Frage zum stillen

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sarah-luisa 01.05.11 - 22:21 Uhr

Ich habe mal eine Frage an die stillerfahrenen hier....ich bin mit dem dritten Kind schwanger und möchte dieses mal endlich stillen und nicht wieder aufgeben wie bei meinen beiden süßen :-( ... Man hat mir damals immer gesagt also Hebamme und in der Klinik ,dass man das Kind abwechselnd an die Brust legen soll,also ich sollte immer zehn Minuten an der einen Brust mein Baby trinken lassen und dann wechseln zur anderen Seite...das habe ich auch gemacht...jetzt lese ich heute dass man das Baby ca. Ne halbe Stunde an der einen Brust lassen soll weil erst später der milchflussreflex ausgelöst wird und das Baby durch die kostbare hintermilch erst satt wird..nun gut ich kann mir das gut vorstellen, denn mein Sohn hatte damals ständig Hunger,einen trockenen Mund und keinen Stuhlgang mehr ...als mir dann alles zuviel wurde griff ich zur Flasche..leider....jetzt denke ich das es bestimmt daran lag das ich ständig damit beschäftigt war alle zehn Minuten zu wechseln damit auch bloss beide Seiten zur milchbildung angeregt werden..war das evtl. Der Fehler hätte ich ihn lieber an einer Seite von Anfang an länger trinken lassen sollen ?? Was meint ihr?? Und was ist in der Zeit mit der anderen Brust ,sie wird dann ja vielleicht während einer stillmahlzeit nicht angeregt weil Baby vielleicht von Brust Nr. Eins anfangs schon erstmal satt ist " grüble" #kratz....

Freue mich auf nen guten Rat

Liebe Grüße

Kerstin 38. Woche

Beitrag von eumele76 01.05.11 - 22:27 Uhr

Hi,

also ich hab nie auf die Uhr geschaut.

Ich hab Fiona z.B. an der linken Brust solange trinken lassen bis sie losgelassen hat und dann an der zweiten trinken lassen wenn sie das noch wollte. Und beim nächsten Stillen dann die zuletzt getrunkene Brust angeboten.

So pendelt sich das ein. Teilweise wollte sie anfangs immer nur eine Brust pro Mahlzeit.

LG,
Nina mit Fiona 14 Monate (immer noch stillend)

Beitrag von dodo0405 01.05.11 - 22:49 Uhr

Ich hab sie immer die eine Brust trinken lassen so lange wie sie wollte und dann nochmmal auf der anderen Seite probiert. Auf die Uhr geschaut hab ich nie. Meine Tochter hatte voll gestillt übrigens nur 1x pro Woche Stuhlgang.

lg

Beitrag von anarchie 01.05.11 - 23:01 Uhr

hallo!

lass dein Kindstillen, wie es mag.
Biete eine seite an, solange das Kind möchte, bei bedarf dann noch die 2. Seite.
Lege häufig an.

Viele Kinder kommen ganz wunderbar dauerhaft mit einer Brust klar(meine 4 z.B....).

Lasse andere sauger komplett weg, damit das Kind sein Saugbedürfnis bei dir stillt und den Milchfluss weiter anregt.
und hab vertrauen, es wird sicher klappen.

Such dir doch jetzt schon eine stillgruppe der afs oder lll, die von einer Stillberaterin geleitet wird, dort bekommst du kompetente Hilfe!

lg

melanie und die 4 langzeitstillkinder

Beitrag von 440hz 01.05.11 - 23:01 Uhr

hallo kerstin,

ich stille gerade mein drittes kind und habe die erfahrung gemacht, dass ich bei allen kindern zu beginn gefühlt rund um die uhr gestillt habe. die ersten wochen habe ich oft stundenlang mit baby auf der couch gesessen, dass baby hat ein paar minuten getrunken und ist eingenickt. nach 20 minuten wieder wach geworden hat ein paar schlucke getrunken und ist wieder eingenickt. beim nächsten aufwachen nach 15 minuten ;-) habe ich dann mal die seite gewechselt. danach folgte dann vielleicht ein 45 minuten nickerchen und so weiter und sofort.
ich habe also irgendwie versucht regelmäßig die seiten zu wechseln, es hat aber nur semi gut funktioniert.
jetzt stille ich meißtens nur noch auf einer seite außer der kleine hat mal richtig viel hunger.
mittlerweile hat der zwerg schon einen ganz akzeptablen rythmus und ich fühle mich wieder etwas flexibler, aber für die erste (auch wunderschöne zauberzeit) brauchte ich ganz schön viel sitzfleisch.

alles gute für die geburt und die zeit danach
440hz

Beitrag von sarahjane 01.05.11 - 23:04 Uhr

Brust/Fläschchen sollte es nach Babys Bedarf geben.

Manche Babys sind nach 3 Minuten satt, manche erst nach 30.
Einige Kinder wollen nur die rechte Brust, andere nur die linke.

Beitrag von meandco 02.05.11 - 00:33 Uhr

#liebdrueck

also das mit den 10 min ist nicht grundsätzlich falsch. das gilt für die ersten paar tage bis zum milcheinschuss ... zwei gründe: eben gleichmäßig anregen und zum anderen dass die brustwarzen noch nicht so resistent sind - und dabei etwas geschont werden.
du kannst aber auch da schon nach bedarf auf einer seite bleiben. wechsle einfach, wenn dir dir brust weh tut ... bevor du wund wirst ist es besser zu wechseln. und sonderlich nahrhaft ist die milch die ersten tage ja nicht ;-)

danach stillst du je mahlzeit (und das kann auch sein mit mehreren pausen) eine seite in verschiedenen positionen ... dann wird sie immer schön gleichmäßig angeregt als ganzes.
für die nächste mahlzeit kommt die andere seite dran. mehr anregung braucht es nicht.

lg
me

Beitrag von kaetzchen79 02.05.11 - 08:59 Uhr

man lässt das kind solang an der brust , wie es möchte. ich gucke dabei nicht zur uhr. die andere brust, wenn möglich, immer "aufmachen", also mullwindel davor, dann läuft sie ja mit.

die milch verändert sich während des trinkens. wie lang das ist, hängt aber ja vom zug des kindes ab... ;-) wenn dein kind a ber auf der rechten seite beispielsweise trinkt, du links offen hast, dann hast du beim wechsel auf der linken seite auf jeden fall die nahrhaftere, fettreichere hintermilch. dein kind wird also auf jeden fall satt... :-)

lg kätzchen mit malin, 8 wochen

Beitrag von maerzschnecke 02.05.11 - 11:27 Uhr

Das mit den 10 Minuten hat einen anderen Hintergrund. Gerade in den ersten Tagen schlafen die Kleinen schnell an der Brust ein und nuckeln oft nur kurz (ca. 5 Minuten) an der Brust.

Die Hebammen empfehlen daher, das Kind immer wieder zu wecken und solange trinken zu lassen, dass es 10 Minuten pro Brust erreicht. Damit soll eben der Milcheinschuß gefördert werden.

Wenn der Milcheinschuß stattgefunden hat, hängen die meisten Babys seeeehr lange an der Brust. Ich kam in der Anfangszeit beim Stillen fast nie unter einer Stunde inkl. zwischenwickeln weg. Es gab auch Phasen, da hatte ich Emilia 2 Stunden an der Brust und zweimal sogar ganze 4 Stunden, weil sie durchgängig Hunger hatte.

Ich sehe das mit dem Brustwechseln inzwischen auch nicht mehr so dramatisch. Im KH wurde mir auch gesagt: an beiden Brüsten trinken lassen und die Schlußbrust ist beim nächsten Mal die Anfangsbrust. Das mag hilfreich sein, wenn das Kind Stillpausen von 3-4 Stunden hat. Soweit kam es bei uns aber nie. Emilia hing stündlich an meiner Brust.

Jetzt mit 13 Wochen sind es 2-3 Stunden Pause.