Gehen 12 jährige am WE noch mit Eltern weg?

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von yannicsun 01.05.11 - 14:27 Uhr

Mal eine Frage an die, deren Kinder vielleicht schon etwas älter sind.
Sind Eure mit 12,5 Jahren noch am WE mit auf Ausflüge gegangen? Was habt ihr da noch mit Ihnen gemeinsam gemacht.
Mir kommt es so vor, als ob er sich immer mehr raushält aus der Familie. Bis letztes Jahr ist er am WE oder auch unter der Woche noch mit gegangen, einkaufen, Fussball oder Badminton mit uns spielen oder oder oder. Wir haben noch eine kleine Tochter (2J) und das lässt sich natürlich kaum vereinbaren. So gehen wir auf Spielplätze mit Fussballwiesen oder Tischtennisplatten.
Muss ich ihn dazu zwingen? Ich kann ihn aber doch nicht immer daheim lassen?? Sonntags trifft er sich auch nie mit Freunden, so würde er dann nur zuhause am PC hängen.
Wir machen natürlich auch Sachen für ihn, aber das ist oft Kino oder Parks (Holiday Park etc.). Aber meistens geht das ins Geld. Heute ist er mit Papa beim DTM Rennen, das ist aber auch nur ein Highlight.
Er hat auf alles NUll Bock und lässt sich nicht begeistern. Fahrradtouren sind langweilig, Inliner will er nur vor dem Haus, keine Strecke, ist langweilig etc... Selbst Schwimmbäder sind langweilig, ausser sieh haben super RUtschen (dann gehts wieder ins Geld).
Vielleicht hat jemand noch eine Idee? Oder kann mich beruhigen, das ich da jetzt noch die nächsten Jahre durch muss?!
LG Yannicsun

Beitrag von sarahg0709 01.05.11 - 14:37 Uhr

Hallo,

so mit 12/13 hat sich mein Sohn so langsam aus dem familiären Ausflügen herausgehalten. Außer wir haben irgendwelche Verwandten besucht. Aber da geht er jetzt mit knapp 17 auch noch mit.


LG

Beitrag von marathoni 01.05.11 - 20:48 Uhr

Es kommt bei unserem 12,5 j#hrigen immer darauf an wo wir hingehen und wer alles dabei ist.
Heute z.B. 1. Maiausflug: Wir sind mit 2 befreundeten Familien incl. Kinder ( auch in seinem Alter ) knapp 40 km radfahren gegangen. St. Leon- See zum Minigolfspielen, dann noch in einer Eisdiele ein Eis, danach noch nach Malsch in den Tierpark. Wir waren den ganzen Tag unterwegs und er fand es gut.
Holidaypark war er letzte Woche mit Zug und Bus mit Klassenkameraden alleine. Ist ohne uns cooler.....
Da wir auch noch einen Kleinen haben ( 3 ) ist es oft schwer etwas gemeinsam interessantes zu finden. Aber da der Kleine recht wissbegierig ist klappt es immer besser. Museen gehen immer, da geht der 12 jährige auch mit, Ludwigsburger Märchenpark geht auch gut.
Am besten ist es wenn du für ihn einen gleichaltrigen Kumpel einfach mitnimmst.. Oder auchh die Eltern dazu. Dann macht es allen Spass.
Ansonsten habe ich auch kein Problem ihn mal einen Tag zu Hause " rumhängen " zu lassen. Er spielt dann meist eh draußen mit Kimpels Fußball.

Ins Schwimmbad oder an den See geht er meist alleine, aber durch den Kleinen bin ich ja nicht weit weg. Nur...er liegt dann nicht bei uns.
Also im großen und ganzen gehts noch mit den Ausflügen, aber wie gesagt: ladet euch Freunde dazu ein. Dann macht es noch mehr Spass.

Beitrag von jazzbassist 01.05.11 - 21:05 Uhr

Also aus klassischen Familienaktivitäten hat sich Meiner auch mit 10 schon rausgehalten, wenn wir ihn gelassen haben. Der hat eigene Freunde und eigene Interesse; eine Radtour mit den Eltern war da wirklich nicht mehr attraktiv. Da hat er dann lieber mit seinen Freunden Fussball gespielt, Skateboard gefahren oder sonst irgendwelche Flausen ausgelebt. Ansonsten musste das schon etwas attraktiveres sein, um ihn zu begeistern; aber Spielplätze oder langweilige Nachmittage mit Eltern waren da out; kam halt auch recht früh in die Pubertät. Jetzt ist er 12, und - naja, wir haben eine etwas ungewöhnlichere Familiensituation, da unser Sohn nur am Wochenende bei uns lebt - dadurch ist das ganz zwangsläufig wieder mehr geworden, was man dann gemeinsam als Familie macht. Steht bei uns aber definitiv nicht unter Zwang; wenn er mit will, ist toll, wenn nicht, ist auch in Ordnung.

Für reine Vater-Sohn Aktivitäten ist Meiner jedoch mühelos zu begeistern - sofern man sich an seine Uhrzeiten richtet. Also er kennt eine Uhrzeit, wann er Abends spätestens zu Hause sein muss (im Winter etwas früher, im Sommer etwas später), und, danach geht mit ihm eigentlich alles als Ausflugsziel. Am beliebtesten ist da zwar eine Kombination aus Kino, Pizza, Billiard und (alkoholfreien) Cocktails; Hauptsache Mama ist da nicht dabei :-p Aber auch Badminton/Squash etc. oder auch einfach nur Eisessen (wir improvisieren da dann schon was lustiges; mein Kurzer ist da eigentlich für jeden Spass zu haben) gehen ist absolut in Ordnung.

Aber grundsätzlich: Nein, ich würde einen 12-Jährigen nicht zwingen, an familiären Aktivitäten teilzunehmen, wenn er dazu keine Lust mehr hat. Andererseits würde ich auch nicht wollen, dass die Alternative für das Kind dann nur ist, zu Hause rumzuhocken und mit Computer und X-Box zu spielen. In dem Fall würde ich es wahrscheinlich wie folgt handhaben: So lange er irgendwelche besseren Alternativen für sich hat (mit Freunden unterwegs sein o.ä.), darf er sich aus familiären Aktivitäten raushalten. Wenn die Alternative aber ist, alleine zu Hause zu hocken und mit dem Computer zu spielen - würde ich es »mal« erlauben, dass er dann zu Hause bleiben darf und ab und an müsste er dann noch mitkommen. Zumindest solange er dann nicht die ganze Stimmung vermiest.

Wir sind sehr sehr gut der Familie des besten Freundes unseres Sohnes befreundet, und, was wir früher sehr häufig gemacht haben, waren, entweder einen Ausflug zusammen zu machen, oder, dass dann eine Familie das jeweils andere Kind einfach mitgenommen hat. Zusammen war dann jeder Ausflug wieder ein Abenteuer (selbst eine Radtour zu einem Biergarten); die Kids haben sich dann meistens eh recht schnell abgesetzt (die hat man dann nur noch gesehen, wenn die Hunger oder Durst hatten) und haben dann schon ihre Flausen ausgelebt; und - wir Eltern hatten auch eine schöne, erholsame Zeit. Wenn die Kids zusammen waren, waren es im Regelfall die Eltern, die dann irgendwann »wir wollen nach Hause« nörgelten; wenn die jeweils alleine waren, waren es im Regelfall die Kids, die dann »mir ist langweilig, das ist doof, ich will wieder nach Hause« nörgelten.

Beitrag von katzeleonie 04.05.11 - 08:10 Uhr

Hallo,

unsere Tochter hat auch mit 10 angefangen, daß sie überall nicht mehr mit hin wollte. Nur wenn eine Freundin mit darf und mein Mann und ich wollten halt nicht jedes mal wenn wir weg gehen eine Freundin mitnehmen. Ab und an ok, aber sonst nicht. Es ist auch egal was vorschlagen wird, sie hat null Interesse. Sie ist jetzt 12. Und wir gehen mit einigermaßen normalem Gewissen auch mal weg ohne sie.

Geburtstage oder ähnliches, klar da muß sie mit, aber z.B. letztes Jahr an Ostern hat sie unseren Osterausflug behindert, es war weit weg und sie war nicht zu bewegen, mitzukommen. Also gingen wir auch nicht.
Zwingen kann man sie nicht.

Ich hoffe, daß die Phase bald wieder nachläßt, glaube es aber nicht.

lg
Anja

Beitrag von jasahe 01.05.11 - 22:17 Uhr

Mein Sohn ist seit ein paar Tagen zwölf und wir haben folgende Regeln: Prinzipiell sind wir eine Familie und daher hat jeder eine Verpflichtung zum Funktionieren beizutragen. Wie funktioniert das? Dieses Wochenende waren wir mit unserem 3jährigen bei einer Taufe - zu gleichen Zeit war er zu einem Geburstag eingeladen - also ging er zum Geburtstag und wir zur Taufe. Sonst wäre er mitgegangen. es wäre zwar nur kleinere Kinder dort gewesen, aber mit Onkels und Taufpaten zu spaßen macht auch Freude - und die kümmern sich auch wirklich drum. Reden über Fußball oder anderes. Und für den Notfall hat er ein dickes Buch mit, setzt sich in ein Eck und liest.
Also, Alternativprogramm ist ok, aber alleine zu Hause hocken gilt nicht, außer er müßte lernen. Und dann bleiben wir auch meistens, weil es für ihn ja demoralisierend ist, wenn wir Spaß haben und er lernen muss.

Bei Aktivitäten schauen wir, dass sie für alle geeignet sind. Heute waren wir auf einer Burg, er liebt Führungen, vorallem mit Audioguide, der Kleine war mit Schauen zum Thema Ritter schon beschäftigt genug. Ungeliebte Ziele versuchen wir aufzupeppen - z.B. shoppen, in dem wir vorher alle frühstücken gehen (das liebt er) und wir uns dann trennen - er geht dann in die Buchhandlung oder ins Spielwarengeschäft. Bisher haben wir immer Kompromisse gefunden, bei leichtem "Zwang" hat sich dann herausgestellt, dass er im Nachhinein recht viel Spaß gehabt hat.

LG

Beitrag von butler 01.05.11 - 23:58 Uhr

Ich unternehme viel mit meinen Jungs am WE und wir entscheiden viel zusammen. Es gibt Ausflüge zu denen er nicht mit muß und es gibt Ausflüge wo ich entscheide das er mitkommt, das sind dann zb. Sportl. Aktivitäten, seinen Vater zb. braucht er nicht mehr mit vom Flughafen abholen. Darauf freut sich der Zwerg immer riesig und ist sauer wenn wir seinen Vater mal nicht abholen können. ( Ist ja auch klar nach Wochen ohne Papa)
WE Fahrten zb. Städtereisen da gibt es keine Disskusion da wir auch die zusammen entscheiden.
LG

Beitrag von sandra7.12.75 02.05.11 - 09:14 Uhr

Hallo

Jein,unsere Tochter wird jetzt 13 und macht auch nicht mehr alles mit.

Wir haben 5 Kinder davon ein Baby mit 12 Wochen und da kann man dann doch nicht mehr alles machen wie bisher.

Gestern waren wir wandern mit Piknick und an der Mühle gab es Eis für alle.

Das macht sie ganz gerne und wenn dann noch Freunde dabei sind und im Wald geklettert und am Bach gespielt wird geht sie mit.

Was nicht geht sind öde Veranstaltungen am WE wie ein Kindermusicel wo die kleine schwester einen Auftritt hat.

Zum Fastnachtsumzug war sie auch noch mit,mußte aber dann schnell wieder heim da Werder Bremen gespielt hat.

Mein Mann fährt in 2 Wochen mit den Mädels zum Fußball und ich bleibe mit unserem 5 Jährigen und dem Baby hier und werde dann was mit den beiden alleine machen.

Klettern geht auch.Dann gehe ich mit den Kleinen auf dem Barfusspfad und mein Mann mit klettern und anschliessend treffen wir uns in der Eisdiele.

Wir versuchen schon das für alle was dabei ist.

Spielplatz und wenn ich mich mit anderen Müttern treffe braucht sie nicht mit.

Sie darf sich dann mit Freunden treffen oder mit dem Rad raus oder auch daheim bleiben.

lg