An die Mamas mit (zu) viel Milch: Hilfe, Milchstau!

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von maeusekrieger 23.05.11 - 11:34 Uhr

Hallo!
Ich bin das ganze Wochenende mit einer schmerzenden Brust gelegen, konnte meinen Arm gar nicht bewegen so weh tat das. Hab Paracetamoltabletten genommen und Topfenwickel gemacht. Problem ist, dass ich nach wie vor (Baby bald 6 Wochen) sehr viel Milch habe - rechts viel mehr als links. Dann trinkt er rechts nie leer und es staut sich und fängt an weh zu tun. Links hingegen kriegt er zuwenig. Wer hat Rat?
Danke, lg maeusekrieger

Beitrag von muehlie 23.05.11 - 11:54 Uhr

Ich würde immer wieder, wenn die Brust anfängt hart zu werden, ein wenig Milch ausstreichen (nicht abpumpen). Du kannst ansonsten die Milchmenge ein wenig reduzieren, indem du ab und zu eine Tasse Salbei- oder Pfefferminztee trinkst.

Beitrag von danat 23.05.11 - 14:22 Uhr

Hallo du Arme,

das kenne ich. Ich hatte neulich auch einen so krassen Milchstau in der rechten Brust, dass ich den Arm kaum noch heben konnte. Ich konnte meinen Kleinen kaum noch versorgen.

Hast du auch Verhärtungen in der Brust?

Mir hat es geholfen, in den Stillpausen konsequent Quarkwickel zu machen und dann beim Stillen warme Kirschkernkissen aufzulegen.

Ich habe auch öfters "zu viel Milch". Ich stille dann immer mit der Brust die dringender geleert werden muss. Mein Sohn trinkt meistens nur eine Seite, deshalb war es für mich unangenehmer mich starr an li-re-li-re im Wechsel zu halten. Manchmal habe ich halt auch zweimal nacheinander an die schmerzende Seite angelegt, wenn die andere Seite das verkraften konnte. Weiß nicht, ob das eine Stillberaterin so gut finden würde, aber mir hat es in dem Moment geholfen.

Und ich habe Salbeitee getrunken. Erst vorsichtig, weil ich befürchtet habe, dann zu wenig Milch zu haben. Dann eine ganze Tasse pro Tag.

Und Paracetamol habe ich auch genommen - wäre sonst kaum auszuhalten gewesen.

Kann es sein, dass dein Kleiner im 5-Wochen-Schub den Milchbedarf wieder erhöht hat? Also häufiger stillen wollte? Mir gehts immer so, dass er im Schub häufiger trinken will und dann in den nächsten Tagen besonders erschöpft ist vom Schub und viel schläft ... und ich steh dann da mit der ganzen Milch und explodiere fast.

In der Boxerhaltung trinkt er die Brust immer besonders gut leer.

Liebe Grüße, Dana.

Beitrag von sunny1809 24.05.11 - 21:16 Uhr

Hallo!

Ich hatte in den ersten zwei Monaten fünf Milchstaus, es war echt schlimm...

Was bei mir geholfen hat: beim Stillen diese Handwärmer (die man knickt und in die Jackentaschen steckt) auf die entsprechende Brust gelegt, damit die Milch besser fliesst, anschliessend Kältepads (nicht gefroren), danach
habe ich Retterspitz (aus der Apotheke) auf die Stilleinlage gegeben und auf die entzündete Stelle gelegt (ist nicht so eine Schweinerei wie der Quark).

Beim Stillen immer erst die Milchstau-Brust genommen. Hilfreich ist auch, dass Baby so anzulegen, dass der Stau besser bearbeitet wird, also bei der Stelle unter dem rechten Arm den Körper des Babys nicht vor Deinem Körper positionieren sondern nach hinten weg.

Seit ich beim Stillen nur noch jeweils eine Brust nehme, habe ich keinen Stau mehr gehabt.

Um weniger Milch zu produzieren, kann man Pfefferminz-oder Salbeitee oder auch -bonbons zu sich nehmen.

Alles Gute!