Schmerzen KS o. Spontangeburt---Unterschied?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von naddel06 01.02.06 - 16:58 Uhr

Hmm,
hab mir grad mal so meine Gedanken gemacht, nachdem ich ein Posting hier gelesen hab, das ein KS gar nicht so schlimm sein soll.
Kommt es nicht so ziehmlich aufs Gleiche darauf raus ob man nun die Schmerzen waehrend der Geburt hat und danach oder tagelang den WUndschmerz nach einem KS? Macht das ueberhaupt einen Unterschied?
Also mir wurde der Blinddarm vor ein paar JAhren rausgenommen und ich fand das das schon ganzschoen wehtat, vorallem beim lachen, niesen und laufen.

Hat jemand vielleicht schon Erfahrung mit beidem? Oder was meint Ihr?

LG

Nadine

Beitrag von tagesmutti.kiki 01.02.06 - 17:04 Uhr

Hi,

ich habe 2 Spontangeburten hinter mir und würde diese Erfahrung nie im Leben gegen einen KS tauschen wollen.

Es geht mir nicht um die Schmerzen, die gehen vorbei aber das Erlebnis prägt unwarscheinlich. Und ich fand beide male so weh sie auch taten wunderschön.

Achso die Schmerzen hatte ich hinterher auch. hatte nämlich unwarscheinlich heftige Nachwehen. Und ich werd mich schonmal drauf einstellen das die beim 3.Kind auch wieder vorhanden sein werden.

LG KiKi und Lainie Melia Elin SSW 28+0

Beitrag von foxi76 01.02.06 - 17:07 Uhr

Also ich glaube das kommt alles ganz drauf an.
Ich hatte keinen Kaiserschnitt. Allerdings eine Saugglockenentbindung mit Dammschnitt.
Diese Dammnaht tat sehr sehr lange weh... Bis ich gar nix mehr gespürt habe schon so fast 1 Jahr.
Die ersten 8 Wochen war´s richtig schlimm.
Meine Schwägerin hat 2 Mal normal entbunden.
Die war am nächsten Tag wieder fit wie ein Turnschuh. Kein Schnitt, nix.
Eine Freundin von mir hatte einen guten und einen sehr schmerzhaften Kaiserschnitt.
Eine andere hatte einen Horror-Wunschkaiserschnitt.
Das Kind ist samt der Gebärmutter geflüchtet. Die Ärzte mussten sehr weit aufschneiden um das Kind dann mit der Zange aus der Magengegend der Mama zu ziehen.
Sie hat nach jetzt 5 Wochen immer noch starke Probleme...
Das muss also jeder für sich selbst entscheiden.

Ich werd mein nächstes Kind, wenn möglich wieder "normal"entbinden. Trotz schlechter Erfahrung!

Gruß
Foxi ( hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen)

Beitrag von monsterkind 01.02.06 - 17:25 Uhr

Hallo!

Mal davon abgesehen, dass ich erst eine Spontangeburt hatte und hoffe, das nächste Kind auch wieder normal entbinden zu können, fehlt mir in diesen "KS oder Spontan?- Diskussionen" einfach der Blick auf das Kind!
Es ist einfach besser für das Kind, durch den Geburtskanal gepresst zu werden als aus dem Bauch geschnitten zu werden. Die Natur hat das nicht umsonst so eingerichtet. So ein paar Stunden Schmerzen wird man doch wohl aushalten können! Dafür hat man dann doch sein Baby im Arm...
Ich habe mit ca. 5 Jahren damals in der Sesamstraße einen Film mit einer gebährenden Frau gesehen und danach Jahrzehnte Panik geschoben, weil die so geschrien hat. Und ich hatte noch kurz vor der Entbindung Panik. Es war eine heftige, komplizierte Geburt, aber ich würde niemals freiwillig einen KS vornehmen lassen, da die Geburt einfach dazu gehört und so sein soll. Meinen Dammschnitt habe ich übrigens nie gespürt, ich hatte nie Probleme damit. Heute habe ich wieder ein bisschen Bammel vor der Geburt, aber auch das gehört für mich dazu. Ist ja eben was Besonderes. Alleine der Gedanke, dass nicht ich die erste bin, die das Baby auf den Arm nimmt sondern irgend'ne Hebamme den Wurm wegschleppt um die Atemwege freizusaugen und so weiter...Nee!!!!
Einfach auch mal an das Kind denken, bitte!

So, nichts für Ungut.
Das musste ich mal loswerden. ;-)

Grüße vom monsterkind

Beitrag von butte 01.02.06 - 17:36 Uhr

Hallo nadine,
Habe bis jetzt nur erfahrungen mit nem kaiserschnitt gemacht, leider.
war ein not kaiserschnitt. es ist klar, das mann während einem kaiseschnitt keine schmerzen hat, aber bei mir war die zeit danach um so schlimmer.
Erst ist der wochenfluss nicxht in gang gekommen und dann hat sich unter der naht auch noch flüssigkeit angesammelt, so das die naht in der ersten nacht als ich zuhause war wieder ein stück aufgegangen ist. und ich mußte dann 2 wochen lang alle 2 tage zum arzt.
aber das schlimmste war, das ich mich erst nach 3-4 Tagen ganz um mein kind habe kümmern können.
Deshalb hoffe ich diesmal auf eine Spontangeburt.

Liebe grüße ivonne 36 ssw

Beitrag von tomkat 01.02.06 - 17:33 Uhr

Es ist ein sehr großer Unterschied, ob Du die Schmerzen während oder nach der Geburt hast (selbst wenn das Maß der Schmerzen gleich groß wäre, was ich bestreite - Kaiserschnitt ist viel übler): denn NACH der Geburt braucht Dein Kind Dich. Wenn Du dann wegen großer Schmerzen ausfällst, ist das ganz schrecklich.

Ich konnte nach dem Kaiserschnitt weder aufstehen noch mein Kind selber nehmen. Das ist übel.

Davon abgesehen haben auch die KS-Leute nach der Geburt Nachwehen. Denn die gehören zur Rückbildung der Gebärmutter. Das ist bei allen gleich.

Beitrag von raffinessa1981 01.02.06 - 18:58 Uhr

Hallo Nadine,

meine kleine Lena kam vor 13 Tagen per KS mit Rückenmarksnarkose auf die Welt. Da sie so groß war und die Ärzte mir zu einem KS geraten haben, sie hätte sonst nur schwer durch den Geburtskanal gepasst und hätte garantiert mit Saugglocke oder Zange geholt werden müssen. Und hätte dann evtl. sogar ein Not-KS gegeben. Sie war 4750 gr. schwer, 59 cm groß und KU war 37,5 cm.

Ich war so enttäuscht, wollte unbedingt normal entbinden. Aber jetzt im nachhinein weiß ich, dass es das beste für meine kleine Maus war. Und ich hab den KS echt gut weggesteckt. Die OP war eigentlich wirklich schön, obwohl der Anäthesist sich viermal beim Setzen der PDA verstochen hat. Er hat dann seine Kollegin geholt, die es zum Glück gleich beim ersten mal geschafft hat. Sonst wäre es Vollnarkose geworden. Und dann hätte natürlich mein Mann auch nicht bei der OP dabei sein können. Aber so hatten wir das Glück zusammen zu erleben wie Lena das Licht der Welt erblickt hat. #freu

Nach der OP gings mir echt super, man ist nicht so geschlaucht wie nach ner OP mit Vollnarkose (wie damals beim Blindarm). Hab meine Maus so ne halbe Stunde nach OP schon neben mir gehabt und das erste mal angelegt. Am nächsten morgen bin ich das erste mal gelaufen, zwar gekrümmt, aber es ging. Wurde dann echt jeden Tag besser. Am 3. Tag hab ich die Maus das erste mal alleine gewickelt. Vorher halt immer nur meinem Mann dabei zugeguckt. Die Narbe hat schon am Anfang bischen gezwackt, aber ging echt von Tag zu Tag besser. Am 5. Tag wurde ich aus dem KH entlassen, jetzt zuhause gehts mir super, merk die Narbe überhaupt nicht mehr (Seit die Fäden draußen sind). Und mein Kind liebe ich genauso viel, wie wenn ich es normal bekommen hätte, denke ich.

Natürlich hab ich vor mein nächstes Kind auf normalem Wege zu entbinden. Aber wenns nicht geht, gibts wieder KS mit PDA. Hab dann garantiert weniger Angst davor wie diesmal.

Denk einfach ans Baby, wenn es falsch liegt, zu groß ist oder Nabelschnur um den Hals hat oder ähnliches, würd ich KS vorziehen, bevor was passiert. Aber ansonsten auf jeden Fall normal entbinden.

LG Raffi + #baby Lena (13 Tage alt)