Osteopath - Atlas-Blockade - Röntgen?

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Beitrag von affenzack 01.02.06 - 19:07 Uhr

Hallo,

ich wäre Euch dankbar für Meinungen zum Thema Osteopathie.
Jonas (inzwischen beinahe 12 Wochen alt) bevorzugt eine Brust beim Stillen (was ziemlich nervt, wie Ihr Euch vorstellen könnt) weil es ihm scheinbar Schmerzen bereitet, auf der Seite zu liegen.

Jetzt sind wir mal beim Heilpraktiker gewesen und es wurde tatsächlich eine Atlas-Blockade festgestellt. Für die Behandlung, die nebenbei 36,- € kostet, ist noch ein Röntgenbild von der Wirbelsäule notwendig.

Ist das wohl sinnvoll, wenn er weiter nichts hat - oder schadet die Röntgenstrahlung mehr, als es bewirken könnte, weil so eine Verspannung ohnehin von allein verschwindet nach einiger Zeit? #kratz
Oder kann sich das negativ auf´s Krabbeln-Versuchen auswirken?

Ich habe noch keine so rechte Ahnung #heul Geld spielt natürlich keine Rolle, wenns dem Kleinen dann wirklich nachher besser geht - aber ist das alles auch wirklich immer sinnvoll? Schließlich hatte ich als Baby auch keinerlei Heilpraktikeranwendungen und heute keinerlei Beschwerden :-D

Ratloser Gruß
Elke

Beitrag von bimi305 01.02.06 - 19:18 Uhr

Hallo,
unser Sohn Fabian (01.09.06) guckte nach der Geburt nur nach links. Ich habe dann versucht eine Änderung der Lagerung vorzunehmen mit Kissen im Rücken etc.
Aber nichts half. Dann bin ich auf anraten mal zu einem Osteopathen gegangen. Nun haben wir 4 Sitzungen hinter uns. Fabian`s Haltung ist 100 % besser geworden. Ich bin absolut begeistert von der Osteopathie und würde sie jedem nur empfehlen .

Schöne Grüße
Birgit und Fabian

Beitrag von bimi305 01.02.06 - 19:19 Uhr

Ach so, was ich gerade noch vergessen hatte. Fabian ist vor seiner ersten Behandlung auch geröngt worden.

Beitrag von loritati 01.02.06 - 20:13 Uhr

Hallo Elke,

das hört sich ganz nach KISS Syndrom an.
Bei meinem Sohn wurde es mit 3 Wochen festgestellt.
Er wurde auch geröngt.
Wir waren allerdings während der Behandlung bei einem Osteopathen/Chiropraktiker der sich mit Babys auskennt.
Das übernimmt die Kasse.

Hier kannst du dich mal schlau machen:

http://www.kiss-kid.de/

Liebe Grüße

Loritati

Beitrag von sunnysun27 01.02.06 - 20:13 Uhr

Hallo Elke,

das hört dich meines Erachtens ganz nach KISS an.
Ich empfehle dir folgende super informative Seite:
www.kiss-kid.de
Auch das Forum dort ist spitze, setze deinen BEitrag dort doch einfach rein.

Also das vorher röntgen ist sehr wichtig um VErwachsungen und Fehlbildungen auszuschließen! Die Strahlenbelastung ist bei weitem nicht so dramatisch, wie immer vermutet wird.
Vielleicht hilft dir folgende Info auch weiter:
http://www.kisskinder.de/download/roentgen.pdf

Ich kann dir nur nahe legen einen sehr guten KISS Spezialisten aufzusuchen um das ganze abklären zu lassen! Es gibt in ganz Deutschland nur 4 sehr gute!
Das Geld und der evtl weite Weg ist sehr gut angelegt, dein Kind wird es dir danken!

Ich spreche aus Erfahrung, meinem Sohn (2) geht es jetzt endlich gut, obwohl wir seit er ca 11 Wochen war in KISS Behandlung war!!!
Es waren alles KISS Ärzte! Aber erst einer der besten KISS Fachmänner konnte meinem Sohn wirklich auf Dauer helfen. Wäre ich bloß eher hingefahren!
Vermutlich hätte ich uns noch einiges ersparen können.
Heute hat er eine schwere Sprachentwicklungsverzögerung und Wahrnehmungsstörungen, das wahrscheinlich mit seinen ewigen Blockaden zusammenhängen....

Also, wichtig ist das du einen wirklichen Fachmann an den empfindlichen Halswirbelbereich lässt um das ganze abzuklären!!!!

LG und alles gute, Sunny

PS: Wenn dunoch Fragen hast, gerne.

Beitrag von cathie_g 01.02.06 - 20:19 Uhr

ich halte dieses ganze KISS und zum-Experten-Gerenne für eine nutzlose Modeerscheinung in einer allgemein übersättigten und im Grunde sorgenfreien Welt.

http://www.zeit.de/archiv/2000/35/200035_kiss.xml

Es ist völlig normal dass Kinder eine Brust bevorzugen, Du kannst es mal mit einer anderen Stillhaltung versuchen. Wenn Jonas richtige Schmerzen hat, dann geh mal zum Arzt - nicht dass er eine Mittelohrentzündung hat. Das Röntgen auf Grund einer Laiendiagnose (oder ist der Heilpraktiker ein Arzt) halte ich für eine völlig überflüssige Belastung.

Catherina (auf sie mit Gebrüll)

Beitrag von hebigabi 01.02.06 - 20:52 Uhr

Tja- dann mal auf sie :-p.

Das ist genauso eine "Modeerscheinung" wie Hyperaktivität, außer man ist selbst betroffen---> so wie ich mit meinem Sohn.

Außerdem habe ich schon genügend Kinder gehabt, die diese Modeerscheinung KISS hatten und denen es nach der Behandlung eindeutig besser ging, komisch, die kannten noch keine "Mode".

Kann man geteilter Meinung sein- früher gab es "Schreibaby´s" heute hat das Kind halt einen Namen.

Liebe Grüße von

Gabi


Beitrag von cathie_g 01.02.06 - 21:21 Uhr

Hi Gabi,

klar gibt es Kinder die echt hyperaktiv sind, die gab es auch schon immer - bloss heute wird jedes dritte Kind dazu erklärt und Du wirst aus eigener Erfahrung wissen, dass nicht jedes dritte Kind hyperaktiv ist.

Genauso wenig ist jedes Kind, das eine Seitenpräferenz beim Gucken oder Stillen hat, ein KISS Kind. Schon alleine deshalb weil die Brüste nicht beide gleich Milch abgeben haben Kinder eher eine Präferenz, oft mögen sie die linke Seite mehr, weil sie den vertrauten Herzschlag da besser hören können, oft ist die Präferenz auch von den Müttern "antrainiert" indem sie entspannter sind wenn das Kind auf dem "schwachen" Arm liegt, dann kann Mama mit der anderen hand noch auf Urbia surfen oder ein Buch lesen, oder wasauchimmer.

Seit es "KISS" als "Label" gibt, gelten solche harmlosen Gründe für eine völlig normale Erscheinung aber nicht mehr und begeisterte Mütter geben Tipps weiter, die im Prinzip aussagen: "lass Dir nicht anschnacken Dein Kind sei gesund, erst der Arzt/Osteopath, der Dir sagt, Dein Kind hat KISS ist ein Experte" (ich paraphrasiere und sicher überspitzt, aber das ist so der Querschnitt aus dem letzten Jahr was ich hier verbracht habe). Und leider gibt es genügend Heilpraktiker, die auf den Zug aufgesprungen sind und "KISS" diagnostizieren (erinnert mich an meinen Orthopäden, der auch immer etwas fand, was seine Frau, eine Krankengymnastin, behandeln konnte ;-) ).

Ich finde es total erschreckend, wie junge Mütter ihr Kind nicht mehr gelassen annehmen dürfen, sondern generell jeder Mucks pathologisiert und behandelt werden muss. Ich vermute dass es Halswirbelverschiebungen ehrlich gibt, ich denke nicht, dass es sie bei so vielen Babies gibt, wie hier und anderswo verkauft. Ich halte Manipulationen an der oberen Halswirbelsäule für ausgesprochen problematisch und denke es wäre möglich weit über 90% der um leichte "Asymmetrien" besorgten Mütter, bzw deren Babies mit kleinen Tricks zu helfen, ohne dass eine t€ure Spezialisten-Behandlung dafür nötig sind, aber Kinderärzte die dazu raten, werden hier (nicht in diesem Thread, aber auf Urbia und anderen Mütterforen) als "hat keine Ahnung" verteufelt und damit werden den Müttern unnötige Sorgen und Kosten verursacht.

LG

Catherina

Beitrag von bamboo 01.02.06 - 23:07 Uhr

hallo catherina,

hätte ich mehr elan und lust zu antworten, dann wäre dein text von mir gekommen.
schon möglich, dass diese mutter ein problemchen mit ihrem baby hat, aber warum machen sich vielle mütter so verrückt?
warum kann man die kleinen würmchen nicht einfach mal machen lassen?

gruß antje







sehr gut geschrieben.

gruß antje

Beitrag von cathie_g 02.02.06 - 01:52 Uhr

#danke das tut gut #huepf

Beitrag von loritati 02.02.06 - 12:05 Uhr

Hallo,

ich kann dir mit sicherheit sagen das KISS KEINE Modeerscheinung ist!!
Du kannst nur so reden weil du selber nicht betroffen bist!!

Mein Sohn war 3 Wochen alt als es festgestellt wurde.
Er lag vor uns wie ein C, schrie den ganzen Tag und ist nur noch vor Erschöpfung eingeschlafen.
Er hat sich beim schreien ganz doll anch hinten überstreckt, so das man ihn kaum halten konnte. Er hat nach jeder Mahlzeit erbrochen, weil er sich so aufgregt hat.

Nachdem wir bei Orthopäden waren und der nach einer Röntgenaufnahme eine Atlastherapie durchgeführt hat, die nach 3 Wochen nochmal wiederholt werden mußte, weil es schon wieder da war, ging es ihm sichtlich besser.

Danach sind wir noch 5 Monate zur Physiotherapie gegangen.

Heute haben wir ein total ausgeglichenes und fröhliches Kind, was nicht so wäre hätten wir es nicht erkannt!!

Ich finde solche Äußerungen ziemlich daneben! Genauso könntest du behaupten es gibt keinen Krebs es ist nur eine Modeerscheinung!!

Informier dich mal richtig!!


Loritati

Beitrag von cathie_g 02.02.06 - 15:31 Uhr

tut mir leid, dass es Deinem Kind so schlecht ging - hat allerdings wenig mit dem Baby in dem Originalposting zu tun, oder biegt sich das und schreit staendig, oder erbricht es bei jeder Mahlzeit?

Nein!

Aha! Warum muss der Mama dann um jeden Preis KISS aufgeschwatzt werden?

Catherina

Beitrag von loritati 02.02.06 - 19:42 Uhr

Hallo,

>>ich halte dieses ganze KISS und zum-Experten-Gerenne für eine nutzlose Modeerscheinung in einer allgemein übersättigten und im Grunde sorgenfreien Welt. <<

>>tut mir leid, dass es Deinem Kind so schlecht ging - hat allerdings wenig mit dem Baby in dem Originalposting zu tun, oder biegt sich das und schreit staendig, oder erbricht es bei jeder Mahlzeit?Nein!
Aha! Warum muss der Mama dann um jeden Preis KISS aufgeschwatzt werden?<<

Falls Dir was auffällt, Du widersprichst dich in Deinen eigenen Aussagen!!

Ich finde man sollte es abklären lassen. Es muß ja noch nicht so ausgeprägt sein, wie es bei unserem Kind war. Die Symptome haben sich bei ihm auch gesteigert und waren nicht alle von Anfang an da. Wenn es nicht so ist und das Kind kein KISS hat, um so besser.
Natürlich würde ich mir noch eine zweite Meinung von einem Facharzt einholen.

Loritati



Beitrag von affenzack 02.02.06 - 10:51 Uhr

Hallo nochmal,

erstmal danke für die Meinungen. Ich werd jetzt erstmal noch die zwei Wochen bis zum Röntgentermin weiterbeobachten, ob sich nicht doch noch von alleine eine Besserung einstellt. Dann halte ich die Sache aber für sinnvoll (dazu gibt es ja tatsächlich einiges Überzeugendes im Netz).

Den Extremkritikern nur noch mal mitgeteilt, dass wir natürlich alles andere schon versucht haben, unter anderem auch, ihn einfach mal schreien zu lassen, aber wenn man das Gefühl hat, dem Kleinen tut´s echt weh, dann denkt man plötzlich über vieles anders. #heul Schon allein wegen der Ansteckungsgefahr in vielen Wartezimmern :-D, dem An- und Ausziehen, Hin- und Her, scheut wohl jeder den Gang zum Arzt, wenn es nur irgendwie geht.
Mir wurde aber, neben den Fällen wo sowas irgendwann von allein verschwindet, auch zugetragen, dass man sowas auch "verschleppen" kann - und dann hat der Kleine am Ende nach einem Jahr oder so noch immer nicht versucht, sich zu drehen, weils einfach unangenehm für ihn ist. Dann bedarf es sicherlich mehr als eine oder zwei Behandlungen#kratz

Naja, mir hat´s ein wenig geholfen, mal von positiven Ergebnissen zu hören - liebsten Dank

Elke