Falschaussage beim Autokauf!

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Beitrag von allinklusive 01.02.06 - 20:54 Uhr

Hallo,

wir haben vor ca. 9 Monaten ein Auto Privat gekauft. Es wurde vertraglich festgehalten, das die linke Hintertür und der Kotflügel einen kleinen Unfallschaden hatte, der aber notdürftig repariert wurde. So weit so gut.

Vor kurzem hat sich die Versicherung des alten Fahrzeuginhabers gemeldet und etwas davon erzählt das der Schaden vorne in der Front gewesen sein soll.

Jetzt ist die Frage ob der alte Fahrzeugbesitzer das Auto nicht zurück nehmen muss, weil er beim Verkauf eine Falschaussage gemacht hat.

Wenn ja, muss er dann auch den vollen Barpreis zurück erstatten?

Fals er sich dagegen wehren würde, würde man notfals vor Gericht Recht bekommen?

Beitrag von meinmedia 02.02.06 - 00:04 Uhr

Hallo,

es kommt darauf an was im Kaufvertrag steht. Wenn darin steht: "gekauft wie gesehen und Probegefahren" hast du (glaube ich) keine Chance.

Ansonsten kannst Du ja mal bei einem Anwalt anrufen und nachfragen.

Gruss

Beitrag von mina0907 02.02.06 - 08:35 Uhr

hi

ich glaube das wenn der schaden nicht ersichtlich ist und er bei "unfall: keine weiteren" hingeschrieben hat dann müsste er es zurück nehmen weil du ja durch den schrieb nachweisen kannst das er auch einen vorne hatte.

müsstest aber nochmal genau nachfragen

Beitrag von aggie69 02.02.06 - 09:27 Uhr

Oooops? Seid wann meldet sich denn eine Versicherung beim neuen Fahrzeugeigentümer??? Sowas habe ich ja noch nie gehört. Wenn da ein Schaden erledigt ist, wird er zu den Akten gelegt.
Wenn eine Versicherung für einen Schaden aufkommt, dann wird er wohl nicht nur notdürftig repariert, sondern fachmännisch instand gesetzt. Es kommt drauf an, wie groß der Schaden war. Wenn z.B.nur Stoßstange und Kotflügel neu sind - dann ist das kein Unfallwagen.
Für mich hört sich das eher so an, als ob Ihr das Auto einfach wieder loswerden wollt - und am besten dem alten Eigentümer aufdrücken. So konnte man 9 Monate lang kostenlos ein Auto nutzen.


Beitrag von schnuffinchen 02.02.06 - 09:26 Uhr

Kann man so pauschal schlecht beurteilen.

Weswegen hat sich denn die Versicherung überhaupt bei Euch gemeldet?

Ob wirklich ein Frontschaden vorlag, kann nur ein Gutachter feststellen. Den müsst Ihr vorerst aus eigener Tasche zahlen.

Stellt sich dann heraus, dass es wirklich einen gab, hängt es von der Schadenshöhe ab, ob er hätte erwähnt werden müssen. Lt. gängiger Rechtsprechung müssen erst Schäden ab 1000€ als Unfall angegeben werden.

Falls der Verkäufer den Wagen zurücknehmen müsste, muss er NICHT den ursprünglich gezahlten Preis erstatten. Schliesslich habt Ihr den Wagen ja neun Monate lang genutzt, diese Nutzung wird vom damaligen Preis abgezogen. Zu DM - Zeiten waren das mal ca. 17 Pfennig pro gefahrenem km. Wieviel es jetzt ist, weiss ich nicht genau. Geht man aber mal von 9 Ct aus, und Ihr seid z.B. 10.000km mit dem Wagen gefahren, werden 900€ für die Nutzung abgezogen.


LG Janine

Beitrag von lieserle 02.02.06 - 12:14 Uhr

Hallo,

bist Du denn beim ADAC? Falls ja, kannst Du dort anrufen und bekommst kostenlos eine Rechtsberatung.

Beitrag von happysepp 02.02.06 - 14:21 Uhr

also das sich die versicherung des vorbesitzers meldet habe ich auch noch nicht gehörd !

ich hab mal ein motorrad verkauft das war 1 jahr alt und der käufer hatte nach 2 wochen einen angeblichen sturmschaden . weil offensichtlich ein unfall vorlag hat man bei mir nachgefragt ob ICH einen unfall gehabt hätte der nicht repariert wurde !

naja was das zurückgeben angeht wirst du wohl pech haben , zum einen dürfte es dir schwer fallen dem verkäufer eine vorsätzliche täuschung nach zu weisen und zum anderen kan der tatsächliche schaden nicht so gravierend sein wen ihr 9 monate nicht gemerkt habt ! ist der schaden fachmänisch behoben und stellt kein sicherheitsrisiko dar, gibts höchsten eine wertminderung . naja und die richtet sich nach dem zeitwert beim kauf .

Beitrag von bezzi 02.02.06 - 20:19 Uhr

Ihr habt ein Unfallauto gekauft und dafür weniger Geld bezahlt als für ein unfallfreies. Wenn sich jetzt herausstellt, dass es noch einen anderen Unfallschaden gab, der nicht zu erkennen ist und der auch keine Beeinträchtigung bedeutet, ist meine persönliche Meinung, dass das nicht zur Rückgabe das Fahrzeugs berechtigt.
Auch mir drängt sich da eher der Verdacht auf, Ihr sucht nach einem Vorwand, das Auto (warum auch immer) wieder loszuwerden.

Gruß

Martin