Hilfe! Ich bin verzweifelt

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von steffimaus83 02.02.06 - 09:29 Uhr

Hallo Ihr lieben! Nehmt das mit dem Monster bitte nicht so ernst. Aber ich bin echt verzweifelt. Ich liebe mein Kind, bloß im Moment weiß ich echt nicht weiter.

Ich arbeite in Vollzeit und der Kleine Flori (21 Monate) ist bei der Tagsesmutti. Dort ist er der allerliebste kleine Engel. Na gut er zankt auch ab und zu, auch mehr als andere, aber sie nimmt er ernst und macht auch was er soll. Sobald ich abends in der Tür stehe.. "als wenn er einen Schalter umlegt.." sagt sie. Dann lässt er sich nicht anziehen, schmeißt sich hin usw., obwohl sie sagt, dass er sich vorher immer ganz doll auf mich freut.

Zu Hause geht der Ärger dann weiter. Wenn ihm was nicht passt, und das ist so ziemlich alles, dann schmeißt ermit voller Wucht Sachen durch die Gegend, er haut auch so dass es richtig weh tut. Wenn er nicht essen will (nie...) dann fliegt regelmäßig die Stulle auf den Boden.

Beim Kinderarzt nimmt er allen alles weg und bewirft sie dann noch mit Bausteinen etc.

Ich glaube manchmal, dass er woanders besser aufgehoben wäre, weil ich vielleicht keine gute Mami bin... aber das will ich überhaupt nicht. Ich könnte den kleinen süßen nie hergeben. Wer kann mir in meiner Verzweiflung helfen eine bessere Mami zu sein?

Beitrag von krina78 02.02.06 - 09:57 Uhr

Hallo,

vielleicht sieht dein Kleiner ja seine Tagesmutti als Bezugsperson, sie verbringt ja deutlich mehr Zeit mit ihm als du. Oder er will dir zeigen das es ihm garnicht gefällt das du so wenig Zeit mit ihm verbringst. Es ist als Mutter unendlich schwierig einen Vollzeitjob und ein kleines Kind, zur Zufriedenheit aller, unter einen Hut zu bringen.
Versuche jeden Abend zu etwas besonderen zu gestalten wenn du Flori abholst, so freut er sich auf dich und auf die Zeit mit dir!
Ich weiß das das einfach gesagt ist, schließlich ist man ja nach einen langen Arbeitstag auch ausgelaugt, aber der Kleine will auch seinen Anteil von dir.
Ich gehe seit kurzen nur noch halbtags arbeiten. Mein Kleiner ist etwas über 2 Jahre, und als ich volltags arbeitete hatte ich ihn früh eine Stunde, dann gings in die Kita, und abends 2 Stunden, in denen der Einkauf, das Abendbrot, spielen, schmussen, baden uns zu bett bringen erledigt werden "mußte". Das war für keinen von uns schön. Ich hatte das Gefühl nichts mehr von seiner Entwicklung mit zu bekommen.
Übrigens erlebten wir das selbe was du schreibst mit unseren Papa!
Adrian fragte den ganzen Tag nach ihn, freute sich unendlich wenn er dann endlich kam, und wenn er dann da war, war nur Geschrei und Theater. Adrian wurde zum nervigsten Kind der Welt und hing mir nur am Rockzipfel.
Mein Mann hat dann angefangen jeden Abend noch etwas mit Adrian allein zu unternehmen, wie z.B. auf den Bahnhof gehen und Züge anschauen, einkaufen gehen, Baumarktbesuche ;-) , wenns nicht allzu spät ist mal ins Schwimmbad gehen, oder sie schließen sich einfach nur in Adrians Zimmer ein und bauen Höhlen und andere seltsame Bauten oder sie überschwemmen gemeinsam unser Bad.
Seitdem ist Adrian viel ruhiger wenn mein Mann abends kommt. Er fret sich dann schon richtig drauf was heute gemacht wird.

Ich hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen.
Kopf hoch, und liebe Grüße, Karina

Beitrag von viola13 02.02.06 - 12:24 Uhr

Hallo steffimaus,

laß dich erstmal #liebdrueck, denke bitte nicht, dass du eine schlechte Mutter bist, nur weil du arbeiten gehst.
Dein Flori ist nur einfach ganz schön clever, er weiß genau, dass die TM eine "fremde Person" ist und da können sich Kinder ganz toll benehmen. Bei Mama und Papa lassen sie dann die Sau raus. Das ist, denke ich, bei allen Kindern so und hat nichts damit zu tun, dass du weniger Zeit mit deinem Kind verbringst. Bei uns fliegen auch regelmäßig Brote und andere Sachen durch die Gegend und Johanna (28 Monate) schmeißt sich oft in aller Öffentlichkeit auf den Boden und schreit wie am Spiess. Spielen ist auch so ein Thema, wenn ihr was nicht paßt, fliegen die Legos usw. im ganzen Zimmer rum. So, und ich bin den ganzen Tag zuhause. Ist JOhanna aber bei den Großeltern oder im KiGa ist sie wie ausgewechselt.
Dein Flori ist halt im Trotzalter, was auch sehr wichtig für ihn ist. Also versuch es mit Humor zu nehmen und denk dran, dass alles eine Phase ist und irgendwann vorbei.
LG
Nicole