Haus verkaufen oder vermieten?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von suggl 01.02.06 - 19:05 Uhr

Hallo zusammen,

Mein Mann und ich haben vor 3 Jahren ein Haus bauen lassen. Nun möchten bzw. müssen wir wegziehen.
Das Grundstück (ca. 80.000 EUR Wert) haben wir von seinen Eltern damals geschenkt bekommen. Unser Haus hat uns etwas über 200.000 EUR gekostet.
Ich bin dafür, dass wir das verkaufen und keine "Last" mit uns herumtragen müssen. Mein Mann ist aber eher dafür, dass wir dieses Haus vermieten (über einen Makler). Mir ist das vermieten irgendwie zu riskant. Habe Angst, dass wir keinen "gescheiten" Mieter bekommen, dass das Haus eventl. Monate leersteht ...dass man sich ärgert und sieht wie sie unser schönes, neues Haus runterwirtschaften ...
Wir möchten uns auch wieder was neues kaufen, momentan sind wir für eine Eigentumswohnung mit Gartenanteil für 130.000 EUR.
Wie würdet Ihr entscheiden, oder hat jemand Erfahrung damit?

Vielen Dank

Grüße
Marion

Beitrag von manavgat 01.02.06 - 20:02 Uhr

Ich würde - sofern ein angemessener Preis erzielbar ist - verkaufen.

Gerade wenn Du weit weg bist, kannst Du verdammt Pech haben. Entweder die Leute zahlen nicht oder noch schlimmer: sie schlagen Dir alles kaputt. Das Risiko ist einfach zu groß.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sunset.chill 01.02.06 - 20:22 Uhr

Hallo,
mir würde jetzt sontan nicht ein einziges Argument PRO Vermietung einfallen.
Nur dagegen.

- Mieteigentum behandelt man niemals wie eigenes, daher schnellere Abnutzung

- Sich Von Mietern zu trennen,dauert länger und ist oftmals teurer als eine Scheidung

- Wer mietet ein ganzes Haus??

- Habt Ihr lust auf Dauerstress?

Allerdings: beim Verkauf würden bei Euch Steuern anfallen


LG

Beitrag von ich_passe_auf 01.02.06 - 21:31 Uhr

Wenn es verkauft ist, ist es weg.

Wenn man es erstmal vermietet und in einem Jahr nochmal drüber nachdenkt sieht es evtl anders aus.

Wenn der neue Job nicht gefällt und man will wieder zurück????
Schau mal Schatz das war mal unser Haus....

Beitrag von sunny993 02.02.06 - 07:50 Uhr

Hallo

Meine Meinung : auf jeden Fall verkaufen ( wenn der Preis stimmt)
Wir standen auch schon mehrmals vor der Entscheidung.
Mit dem Geld auf dem Konto ist man einfach flexibler.

Sunny

Beitrag von cw1971 02.02.06 - 08:51 Uhr

Hallo Marion,

wenn Ihr es Euch leisten könnt, dann behaltet es!! Eine Immobilie ist immer eine gute Wertanlage, vor allem beim heutigen Zinsniveau!

Sicher, man hört viele Horror-Stories, aber wer berichtet schon über die 99,9% der Mietverhältnisse, wo es keine Probleme gibt? Das ist doch viel zu uninteressant!!

Es gibt ein paar Regeln, die man bei der Vermietung auf jeden Fall einhalten sollte:

1. einen ausführlichen Mietvertrag, in dem auch Renovierungsregelungen, und evtl. bereits künftige Mietsteigerungen etc. festgehalten werden.

2. Bankauskunft einholen

3. Gehaltsnachweise vorlegen lassen

4. Der Schlüssel wird nur ausgehändigt, wenn die Kaution bezahlt ist (3fache Monatsmiete)

Gerade wenn man ein relativ neues Haus vermietet, ist die Chance auf einen lukrativen Mieter (Manager, etc.) ziemlich gut, sofern ihr natürlich nicht zu weit weg vom Schuss seid.

Zudem könnt Ihr Steuern sparen: Gebäude- und Zins-Abschreibung machen bei einem halbwegs guten Einkommen schon einiges aus.

Lasst Euch doch mal vom Steuerberater beraten.

LG
Claudia

Beitrag von sunset.chill 02.02.06 - 11:42 Uhr

Hallo,

Deine Schätzung von 99,9% problemloser Mietverhältnisse liegt leider arg daneben. Man schätzt, dass etwa 1/4 bis 1/3 aller Mieter zumindest zeitweilig in Mietrückstand geraten. Und das kann ich aus erster Hand so bestätigen.
Diese hohen Außenstände muss man sich als Hausbesitzer auch erstmal leisten können!!!

Selbst wenn man sich die Mieter höchstpersönlich aussucht, hat man eine große Chance, daneben zu greifen. Und was kratzt es die Verwaltende Firma, ob der Mieter in Zahlungsrückstand gerät? Die halrten sich da i.d.R. fein raus, die monatlichen Verwaltungskosten, Nebenkosten, evtl Darlehen, etc laufen hingegen schön weiter.


Deine Vorschläge 1-4 sind sicherlich gut gemeint, aber kaum durchsetzbar, wenn das Haus nicht gerade Toplage hat.
Vom Manger mit fetten Einkommen und Putzfrau als Mieter träuumt wohl jeder. In der Praxis ist aber die Frage: wer mietet sich ein ganzes, fast neues Haus???

- wer es sich leisten kann, baut oder kauft lieber selber
- jemand mit entsprechendem Einkommen wird viel arbeiten, was will der mit arbeitsintensivem Haus +
Garten?

Man müsste zu dem Haus auf jeden Fall auch wissen, wie die Lage dort ist und wie die Prognosen für die Zukunft sind. Man muss natürlcih auch klar sagen, dass langfristig viele Immobilien, gerade auf dem Platten land, an Wert verlieren werden, da einfach keine Menschen mehr da sein werden, um sie zu bewohnen.

LG


Beitrag von buzzfuzz 09.02.06 - 15:02 Uhr

hi

ich würde eher vermieten denn bei mieten bekommt ihr dann monatlich etwas aufs konto.und wie du sagtest das ihr dann seht das man es runter wirtschaftet das haus,ja,das könnt ihr auch sehen wenn ihr es verkauft habt.


denn so oder so würde es runter gewirtschaftet werden.