Anzeige/Verklagen.....kann ich mich wehren?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von sunnymore 31.05.11 - 21:19 Uhr

Hallo,

ich bin immer noch total wütend und suche hier Rat.

Vorhin war ich in einem Laden drin, wo ich vor fast einem Jahr damals Schuhe für meinen Sohn kaufte.
Da sie aber daheim nicht passten, habe ich sie Tage später umgetauscht.

Sie gaben mir damals nicht das Geld zurück (eigentlich müssten sie es ja), sondern nur einen Gutschein.

Als ich heute Schuhe kaufen wollte und mit dem Gutschein bezahlen (und den Rest drauf zahlen) wollte, sagte mir der Typ, er würde den Gutschein nicht akzeptieren.#schock

Den hätte einer seiner Mitarbeiter ausgestellt (war ja unterschrieben) und der würde hier schon länger nicht mehr arbeiten.
Ausserdem wäre der Gutschein zu alt, der gelte höchstens 2-3 Wochen nach Erhalt#schock#schock#schock#schock.

Ich war natürlich stinkig und hab versucht ihm zu erklären das es nicht geht.

Diskutiert ohne Ende (ich glaub es war ein Inder oder so), er wollte mich sogar aus seinem Laden werfen.
Ich habe ihn gebeten mir mein Geld auszuhändigen oder wenigstens den Gutschein anzunehmen.

Er war auch schon dabei, die Ware einzuräumen (war kurz vor Ladenschluß) und ich stand im Weg als er mit den Gitter-Rollwagen rein wollte.
Weil ich nicht zur Seite ging, drückte er den Wagen an mich und wollte mich damit wegschubsen.

Es kam eine weitere Kundin rein, die das alles mitbekam und ebenso sagte, das würde so nicht gehen, ich wär im Recht.

Tja, ich bin dann total sauer raus gegangen.

Es handelt sich zwar nur um einen Betrag von (bitte lacht nicht) 5,99€ aber ich bin echt sauer.
Es ist immerhin doch mein Geld oder?

Was kann ich denn jetzt tun,ich fühle mich total "beklaut"?

Kann ich ihn anzeigen? Oder kann ich überhaupt etwas tun?

Wie geht der mit Kunden und Menschen um??


Lg,
Sonia



Beitrag von sunnymore 31.05.11 - 21:42 Uhr

Vielen Dank für Deinen Link, war sehr interessant.

Aber was mache ich, wenn er das so nicht einsieht, denn ich habe ihm schon versucht es zu erklären?

Er "gab mir trotzdem mein Geld nicht zurück".

Beitrag von zwiebelchen1977 31.05.11 - 21:53 Uhr

Hallo

Normaler weise hätte der LAden dir die Schuhe nicht umtauschen müssen. Denn du hast kein Recht auf Úmtausch, wenn die Ware fehlerferi ist. Das die Schuhe deinem Sohn net passeten, ist dein Problem.

Wenn der Laden es aus Kulanz macht, kann er wählen, wie er es dir weidergibt!!

Allerdings gelten Gutscheine 3 Jahre und nicht nur ein paar Wochen.

Bianca

Beitrag von trullala2011 01.06.11 - 08:04 Uhr

Hallo,
darum geht es hier doch garnicht, ist doch egal, aus welchen Gründen bzw. woher sie den Gutschein hat!
DEN muss er einlösen, basta!
Gruß
TTT

Beitrag von hoeppy 31.05.11 - 23:18 Uhr

Druck es Dir aus, wie lange ein Gutschein einzulösen ist.

Besteht er trotzdem weiterhin darauf, dass er dazu nicht verpflichtet ist, dann sag ihm das Du Dich nun an die Verbraucherzentrale wendest.

Ich würde mich da auf keine weitere Diskussion einlassen.

Und dann geh wirklich zu eurer Verbraucherzentrale und schildere Deinen Fall.

LG Mona

Beitrag von bezzi 01.06.11 - 06:59 Uhr

Die Schuhe hätten nicht zurückgenommen werden müssen. Wenn der Verkäufer die Schuhe zurücknimmt, macht er das aus Kulanz und kann die Regeln frei bestimmen. Ohne den genauen Text des "Gutscheins" zu kennen, kann hier keiner wissen, was Sache ist. Oder ist das vielleicht sogar nur die alte Kassenquittung ? Die hätte natürlich keinerlei Bedeutung.

Beitrag von windsbraut69 01.06.11 - 07:03 Uhr

Grundsätzlich hast Du ja gar keinen Anspruch auf Rücknahme der Schuhe und den Gutschein gehabt....
Das würde ich im Hinterkopf behalten und auch den geringen Wert und es gut sein lassen.

Willst Du Dich wegen 5,99 Euro, die Dir damals aus reiner Kulanz gutgeschrieben wurden, jetzt ernsthaft eine Anzeige bzw. Klage in Erwägung ziehen?
Letzteres wird eh nicht zustande kommen bei 6 Euro.

Gruß,

W

Beitrag von parzifal 01.06.11 - 11:12 Uhr

Sie ist aber komplett im Recht.

Gruß
parzifal

Beitrag von kathi.net 01.06.11 - 09:07 Uhr

Naja, er hätte die Schuhe nicht zurücknehmen müssen und einen Gutschein geben. Stellt sich die Frage, wie der Gutschein genau formuliert ist?

Er wollte dich aus seinem Laden werfen? - Naja, das ist sein gutes Recht, denn er hat Hausrecht. Allerdings würd ich da nie wieder hingehen und den Laden bestimmt auch nicht weiter empfehlen.

Zum Verklagen: Klar könntest du es mit einer Klage probieren - ich würde mich aber schon darauf einstellen, den Gang zum Gericht allein zu machen. Es sei denn, du kennst/findest einen Anwalt, der für diesen Betrag (meist berechnet sich das Honorar nach dem Streitwert #schock) einen Stein ins Rollen bringt.

LG Kathi

Beitrag von parzifal 01.06.11 - 11:16 Uhr

Du bist im Recht.

Jemanden zwingen recht einzuhalten kann letztlich nur das Gericht.


Beitrag von jogiyoda 01.06.11 - 12:00 Uhr

Dumm ist nur das es kein Urteil geben wird weil das Verfahren wegen Geringfügigkeit schon im Vorfeld eingestellt wird.

Beitrag von parzifal 01.06.11 - 14:50 Uhr

Wie bitte? Wie kommst Du denn auf so etwas! Das ist zu 100% falsch.

Ich kann 10 cent einklagen. Und da wird nichts wegen "Geringfügigkeit" eingestellt.

Im Übrigen, wer wäre denn Derjenige der einstellt?

Beitrag von jogiyoda 01.06.11 - 15:22 Uhr

natürlich kannst du versuchen 10 Cent einzuklagen aber die Ag eröffnen kaum noch ein Verfahren wenn der Streitwert in keiner Relation zu Anwalts und Gerichtskosten steht.

Beitrag von parzifal 01.06.11 - 16:28 Uhr

Das ist definitiv falsch. Woher stammt denn dieses Wissen?

Dies interessiert mich wirklich und ich wäre daher über eine Antwort dankbar.

Ein Amtsgericht hat auch gar nicht die Befugnis und das Recht ein Klageverfahren zu verweigern.

Beitrag von jogiyoda 01.06.11 - 16:32 Uhr

ein Freund von mir ist Rechtsanwalt und lehnt es schon lange ab solche Nichtigkeitsklagen zu übernehmen.

Beitrag von demy 01.06.11 - 18:57 Uhr

Hallo,
das ist keine Antwort auf die gestellte Frage.

Ob ein Anwalt ein Fall für 10cent übernimmt oder nicht ist irrelevannt.

STRAFverfahren werden eventuell wegen Geringfügigkeit eingestellt.
ZIVILverfahren kann man wie hier geschildert auch wegen 10cent anstrengen.
Ein Gericht hat bei einem ZIVILverfahren überhaupt keine rechtliche Möglichkeit soetwas abzulehnen wenn der Anspruch tatsächlich besteht.

Ich habe zu DM Zeiten schon Portokosten in Höhe von damals 11,90DM eingeklagt.

War gar kein Problem.

Gruß
Demy

Beitrag von parzifal 02.06.11 - 08:25 Uhr

Weil ein Freund von Dir Rechtsanwalt ist und bestimmte Fälle nicht bearbeitet, stellen alle Gerichte in Deutschland solche Verfahren "wegen Geringfügigkeit" ein?

Ich bewundere den Einfluß Deines Freundes auf die Ziviljustiz in Deutschland.

Ich hoffe er bearbeitet sonst aber alle anderen Rechtsgebiete, damit die Gerichte nicht auch alles andere einstellen, weil Dein Freund dies nicht bearbeitet.

Dämmert Dir nicht, dass in Deiner Argumentationskette ein klitzekleines Loch ist?

Das sich ein solches Verfahren für den Anwalt nicht finanziell lohnt ist klar.

Das ist aber eine ganz andere Baustelle!

Außerdem kann man die Klage ja auch ohne Anwalt erheben.

Beitrag von peterpanter 01.06.11 - 12:41 Uhr

Hi,

Anzeige/Klagen ist "wohlwollend gemeint" Unsinn.

Wenn im Laden keine Einigung zu erzielen ist, verlangt man den Chef. Gibt es keinen z.B. weil es eine Kette ist , besteht man auf einen Ansprechpartner in der Zentrale an den man sich wenden kann und der im Gegensatz zum Verkäufer (diesen immer mit namen anreden) über die notwendige Kompetenz verfügt. Spätestens da dürfte die Sache sich erledigt haben. Sollte es selbst der Inhaber sein der sich quer stellt, sollte man im Hoffnung auf etwas kostenlose Werbung machen.

Wenn nicht, ein Mail an die Zentrale schreiben und durch die Blume mitteilen, das es im Internet sicherlich einige Portale gibt, bei denen man sich über unrechtmäßiges Geschäftsgebaren eines Unternehmens auslassen kann.

grüßle

peter