Einschlafritual

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von keene34 01.02.06 - 21:44 Uhr

Hallo,

ich suche Mamis und Papis die mir vielleicht Tipps geben können, wie ich meine Tochter (27 Mon.) besser abends ins Bett bekomme.

Um 19 Uhr ist "Feierabend", da sie am nächsten Tag um 6,30 Uhr aufstehen muß, sie besucht die Kindergrippe.

Wir legen sie hin, singen ein Lied oder lesen ihr noch was vor, mein Mann legt sich mit dazu und unsere Kleine schläft einfach nicht ein.
Sie steht ständig auf, kommt im Minutentakt aus ihrem Zimmer( sie kann nicht mehr ins Kinderbett, weil sie rausgefallen ist, also hat sie schon ein großes Bett), wir bringen sie immer wieder zurück, werden auch von mal zu mal lauter, sind schon nah am Schreikrampf.

Das geht so 2 Stunden lang. #heul

Wir sind dann völlig fertig, können uns dann nicht mehr "leiden". Einer ärgent sich über denn anderen. Unsere Beziehung leidet jeden Abend und das geht schon seid 5 Monaten so,täglich.

WER WEIß RAT#heul

Liebe Grüße keene34

Beitrag von lady_chainsaw 02.02.06 - 08:21 Uhr

Hallo Keene34,

warum bleibt nicht einer von Euch bei ihr bis sie eingeschlafen ist?#gruebel

Bei uns ist es vom Ablauf (inkl. Uhrzeiten) wie bei Euch - nur mit dem Unterschied, dass schon immer einer von uns bei ihr geblieben ist. Das dauert dann allerhöchstens ´ne halbe Stunde und sie pennt.#freu

Wir hatten so noch nie das Problem mit dem Aufstehen...

Gruß

Karen + Luna (2,5 Jahre)

Beitrag von anja676 02.02.06 - 09:41 Uhr

Hallo keene34,

probiers mal mit dem Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen". Es ist wirklich sehr hilfreich. Bei uns hat es auch gedauert, bis es funktioniert hat. Wir machen es übrigens heute (inzwischen ist sie sechs) immer noch genauso: erst Abendbrot, dann Duschen, dann Kuscheln, Geschichte vorlesen, alternativ eine Kassette hören und dann Licht aus.

Davon, mit ihr im Bett liegen zu bleiben, bis sie eingeschlafen ist, halte ich überhaupt nichts. Das ist dann eine neue "Angewohnheit", die abzugewöhnen wieder eine Sache ist, die dauert und Nerven kostet.

Liebe Grüße
Anja

Beitrag von lady_chainsaw 02.02.06 - 10:47 Uhr

Hallo Anja,

warum sollte man es einem Kind abgewöhnen, nicht alleine einzuschlafen?

Ich denke, es ist sogar wichtig für Eltern und Kind. Schließlich ist es heutzutage doch oft so, dass beide recht wenig Zeit miteinander verbringen. Und so hat man noch mal ein bißchen Zeit, um über den Tag zu sprechen, ein wenig zu kuscheln....#liebdrueck#bla

Ich sehe da überhaupt keinen Grund, es meinem Kind abzugewöhnen. Damit hören wir erst auf, wenn unsere Tochter selbst nicht mehr möchte!:-)

Gruß

Karen

Beitrag von alias 02.02.06 - 12:07 Uhr

vielleicht läuft es bei euch ja weniger anstrengend ab als in anderen familien!

mein dreijähriger sohn konnte bis vor einem halben jahr nicht alleine einschlafen, ging man raus oder hielt man nicht seine hand gabs gebrüll, okay, das blöde war aber dass er anscheined auch nicht leichter einschlief wenn wir bei ihm blieben, es konnte nämlich bis zu 1 1/2 stunden dauern bis er endlich schlief! dazu muss man sagen dass ich und mein freund studieren, wir uns das studium so einteilten dass immer einer von uns bei ihm ist, das lernen auf den abend bzw. in dei nacht verlegten und uns tagsüber viel mit ihm beschäftigten. unserer ansicht nach war es einfach eine gewohnheit, dass er uns beim einschlafen dabeihaben wollte und für uns war es nur mehr purer stress.
heute akzeptiert mein sohn, dass alleine einschlafen soll und wir zeit für uns möchten, es klappt wunderbar und wir hören ihn jeden abend noch in seinem bett plappern und singen bis er dann wegschläft, diese harmonischen abende möchte ich nie wieder eintauschen!
es ist also von familie zu familie anders und für mich gibt es einfach viele gute gründe, dass mein sohn alleine einschläft!

Beitrag von anja676 02.02.06 - 13:31 Uhr

Hallo Karen,

dagegen sprechen viele Gründe:

Schläft das Kind mal woanders (bei Oma z. B.) schläft es dort auch nur ein, wenn jemand am Bett sitzt. Ab und zu sind Elternabende, die ich nicht wahrnehmen könnte, wenn das Kind nur einschläft, wenn ich Händchen halte. Ab und zu haben wir auch mal Besuch, da ist es auch einfach nicht in Ordnung zu sagen: Ich gehe erst mal das Kind ins Bett bringen und bin in einer Stunde wieder da...

Ich kenne Familien, da schläft die 9(!!) jährige Tochter noch im Elternbett, weil sie es einfach nicht kennt. Ich möchte auch nach Arbeit noch Zeit mit meinem Lebensgefährten verbringen oder Dinge im Haushalt tun, die ich so nicht tun könnte...

Du siehst, da gibts eine Reihe von Dingen, die dagegen sprechen...

Ich musste mir übrigens mal von einer anderen Mutter deshalb anhören: Ich liebe ja mein Kind - deshalb mache ich das so... Ich liebe mein Kind auch, und gerade deshalb bringe ich es ihr nicht bei. Die Zeit, die ich nach dem Zubettgehen habe, nutze ich für Dinge, von denen auch meine Tochter was hat. Außerdem lernt sie selbständiger zu sein.

LG
Anja

Beitrag von lady_chainsaw 02.02.06 - 13:38 Uhr

Hallo Anja,

Luna schläft mindestens 1x im Monat bei der Oma und die Oma bring Luna dann auch ins Bett - ja, die Oma bleibt dann daneben sitzen, ja, die Oma hält die Hand!

Luna geht jeden Tag in den Kindergarten und macht auch dort einen Mittagsschlaft. Anfangs hat noch eine Erzieherin neben ihr gesessen und die Hand gehalten, doch relativ schnell ging´s dort ohne - inzwischen sogar ohne Schnuller.#pro

So, das mal um Deine Gründe zu widerlegen ;-)

Ich habe am Abend doch viel Zeit, die ich mit meinem Mann verbringen kann - und auch genügend Zeit, den Haushalt zu schmeissen! Ich bleibe doch nur bis sie eingeschlafen ist und gehe nicht zusammen mit ihr ins Bett!

Und Selbstständigwerden hat NICHTS mit alleine einschlafen zu tun - eher im Gegenteil! Denn es ist gut für die Kinder zu wissen, dass jemand da ist für sie - und DAS stärkt das Selbstbewusstsein.#freu

Gruß

Karen

Beitrag von zoernchen 03.02.06 - 07:03 Uhr

Hallo,

bei uns ist es genau wie bei euch.
Kita, Oma und bei uns ist es halt ein Abend Papa und den nächsten mama.
Halb acht schläft er und schon haben wir Zeit für uns....

so langsam fängt er (bald 3) an, du kannst rausgehen zu sagen ... ein guter Schritt....

Wir haben keine grossen Einschlafprobleme.

LG Conny

Beitrag von lady_chainsaw 03.02.06 - 07:40 Uhr

Hallo Conny,

bei uns ist es auch so, dass mein Mann und ich uns abwechseln!#pro

Wir haben auch keine Probleme.

Ich sage immer: Es ist nur ein Problem, wenn man eines daraus macht ;-)

Gruß

Karen

Beitrag von maischnuppe 02.02.06 - 09:43 Uhr

Versprich ihr doch mal eine Belohnung, wenn sie liegen bleibt.
LG
Schnuppi

Beitrag von alias 02.02.06 - 10:27 Uhr

macht ihr klar, dass ihr möchtet dass sie alleine einschläft. am besten sprecht ihr schon tagsüber mit ihr darüber, dass es am abend eben schlafenszeit für sie und alle kinder ist, und eltern haben dann ihre ruhezeit, weil sie sich ja tagsüber eh viel gekümmert haben, mami und papi wollen auch mal alleine was machen. das ritual mit dem vorlesen und vorsingen behält ihr bei, kuscheln, gutenachtgebet oder -spruch, damm sagt ihr nochmal, dass ihr jetzt rausgeht, in dei küche oder so und was ihr dort machen werdet und das ihr wollt, dass sie in ihrem bett bleibt. naja, und dann raus und abwarten! sie wird wohl hinterherlaufen, einfach ruhig bleiben und sie sanft wieder zurückbringen, immer wieder. wichtig ist, dass ihr euch nicht auf lange diskussionen und erklärungen einlässt (den fehler haben wir lange gemacht und dem kleinen wars recht :-) einfach nochmal wiederholen dass ihr möchtet dass sie im bett bleibt und alleine einschläft. vielleicht darf sie ja ein kleines nachtlämpchen anhaben oder ganz leise eine kassette hören. das mit dem licht hat bei uns nicht geklappt, weil es ihn wachhielt, aber er darf noch ein bischen kassette hören. wir lassen seine tür immer weit offen, so dass er uns hören kann und es auch nicht ganz finster ist. falls sie zwar im bett bleibt aber brüllt, wartet einige minuten, geht wieder rein und redet ruhig mit ihr, aber haltet es kurz. ihr müsst euch auch wirklich danach verhalten, dass es jetzt schlafens- bzw. ruhezeit ist, nur flüstern mit ihr, nur das nötigste sagen.
wir haben es anfangs auch akzeptiert, wenn er zwar raus aus dem bett ist aber in seinem zimmer blieb, er stand dann auch öfters direkt an der tür, wir haben das einfach ignoriert und irgendwann wurde es ihm zu blöd und er ging von alleine ins bett oder ich sah, dass er jetzt bereit wäre sich trösten zu lassen, wir haben uns umarmt und er bleib im bett. manchmal hat er auch noch einbischen mit sienen spielsachen gespielt, da hatte er noch das licht an, das fanden wir anfangs zwar okay, aber es weitete sich dann von tag zu tag aus, und er hätte gar nicht mehr damit aufgehört, deswegen haben wir das licht wieder weg und er hat es ganz schnell eingesehen.

also ich kann nur empfehlen, es schrittweise zu versuchen und auch kompromisse einzugehen. z.b. zuerst soll das kind auf jeden fall im zimmer bleiben, dann im bett, dann ohne licht etc. mein sohn ist jetzt drei und schläft erst seit einem halben jahr alleine ein und davor hatten wir alles durch. es klappt erst seit wir vermeiden, aus dem schlafengehen ein drama zu machen und uns nicht auf diskussionen und wiederholende erklärungen einlassen, wir haben es geschafft immer ruhig zu bleiben und sachen auch zu ignorieren um unseren standpunkt klar zu machen (z.b. saß mein sohn mal bei seiner tür, wir haben so getan als würde er schon längst schlafen, schießlich war er schon so müde, dass ihm langsam die augen zufielen, da war er richtig dankbar, dass ich ihn in den arm nahm und in sein bett brachte, hat mir noch ein gutenachtbussi gegeben udn ließ mich rausgehen.)

ist jetzt leider ein bischen lang geworden...ist aber ein thema, das uns sehr lange zeit beschäftigt hat.

Beitrag von alias 02.02.06 - 10:43 Uhr

jetzt hab ich doch glatt etwas ganz wichtiges vergessen: loben! wenn sie dann wirklich mal liegenbleibt schaut nach einiger zeit noch mal zur tür hinein und sagt ihr wie brav sie ist und wie toll sie das macht und dass euch das freut. mein freund und ich studieren noch und iwr haben uns dann am nächsten tag , wenn es besonders gut lief, auch immer bedankt bei ihm, dass er letzte nacht so brav alleine eingeschlafen ist und wir dadurch für die uni lernen konnten.
was noch wichtig ist, geht zu ihr wenn sie euch ruft wenn sie im bett liegt, also nicht vollkommen ignorieren, fragt was sie möchte. unser sohn möchte noch ein paar mal gedrückt werden oder er will uns zeigen, wie brav er im bett liegt:-)
nur wenn er brüllt lassen wir uns mehr zeit, oder sagen ihm auch, dass wir erst rein kommen wenn er normal mit uns redet.

Beitrag von tinchen_ 02.02.06 - 13:46 Uhr

Hallo

meine Kleine (2 1/2) ist auch über Monate nur eingeschlafen wenn ich vor ihrem Bett gelegen habe. Da ich durch meine Schwangerschaft im liegen dann Probleme gehabt habe, habe ich vor dem Bett gesessen. Die nächste Stufe war dann vor der Zimmertür sitzen. Als letztes haben wir ein Seil von ihrem Bett bis ins Wohnzimmer gelegt, das eine Ende hatte sie in der Hand, das andere ich. So konnte sie immer ziehen und ich zog zurück. So hat sie gemerkt das ich da bin und ist eingeschlafen. Jetzt haben wir erst vor 2 Wochen die Gitterstäbe aus dem Bett rausgemacht und seitdem schläft sie auch ohne Seil da sie ja jetzt "groß" ist!!

Probiert es einfach
Liebe Grüße
Martina, Katharina (2 1/2) & Babyboy 36.SSW

Beitrag von lady_chainsaw 02.02.06 - 13:50 Uhr

Hallo Martina,

die Idee mit dem Seil finde ich echt gut #pro

Aber für meine Tochter wäre es nichts - die steht auf totalen Körperkontakt #liebdrueck

Ist halt von Kind zu Kind unterschiedlich und bei einigen Kindern bestimmt einen Versuch wert.#freu

Gruß

Kare

Beitrag von tekelek 02.02.06 - 21:37 Uhr

Hallo Keene !
Kein Wunder, daß sie nicht einschlafen kann, wenn Ihr immer lauter werdet :-(
Sie bekommt dann Angst und ist traurig - ein Kind kann nur dann richtig einschlafen, wenn es sich geborgen, sicher und geliebt fühlt ...
Gerade mit 2 Jahren haben die Kleinen sowieso große Probleme mit sich selber, da sie einerseits selbstständig sein wollten und andererseits Angst vor dieser Selbstständigkeit haben und noch viel Nähe brauchen !
Wie lange ist sie denn schon in der Krippe ? Und wieviele Stunden ist sie dort ??
Das ist ja auch nicht einfach für ein Kind, jeden Tag mehrere Stunden von den Eltern bzw. der Mutter getrennt zu sein - da brauchen die Kleinen eben die Zuneigung am Abend und fordern sie auch ein !
Seht Euer Kind nicht als Feind, sondern habt Verständnis für sie und zeigt Ihr Eure Liebe.
Es gibt ein sehr gutes Buch, "Das kompetente Kind" von Jesper Juul - mir hat es sehr geholfen mein Kind besser zu verstehen und MIT ihm zu leben, nicht GEGEN.
Heute ist bei uns auch mal wieder so ein Abend ...
Emilia wacht seit 19 Uhr halbstündlich auf - wir gehen eben abwechselnd zu ihr ins Zimmer, trösten sie, bleiben ein wenig bei ihr und gehen wieder - ohne uns zu ärgern, Kinder haben immer wieder solche Phasen, besonders, wenn sie eben längere Trennungsphasen tagsüber haben oder aufgeregt sind, so wie Emilia heute (wir waren über 2 Stunden in der Krabbelgruppe ...).
Liebe Grüße und alles Gute, mit Liebe kann man alle Probleme lösen !

Katrin mit Emilia-Sofie (*05.01.05) und #ei (ET 02.09.06)

Beitrag von keene34 03.02.06 - 09:54 Uhr

hallo Katrin,

Wir schreien ja nicht gleich los, aber nach einer Stunde haben wir so gut wie keine Nerven mehr, wenn wir sie schon 50-60 mal ins bett gebracht haben.#schwitz

Seit 2 Nächten gibt es keine Probleme mehr#freu Mal schauen wie lange.

Seit Dezember ist sie in der Kita und sie geht sehr gern hin.

Mal schauen. wie sich das jetzt weiter entwickelt, vielen Dank für deinen Beitrag.

keene34 #liebdrueck

Beitrag von stablemate 03.02.06 - 02:57 Uhr

Hallo,

kann es denn sein dass deine Kleine um 7 Uhr einfach nicht muede genug ist? Meine aeltere Tochter (2 1/2 Jahre) ist schon immer mit wenig Schlaf ausgekommen und wir mussten irgendwann akzeptieren, dass es ziemlich sinnlos ist sie zum Schlafen bringen zu wollen, wenn sie einfach noch nicht dazu bereit ist. Wir haben z. Bsp. auch den Mittagsschlaf verkuerzt/manchmal bleibt er auch ganz weg, als wir merkten mit wie wenig Schlaf sie auskommt - so kriegen wir sie wenigstens meistens um 9 / halb 10 in's Bett....

Viel Glueck - ich weiss wie nervig es sein kann....

Sabine