freiwillig gesetzlich Krankenversichern oder lieber private KV?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von rosaundblau 01.02.06 - 20:14 Uhr

Hallo!

Mein Mann ist derzeit freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung (BKK)

Wir überlegen ob ein Wechsel in eine private Krankenversicherung sinnvoll ist.

Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?
Hat jemand von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung gewechselt? Oder gar umgekehrt?
Was würdet ihr wieder machen? Was anders? Und was nicht mehr?

Mein Mann ist eher selten krank, es stehen aber eine umfangreiche Zahnbehandlung an die weitgehend sowieso privat gezahlt werden muss.

Über viele Tipps, Info´s und Meinungen würde ich mich freuen!

viele Grüße
rosaundblau

Beitrag von schnuffinchen 01.02.06 - 20:31 Uhr

Hallo,

die Zahnbehandlungen wird die PKV auch nicht übernehmen, wenn er jetzt wechseln würde, die müsste er auch dort selbst zahlen (erst nach einigen Jahren Mitgliedschaft werden diese Behandlungen voll übernommen, und dann hängts auch noch vom Vertrag ab).

Wie alt ist Dein Mann? Davon hängt es auch ab, ob sich ein Wechsel lohnt.

Man muss aber dazu sagen, dass die gesetzliche KV ihn nicht mehr nehmen muss (auf gesetzlicher Basis), wenn er wieder zurückwechseln will! Soll heissen: Wenn er mal später in Rente ist und die Beiträge zu teuer werden, nimmt ihn keine gesetzliche mehr als Pflichtversicherten, nicht mal als freiwilliges Mitglies müssen sie ihn nehmen. Machen zwar einige, aber das kostet dann fast genau so viel wie die PKV.

Von daher würde ich es mir ganz genau überlegen, ob ein Wechsel sinnvoll ist.

Alternativ würde ich freiwillig in der gesetzlichen bleiben und mir eine umfangreiche Zusatzversicherung zulegen, die das übernimmt, was die GKV nicht abdeckt.


LG Janine

Beitrag von rosaundblau 01.02.06 - 20:36 Uhr

Ja, das entspricht in etwa auch meiner Meinung.
Die Kombination freiwillig gesetzlich und gute Zusatz spricht micht auch am meisten an!

Mein Mann wird bald 38 Jahre alt.

Mich interessieren einfach mal ein paar Erfahrungswerte usw...

Vielen Dank
rosaundblau

Beitrag von pete1323 01.02.06 - 22:34 Uhr

Hallo Janine!

"(erst nach einigen Jahren Mitgliedschaft werden diese Behandlungen voll übernommen, und dann hängts auch noch vom Vertrag ab)."

-> In der Regel gibt es in der PKV keine Leistungsausschlüsse bei Vollversicherungen. Es hängt aber sicherlich vom Vertrag ab, ob und in welcher Höhe bei verschiedenen Behandlungen gezahlt wird.

"Soll heissen: Wenn er mal später in Rente ist und die Beiträge zu teuer werden, nimmt ihn keine gesetzliche mehr als Pflichtversicherten, nicht mal als freiwilliges Mitglies müssen sie ihn nehmen. Machen zwar einige, aber das kostet dann fast genau so viel wie die PKV."

-> Bei weiter bestehender Selbständigkeit wird der Weg in die GKV ungangbar. Hohe Beiträge lassen sich aber mit einer Vorsorge auffangen.
Wenn jeder PKV-Versicherte zu Zeiten der Beitragsersparnis gegenüber der GKV diese Ersparnis anlegt, lässt sich so ein Großteil der Beiträge später finanzieren. Weiterhin sollten die BRE (oder ähnliches) angesammelt werden.

"Alternativ würde ich freiwillig in der gesetzlichen bleiben und mir eine umfangreiche Zusatzversicherung zulegen, die das übernimmt, was die GKV nicht abdeckt."

-> Alternativ wäre das ein Beitrag von ca. 800,- € pro Monat (Höchstgrenze in der GKV angenommen).


gruß pete

Beitrag von kati543 01.02.06 - 21:12 Uhr

Das kommt auf viele Umstände an. Ich würde eher davon abraten. Mein Mann ist privat versichert und auch nie krank. Aber irgendwie zahlt man immer drauf durch die Selbstbeteiligung.
Ich bin gesetzlich und privat Zusatzversichert. Das finde ich als die bessere Variante.
Falls ihr die Familienplanung noch nicht abgeschlossen habt, lohnt sich ein Wechsel sowieso nicht - so wie ich aus deiner VK entnommen habe, hast du ja noch einen kleinen Sohn. Der müsste dann ja auch privat versichert werden. Mit Kind lohnt sich eine private Versicherung schon mal gar nicht. Die Versicherungskosten sind das eine - die sind ja noch nicht mal so hoch. Aber immer diese Selbstbeteiligung... und Kinder werden doch nun mal öfter krank. Und ist man einmal in der Privaten, kommt man nur sehr schwer wieder in die Gesetzliche.
Und wie schon gesagt, eine zur Zeit absehbare Behandlung, zahlt die Private auch nicht.
Mein Mann zahlt im Monat insgesamt knapp 200€ (Hälfte davon übernimmt der AG). Dann hat er eine Selbstbeteiligung von 300€ und bei Nichtinanspruchnahme der Versicherung bekommt er am Ende des Jahres mittlerweile ca. 600€ wieder. Das bedeutet, dass man erst einmal Rechnungen bis 900€ selber bezahlen kann. Und das ist schon ziemlich viel.

Beitrag von pete1323 01.02.06 - 22:43 Uhr

Hallo Kati!

"Aber irgendwie zahlt man immer drauf durch die Selbstbeteiligung."

-> s. unten

"Ich bin gesetzlich und privat Zusatzversichert. Das finde ich als die bessere Variante."

-> Für den ambulanten Bereich oftmals nicht zahlbar.

"Falls ihr die Familienplanung noch nicht abgeschlossen habt, lohnt sich ein Wechsel sowieso nicht - so wie ich aus deiner VK entnommen habe, hast du ja noch einen kleinen Sohn. Der müsste dann ja auch privat versichert werden."

-> Generell KEINE richtige Aussage; s. SGB 5 §10 Abs. 3

"Mit Kind lohnt sich eine private Versicherung schon mal gar nicht."

-> In einigen Fällen schon, in anderen nicht. Das klingt doch etwas zu pauschal.

"Aber immer diese Selbstbeteiligung... und Kinder werden doch nun mal öfter krank."

-> Deswegen gibt es ja Tarife für Kinder, in denen es keine oder eine sehr geringe Selbstbeteiligung gibt.

"Mein Mann zahlt im Monat insgesamt knapp 200€ (Hälfte davon übernimmt der AG). Dann hat er eine Selbstbeteiligung von 300€ und bei Nichtinanspruchnahme der Versicherung bekommt er am Ende des Jahres mittlerweile ca. 600€ wieder. Das bedeutet, dass man erst einmal Rechnungen bis 900€ selber bezahlen kann. Und das ist schon ziemlich viel."

-> Wenn sich die BRE auf 3 MB beschränkt, dann sollte der Tarif mal geprüft werden.

=> Nun zur Berechnung; vielleicht verstehe ich das auch nur falsch.
Der Höchstbeitrag zur GKV inkl. PV liegt bei ca. 600,- €; demnach bleiben 300,- € beim Arbeitnehmer. Im Jahr macht das 3.600,- €.
In der PKV zahlt Dein Mann pro Monat 200,- €. Das macht im Jahr 2.400,- €. Rechnen wir die SB dazu, dann liegen wir bei 2.700,- €.
So ergibt sich eine Ersparnis von 900,- €; und nun kommt noch die BRE in Höhe von 600,- € hinzu.

Also, bei mir ergibt sich jetzt eine Ersparnis von 1.500,- €.


gruß pete

Beitrag von madi20 02.02.06 - 11:44 Uhr

Falsch! Man zahlt nur minimal drauf. Die Selbstbeteiligung gilt nur für Medikamente und da zahlt unsere zum Beispiel - hängt vom Vertrag ab - 80%. 20% müssen wir selber zahlen. Alles andere wird komplett von der privaten übernommen. Für 150 Euro im Monat. Eine freiwillige Gesetzliche würde sich fr meinen Mann nicht lohnen, da die teurer ist und weniger leistet.

Beitrag von pete1323 02.02.06 - 20:48 Uhr

Hallo madi20!

Wie kann eine vorher genannte Aussage falsch sein?

Es gibt in der PKV mit Sicherheit über 600 verschiedene Tarife.

Bei Deiner mag es so, bei einer anderen eben anders.


gruß pete

Beitrag von madi20 02.02.06 - 11:47 Uhr

Ach ja und wegen dem Kind, wenn einer gesetzlich ist kann das Kind auch gesetzlich versichert bleiben wenn das Einkommen unter, früher waren es mal 3300,- Euro - jetzt glaube 3500,- Euro liegt im Monat.

Beitrag von scullyagent 02.02.06 - 15:49 Uhr

Das geht schon viele Jahre nicht mehr!!!

Ich muß jedes Jahr für meine ges. KV ( freiwillig Versichert ) einen Fragebogen ausfüllen, wo auch nach der KV des Vaters gefragt wird. Wäre er privat versichert, müssen die Kinder privat versichert werden.

Scully

Beitrag von pete1323 02.02.06 - 20:50 Uhr

Hallo Scully!

Wie oft muss ich das noch klarstellen, damit es auch in diesem Forum begriffen wird und nicht immer wieder falsche Aussagen getroffen werden???

-->> s. SGB 5 §10 Abs. 3


gruß pete

Beitrag von scullyagent 03.02.06 - 08:50 Uhr

Ich weiß, daß Du Versicherungen verkaufst. Aber hier ist nicht das Forum für Verkaufsverhandlungen und vor allem nicht für fahrlässig falsche Vertreteraussagen!

Zei Elternteile, einer Gesetzlich Versichert ( egal ob freiwillig oder nicht ), einer Privat: Kinder :Immer privat.

Ließ Dir mal Deinen eigenen Paragrafen durch!

Scully

Beitrag von pete1323 03.02.06 - 21:49 Uhr

Hallo Scully (mit Anrede doch gleich viel netter)!

"Ließ Dir mal Deinen eigenen Paragraphen durch!"

-> Anscheinend bin ich ja auch der einzige, der den lesen kann. Aber hier mal für alle:

"Kinder sind nicht versichert, wenn der mit den Kindern verwandte Ehegatte oder Lebenspartner des Mitglieds nicht Mitglied einer Krankenkasse ist und sein Gesamteinkommen regelmäßig im Monat ein Zwölftel der Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt und regelmäßig höher als das Gesamteinkommen des Mitglieds ist; bei Renten wird der Zahlbetrag berücksichtigt."

Das hat auch nichts mit Verkaufsverhandlungen zu tun. Und ja, ich hafte bei einem persönlichen Gespräch. Ihr könnt hier jeden Mist los lassen und dann auch noch die Frechheit besitzen, dass Ihr Recht hättet.

Wer den Absatz da oben nun liest - und das SGB ist dort schon länger nicht mehr verändert worden - der kommt zu dem Schluss (und der ist auch folgerichtig), dass Kinder NICHT in die PKV müssen.

Ich hoffe, dass das jetzt auch den letzten klar geworden ist.

Und zu meinem Job: Ich glaube, dass ich das Wissen habe, dass ich solche Sochen nicht im Forum "verkaufen" kann geschweige denn will. Die Fragestellerin sollte doch korrekte Antworten bekommen, damit sie sich nicht nur auf laiengestützte Erfahrungswerte verlassen muss.

gruß pete

Beitrag von scullyagent 06.02.06 - 11:01 Uhr

Aha, es funktionirert nur , wenn der KV-Versicherte kein Einkommen hat. resp. auch kein Erziehungsgeld, denn das gilt versicherungsteschnich als Einkommen.

Also in der realen Welt wird es diesen Fall nur dann geben, wenn die Ehefrau ges. Versichert in der Gleitzone arbeitet.

In allen andern Fällen, von der Alleinerziehenden bis zur Hausfrau muß die private KV für Kinder dann doch bezahlt werden .

Scully

Beitrag von ma7schi 06.02.06 - 11:06 Uhr

Falsch.

Wenn der privat versicherte Part unter Beitragsbemessungsgrenze verdient, was bei vielen Selbständigen und Beamten der Fall ist, können die Kinder auch in die gesetzliche Kasse.

M.

Beitrag von pete1323 06.02.06 - 20:13 Uhr

Hallo ma7schi!

Schade, dass ich nicht erkennen kann, wo Du wohnst. Ansonsten würde ich Dich gerne hoch leben lassen. Endlich versteht es einer/eine...


gruß pete

Beitrag von madi20 03.02.06 - 17:18 Uhr

Falsch!
Das gibt es seit Jahren und und wird es wohl auch noch eine Weile geben und dient einzig und allein der Feststellung ob dein Mann eben über dieser Grenze liegt und das Kind gesetzlich versichert werden muss, oder familienversichert bleiben kann!!!!Ich muss das auch ausfüllen und hab da nie irgend ein Schreiben zurück bekommen ob meine Kinder sich ab jetzt privat versichern müssen, da mein Mann aus seiner selbstst. Tätigkeit gerade mal 1300 Euro hatte. Wir bitte soll man da noch 2 Kinder selber finanzieren in einer privaten Kasse?
Also bitte erst informieren und dann schreiben - das findest du sicher auch bei google.

Beitrag von pete1323 03.02.06 - 21:51 Uhr

Hallo madi20 (mit dem Anstand hast Du es dann wohl auch nicht so)!

Ich schreibe jetzt nicht nochmal alles.

Du kannst Dir Deine Lesehilfe gerne aus meiner Antwort auf Scullys Beitrag nehmen.

Die gibt es von mir heute umsonst.


gruß pete

Beitrag von pete1323 01.02.06 - 22:28 Uhr

Hallo rosaundblau!

Ich möchte meinen Vorrednern in 2 Punkten zustimmen:

1. Diese Frage kann man nicht beantworten, ohne ein persönliches Gespräch geführt zu haben.

2. Die Leistungen im Zahnbereich würden nicht gezahlt werden. Da es in der PKV bei der Vollversicherung aber nicht zu Leistungsausschlüssen kommt, sind hier andere Regelungen sinnvoller.


gruß pete

Beitrag von manavgat 02.02.06 - 11:45 Uhr

Die private müsst ihr für 3 Personen zahlen. Ich würde in der gesetzlichen bleiben und eine Zusatzversicherung abschließen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von pete1323 02.02.06 - 20:51 Uhr

Hallo Manavgat!

Das gilt aber nur, wenn die Ehefrau in diesem Fall nicht sozialversicherungspflichtig tätig ist.


gruß pete