Abwandern von Brust zur Flasche?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von allessoneu 02.05.11 - 20:32 Uhr

Hallo,
immer wieder hört man, dass Stillkinder, wenn man ihnen neben der Brust auch Milch aus der Flasche anbietet, ganz gerne komplett zur Flasche abwandern, weil das Trinken aus der Flasche für sie leichter ist.
Passiert das denn häufig? Oder ist das eher die Ausnahme?

Habt ihr das bei euren Kindern oder anderen Kindern erlebt? Und in welchem Alter waren die dann?

Oder füttert ihr ohne Probleme immer Mal wieder oder auch regelmäßig zu einer bestimmten Mahlzeit abgepumpte Milch?

Der Grund für meine Frage:
Ich stelle mir vor, dass ich abends nach dem Zu-Bett-Geh-Stillen die erste Nachtmahlzeit abpumpe, so dass mein Freund sie unserer Kleinen (15 Wochen) mit der Flasche geben kann, damit ich Mal endlich wieder mehr als drei Stunden Schlaf am Stück bekomme. Ich möchte aber nicht riskieren, dass sie abwandert.
Dass sie gerne aus der Flasche trinkt, haben wir gesehen als ich vor einigen Wochen wegen eines ambulanten Krankenhausaufenthalts den Vormittag und Nachmittag über nicht stillen konnte. Zwei Tage später fing sie allerdings an, an der Brust "Ärger" zu machen, was ich aber auf einen Schub (8. Woche) geschoben habe. Das Ganze dauerte ungefähr 1 Woche. :-(
Ich bin mir also unsicher, was passieren wird, wenn sie die Flasche bekommt.

Kann man es den einfach Mal ausprobieren oder bringt das schon die "Gefahr" des Abwanderns mit?

Beitrag von angeldragon 02.05.11 - 20:39 Uhr

ich gab flasche hatte angst das sie nicht satt wird

nach 2 tagen hat sie die brust nichtmehr nehmen wollen gar nicht mehr

hab 2 wochen gebraucht bis sie wieder ganz ohne flasche getrunken hat


eine freundin stillte dan aus selben problem ganz ab , eine andere stillte ganz ab weil flasche einfach einfacher wahr

ich würds nichtmehr riskieren aber es gibt auch viele babys die beides akzeptieren ;-);-)

Beitrag von sunday30 02.05.11 - 20:42 Uhr

Hallo!
Ich möchte dir ungern die Hoffnung nehmen, aber wenn sie nach dem Amb. Eingriff schon gezickt hat...
Ich persönlich hätte da genauso Bedenken, wie du jetzt.
Ebenso kann sich aber auch gar nichts ändern.
Mein Kleiner hat erst mit 6 Mon. das erste Mal eine Flasche bekommen. Das hst ganz schön lang gedauert, bis er diese akzeptiert hatte. Er trinkt bis heute keine Flaschenmilch, sondern nur Wasser und Tee. Aber genaiso gerne wird er noch gestillt.
Also, du siehst, jedes Kind reagiert völlig anders.
Ich kann dir aber eines versprechen und zwar, dass die Schlafenszeiten nachts länger werden. Hoffe das tröstet etwas.
Da muss jeder durch, nur leider die Stillmamis mehr wie alle anderen
#winke

Beitrag von tioni84 02.05.11 - 20:48 Uhr

Also mein Zwerg bekommt seit ueber einer Woche beides und wir haben keinen grossen Aerger. Ich denke, dass jedes Kind anders ist und man das nicht pauschal sagen kann.

Beitrag von zweiunddreissig-32 02.05.11 - 22:03 Uhr

Ich hab mit dem Zufüttern angefangen, als mein Sohn 3,5 Monate alt war. Komplett auf die Flasche ist er erst mit 6,5 Monaten umgestiegen. Also konnte er erfolgreich 3 Monate lang Brust und Flasche ohne Probleme vereinbaren.#winke

Beitrag von 440hz 02.05.11 - 22:12 Uhr

hallo,
meine große hat recht früh abgepumpte mumi aus der flasche bekommen. nach acht wochen habe ich an drei tagen wieder gearbeitet, von da an dann regelmäßig.
sie hatte öfter mal phasen in denen ich viel geduld haben musste, damit sie noch an der brust trinkt.
die mittlere nahm kein fläschchen und der kleine bekommt einmal die woche abends wenn ich bei der orchesterprobe bin das fläschchen. bisher klappt es einwandfrei. ich würde allerdings nicht zu viel riskieren.
lg 440hz

Beitrag von sarahjane 02.05.11 - 23:15 Uhr

Wenn man die kleinste Saugergröße nimmt, ist das Saugen aus dem Milchfläschchen ähnlich schwer wie an den mütterlichen Brüsten.

Aus dem Fläschchen zu trinken ist also nicht zwangsweise leichter als aus der mütterlichen Brust.

Zahlreiche Kinder kommen mit der Kombi aus Brust/Fläschchen gut zurecht.

Die Gefahr einer (sehr seltenen!) Saugverwirrung besteht (wenn überhaupt) nahezu ausschließlich in den ersten 6 bis 8 Lebenswochen eines Kindes.

Wichtig ist, brustähnlich geformte Sauger der kleinsten Größe zu verwenden (Avent- und MAM-Produkte werden von vielen Brustkindern bevorzugt akzeptiert).

Wenn möglich, immer erst beide Brüste, dann das Fläschchen anbieten. Ansonsten darauf achten, dass man z. B. morgens Brust, mittags Fläschchen, nachmittags Brust, abends Fläschchen und nachts Brust gibt = einen festen Rhythmus (allerdings nicht auf Uhrzeiten festgelegt) anbietet, so dass die Kinder sich darauf einstellen können, wann es Brust/Fläschchen gibt.

Beitrag von wir3inrom 02.05.11 - 23:40 Uhr

Bei meinem Großen war das so.
Milchmenge war aufgrund von Streß zurückgegangen, ich habe zusätzlich abgepumpt und den Restbedarf mit PRE zugefüttert. Nach 5 Wochen hat mein Sohn die Brust komplett verweigert und wollte nur noch die Flasche.

Ich hatte leider keine gute Beratung, weshalb wir somit von einem Tag auf den anderen abgestillt haben.

Rückblickend: #heul