Trotzphase mit 3 Jahren ich weiß nicht weiter!

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von hope_19 13.05.11 - 09:57 Uhr

Hallo ihr LIeben,

ich muß mich jetzt doch einfach mal an euch wenden. Meine Kleine wird nächste Woche 3 Jahre und ist momentan in der absoluten Trotzphase!

- Ich will das nicht
- Nein!!!!
Wenn ich ihr etwas verbiete oder erkläre warum sie das nicht darf oder machen soll dann sagt sie:
- Doch ich mache das!
- Ich will das!

Ich stecke sie dann oft in Ihr Zimmer damit sie sich ausspinnen kann oder handle mit Sachen wie
- Kein Sandmann
- Kein Joghurt nach Abendessen
- Keine Gute Nacht Geschichte
- ab und an mal einen Klaps auf den Hintern ( wenns ganz schlimm is)


Bei mir ist das eig. noch soweit im Rahmen das ich mit ihr klar komme, es ist angstrengend,aber es geht i-wie.

Leider ist das bei meinen Schwiegereltern ganz anders, sie lassen alles durchgehen und das Kind bekommt alles was es will.

Heute früh gab es eine riesen Diskussion mit Schreierei von meinen Schwiegi´s gegen mich.

Was ich denn nur für ein Kind habe und das sie unmöglich sei und das sie sie nicht mehr nehmen!

Super Sache! Was kann ich da tun? Das sie auch bei Oma und Opa hört? Daran bin ich doch eig. nicht schuld oder? Sobald ich nicht da bin machen sie was sie wollen!

- Schoki Johurt oder was auch immer darfs sie anessen und wenn sie es nicht mehr mag, bekommt sie das nächste.
- Windelabgewöhnung machen wir ja garnet mit, weil wenn das Kind die Windel mag dann kriegt sie est ( hätte am liebsten schon alle mitgenommen das sie keine mehr haben).

Leider bin ich auf meine Schwiegi´s angewiesen weil ich arbeiten gehe, sie haben die kleine 2-3x die Woche für 2-4 Std ( je nach ARbeit auch weniger).


So und da ich jetzt echt grad am Ende bin, brauch ich einfach mal ein paar gute Ratschläge, wie ich mein Kind dazu kriege auch bei Oma und Opa zu hören#schwitz

Danke#herzlich

Beitrag von romana77 13.05.11 - 10:18 Uhr

Hey,
versuch doch mal ihr eine Belohnung zu versprechen, wenn sie auf dich hört. Zum Beispiel gemeinsam zum Abendessen Brötchen holen, oder vor der Gute-Nacht-Geschichte einmal Verstecken spielen. Irgendwas worüber sie sich total freut.
Das ist natürlich nicht immer umsetztbar, aber wenn sie aufräumen soll oder so ist das bestimmt effektiver als Bestrafungen.
LG

Beitrag von romana77 13.05.11 - 10:43 Uhr

Das machen die Schwiegereltern bestimmt auch gerne mit. Dann können sie deine Kleine ja trotzdem verwöhnen.

Beitrag von patchgirl 13.05.11 - 10:26 Uhr

Guten Morgen,
mal abgesehen davon, dass ich von deinem Strafsystem nicht viel halte
(Klapse auf den Popo ... kein Joghurt nach dem Abendbrot -> wofür eigentlich? Weil sie morgens herumgezickt hat beim Schuhe anziehen? Strafen müssen in einem Zusammenhang stehen..),
mir aber auch (bis auf die Klapse) kein Urteil erlauben will,
(da es zu kurz beschrieben ist - da fasst man Dinge manchmal falsch auf)
gehe ich mal nur auf deine spezifische Frage ein.

Was kannst du tun?

Natürlich liegt es an dir, ihr in dieser Phase des Grenzen-austestens, eben diese klar und deutlich aufzuzeigen und durchzusetzen.
Damit sie etwas hat, woran sie sich orientieren kann.

Wenn sie dies bei dir lernt, wird sie damit klarkommen, Grenzen auch bei anderen in anderer Umgebung zu akzeptieren.
Anfangen tut also alles bei dir.

Gut, es liest sich, als würdest du dies bereits in die Hand nehmen - dass es nicht immer einfach ist, kann ich unterschreiben (meine kleine Maus ist auch fröhlich am Austesten und Ausreizen).

Viel mehr als das (und der stetigen Ermahnung, auch auf Oma/Opa/Kindergartenbetreuerinnen/etc. zu hören) kannst du nicht tun, meiner Meinung nach.

Denn sobald die Kleine bei deinen Schwiegereltern ist, obliegt es ihnen, ihre Regeln und Grenzen zu ziehen und durchzusetzen.
Wie es sich rausliest, machen sie dies aber nicht.
Sie gehen den einfachen Weg und stellen keinerlei Widerstände auf - deine Tochter darf alles und zu jeder Zeit.
So liest es sich zumindest.

Sie lernt: hey, Oma und Opa schimpfen nicht, sie geben mir einfach, wonach mir ist.

Tja, und dann kommt das Böse Erwachen, wenn Oma und Opa dann doch mal "nein" sagen - das kann sie dann nämlich so gar nicht nachvollziehen und reagiert trotzig.
Wie soll sie denn auch verstehen, dass es plötzlich Regeln gibt, wo vorher keine waren?
Wie soll sie sich an Regeln halten, die scheinbar gar nicht existieren?

Entweder, deine Schwiegereltern helfen mit und zeigen ihr klar und deutlich, wo die Grenzen sind, oder, sie darf erst wieder hin, wenn sie ein "fertiger Mensch mit Manieren, Anstand, ohne Trotz, schlechte Laune und voller Respekt für ältere Menschen" ist.
Also in 18 Jahren oder so.

Sry, dieser Absatz war sehr überspitzt - ich möchte nur deutlich machen, dass Kinder angeleitet und geformt werden müssen, damit sie sich einfügen können - da gehört die schwierige Phase des "Trotzens" eben dazu.
Und wenn der Umgang damit und das "Formen" nur auf Mama und Papa geschoben werden und dem Kind in frmeder Umgebung alle Freiheiten gelassen werden, dann darf man sich nicht beschweren, wenn man unzulängliche Resultate erzielt.

Ich denke, du solltest dich in Ruhe mit deinen Schwiegereltern hinsetzen und ihnen erklären, dass du alles versuchst, um deiner Tochter in dieser Phase zu helfen - wenn sie aber bei ihnen ist, bist du nicht da.

Dann sind die Beiden die Aufsichts- und Erziehungspersonen; sprich: sie sind die Erwachsenen.
Sie müssen ihre Regeln aufstellen und sie einhalten - auch, wenn es manchmal schwer ist.
Das kannst du als Mutter ihnen nicht komplett abnehmen.

Und wenn sie das nicht wollen, dann musst du auf ihre Hilfe verzichten und dich anderweitig umsehen (Tagesmutter, Kindergarten?).
Es gibt doch sicher ein paar Möglichkeiten, ausser den Schwiegereltern?

Es ist schade, dass sich zurzeit so viel Frust bei euch bildet - aber lass dir nicht einreden, du seiest daran Schuld.
Meine Mama (nicht SchwieMu) will meiner Tochter auch am Liebsten alles durchgehen lassen (O-Ton: "Ist doch mein einziges Enkelkind, lass sie doch"), da muss ich mir bei ihr auch den Mund fusselig reden, dass meine Maus Grenzen braucht, auch von ihr.
Denn sonst tanzt sie ihr bald auf der Nase herum.

Manchmal komme ich mir vor, als müsste ich meine Mutter gleich mit "erziehen" ;-)
Nein, nicht so schlimm - aber Omas tendieren einfach mehr zum Verwöhnen und zum "ach, lass sie doch".
Dass das aber auf die Dauer Konsequenzen hat, erfahren sie dann erst recht schmerzlich, wenn es zu spät ist.

Von daher: rede in Ruhe mit ihnen und erkläre, was auch sie dazu beitragen müssen, damit sie eine schöne Zeit mit deiner Tochter haben.

lG
Patch

Beitrag von hope_19 13.05.11 - 10:36 Uhr

Also die Bestrafungen die ich gerade aufgezählt haben sind natürlich in dem jeweiligen Zusammenhang gesehen!

Bsp. Nicht schön Abendgegessen oder blödsinn am Tisch gemacht -> kein Joghurt.

Bockig beim ins Bett gehen oder sowas-> keine gute Nacht geschichte!

Usw........ also net früh böse und Abends dafür keine Sandmann :-p

Ja ich sehe das genauso wie du! Klar es obliegt mir als erstes wie mein Kind sich anstellt usw aber bei Ihnen darf sie echt alles, und genau das ist das Problem mit den Grenzen! Sie kennt keine bei denen!

Normal würde mein Mann heute ABend die Klee abholen, aber ich denke wir werden das zusammen machen, um einfach mit den Eltern gemeinsam auchmit der Kleinen zu sprechen!

Sie ist bei Ihnen seit sie ein Baby ist und sie geht ja von 9.00-14:30 in den Kiga, die paar Std danach ist sie bei Ihnen.

Und normal kamen sie auch soweit klar, nur durch diese Phase eben sind sie total überfordert, und meinen das ich ein kleines Miststück habe #schmoll

Klar ist es schwer, aber was kann ich dafür?:-[

I.welche Regeln müssen her sonst funkt. das nicht mehr und zwar auf Dauer!

Danke für deinen Beitrag #liebdrueck

Beitrag von patchgirl 13.05.11 - 10:48 Uhr

(Darum sagte ich ja, dass ich nicht urteilen werde, der Absatz um die Starfen ist einfach zu kurz für ein klares Bild :-) )

Was mich gerade traurig macht, ist dieses Zitat:

"und meinen das ich ein kleines Miststück habe"

Überforderung hin oder her, so sollten Großeltern nicht von ihren Enkeln denken oder sprechen.
Wurde hoffentlich nur in der ersten Wut gesagt - ach, selbst dann ist das nicht ok.

Ihre Probleme mit deiner Maus sind zu einem großen Teil von ihnen selbst hausgemacht - denn auch, wenn diese Phase fordernd ist, die "Überforderung" kommt schlicht und ergreifend durch das vorherrschende "0 Regeln"-System.

Redet heute Abend einfach ganz ruhig und sachlich über die Situation.
Sage ihnen klar und deutlich, was DIE BEIDEN tun können, um die Situation zu entspannen.

Es kann einfach nicht funktionieren, wenn du zu Hause "hör aber auf Oma und Opa" sagst, Oma und Opa aber zu fast Allem "Ja und Amen" sagen und im Ausnahmefall, wenn dann mal ein "Nein" kommt, erwarten, dass deine Tochter "stramm steht und gehorcht".

Das geht so nicht auf. Das hat auch damals bei ihrem Kind (ihren Kindern=) schon nicht funktioniert, vielleicht sollten sie sich daran mal mehr erinnern.

Und nein, "Unser Sohn hat damals sofort auf uns und alle Anderen gehört" nähme ich ihnen nicht ab ;-)

lG
Patch

Beitrag von moppelmops2 13.05.11 - 11:01 Uhr

Hallo,
oh Mann, das klingt ja heftig. Gibt es denn keine Möglichkeit, die Kleine länger im KIGA zu lassen? Die Großeltern scheinen wirklich total überfordert mit dem Kind, sonst würden sie sich nicht so übel äußern.

Viele Familien haben ja diese Großeltern-Betreuungs-Lösung, weil die Geld spart und eigentlich ja auch schön ist für das Kind. Aber: Kinder sind anstrengend und rauben viel Kraft. Gerade Ältere strengt das doch oft sehr an und die tägliche Aufgabe schränkt auch sehr ein. Dazu kommt, dass die Kinder heute nicht mehr so auf "Gehorsam gepolt" sind wie früher. Kinder fordern heute einfach sehr viel heraus.

Ich denke auch: Sucht mal das offene Gespräch, ohne Vorwürfe, tauscht eure Wünsche/Bedenken aus und überlegt mal Alternativen.

Grüße und viel Glück.

der Mops

Beitrag von sunflower.1976 13.05.11 - 13:03 Uhr

Hallo!

Ich finde immer wichtig, dass Kinder nicht "willkürlich bestraft" werden (z.B. kein Sandmännchen schauen weil das Kind nicht aufräumen wollte o.ä.) sondern dass es sich um eine logische Konsequenz handelt.

Wir haben in unserer Familie einige wichtige Regeln gemeinsam (also mein Mann, mein großer Sohn und ich) überlegt, die uns allen wichtig sind (v.a. natürlich uns Eltern ;-)). Dass diese eingehalten werden, setzen wir auch durch. Bei anderen Dingen sind wir dagegen lockerer und versuchen nicht immer, einen Streit vom Zaun zu brechen. Beispiel: Uns ist es wichtig, dass während des Essens nicht herumgelaufen wird. Machen es unsere Kinder grundlos doch und reagieren nicht auf zwei Ermahnungen, ist die Mahlzeit beendet. Bei anderen Dingen, wenn z.B. mal irgendwo Spielzeug liegt, zitiere ich meine Kinder nicht sofort zu mir damit sie es aufheben, auch wenn mir ansonsten wichtig ist, dass sie lernen, eine gewisse Ordnung zu halten. Das sind jetzt nur Beispiele...

Zudem versuche ich, Verbote positiv zu formulieren. Also z.B. "Stell den Teller wieder hin!" anstatt "Nein, du darfst nicht mit dem Teller herumspielen!". So hat das Kind eine klare Handlungsanweisung und es ist nicht so frustrierend, als wenn es ständig "nein" und "nicht" hört.

Mein kleiner Sohn (2,5 Jahre) ist auch ein Dickkopf. Er braucht klarrere Grenzen als unser großer SOhn in dem Alter. Ihm sage ich dann z.B. nur ein Mal: "Kommst Du jetzt zum Wickeltisch, damit ich Dich umziehen kann?". Reagiert er nicht, kündige ich ihm an, dass er jetzt zum Wickeltisch gehen soll und ich ihn ansonsten dorthin trage. Reicht das nicht, trage ich ihn eben zum Wickeltisch, auch wenn er weint.

Das sind jetzt alles aus dem Zusammenhang gerissene Beispiele. Insgesamt ist mir ein harmonisches Verhältnis zu meinen Kindern wichtig, sie haben recht viele Freiheiten und ich erkläre viel. Aber es gibt eben auch Dinge, bei denen ein ewiges "Palaver" nichts bringt und da bekommen sie klare Handlungsanweisungen. Verbote bzw. Anweisungen spreche ich zwei Mal aus, beim zweiten Mal wird die Konsequenz angekündigt, die beim dritten Mal ausgeführt wird. In Situationen, in denen meine Kinder sich oder andere gefährden könnten bzw. etwas kaputt gehen kann, gibt es natürlich keine zweite, dritte Chance.

LG Silvia

Beitrag von sunflower.1976 13.05.11 - 13:32 Uhr

P.S. Zeige Deiner Tochter immer wieder, dass Du Dich über ihr Verhalten freust. Nicht nur mit einem simplen "gut" oder gar "Gut, dass Du endlich mal mitgekommen bist!" sondern zeig ihr, dass Du Dich wirklich freust. Manchmal kann das auch einfach ein bestätigendes Lächeln sein oder ein kurzes Streicheln über den Rücken.
Versuche, möglichst viel schöne Zeit mit ihr zu verbringen, binde sie in alltägliche Arbeiten mit ein, z.B. wenn Du fegst, gib ihr auch einen Besen, wenn sie mag. Natürlich dauert es dann länger, aber viele Kinder helfen gerne mit sind stolz drauf (und kommen in der Zeit nicht auf irgendwelchen "Blödsinn";-)).

Beitrag von sabine7676 13.05.11 - 21:14 Uhr

hallo,

also ich finde, das haben oma und opa selber in der hand. wenn die kleine alles darf und keine kosequenzen zu befürchten hat, dann macht sie auch was sie will und tanzt den großeltern auf der nase rum.
ich hab auch so ne kleine "wutmaus" hier. am besten hilft sie einfach mal "ausrasten" zu lassen, da beruhigt sie sich am schnellsten!

lg

Beitrag von monab1978 13.05.11 - 21:14 Uhr

Da hat dein Kind ja Glück, dass es ab und an bei den Schwiegereltern sein darf, so wie du abgehst....

"Ich stecke sie dann oft in Ihr Zimmer damit sie sich ausspinnen kann oder handle mit Sachen wie
- Kein Sandmann
- Kein Joghurt nach Abendessen
- Keine Gute Nacht Geschichte
- ab und an mal einen Klaps auf den Hintern ( wenns ganz schlimm is) "

Du benimmst dich schlimmer als ine 3-jährige in der Trotzphase! Und haust noch dazu! Schäm dich mal ne Runde...


z z z Leut gibts!

Mona