ICSI im Ausland, Deutscher Arzt darf Stimu nicht überwachen???

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Beitrag von unsertraum09 05.05.11 - 22:19 Uhr

Hallo,
ich war vor 1 Woche in Stettin für meine 4. ICSI.
Wir wollen im Juli damit starten.
Nun muß ja der US während der Stimu hier in D. gemacht werden.
Mein Frauenarzt sagte mir heute, dass das rechtlich verboten sei. Er und auch kein anderer Arzt würde die Verantwortung dafür übernehmen, falls ich überstimuliert würde.

Wo lasst ihr den US denn machen bei einer ICSI im Ausland? Bin nun etwas verzweifelt. Ich kann doch nicht 4 Wochen in Polen bleiben #kratz

Vielen Dank vorab für eure Hilfe.
Alex

Beitrag von luk84 05.05.11 - 22:22 Uhr

hi alex,

ich habe keine ahnung, mein aber mal hier gelesen zu haben, dass bei einer behandlung in deutschland der "normale" FA die ultraschalls gemacht hat. wäre in deinem fall ja nichts anderes....

lg

Beitrag von katici 05.05.11 - 22:49 Uhr

Das hab ich noch nie gehört...
Bei meiner Auslands ICSI hat mein FA den US gemacht und an den Arzt in Österreich die Daten gefaxt...

Beitrag von andra74 05.05.11 - 23:17 Uhr

Hi Alex,

mh, also meine erste KiWu-Behandlung war in Berlin und ich wohnte in H und meine Ärztin hat das auch überwacht, aber erst die 2. die erste Ärztin hat gemeint, sie könne nun nicht ständig US machen, da ihr das keiner bezahlt - ich nehme an, das könnte der Grund bei deiner auch sein?!

Viel Glück
Andra

Beitrag von unsertraum09 05.05.11 - 23:20 Uhr

hallo,
danke für die antwort.
nein, er hat gesagt es sei verboten (ethische komission oder so).
dass ich den us selber zahlen muß, war mir eigentlich klar, dazu bin ich ja auch bereit, aber hab angst, dass ich keinen arzt finde??!!
LG

Beitrag von engel2183 05.05.11 - 23:20 Uhr

Ich weiß das der Gyn meiner Freundin alle Ultraschallkontrollen in D gemacht hat, allerdings musste sie pro Ultraschall 40€ zuzahlen.

Waren aber nur zwei Kontrollen.

Beitrag von unsertraum09 05.05.11 - 23:28 Uhr

hallo,
ja damit hab ich ja auch gerechnet, aber dass er es gar nicht machen will??? :-(
also werde ich mal nach einem anderen arzt suchen und hoffen, dass der bereit dazu ist... ne ne ne

danke an alle für die antworten :-)
LG und gut n8

Beitrag von sassi31 06.05.11 - 01:29 Uhr

Also wir haben die Behandlung in Österreich durchführen lassen und meine KiWu-FÄ hier vor Ort hat die Follikelschau gemacht und die jeweiligen Daten nach Österreich gefaxt. War überhaupt kein Problem.

Beitrag von -anonym- 06.05.11 - 07:11 Uhr

Hallo
Warum suchst du dir keine Kinderwunschklinik dann hier in Deutschland um dich überwachen zu lassen. Mit denen lässt sich doch sicher reden.

Auf jedenfall kennen sie sich viel besser aus als der Frauenarzt den mir wäre es ehrlich gesagt zu riskant und ich würde schon die beste Vorbehandlung haben wollen. So Ultraschalle sind auch nicht wirklich teuer wie schon gesagt ca 40 Euro und man benötigt ca 3 Stück.

Beitrag von pieruline 06.05.11 - 08:13 Uhr

Hallo Alex,

wir haben die Behandlung in Österreich machen lassen und der Ultraschall wurde hier in Deutschland vom normalen Gynäkologen gemacht.
Alternativ hätte ich das auch in einer KIWU-Klinik hier machen können, mit denen die Klinik in Österreich "zusammen arbeitet".
Frag doch mal in Stettin nach, ob die hier in Deutschland Partner haben.

Liebe Grüße,
Pieruline

Beitrag von rubinstein 06.05.11 - 09:11 Uhr

Grüss Dich,

er macht sich nur dann strafbar, wenn es sich um eine Eizellspende handelt und er davon weiß.

Ich würd mir an Deiner Stelle einen anderen FA suchen und es wie geplant machen.

Viel Glück

rubinstein

Beitrag von motmot1410 06.05.11 - 09:45 Uhr

Auch dann macht er sich nicht strafbar. Laut Embryonenschutzgesetz macht ein Arzt sich nur strafbar, wenn er einer Frau eine fremde EZ überträgt. Von der Vorbereitung einer EZ-Spende steht da nichts.
Das würde mich auch wundern, weil viele Praxen diese Vorbereitungen übernehmen- und das auch völlig offen.

Beitrag von unsertraum09 06.05.11 - 09:50 Uhr

Danke für die Antworten.
Ich verstehe es auch nicht ganz, anscheinend hab ich mir wieder mal genau den richtigen Arzt ausgesucht #schmoll
Dabei war ich eigentlich zufrieden mit ihm.
Er sagte halt, es sei verboten einen 4. Versuch (im Ausland) zu machen. Keine Ahnung.
Ich werde nun mal andere Gyns. in meinem Umkreis anfragen, denn in die Kiwus die hier in der Umgebung sind, geh ich nicht mehr, da war ich ja bereits für meine Versuche 1-3.

LG
Alex

Beitrag von motmot1410 06.05.11 - 09:58 Uhr

Dass es verboten sei, den 4.Versuch im Ausland zu machen, ist absoluter Blödsinn. Du kannst hingegen wo Du möchtest.
Natürlich kann es sein, dass viele Reproduktionsmediziner die Betreuung ablehnen, um sich selbst nicht das Geschäft kaputt zumachen. Strafbar macht er sich aber nicht damit.

Beitrag von strandschoenheit 06.05.11 - 10:53 Uhr

Sorry, aber der hat ja mal überhaupt keine Ahnung, wenn er einen solchen Mist verzapft. Du kannst so viele ICSIs machen, wie du munter bist.

Ich würde den so oder so wechseln.

Beitrag von rubinstein 06.05.11 - 14:53 Uhr

ich muss Dir widersprechen.. Frauenärzte in Deutschland machen sich strafbar, wenn sie die Eizellspende im Vorfeld wissentlich unterstützen.

Damit will ich nicht sagen, dass es nicht praktiziert wird *lächelt*

http://de.wikipedia.org/wiki/Eizellspende
Auch hier steht es so geschrieben:

Es ist den Frauenärzten/Reproduktionszentren in Deutschland ebenfalls verboten, vorbereitende Maßnahmen für eine Eizellspende durchzuführen

_____

Zu der Anzahl der ICSI`s .. ihr könnt so viele machen wie ihr wollt, seid ja dann eh Selbstzahler.

Evtl. hat der FA ja vor der Verantwortung schiss.. er muss die Follikal ja richtig ausmessen ect. damit die PU genau bestimmt werden kann. Vielleicht ist er damit einfach überfordert und wollte es so nicht ausdrücken.

Gibt es keine Kiwu-Klinik, in die Du gehen könntest? So hab ich es bei meinen Versuchen in Österreich gemacht, der FA hatte einfach versagt. Die Kiwu-Klinik hatte sogar Vordrucke, welche man dann nach Österreich faxen konnte. Für sie ist das doch eine schöne Einnahmequelle.

Beitrag von strandschoenheit 06.05.11 - 18:33 Uhr

Hallo,
dass "vorbereitende Maßnahmen" verboten sind, steht bei Wikipedia, ich finde es aber nicht im Embryonenschutzgesetz. Oder habe ich es überlesen? Zumal gerade bei dem Punkt bei Wikipedia kein Beleg ist.

http://bundesrecht.juris.de/eschg/index.html#BJNR027460990BJNE000800308

LG
Sandy

Beitrag von motmot1410 06.05.11 - 21:52 Uhr

So sieht es aus ;-)
Es wird zwar immer gerne behauptet, dass die vorbereitenden Maßnahmen verboten seien, aber am Gesetz ist das nicht belegbar.
Wikipedia ist da auch keine wirklich seriöse Quelle. Ich verlasse mich da lieber auf die Aussage von befreundeten Juristen und das tun die Kiwu-Zentren wohl auch.