Stillen und Brustverkleinerung

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von lafuente11 09.05.11 - 13:02 Uhr

Hallo Ihr Lieben!
Ich hatte 1997 eine Brustverkleinerung. Auf jeder Seite wurden ca 1250g Gewebe entfernt und die Brustwarze wurde dabei komplett abgetrennt und versetzt wieder angenäht.
Hat jemand von euch Erfahrung auf diesem Gebiet? Wenn ja, konntet Ihr trotzdem stillen?
Mein FA sagt, auf garkeinen Fall, da sich die Brust entzünden könnte, und evtl punktiert werden müsste. Die Hebamme meint, ich solle positiv rangehen und es versuchen. Wenn die gefahr einer Entzündung bestünde, dann wäre das schon vor der Geburt, da die Milch auch schon vorher einschiesst.
Hm, bin etwas ratlos......und wollte mehr Meinungen einholen....
Danke schonmal und LG!

Beitrag von sarahjane 09.05.11 - 13:04 Uhr

Du wirst es versuchen müssen. Brust-OPs sind oftmals eine heikle Angelegenheit, wenn man versuchen möchte, ein Kind per Brust zu ernähren.

Beitrag von lilly7686 09.05.11 - 13:14 Uhr

Hallo!

Du kannst es in jedem Fall versuchen.
Allerdings stehen die Chancen sehr gering, leider.
Denn durch das Abtrennen der Brustwarzen wurden die Milchgänge natürlich durchtrennt. Was zur Folge hat, dass die Milchgänge nun quasi ins Leere laufen.

Aus dem Buch "Stillen kompakt - Atlas zur Diagnostik und Therapie in der Stillberatung":

"Bei einer Brustverkleinerung wird ein Tel des Brustgewebes entfernt. Dabei werden fast immer Milchgänge durchtrennt und Nerven beschädigt. Gelegentlich wird die Brustwarze abgestrennt und an einer anderen Stelle wieder angesetzt. Die Chancen, dass eine Frau nach einer Brustverkleinerung ihr Baby (voll) stillen kann, sind umso geringer, je mehr Brustgewebe entfernt wurde. Wurde die Mamille versetzt, so vermindern sich die Chancen noch weiter. Allerdings gibt es Berichte von Frauen, bei denen Miclhgänge und auch Nerven wieder zusammengewachsen sind."

Versuchen würde ich es also auf jeden Fall.

Allerdings ist die Aussage deiner Hebamme etwas gewagt. Denn nicht jede Frau hat bereits in der Schwangerschaft Milch. Es gibt viele, die keine haben und die erst direkt bei oder nach der Geburt erstmals Kolostrum geben.

Die Gefahr einer Entzündung besteht in deinem Fall auch, genauso wie bei jeder anderen Frau.
Achte bitte auf harte Stellen und Schmerzen. Hier hilft massieren und Wärme.
Es kann natürlich in deinem Fall umso eher zu einem Milchstau kommen, falls tatsächlich zu viel durchtrennt und nicht mehr zusammen gewachsen ist. Denn dann hat evtl. produzierte Milch keine Möglichkeit, ab zu fließen.
Deshalb ist es wichtig, dass du darauf achtest.

Wie gesagt, die Chance ist zwar gering, aber sie ist da, dass du stillen kannst. Das wird die Zeit zeigen.

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Liebe!

Beitrag von lafuente11 10.05.11 - 08:15 Uhr

Vielen Dank für die Antworten!
Ich muss wohl einfach abwarten.....