würdet Ihr die Behandlung starten??

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Forum: Unterstützter Kiwu

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Beitrag von st23ma 17.05.11 - 14:47 Uhr

wir würden eigentlich nächste Woche eine IVF Behandlung starten mit der Down Regulierungs Spritze...Nun ist es aber so das meine Grossmutter (die mir so nahe steht wie meine Mutter) nun im Krankenhaus ist und man nicht weiss ob sie evt. Darm krebs hat... :-((((

Ich bin jetzt echt unsicher, ob ich das alles zusammen packe...Würde aber doch gerne starten...

Beitrag von wombat102 17.05.11 - 15:06 Uhr

PUH, das ist natürlich keine schöne Situation. Und leider auch eine Situation in der man ganz allein entscheiden muss was man macht, das kann dir niemand abnehmen. Aber ich kann dir eins sagen (ich weiß ja leider nicht ob es deine erste IVF ist): wir sind jetzt gerade mit der ersten IVF surch (morgen ist der Transfer) und ich hätte solch eine schlimme Sache nicht noch nebenher verkraften können. Su brauchst wirklich viel Kraft und vor allem nicht noch andere Sorgen. Ich weiß, man kann es kaum abwarten, wenn man nun schon diesen Weg für ein Kind gehen muss. Aber schau mal: Ihr habt doch diesen Wunsch bestimmt auch schon sehr lange oder? Viell ist ein möglicher Weg, erstmal das Ergebnis deiner Oma abzuwarten und dann erst später mit der IVF zu beginnen? Denkst du es kommt auf einen Monat eher oder später noch an? Dann geh lieber weitgehend unbefangen an die IVF. In deiner KIWU-Klinik gibt es doch bestimmt auch eine Psychologin oder? Kannst du sie nicht mal ansprechen, was sie dir raten würde? Oder einfach deinen FA? Was sagt denn dein Mann dazu?

Ganz liebe Grüße...#winke

Beitrag von primavera1 17.05.11 - 17:40 Uhr

Das ist natürlich schwer zu entscheiden.
Bei mir war es ähnlich. Mein Opa lag mit Herzinfarkt im KH. Meine Oma musste jeden TAg ins KH gefahren werden (bis zum Bett des Opas gebracht werden). Mein Vater (einziges Kind) auf Kur. Also blieb alles an mir hängen. Sie wussten damals nichts von unserer ISCI. Und wir waren schon mitten drin. Es hat sich nicht mehr die Frage gestellt, ob wir starten oder nicht. Dieses ISCI war negativ. Denke aber nicht, wegen dem...

Zweite ISCI: Mein Vater war schwer depressiv. Hat mir jeden Tag ins Telefon gejammert und von Selbstmord geredet (Ja, er wusste, dass wir die ISCI machen). Es kam soweit, dass ich ihn ins Bezirkskh einweisen ließ.
Hatte da schon total Angst, dass es wieder nichts wird. Meine Gefühle gingen zwischen, Angst, Wut, Verzweiflung hin und her.
Ende vom Lied: Ich war schwanger, sehr guter HCG-Wert, Top-Schwangerschaft...

Also man schafft so einiges. Ob ich es allerdings bewusst gewählt hätte, weiß ich nicht. Bei mir waren die Behandlungen immer so weit fortgeschritten, dass ich nicht mehr unterbrechen konnte/wollte.

LG