WAS mach ich falsch??

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von astrida 26.05.11 - 22:25 Uhr

Hallo,

jeden Tag das gleiche Spiel.... ich weiß nicht mehr weiter.... Vielleicht habt ihr nen Tipp.

Ich erzähl mal.
Mein Sohn ist jetz 5 1/2 wochen alt und bekommt Humana Pre zu essen.
Er trinkt über Tag sehr gut, schafft bis zu 150ml pro Mahlzeit alles super.

ABER:

Ab 20 Uhr, er ist hellwach, hat im 10min Takt Hunger, trinkt 2 Schluck und will dann nicht mehr. Erst in 10 min wieder. Dann kanns sein das er mal 10ml trinkt, dann spuckt er es ein bisschen raus und weint beim essen.
Ich zieh die Flasche raus, weil ich denke er will nicht mehr.
Er weint noch mehr, weil er Hunger hat.
Dann geb ich ihm vorsichtig die Flasche wieder.

Er trinkt dann bis ca. 24 Uhr im 10 min takt.
Wir kuscheln dazwischen die ganze Zeit mit ihm.
Er wird nicht richtig Müde.

Klar das er in dem alter nicht durch schläft ist okey.

Aber ich weiß echt nicht was ich in den 4 Stunden machen soll. Das Schlaucht tierisch....

Habt ihr nen Tipp.

Über Tag bekommt er IMMER wenn er Hunger hat soviel er Mag....


lg Astrida

Beitrag von eumele76 26.05.11 - 22:29 Uhr

Hi,

das was dein Sohn macht kenne ich nur von Stillkindern. Das sogenannte Clusterfeeding. Da hängen die Kinder bevorzugt abends fast nonstop an der Brust ohne wirklich nennenswerte Mengen zu trinken.

Das ist eine Phase die sicher wieder vorbeigehen wird.

Hat er einen Schnuller? Vielleicht will er auch einfach nur nuckeln...

Lg,
Nina

Beitrag von lilly7686 26.05.11 - 22:37 Uhr

Hallo!

Das ist wohl ein Wachstumsschub! Meine Kleine hatte das im zarten Alter von 8 Tagen.
Nennt sich, zumindest beim Stillen, Clusterfeeding.

Geht vorbei. Irgendwann ;-)

Lg

Beitrag von lena1309 26.05.11 - 22:43 Uhr

Hallo,

das klingt mir eher danach, dass dein Kind nicht aus Hunger trinkt sondern sich selbst durch das Nuckeln beruhigen will.
Gut möglich dass er auch Bauchschmerzen durch Blähungen etc. hat und das Gefühl selbstverständlich noch nicht deuten kann.

Hast du mal die Fliegerhaltung probiert? Das entlastet und massiert den Bauch und hilft häufig. Einigen hilft auch Fenscheltee oder ein Schnuller.

LG
M.

Beitrag von astrida 26.05.11 - 22:55 Uhr

Er hat nen Schnuller, den spuckt er aber nach ein paar Minuten wieder aus...

Er mag den Flieger sehr, mache ich mit ihm jedes mal nach dem essen,
Blähungen hat er eigentlich sehr wenig. Er bekommt wenn er schlafen geht immer ein Kirchkernkissen auf den Bauch...
Fencheltee hasst er....

Ich bin echt am Ende...
Ich werds mal mit dem Schnuller statt Flasche probieren....

Danke!

Beitrag von lena1309 26.05.11 - 23:01 Uhr

Bauchschmerzen äußern sich nicht nur durch Blähungen. Wenn er die Beine eigenartig anzieht und einen harten Bauch hat, würde ich mal Sab Simplex oder so probieren. Denn dann sitzen die Winde fest.
Windsalbe kann auch helfen.

Und er ist knapp 5 Wochen alt, da ist es leider nicht ungewöhnlich, dass die Kinder Schwierigkeiten haben, nennt sich auch Regulationsschwierigkeiten, früher hat man 3-Monatskolliken gesagt.

Und es ist wichtig, dass du trotz Stress am Abend so ruhig wie möglich wirst.
Wenn du magst kannst du im auch ganz monoton die Fernsehzeitung vorlesen oder so, es geht um deine Stimme.

Und bei meinen Kinder hat es gut funktioniert, mit ihnen in Fliegerhaltung langsamen Walzer zu tanzen und dabei zu summen oder eben die passende Musik zu hören.

Beitrag von astrida 26.05.11 - 23:10 Uhr

Okey ich versuchs mal.
Er hat die beine unten und nen weichen bauch.....

Er hat grade geweint und dann mit schnuller direkt aufgehört....
jetzt nuckelt er...

Danke für deine Hilfe.

ich versuche ruhig zu sein.

Beitrag von lena1309 26.05.11 - 23:17 Uhr

#bitte, kein Problem, darum ist Urbia ja auch da.

Beitrag von karra005 26.05.11 - 23:33 Uhr

Wie schon gesagt wurde, clusterfeeding. Babys trinken abends öfter damit sie in der Nacht weniger hunger haben. Das vergeht irgendwann.
Ist anstrengend, aber wenn du durchhälst, dann wirst du belohnt. Das Verhalten ist total normal gerade auch in dem Alter deines Kindes. Mach dir keine Gedanken.

Beitrag von estherb 26.05.11 - 23:36 Uhr

Hallo Astrida,

was dein Sohn macht, amchen Stillkinder sehr gerne; es ist bei Flaschenkindern zwar wohl ungewöhnlich, kommt aber anscheinend vor - ich würde auch sagen, er will nuckeln. Meine Tochter (voll gestillt) ist jetzt 10 Wochen alt, sie hatte solche Anwandlungen auch immer mal wieder in den ersten Wochen; das ist v.a. Nervosität und dass sie noch Schwierigkeiten haben, in den Schlaf zu finden, wenn sie eigentlich über den Punkt sind. Meist steckt wirklich Müdigkeit und Überreizung dahinter, und die ist v.a. in der 6. Lebenswoche normal. Alle Kinder schreien in der 6. Woche am meisten, haben Studien herausgefunden; danach wird das besser. Und wenn sie nicht die ganze Zeit brüllen, suchen sie halt Beruhigung. Bei Stillkindern funktioniert das beruhigen halt viel besser übers trinken, weil die sich an der Brust ganz viel Nähe und Streicheleinheiten und Hautkontakt holen. Dass das Ganze am Abend ist, ist auch normal, das ist Überreizung, weil am Tag so viele Eindrücke auf die Babys einströmen. Die Schreistunden am Abend werden aber in den nächsten Wochen wieder weniger.

Ich denke, der Schnuller ist eine gute Idee. Meine ältere Tochter hat in dem Alter auch abends viel geweint (wollte allerdings nicht immer an die Brust), die ließ sich v.a. durch rumtragen und Musik beruhigen. Die Kleine ist auch so eine Beruhigungsnucklerin, die will immer an die Brust, wenn ihr was zu viel ist.

Probier den Schnuller und vielleicht einfach mal Tragetuch. Und sobald er abends wieder ruhiger wird, würde ich versuchen, ihn zu einer festen Zeit abends mit festem Ritual ins Bettchen zu legen. Diese längere Wachphase am Abend ist um die sechste Woche bei sehr vielen Babys da, aber irgendwann lassen sie sich auch von einem festen Tages-Nacht-Rythmus überzeugen, und je eher du durch feste Rituale hierfür Hilfestellung gibst, desto leichter fällt es deinem Sohn, das Schema zu verstehen.

Ach, ein Bad wirkt auch bei vielen Babys beruhigend. Bei unserer Kleinen ist das zum Beispiel super, sie liebt das und entspannt sich dann sehr. Und das kann man auch schön ins Gute-Nach-Ritual einbinden.

Unsere große Tochter (jetzt 4) hatten wir damals bis etwa 10 Wochen auch abends bei uns im Wohnzimmer und erst, wenn wir selbst ins Bett gegangen sind, mit im Schlafzimmer. Mit etwa 10 Wochen haben wir angefangen, sie um acht in ihre Wiege zu legen. Jetzt beim zweiten Kind haben wir schon nach 14 Tagen angefangen, sie in das Nachtritual der Großen einzubinden - und siehe da, das Kind schläft schon seit Wochen, bestimmt seit der vierten oder fünften Lebenswoche ab abends 20 Uhr oder 20.30 Uhr selig und friedlich in seiner Wiege und wacht nachts zwar noch einmal zum stillen auf (mit fünf Wochen war das auch noch zwei Mal die Nacht), aber sie schläft dann gleich wieder ein und hat dadurch eine ruhige, lange Nachtphase, wenn auch mit kurzem "Trinkstopp". Meine große hatte auch bald einen festen Rythmus, aber so ruhig waren die Abende in den ersten Wochen beileibe nicht. Ich denke, dass das viel mit den Strukturen zu tun hat, die du dem Kind gibst. Das gibt Sicherheit, grade wenn viele neue Eindrücke da sind.

Liebe Grüße, Esther

Beitrag von hebigabi 27.05.11 - 07:47 Uhr

Völlig normal und kann auch noch ne Weile anhalten.

Er hat NICHTS außer, dass er erst mal auf dieser Welt ankommen muss und das "clustern" wenig bekannt ist und auch von Flaschenkindern "betrieben" wird.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=9&tid=1436818&pid=9270811

Da muss frau durch- umpolen kannst du da nichts.

LG

Gabi