Ab wann Hochbett?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von rosenfan 18.05.11 - 13:23 Uhr

Hallo,

was meint Ihr: Wann kann man ein Hochbett für die Kleinen kaufen? ich meine nicht die ganz hohen, sondern die etws niedrigeren.

So eines wie hier auf dem Bild:

http://cgi.ebay.de/VORHANG-RITTER-RITTERBURG-HOCHBETT-z-B-FLEXA-THUKA-/260784679461?pt=Kinderm%C3%B6bel&hash=item3cb7fa6a25

LG
Lea

Beitrag von ephyriel 18.05.11 - 13:27 Uhr

Man sagt man soll es nicht vor dem Grundschulalter machen.

Ich habe meinen Jungs damals aber auch eines geholt als der Große 3 Jahre alt war.
Auch ein halbhohes. So hatten sie einfach unter dem Bett in dem damals kleinen Zimmer mehr Platz zum spielen.

Und er kam prima damit klar!

Ich hab Anfangs sehr viel mit ihm mit dem Hochbett "gespielt" so das ich ersehen konnte wo er ewtl. Schwierigkeiten hatte und wo ich ihn aufmerksam gemacht habe das er gut aufpassen muss.

Und ich habe ihnen Nachts verboten allein auf zu stehen. Sie haben mich dann immer gerufen wenn das mal vor kam (war eh selten) und dann hab ich ein kleines Licht an gemacht und die Kinder auf´s Klo begleitet.

Es ist wirklich NIE was passiert. Auch nicht als sie in das Alter kamen in dem sie ständig vom (halbhonen) Hochbett runter gesprungen sind :-p;-)

LG

Beitrag von 98honolulu 18.05.11 - 13:28 Uhr

Meiner Meinung nach nicht, bevor ein Kind zur Schule geht. Wir warten mit sowas sicher, bis er 7 oder 8 ist, wenn überhaupt.

LG

Beitrag von nadine-88 18.05.11 - 13:30 Uhr

also meine hat ein bekommen da war sie gerade anfang 3. und es ist noch nix passiert sie hat auch so ein halbhohes bett.

Beitrag von dentatus77 18.05.11 - 13:44 Uhr

Hallo!

Für mich kommt ein Hochbett ehrlich gesagt gar nicht in Frage, ich hab sogar mal von einem 12-Jährigen gelesen, bei dem hatte sich beim Spielen auf dem Hochbett eine Kordel vom Pullover im Bett verfangen und er hat sich erdrosselt.

Ansonsten wird gesagt, ab ca. 6 Jahren ist ein Kind in der Lage, die Gefahr, die von einem Hochbett ausgehen kann, einzuschätzen und so Stürze zu vermeiden.

Für ein 2-jähriges Kleinkind jedenfalls würd ich auf keinen Fall ein Hochbett kaufen!

Liebe Grüße!

Beitrag von alkesh 18.05.11 - 22:37 Uhr

Leider wird oft verkannt das es zum erdrosseln keine Höhe bedarf!

LG

Beitrag von miau2 18.05.11 - 13:54 Uhr

Hi,
empfohlen wird ab Grundschulalter.

Die Dinger sind schlicht und einfach eine der größten (wenn nicht sogar die größte) Quelle für Unfälle im Kinderzimmer.

Unser Großer hat seit er 2 ist ein 90x200cm großes Bett, das irgendwann mal nachrüstbar wäre (auf 3 verschiedene Höhen oder als Doppelstockbett - was dann halt gewünscht wird) - das ist vielleicht eine Alternative, wenn ihr jetzt schon ein großes Bett kaufen wollt, das ganze aber auch sicher sein soll. Wir haben eins von Flexa, gibts auch von anderen (teureren oder billigeren) Marken.

Viele Grüße
miau2

Beitrag von die_elster 18.05.11 - 18:24 Uhr

Meine Große hat mit drei ein halbhohes Bett bekommen und kommt super damit klar. Meine Mittlere bekommt jetzt zu ihrem 3. Geburtstag ein Stockbett und teilt sich das denn mit ihrem Bruder.
Es geht bei uns aus Platzgründen einfach nicht anders.

Lg heike+Lindsey(*01.2007)+Ziva(*07.2008)+Dean(*12.2010)#drache

Beitrag von alkesh 18.05.11 - 22:38 Uhr

Kannst Du diese Annahme belegen?

LG

Beitrag von miau2 19.05.11 - 08:54 Uhr

Welche Annahme meinst du?

die mit dem häufigen Unfallrisiko?

http://www.kindersicherheit.de/html/faq11.html
http://www.kindergesundheit-info.de/fuer-eltern/kindersicherheit/kindersicherheit05/ein-sicheres-eigenes-reich-das-kinderzimmer/#c13393
http://www.shortnews.de/id/716602/Unfallrisiko-Hochbetten-fuer-Kinder-unter-sechs-Jahren-ungeeignet
http://www.rheinmainmarkt.de/Singlenews.immobilien_news_details.0.html?&cHash=af967a70f7&tx_ttnews[backPid]=43&tx_ttnews[tt_news]=5395
http://www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/aktuelles1/show.php3?id=694&nodeid=26
http://www.adeba.de/html.php/modul/HTMLPages/pid/608

Ist nicht nur meine Annahme.

Dazu das - leider habe ich den Vortrag nicht auf Band aufgenommen - was der Leiter der Kinderklinik Frankfurt/Höchst uns vor einigen Jahren in einem Vortrag erzählt hat: er hat viel zu oft viel zu schwer verletzte Kleinkinder nach Stürzen aus Hochbetten. Die Verletzungen sind oft im Hals- oder Kopfbereich, also auch noch an Stellen, wo schwere oder lebenslange Folgen noch wahrscheinlicher sind als wenn sich ein Kind "nur" den Arm bricht. Grund ist, dass die Kinder einfach oft kopfüber runterfallen.

Dazu unsere persönlichen Erfahrungen: der 5jährige KiGa-Freund unseres Sohnes hat gerade einen KH-Aufenthalt hinter sich nach einem Sturz vom Hochbett. Und er ist NUR von der Leiter gefallen, rückwärts - nicht mal kopfüber von ganz oben. Mit einer mittelschweren GEhirnerschütterung hatte er allerdings Glück im Unglück.

Und dazu eine Überlegung zum Nachdenken: Spielgeräte auf öffentlichen Spielplätzen, die eine Fallhöhe von über 1,5 m haben (und die Höhe erreicht man auch bei halbhohen Betten, die eine vernünftige Umrandung haben, wenn das Kind über die Umrandung fällt) müssen einen großzügig bemessenen Fallraum haben - damit das Kind beim Fallen nicht gegen andere Geräte stürzt - und einen speziellen Fallschutzboden. Rasen reicht da nicht mehr aus. Nur in Kinderzimmern, da darf man machen, was man will - und Stürze auf harten Boden (z.B. Parkett, Laminat, oder Teppich mit Beton drunter) aus jeder noch so hohen Höhe erlauben. Und vielleicht noch die Ecke vom Fensterbrett erwischen oder anderes...

Selbst mit so strengen Vorschriften für Spielplätze kommt es dort zu Unfällen. Wie viele Unfälle mit schweren Folgen mehr würde es wohl geben, wenn dort all das erlaubt wäre, was man in so vielen Kinderzimmern sieht? Auf den allermeisten Hochbetten wird nun einmal gespielt. Und wenn es 99mal gut geht - einmal kommt ein Spielkamerad zu Besuch, der zu Blödsinn anstiftet - und das kann reichen.

Hochbettten sind einfach nichts für Kleinkinder. Klar, es geht meistens gut, und diese Eltern empfehlen das auch noch fröhlich weiter - nur, wer das Glück (und nichts anderes ist es, wenn es gut geht) hat und wer nicht - das ist etwas, was man erst hinterher weiß. Und für mich ist das Kinderzimmer ein Ort, der sicher zu sein hat - was mit einem normalen Hochbett wie es in x Kinderzimmern zu finden ist nicht möglich ist. nicht bei Kleinkindern.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von alkesh 19.05.11 - 09:43 Uhr

< Die Dinger sind schlicht und einfach eine der größten (wenn nicht sogar die größte) Quelle für Unfälle im Kinderzimmer. >

Diese Annahme meinte ich!

Das es ein Unfallrisiko ist bestreite ich nicht, aber DIE größte Gefahrenquelle? Kann ich aufgrund meiner Berufserfahrung nun nicht gerade behaupten.

Auch in den Links werden immer alle Stürze gesamt gezählt, nicht nur die vom Hochbett!

Übrigens kann man Hochbetten sichern, aber die Diskussion hatte ich hier ja schon mal, würde ja keiner machen weil es so hässlich wäre ... #gruebel

Und nein, mein Kind hat KEIN Hochbett und JA, ich habe verstanden worum es Dir geht, ich mag so was nur gerne noch untermal mit aktuellen Statistiken und nicht einfach nur so in den Raum geworfen!

LG

Beitrag von miau2 19.05.11 - 11:24 Uhr

Hi,
das "wenn nicht sogar" bedeutet eigentlich ziemlich eindeutig, dass das eine Vermutung ist. Für mich zumindest. Es basiert auf der Aussage des damaligen (ob er es heute noch ist - eine Ahnung) Chefs der Höchster Kinderklinik, der einen Vortrag über die Vermeidung von Unfällen bei Babys und Kleinkindern gehalten hat. Hochbetten waren dabei IM Kinderzimmer (die Zusammenfassungen beinhalten ja außerdem vor allem Stürze von Treppen, Spielgeräten, Wickeltischen - Dinge, die die wenigsten Kleinkinder IM Kinderzimmer haben) für ihn das gefährlichste, was man machen kann. Seine beruflichen Erfahrungen führen ihn offenbar zu anderen Erkenntnissen als deine.

Ich habe dieser Aussage vertraut, landen die Folgen doch u.a. bei ihm in der Klinik. Seine Aussagen decken sich allerdings mit denen der Sannis, bei denen ich meine Kindernotfallkurse gemacht habe.

Natürlich kann man die Betten sichern, nur wie du selbst sagt - machen tut das fast keiner. Was ja nicht nur etwas mit dem Aussehen zu tun hat, sondern einfach auch super unpraktisch ist - das Beziehen von Hochbetten allein ist schon eine ziemlich dämliche Sache (mein Mann und ich hatten in unserer kinderlosen Zeit in der 1-Zimmer-Bude ein solches), und dann noch ein richtig gesichertes mit Dingen wie Netzen und Türen und was weiß ich - schwer vorstellbar, dass viele Eltern dazu Lust haben. Und selbst dann bleibt die Leiter/Treppe - und der Unfall in unserem engsten Bekanntenkreis vor einigen Wochen hat sich eben genau da geeignet. Das tollste Netz ums Bett hätte nicht geholfen. Ein Fallschutzboden vielleicht - aber DEN hat ja erst recht niemand im Kinderzimmer.

Aber stimmt schon, untermauern ist immer gut. Wenn der Herr mal wieder einen Vortrag hält und ich dran denke stelle ich mal die Einladung hier hinein ;-).

Viele Grüße
miau2

Beitrag von alkesh 19.05.11 - 18:15 Uhr

Also ich als RettAss hab in 11 Jahren erst einen Sturz vom Hochbett gehabt und das war ein Schulkind.
Ja, Stürze sind die häufigste Unfallursache, auf jeden Fall, aber Stürze aus dem Hochbett finde ich eher selten.

Fatal finde ich wenn Betten nicht mehr aussehen wie Betten sondern wie Ritterburgen oder Schlößchen und als Spielplatz benutzt werden.
In der Krippe meines Sohnes gibt es ein Hochbett mit Tunnel und Wänden, sowie einer Rutsche direkt ins Bällebad. Nun kann ich ja schlecht sagen das er dort nicht spielen soll, würde aber später auch schwer werden ihm zu erklären dass das Hochbett zuhause eben kein Spielplatz ist, also warten wir auf jeden Fall noch sehr lange mit einem Hochbett.
Ich finde die Dinger aber sehr praktisch weil sie einfach Platz sparen!

Ich hab aber auch schon selbst gebaute Hochbetten gesehen, die eben richtig hoch waren, direkt unter der Decke und dann auch mit "Bettgittern" zu, statt einer Leiter gab es eine richtige Treppe mit Geländer und Teppichboden.

LG