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Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von wiri 01.02.06 - 08:27 Uhr

Hallo,

ich weiß nicht ob das jetzt hierher passt, aber ich muss mal was loswerden. Mein Papa hatte im August 2005 einen Herzinfarkt mit 52 Jahren. Es war zwar knapp aber er hat überlebt und es geht ihm soweit auch ganz gut, er arbeitet wieder.
Bloss habe ich seit dem, immer so ein komisches Gefühl im Bauch. Ein Angstgefühl das ihm, meinem Freund oder meiner Schwester irgendwas passieren könnte. Ich fühle mich ständig unwohl, dieses Gefühl hört erst dann auf wenn ich meine Eltern sehe, nach der Arbeit zuhause zum Beispiel oder mit ihnen kurz telefoniere.
Ich weiß das es normal ist, Angst zu haben seine Lieben zu verlieren, aber ständiges Unwohlsein, wenn man nicht ich ihrer Nähe ist, ist doch nicht normal. Bin ich krank?
danke für die antworten....

Beitrag von bluehorizon6 01.02.06 - 12:00 Uhr

Ich glaube das du im Familienleben besser aufgehoben bist. Mit Partnerschaftsthemen hat das was du ansprichst nichts zu tun.

Lass mich dir sagen, das du sicher nicht krank bist. Mir scheint dein Angst entsteht der Schocksituation die du hinter dir hast. Es wird so etwas wie ein Verlustangst sein, und damit stehst du nicht alleine.

Das Beste was du tun kannst ist mit deinen Eltern darüber reden. Nun kenne ich dein Verhältnis zu deinen Eltern nicht, aber ich würde von meinen Jungs wissen wollen wenn ihnen eine solche Sorgen auf dem Herzen liegt.

Aber als Eltern kannst du das nicht erraten, es muss auch ausgesprochen werden. Je nach dem wie dich das belastet, kann auch Hilfe gesucht werden. Therapie oder Selbsthilfegruppen... Das weiß dein HA am Besten.

Zunächst solltest du aber deine Eltern ins Vertrauen ziehen. Sie werden verstehen, das du jemanden brauchst zum zuhören. Ich glaube wer erlebt hat seinen Vater fast zu verlieren, der darf Angst haben. Angst ist nicht schlechtes, aber sie kann stark bremsen wenn dich Angst einen zu kontrollieren beginnt.

Stell die mal vor wie es deiner Mutter gehen muss. Glaubst du nicht das sie eine ähnliche Angst verspürt? Ich wage zu sagen, das sie vielleicht sogar froh wäre von dir deine Gefühle zu hören. Sie wird sicher merken das sie mit ihren Sorgen nicht alleine ist. Möglich das ihr euch gegenseitig ein wenig helfen könnt.

Und auch die Zeit wird noch ein wenig mithelfen. Je größer der Abstand um so verschwommener werden die Bilder im Kopf. Das erleichtert auch etwas. Aber wichtig ist sich zu öffnen und einen Menschen des Vertrauens einzubinden. Alleine jemanden zu haben der zuhört lindert die Angst.

Ich wünsche alles Gute

BlueH6

Beitrag von chnime 02.02.06 - 14:55 Uhr

ich kann dir eigentlich nur den Tip geben, mache dich mit dem Thema sterben vertraut. Versuche dich eingehend damit zu befassen. Vieleicht entdeckst du ja einen Weg, an den du glauben kannst. Zum Beispiel Reinkanation. Das hilft sicher ein wenig. Mache dir bewußt, daß auch du irgentwann gehen muß. Versuch dir vorzustellen, wie es danach weiter gehen könnte. Ich glaube nicht, daß dann einfach Schluß ist. Je mehr du dich damit befaßt desto weniger schwer ist es für dich. Glaub mir ich hatte auch schon solche Ängste.

LG Janine