Vollzeit arbeiten gehen...

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von clementinchen 11.05.11 - 18:08 Uhr

Hallo Leute, muss mir ein bisschen luft machen....
Es nervt mich, dass mich so viele Leute bestürzt anglotzen, wenn ich sage, dass ich wieder voll arbeiten gehe und mein Sohn (16 Mon.) ca 7 Std. am Tag in der Kita ist deshalb....
Es geht bei uns nicht anders, ich muss voll arbeiten gehen, sonst bleibt uns kein Lebensunterhalt, da mein Mann kein Schwerverdiener ist...
Naja, ist es heutzutage so verquer immernoch, wenn man so "früh" schon voll arbeiten gehen muss, also fast 40 Stunden in der Woche?
Bis jetzt funktioniert es bei uns auch ganz gut so...
Klar, am anfang war es sehr schwer für mich, und selbst heute denke ich andauernd in der Arbet an den Kleinen, aber ich will ihm ja auch was gönnen können.
Was sagt ihr dazu?
Clementinchen mit Klein-Henni

Beitrag von traumkinder 11.05.11 - 18:14 Uhr

ich bin vollzeit arbeiten gegangen als mein kleiner 12 monate alt war!! er war dann von 9-15 Uhr in der Kita, da mein Mann arbeitslos war. Wenn mein mann seine Vollzeitstelle gehabt hätte, hätte der kleine auch 8-10h am tag in der kita bleiben müssen.


jetzt wo ich wieder schwanger bin, mache ich mir große sorgen wie es nach dem jahr elternzeit weiter gehen soll! ich möchte eigentlich nicht wieder so viel verpassen. denn mir hat es sehr gefehlt meinen schatz nicht um mich zu haben!!!!!


wenn du das kannst ist doch alles gut, dem zwerg schadet es nicht wie ich finde, denn je mehr umgang mit gleichaltrigen, desto mehr spass hat er, desto schneller lernt er ;-)

lass dich nicht verunsichern!! es ist dein kind und dein leben!! #liebdrueck

Beitrag von kiwi-kirsche 11.05.11 - 18:17 Uhr

Wieso ging dein Kind denn in die Kita wenn dein Mann arbeitslos war?

Beitrag von traumkinder 11.05.11 - 18:21 Uhr

weil es meinem sohn spass gemacht hat mit den anderen kindern zu spielen und mein mann so in aller ruhe nach einem job suchen konnte, den er dann auch in teilzeit gefunden hatte!

wenn wir erst angefangen hätten mit kita wenn mein mann arbeit hat, hätte die eingewöhnung nicht so funktioniert...


war also alles genau perfekt #winke

Beitrag von postrennmaus 11.05.11 - 18:20 Uhr

Also ich arbeite auch Vollzeit (nagut, derzeit kurzfristig ALG II, aber bald wieder im Job) und meine Kleine geht schon länger in die Krippe/Kita. Ihr gefällt es da super, sie geht jeden Tag supergerne hin und hat schon richtige Freunde. Sie hat dort so viel Abwechslung und sie macht dort jeden Tag viele schöne Dinge, die sie hier zu Hause gar nicht in dem Maße tun könnte. Wenn es nach ihr ginge würde sie auch am Wochenende hingehen. Sie versteht nicht, wieso die Erzieherinnen am Wochenende auch mal frei haben wollen ;-)

Und ich kann meinen Job ausüben, den ich sehr gerne mache. Ich wäre ohne Job nicht ausgelastet, ich brauche die Herausforderung. Abgesehen davon, dass mein Partner uns mit seinem Studenten-Praktikantengehalt nicht ernähren könnte.

Ich habe allerdings noch keine negativen Äußerungen aus meinem Umfeld gehört, denn vielen geht es nicht anders.


Lg postrennmaus mit Lotte (2,5J)

Beitrag von beth22 11.05.11 - 18:56 Uhr

Laß dich nicht verunsichern!

Ich bin bei beiden Jungs auch immer nach 14 Monaten wieder Vollzeit und im Schichtsystem arbeiten gegangen. Ging bei uns auch nicht anders, da wir auf mein Gehalt angewiesen sind.
Jetzt bei Lea habe ich mir 3 Jahre Elternzeit "gegönnt", da sie definitiv unser letztes Kind sein wird und ich die Zeit ganz besonders genießen wollte, außerdem haben wir uns ein Haus gekauft im Nov.2009 und es gibt noch viel zu machen hier.

Deinem Kind schadet die Kita in keinem Fall, im Gegenteil ! Er hat dort viele Kinder umsich und lernt so viel jeden Tag. Und wenn er gern dort hin geht ist es doch super .

Laß die andern einfach reden, du tust das richtige.

LG
Sandra mit Max (9,5 Jahre), Ben (fast 4 Jahre) und Lea (20 Monate)

Beitrag von blumella 11.05.11 - 20:13 Uhr

Für mich persönlich käme ein Kind nicht in Frage, wenn wir beide wirklich Vollzeit arbeiten müssten, um uns über Wasser halten zu können.
Das man dem Kind ja auch was "gönnen können" möchte kann ich im Bezug auf Geld auch nicht wirklich nachvollziehen.
Mein Kind genießt es, wenn wir Zeit für es haben, wenn wir an der Baustelle stehen bleiben, um dem Bagger zuzusehen, wenn wir als Familie am Wochenende im Bett frühstücken und anschließend gemeinsam spazieren gehen und dabei die Welt entdecken. Das kostet alles nichts und bedeutet Kindern vielmehr, als das Konto von Mama und Papa.

Leider lässt sich sowas in einem Forum nur schlecht bewerten, denn für den Einen heißt "arbeiten müssen", dass man sich weiterhin mindestens drei Fernreisen im Jahr leisten kann, die Möbel alle von Musterring oder Rolf Benz sind etc. und für den Anderen bedeutet es, abends Essen auf den Tisch bringen zu können und wenigstens im Second-Hand regelmäßig Klamotten in der richtigen Größe kaufen zu können.


Beitrag von derhimmelmusswarten 11.05.11 - 21:00 Uhr

Kann ich nicht nachvollziehen. Halte ich auch für blauäugig als Frau. Es sei denn, man ist durch einen Ehevertrag und einen absolut gut verdienenden Mann abgesichert oder hat selbst Vermögen etc. Ich halte es für ein Gerücht, dass Kinder gern den ganzen Tag allein bei Mama sind. Wenn sie reden könnten, würden sich die meisten sicherlich dafür entscheiden unter ihresgleichen in der Kita zu sein anstatt den Müttern beim einkaufen und beim Haushalt zuzuschauen #schein

Beitrag von blumella 12.05.11 - 21:07 Uhr

Ich habe Vollzeit gearbeitet, bevor ich schwanger geworden bin, konnte also auch Rücklagen bilden und jetzt gibt es halt eine Zeit in meinem Leben, in der mein Mann und ich gemeinsam beschlossen haben, dass er das Geld nach Hause bringt und ich mich eben um die Erziehung unseres Kindes bzw. unserer Kinder kümmere.

Und natürlich möchte ein Kind nicht nur den ganzen Tag allein mit Mama sein. Allerdings stellt sich ja immer die Frage, wie alt die Kinder sind und wie dann dem Alter entsprechend der Alltag gestaltet wird.
Wir hocken ja nicht nur alleine in der Wohnung, sondern haben auch Freunde, treffen andere Kinder auf dem Spielplatz oder in Spielgruppen.
Und selbst bei diesen Aktivitäten gibt es bei Kindern bis mindestens zum dritten Lebensjahr immer wieder Phasen, in denen sie die Rückversicherung von Mama brauchen, sei es nur durch eine kurze Umarmung oder einen bestätigenden Blick.

Und auch die Beispiele mit dem Einkaufen und dem Haushalt möchte ich gerne aufgreifen. Wenn ich einkaufen gehe, dann tue ich das mit meiner Tochter gemeinsam, sie freut sich wie irre, wenn sie den Wagen schieben kann oder z. B. den Joghurt alleine aus dem Regal holen darf. Im Haushalt kriegt sie z. B. auch einen Lappen und dann putzen wir gemeinsam Fenster. Da sehe ich also auch keinen Nachteil für das Kind, schließlich ist es der Alltag, den Kinder später auch im Kindergarten in Rollenspielen nachspielen.

Für mich persönlich ist es einfach ein himmelweiter Unterschied, ob ein Kind mit drei Jahren vormittags in den Kindergarten geht oder schon mit ein paar Monaten oder einem Jahr einen Ganztags-Kita-Platz hat.

Beitrag von widowwadman 11.05.11 - 21:29 Uhr

"Mein Kind genießt es, wenn wir Zeit für es haben, wenn wir an der Baustelle stehen bleiben, um dem Bagger zuzusehen, wenn wir als Familie am Wochenende im Bett frühstücken und anschließend gemeinsam spazieren gehen und dabei die Welt entdecken. Das kostet alles nichts und bedeutet Kindern vielmehr, als das Konto von Mama und Papa"

All das kann man als Vollzeit-Elternpaar mit seinem Kind auch machen (und machen wir auch)

Beitrag von blumella 12.05.11 - 21:11 Uhr

Aber wann und wie oft? Und wer muss sich wem bzw. wessen Tagesablauf mehr anpassen?

Man holt das Kind am späten Nachmittag aus der Kita, ist vermutlich selbst müde von der Arbeit, das Kind schlapp, weil es den ganzen Tag ja irrsinnig viel erlebt hat, was auch noch irgendwie verarbeitet werden will.
Auf dem Weg von der Kita nach Hause muss dann aber schnell noch eingekauft werden und zu Hause wartet dann auch noch der Haushalt und Essen soll ja auch noch auf den Tisch.
Nachdem das alles geschafft ist, kann man das Kind schon wieder bettfertig machen und der Tag ist gelaufen.
Oder nicht?
Ich kann es mir wirklich nicht vorstellen und für mich wäre es daher auch absolut keine Option.

Beitrag von coolkittycat 11.05.11 - 20:25 Uhr

wenn es nicht anders geht, geht es nicht anders.
sollte man deshalb keine kinder kriegen? nein.
hast du den eindruck, dass es deinem kind schadet?
ich gehe jetzt dann auch wieder teilzeit arbeiten. louis mag seine tagesmutter sehr gern.
die alternative wäre unsere eigentumswohnung aufzugeben, lebensversicherungen zu kündigen usw.
es geht also nicht ums essen auf dem tisch, aber auch nicht um ein rolf benz sofa oder fernreisen.
aber auch diese dinge sind wichtig.
lg

Beitrag von bonsche 11.05.11 - 20:26 Uhr

hallo clementinchen,

ich kann dich gut verstehen. ich gehe seit februar wieder 30 std./woche arbeiten und musste mir auch schon sprüche anhören, wie: der arme, der ist doch noch so klein oder es fiel sogar schon das wort: rabenmutter. natürlich war ich sehr traurig darüber und habe mir gedanken gemacht. mittlerweile stehe ich zu 100% hinter meiner entscheidung, denn ich sehe und es wird mir auch immer wieder von der kita bestätigt, dass es ihm dort gut geht und er viel lacht. seit finn in der kita ist, hat er sehr viele neue sachen gelernt. er hat sich gut in die gruppe integriert und wird von allen kindern angenommen. ich bin aus zwei gründen wieder arbeiten gegangen.

1. wollte ich wieder arbeiten, weil ich meine arbeit vermisst habe
2. wäre es bei uns finanziell sehr knapp, wenn ich nicht arbeiten gehen würde.

sicherlich bin ich etwas wehmütig, wenn ich weiss, dass die erzieherinnen manche dinge zuerst mitbekommen, die er neu gelernt hat. ich freue mich aber jeden tag aufs neue, wenn ich in die kita komme und er mir freudestrahlend entgegen kommt. somit gibt er mir das gefühl, dass er nicht böse auf mich ist und sich "abgeschoben" fühlt. ich denke, der umgang der kinder untereinander ist sehr wichtig. sie lernen soviel voneinander und vorallem denke ich, dass er dadurch früh lernt mit anderen menschen umzugehen.

wenn du zu 100% zu deiner entscheidung stehst, dann solltest du dir nicht soviele gedanken machen, was andere darüber denken. man kann es eh nicht jedem recht machen. solange du und dein kind sich wohlfühlen, ist doch alles ok ;-)

liebe grüsse, ivi & finn (24.01.2010)#herzlich

Beitrag von derhimmelmusswarten 11.05.11 - 20:58 Uhr

7 Stunden Kita finde ich jetzt nicht sooo lang. Ich gehe momentan (natürlich) nicht arbeiten und meine Kleine geht dennoch 5-6 Stunden am Tag in die Kita. Und sie würde noch länger bleiben und protestiert wie wild, wenn ich sie abhole. Lass die Leute reden. Deinem Kind tut es sicher gut, unter Kindern zu sein. Ich bin vor der 2. SS halbtags arbeiten gegangen und habe das auch nicht bereut. Ich finde es absolut ok, wenn Kinder mit 1 Jahr in die Kita kommen.

Beitrag von nynne 11.05.11 - 21:26 Uhr

Huhu,
ich wohne in Dänemark - und hier ist es normal, dass die Kinder teils schon ab 6 Monate (manchmal auch früher) in die Krippe (oder zur Tagesmutter) gehen. Hier werden einfach beide Einkommen benötigt um überhaupt als Familie zu existieren!
Auch ist die Akzeptanz und die Einstellung gegenüber Müttern von Arbeitgeberseite auch eine andere und idR bessere als in Deutschland. (auch wenn es ab und an Ausnahmen gibt, aber das ist ja überall so)

Hier wird man eher schief angeschaut, wenn man das Modell Hausfrau & Mutter macht.

Ich arbeite auch Vollzeit (37 Stunden) seit meine Maus 1 Jahr ist - und meine Maus war für dänische Verhältnisse wirklich sehr spät dran mit ihrem Krippenstart.

Im Gegenzug dazu muss ich ehrlich sagen: das was sie in der Krippe erlebt, wie die Kleinen bespasst und bespielt werden, viel mit kleinen Freunden zusammen sind, das könnte ich ihr nie im Leben hier daheim bieten!
Sie ist so happy und geht jeden Tag so gerne dahin und will manchmal gar nicht heim.
Dafür merke auch ich, dass ich mich noch mehr freue, intensiver Zeit mit meinem Kind zu verbringen, als dass sie nur nebenher läuft. Ich freue mich jeden Tag aufs Neue, sie abholen zu können und intensive und qualitativ gute Zeit mit ihr zu verbringen.
:-D
Mein Job erlaubt mir auch, von 6.30-14.30 zu arbeiten - mein Mann bringt meine Maus um 9 in die Krippe, ich hole sie dann um 15h ab, so hat sie da recht kurze Tage und wir am morgen und nachmittag viel intensive Zeit mit ihr.

Beitrag von widowwadman 11.05.11 - 21:27 Uhr

Ich bin als die Kleine 9 Monate alt war Vollzeit auf die Arbeit zurueckgekehrt, und das heisst KiTa von 8 bis 18 Uhr. Ich bin seit Montag wieder in Elternzeit (bis Februar), bzw brauche meinen Jahresurlaub bis zum KS-Termin auf, und bis zur Geburt geht sie weiterhin Vollzeit - so dass ich ein bisschen Zeit fuer mich hab bis es wieder losgeht, und auch weil es ihr gut tut - mir tut es schon irgendwie leid, dass ich ihre Stunden aus finanziellen Gruenden auf einen Tag pro Woche reduzieren muss, und ihr nicht etwas mehr goennen kann.

Meine Tochter geht in ihrer KiTa auf, und geht gerne hin, und deshalb hab ich nie ein schlechtes Gewissen gehabt - du brauchst auch keins zu haben

Beitrag von holy1 12.05.11 - 12:21 Uhr

..so, erstmal bin ich echt froh, das es doch einige gibt, die Vollzeit arbeiten gehen.....:-D

und ich kann Dich gut verstehen#liebdrueck

Bei uns ist es auch so, mein mann ist daheim und ich gehe jeden tag 9-10Stunden arbeiten..und das seit man Sohn 12Monate alt ist....es fällt mir manchmal echt schwer, aber wir brauchen mein Gehalt und mir tut es jedesmal weh, wenn mich jmd deshalb krum anschaut oder sich ein Kommentar erlaubt....ch liebe meinen Sohn über alles, ich arbeite auch gerne...Mein Mann sucht nun allerdinsg einen 400€ Job damit wir besser über die Runden kommen und wenn unser ohn dann in den Kindergarten geht mit 3, dann gehen wir beide auch wieder arbeiten, Wunsch wäre beide Teilzeit oder einer Voll- der andere Teilzeit .....und wenn es danach geht...damals, als ich klein war, gab es die 3Jahre gar net..und..ich bin auch glücklich grossgeworden....


LG Vero

Beitrag von labellavita 12.05.11 - 14:20 Uhr

ich kenn das... man wird immer so dumm angemacht wenn man sagt das man mit so einem kleinen Kind oder Baby wieder Vollzeit arbeiten geht.. ja man bekommt sogar gesagt "ja dann hättest du dir vorher überlegen sollen ob du ein Kind willst wenn du ja doch wieder Vollzeit arbeiten gehst"... aber über sowas steh ich drüber..

ich bin wieder Vollzeit arbeiten gegangen als meine Kleine 6 Monate alt war, erstens weil ich total gerne arbeiten gehe und zweitens, weil ich eben auch wie du, meinem Kind und mir weiterhin was bieten möchte. Meine Kleine ist in der Zeit entweder bei meiner Mama oder bei meiner Schwiegermama und das klappt alles bestens...

lass dir nicht reinreden.. du machst das was für euch das beste ist!