geringer das das Kind wieder zurückgeht . Außerdem hast Du schon ein Kind und wenn Du körperlich nicht gerade so hoch wie breit bist, wird Dein Kind Fragen stellen wenn das Baby nicht mehr im Bauch ist.

Alles Gute Loony

Beitrag von caro25 02.05.11 - 22:04 Uhr

So mein Freund hat sich heute gemeldet und mir am Telefon gesagt ich soll mich nicht mehr bei ihm melden(würde alles so noch schlimmer machen)er meldet sich .irgendwann..er müsse erst mal schauen wo er bleibt....

Sagte ihn noch das ich ihn aber brauche da legte er einfach auf...

Ja das ist dann wohl das Ende der Geschichte...

Beitrag von keep.smiling 12.05.11 - 20:56 Uhr

Hallo,
habe grad deinen Text gelesen. Ist schon etwas her, aber naja..
Mir fällt dazu nur ein - du hast schon ein Kind, erinnere dich doch mal wie das alles war - die Geburt, das Mutterglück, die Liebe, die Freude...
und dann frage dich
....verkraftest du eine Abtreibung? Kannst du dir das verzeihen?
...könntest du so ein Würmchen weggeben?
....überwiegt die Freude am Kind oder der "schlechte" Gedanke an den Vater?
...kannst du damit Leben, dass dein Kind viell. nach dem Vater kommt und dich immer an ihn erinnert?

Egal wie du dich entscheidest, ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du für dich das Richtige tust.
Wenn du Platz in deinem Herzen hast, dann kriegst du dieses Kind auch alleine groß.

LG ks