Erst 2 Jahre alt und schon schwerkrank

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von verenchen1508 18.05.11 - 13:35 Uhr

Hallo,

jetzt muss ich doch mal hier schreiben. Mein Sohn und ich gehen seit einiger Zeit in eine Spielgruppe und dort haben wir einen Jungen mit seiner Mama kennen gelernt, der so alt ist wie unser Sohn. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und waren oft zusammen spazieren.

Wir hatten uns vor ein paar Wochen zum Spielen verabredet, doch das Treffen fand nie statt. Der Kleine musste zum Kinderarzt, da die Mutter Blut im Urin feststellte. Na, dachte ich, sicher eine Blasenentzündung.

Aber nein, es wurde ein Blasentumor festgestellt und seit ein paar Tagen steht fest, dass es sich um einen bösartigen Tumor der Blase handelt. Er wird bereits in einer Kinderklinik behandelt (Chemo). Ich bin total fassungslos und traurig.

Ich arbeite im Krankenhaus und meine Freundin ist Kinderärztin, wir haben noch nie von einem Kleinkind mit Blasenkarzinom gehört. Ich hab jetzt richtig Angst, dass der Blasentumor gar nicht der Primätumor (Muttertumor) ist, sondern dass es irgendwo in seinem kleinen Körper noch mehr Krebszellen gibt.

Meine Gedanken kreisen die ganze Zeit um den Kleinen und natürlich um die ganze Familie. Ich hoffe, er ist ganz stark und es geht bald bergauf.

Ich mache mir natürlich auch Gedanken was wäre, wenn es uns so ergehen würde. Mir zerreißt es schon das Herz, wenn ich nur daran denke.

Ach, eigentlich wollte ich mir das nur mal von der Seele schreiben, tat auch gut.

viele Grüße
Verenchen

Beitrag von nuckenack 18.05.11 - 15:15 Uhr

Hallo
ich arbeite seit 10Jahren auf einer kinderonkologie und wir haben ab und zu Kinder mit Blasentumor, allerdings keine Karzinome sondern z.B. Rhabdomyosarkom.

Ich finde es schön das du so mifühlst. Hast du dich schonmal bei der Familie gemeldet? Viele Eltern schildern dass sie es so schlimm finden dass sich nur sehr wenige trauen sich zu melden oder direkte Hilfe anbieten.
Du wirst es merken wenn sie nicht kann oder es ihr zuviel wird.

Grüße
nuckenack

Beitrag von karina27 19.05.11 - 07:37 Uhr

Oh Gott wie schlimm. Meine Kleine ist auch grade 2 geworden, mag garnicht dran denken...
Wünsche der Familie und den kleinen Mann viel Kraft und das er den Sch.. Krebs besiegt und wieder gesund wird.

LG karina

Beitrag von madamefroehlich 20.05.11 - 11:56 Uhr

Hallo!

#liebdrueck
Kenne das Gefühl, dieser Fassungslosigkeit und das Gefühl, die Welt ist ungerecht und man würde so gerne helfen.

Im KiGa meines Sohnes, ist auch ein Junge (3 1/2) Jahre alt und dieser hat Leukämie, er war sehr viel krank, Lungenentzündungen...immer wieder fehlte er und nun ist es gewissheit, er hat Leukämie.
Niemand aus der Familie und auch der große Bruder kommen als Spender nicht in Frage und so müssen sie auf die Spendenkartei hoffen...

Traurig, dabei mochten wir ihn und seine Familie so und man fühlt sich irgendwie so Hilflos...
Die Kinder im Kiga haben gesammelt, er mag Schleich Dinos, die gab es dann 3 Stck. die konnte die Mutter dann mit ins KH nehmen, da er noch nicht raus darf.

Wenn ich niemals bete, aber diesen Abend als ich es erfahren habe, habe ich gebetet. Für diesen Jungen und seine Familie und auch für uns, das wir niemals so etwas durchmachen müssen.