Rumpfhypotonie

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von deborah09 06.05.11 - 15:14 Uhr

Hallo zusammen

Meine Tochter wird in einer Woche 13 Monate jung und ich dachte mir ich wende mich mit meiner Frage in diesem Forum an euch und nicht mehr im Babyforum ;-)

Ich war heute mit Sophia in der Jahreskontrolle beim Arzt. Dieser hat bei ihr eine sogenannte "Rumpfhypotonie" festgestellt und Kinderphysio nach Bobath verordnet.

Sophia steht noch nicht s/s auf und kriecht auf dem Po vorwärts, ein Bein vorne, ein Bein hinten. s/s gesessen ist sie mit 8 Monaten und hat sich immer mehr für das Intellektuelle, statt Motorische interessiert. Laut Kinderarzt ist sie kognitiv auch überdurchschnittlich weit.

Nun mache ich mir einfach Sorgen, dass sie wirklich was auffälliges hat. Doch laut Arzt haben dies viele Kinder. Habt ihr selber Erfahrungen damit?
Es war schon immer auffällig, wie wenig Sophia Interesse zeigte sich zu drehen und allg. fortzubewegen. Aber ausser das sie nicht s/s steht oder sich z.b am Stubentisch aufzieht, ist sie völlig adäquat entwickelt. Mit bald 13 Monaten muss sie ja auch nicht laufen können...

Sorry für mein Durcheinander, aber seit ich zu Hause bin, bin ich völlig durch den Wind. Dabei ist es ja wirklich nichts schlimmes. Ich habe einfach schon zuviel erlebt...

Danke für alle Antworten.

Liebe Grüsse Deborah & Sophia #baby

Beitrag von katzebibi 06.05.11 - 16:50 Uhr

Hallo!
Mach dir mal nicht zu viele Sorgen.Mein Sohn war auch immer recht spät dran mit allen motorischen Dingen.Er hat auch seit der 12 Woche KG nach Voita bekommen.Er hatte eine Schädelasymetrie und dadurch eine Muskelverkürzung.Schädlich ist das doch nicht.Unterhalte dich doch einfach mal mit den Physiotherapeuten über deine Tochter.Die werden dich sicher beruhigen können.
Alles Gute Bianca und Leon fast 3 Jahre

Beitrag von babydreamer 06.05.11 - 21:29 Uhr

Hallo,

wir hatten 2 Tage vorm 1. Geburtstag U6, da bekam Paula KG nach Voita verschrieben weil sie nur robbte, nicht krabbeln konnte und sich nicht hochzog - Muskelhypotonie.
Wir hatten 10x KG, letzte Woche das letzte Mal. Nächste Woche ist sie 15 Monate, sie krabbelt seit 1 Monat, zieht sich seit Ostern bis in den Stand hoch und macht sich ganz gut und das obwohl ich zu Hause keine Übungen oder so machen musste.
Mach dir nicht so viele Gedanken, das wird schon ;-)

Ich weiß aber wie du dich fühlst, obwohl es nicht wirklich was schlimmes war/ist, hab ich mich von der Diagnose damals auch erstmal "wie erschlagen" gefühlt, das legte sich dann aber mit Beginn der KG.

LG
Martina

Beitrag von yozevin 06.05.11 - 22:11 Uhr

Huhu

Unser Sohn hat auch eine muskuläre Hypotonie, vor allem im Rumpf, aber auch im Halsbereich.... Wir bekommen seit Oktober KG nach Bobath und unsere Physio ist mal zufrieden und mal nicht so..... ;-)

Bei unserem Sohn äußerte sich die Hypotonie auch schon recht früh, allerdings habe ich immer auf die "Er ist halt ein Fauler!" und "Jungs sind eben langsamer!"-Sprüche gehört.... #schein Zwerg hatte nie Interesse, mit seinen Füßen zu spielen (sehr wichtiger Schritt), hat sich aber zeitgerecht gedreht, robbte jedoch erst spät.... An Krabbeln zeigte er erst Interesse, als er sitzen konnte, mit etwa 13 Monaten! Selbst da habe ich mir noch was einreden lassen.... Als Monsieur mit 20 Monaten jedoch noch immer nicht frei lief (an den Möbeln lief er schon mit 16 Monaten) und sich nur kniend fortbewegte, sind wir dann doch mal zum Arzt (früh, ich weiß #schmoll) und der verschrieb uns die KG.... Die Therapeutin stellte dann fest, dass er eine Blockade im Darmbeingelenk hatte und nachdem diese behoben war, konnte Zwergi von jetzt auf gleich frei laufen... Allerdings zog er sich trotzdem noch an den Möbeln in den Stand, krabbelte sogar extra irgendwohin, um sich hochzuziehen.... Frei Aufstehen kann er erst, seit seine Schwester das auch macht ;-) Er brauchte da scheinbar sein Vorbild! Momentan ist unsere Therapeutin eigentlich wieder recht zufrieden.... Was unserem kleinen Mann im Moment Schwierigkeiten bereitet, ist gegen die Schwerkraft arbeiten, also zb eine Leiter hochklettern.... Das üben wir jetzt auf den Spielplätzen!

Bei hypotonen Kindern ist es sehr wichtig, dass sie sich bewegen.... Also Spielplätze, Indoor-Spielplätze nach Möglichkeit, wenn sie schon laufen können, sollen sie es auch tun (also nicht dauernd im Buggy schieben, sondern zum Laufen animieren) und toben, toben, toben.... Gerne auch ein bißchen "härter" anpacken dabei.... Hypotone Kinder haben häufig Wahrnehmungsstörungen und müssen ihren Körper spüren, sagte unsere Therapeutin.... Gerne auch etwas festere Massagen im Bein- und Rumpfbereich, viel eincremen, damit sie die Temperaturunterschiede spüren lernen....

Ich mache mir auch dauernd Sorgen, ob mit ihm irgendwann mal alles gut wird.... An besonders schlechten Tagen bin ich auch manchmal echt deprimiert deswegen! Aber grade an solchen Tagen überrascht uns unser Schatz dann meistens mit etwas neuem.... Und bei ihm ist es besonders schön, wenn er was neues kann! Er ist halt was besonderes, das zeigt er uns immer wieder! Und irgendwann kommt sicher die Zeit, wo man ihm nichts mehr davon anmerkt, dass er in der Hinsicht mal beeinträchtigt war.... Hoffe ich zumindest!

Falls du noch Fragen hast oder dich austauschen magst, kannst du mich auch gerne per PN kontaktieren!

LG