OMG wie soll ich sie nachts abstillen???

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von paradisecreme 13.05.11 - 20:52 Uhr

Guten Abend ihr Lieben,

bis jetzt lief alles wie am Schnürchen mit dem Stillen...auch Nachts macht es mir echt nichts aus sie noch 2-3 mal zu stillen (haben ein Anstellbettchen) blos jetzt ist gestern der erste Zahn durchgebrochen!!! Ich putze ihr abends jetzt die Zahnspitze mit einem Fingerling. Heute las ich im Internet dass nach dem zähneputzen abends keine Milch mehr zu sich genommen werden darf...besonders nicht nachts beim stillen#schock da die Muttermilch viel Zucker enthält und das zu Karies führt!!!

Was soll ich jetzt machen??? Ich will meiner kleinen ja nicht die Brust verweigern nachts ABER ich will auch nicht dass ihre Milchzähne kaputt gehen...#heul

Wie habt ihr das mit dem stillen oder dem Fläschchen gemacht???


LG Laura mit Baby Jana#verliebt#baby

Beitrag von lilly7686 13.05.11 - 20:57 Uhr

Hallo!

Vergiss das bitte ganz schnell wieder ;-)

Weißt du, bei der Flaschennahrung versteh ich den Tipp ja irgendwie. Denn da umspült die Milch die Zähne.

Beim Stillen nicht.
Denn beim Stillen wird die Brustwarze vom Kind so weit nach hinten in den Mund gezogen, dass die Milch direkt geschluckt wird und nicht erst die Zähne umspült.

Daher musst du dir da keine Gedanken machen :-)

Lg

Beitrag von jumarie1982 13.05.11 - 20:58 Uhr

Huhu!

Das ist absoluter Blödsinn.
Das "nursing bottle syndrom" gibt es beim Stillen NICHT.
Die Brustwarze wird so tief in den Mund gesogen, dass die Milch erst hinten, am weichen Gaumen in den Mund fließt und somit die Zähne nicht umspielt werden.

Googel mal ein wenig auf seriösen Seiten.

LG
Jumarie

Beitrag von wunki 13.05.11 - 21:01 Uhr

Schließe mich der Vorschreiberin an.

"Nächtliches Stillen führt zu Karies."

Auslöser für Karies ist ein Bakterium mit dem Namen Streptokokkus mutans.
Weder Langzeitstillen noch nächtliches Stillen fördern Karies. Lange gestillte Kinder, die auch zum Einschlafen und während der Nacht gestillt werden, haben nicht mehr Karies als andere Kinder. Anders als beim Dauernuckeln am Fläschchen werden beim Stillen die Zähne nicht ständig mit Milch umspült, da die Milch erst weit hinter den Zahnleisten in den Mund gelangt und von dort geschluckt wird. Selbstverständlich ist auch für Stillkinder die regelmäßige Zahnpflege notwendig.

Quelle: http://www.babyglueck.ch/stillen/ammenmaerchen.php

LG Wunki

Beitrag von paradisecreme 13.05.11 - 21:07 Uhr

Okay danke jetzt bin ich irgendwie beruhigt...ist mir aber auch jetzt erst gekommen dass dann ja 60% aller Babys Karies haben müssten.
Ich mach mich schon manchmal echt verrückt#gruebel

Vielen lieben Dank#blume#danke




LG Laura mit baby Jana#baby

Beitrag von kyrilla 13.05.11 - 21:34 Uhr

Hallo Laura,

beim Stillen gelangt die Muttermilch so weit hinten in den Mund, dass die Zähne nicht umspült werden.
Warum sollten die Zähne eigentliche nachts gefährdeter sein als tagsüber?

Ich habe meine Kinder gar nicht nachts abgestillt, sondern gewartet, bis sie von alleine durchschliefen, das war bei unserem Großen mit 6 Monaten, bei dem Kleinen aber erst mit 2 Jahren der Fall.

Beide haben gesunde Zähne und keinerlei Kariesproblematik.

LG
Kyrilla

Beitrag von sarahjane 13.05.11 - 22:59 Uhr

Putze dem Kind halt nach nächtlichen Mahlzeiten an der Brust wieder den Zahn (und später die Zähne). Denn selbstverständlich kann auch das nächtliche Trinken an der Brust zu Karies führen.

Beitrag von jumarie1982 13.05.11 - 23:07 Uhr

Absoluter Blödsinn.
Aber es erwartet ja niemand mehr was anderes von dir #rofl

Beitrag von kyrilla 13.05.11 - 23:45 Uhr

Und das trinken am Tag kann nicht zu Karies führen?

Beitrag von putzemann 14.05.11 - 11:12 Uhr

hi

Stillen und Zahngesundheit

Zahnärztliche Fachgesellschaften warnen weltweit vor häufigem Stillen nach dem Durchbruch der Zähne und empfehlen, dass abends nach dem Zähneputzen nicht mehr gestillt wird. Da Muttermilch sehr zuckerreich ist, wird sie als kariesfördernd eingestuft. Die Gefahr der Kariesentstehung wird insbesondere nachts als sehr hoch angesehen, da vermutet wird, dass nachts Muttermilch lange im Kontakt mit den Zähnen verbleibt.

Andererseits empfehlen die WHO und weitere Fachgesellschaften, Kinder mindestens bis zu ihrem 2. Geburtstag und darüber hinaus nach Bedarf zu stillen – auch nachts und ohne Beschränkung der Häufigkeit. Diese widersprüchlichen Empfehlungen angesehener Organisationen sorgen für viel Verwirrung. Im Übrigen fehlen bislang eindeutige Beweise aus hochwertigen Studien, dass Langzeitstillen die Kariesentwicklung fördert; Die Datenlage ist widersprüchlich. Daher empfehlen die Autoren einer systematischen Übersichtsarbeit (Valaitis et al., 2000), dass neben einer gründlichen Zahnhygiene Stillen nach Bedarf beibehalten wird. Einer aktuellen Studie von Kramer und Mitarbeitern zufolge (Kramer et al., 2007) hatte längeres Stillen weder eine positive noch eine negative Wirkung auf die Entstehung von Karies.

Karies ist eine Erkrankung, die durch mehrere Faktoren verursacht wird. Häufiger Verzehr zuckerhaltiger Nahrungsmittel, ein dicker Zahnbelag und eine schlechte Zahnhygiene der Mutter und weiterer Bezugspersonen sind die wichtigsten. Folgende Empfehlungen sollen helfen, Stillen nach Bedarf mit gesunden Milchzähnen zu verknüpfen:

* Fluoridtabletten können – meist zusammen mit Vitamin D – nach Absprache mit dem Kinderarzt ab dem Säuglingsalter gegeben werden.
* Dem Kind keine zuckerhaltigen Lebensmittel außer frischem Obst und Gemüse geben. Wenn Süßigkeiten nicht ganz vermieden werden können, sollten sie selten und nur zu den Mahlzeiten angeboten werden, nicht zwischen den Mahlzeiten.
* Bei Brot, Getreide, Nudeln und Reis Vollkornprodukte bevorzugen.
* Gezuckerte Getränke konsequent vermeiden, Fruchtsäfte 1:3 verdünnen.
* Keine Flasche geben! Getränke sollten aus dem Becher oder der Tasse getrunken werden.
* Die Zähne sollten gleich ab dem Durchbruch der ersten Zähne möglichst zweimal täglich geputzt werden. Leider gibt es unter pädiatrischen und zahnärztlichen Fachgesellschaften keine Übereinstimmung darüber, ob Zahnpasta verwendet werden sollte oder nicht. Denn Zahnpasta hilft einerseits die Zähne sauber und gesund zu halten, andererseits wird sie von kleinen Kindern größtenteils verschluckt, was theoretisch zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Wenn fluoridierte Kinderzahnpasta verwendet wird, soll nur einmal am Tag eine maximal erbsengroße Menge genommen werden.
* Da Kariesbakterien aus dem Mund enger Bezugspersonen, meistens der Mutter, übertragen werden, sollten sie auch bei sich auf eine einwandfreie Mundhygiene achten, indem auch sie zuckerhaltige Lebensmittel meiden, die Zähne mindestens zweimal täglich gründlich putzen und regelmäßig zum Zahnarzt gehen. Die Übertragung der Kariesbakterien kann hinausgezögert werden, indem der Löffel des Kindes von niemandem abgeleckt wird, nicht aus gemeinsamen Bechern getrunken oder direkt auf den Mund geküsst wird.

Wenn diese Punkte eingehalten werden können, hat Ihr Kind auch bei Langzeitstillen nach Bedarf sehr gute Chancen, gesunde Milchzähne zu behalten. Wenn Ihr Kind jedoch erste Zeichen von Karies zeigt oder bestimmte Punkte nicht realisiert werden können, ist es möglicherweise sinnvoller, nach dem Durchbruch der Zähne auf nächtliches und sehr häufiges Stillen zu verzichten.
Da steckt Zucker drin

In den meisten für Kinder industriell hergestellten Produkten steckt viel Zucker. Rohr- oder Rübenzucker (Saccharose), Fruchtzucker (Fruktose), Malzzucker (Maltose), Milchzucker (Laktose), Traubenzucker (Glukose) und Glukosesirup sind verschiedene Zuckersorten, die die Zähne gleichermaßen ruinieren. Auch Bioprodukte können die Zähne kaputtmachen. Die dort statt Kristallzucker verwendeten Gemüse- und Obstextrakte (Malzsirup, Birnendicksaft etc.) bzw. Honig bestehen ebenfalls überwiegend aus Zucker und sind ruinös für die Zähne.

Wenn auf der Packung "Ohne Zusatz von Zucker", "Ohne Kristallzucker" usw. stehen, kann man davon ausgehen, dass eine andere Zuckersorte drin ist, die die Zähne ruiniert. Ganz heimtückisch ist Maltodextrin, das u.a. in Säuglingstees und anderen Kindernahrungsmitteln "ohne Zucker" enthalten ist. Maltodextrin wird im Mund innerhalb von Sekunden zu Zucker abgebaut und führt somit auch zu Karies.






lg

Beitrag von paradisecreme 16.05.11 - 10:09 Uhr

genau den text hab ich gelesen
:-[

Beitrag von putzemann 16.05.11 - 12:34 Uhr

..naja
da steht eh, das wenn man zähneputzt das lzs ok ist...