Urlaub, bzw. Resturlaub

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von peffi 02.02.06 - 10:48 Uhr

Hallo liebe Mit-Urbia-Leser,
Auf meiner alten Arbeitsstelle konnte man den Resturlaub bis spätestens 30. April des nachfolgenden Jahres nehmen. Irgendwo gibt es ein Gesetz darüber. Damals richtete sich das nach AVR.
In meinem jetzigen Arbeitsvertrag steht, daß das Urlaubsjahr das Kalenderjahr ist. Aufgrund blöder Umstände habe ich noch 22,5 Tage übrig und Überstunden. Das wußte der Geschäftsführer. Mein Chef hat 410 Überstunden seit Sept.05 aufgebaut, weil eine Kollegin krank ist und kein Ersatz eingestellt wurde.
Jetzt kommt ein Fax, über dem ganz groß Dienstanweisung steht und es wird nochmal darauf hingewiesen, daß es das Kalenderjahr ist, sonst verfällt es. Das doofe ist, der Geschäftsführer sagt das nicht, wenn er uns sieht, da kommen immer nur so doofe Schriftstücke, wobei man weiß, daß er uns damit einen reinwürgen will. Und er hat uns auch im letzten Jahr besucht und das gewußt, daß bei uns Personalnot besteht.
Jetzt meine Frage: Gibt es ein übergeordnetes Gesetz, worin steht, daß ich berechtigt bin, den Resturlaub bis 30.April zu nehmen ?

Achja noch was lustiges: Es wird im Fax auch darauf hingewiesen, daß die Wochenarbeitszeit nicht überschritten werden darf. Nur mit Genehmigung. Ich krieg echt nen Fön, wir sind eine Wohngruppe mit seelisch behinderten Jungs, haben 1:1 Betreuung und arbeiten im Blockschichtdienst. Das heißt z.Bsp. für mich, weil ich eine 5 jährige Tochter habe, alle 2 Wochenenden von Freitag bis Montag durch arbeiten. Das allein sind schon ca. 52 Stunden. Es kotzt mich alles an, weil ich im Prinzip weiß, dass der ganze Müll nur passiert, weil der Geschäftsführer, die päd. Leitung und mein Chef sich nicht grün sind.

Danke fürs Lesen, mußte mich mal ausschreiben.....

Liebe Eifelige Grüße
Peffi

Beitrag von flocke123 02.02.06 - 11:12 Uhr

Hallo,

grundsätzlich ist der Urlaub im Kalenderjahr zu nehmen, ansonsten verfällt er.

Eine Übertragung ist nur dann möglich, wenn dringende betriebliche (z.B. erhöhter Arbeitsanfall) oder persönliche Gründe (z.B. Krankheit) dies rechtfertigen. Er muß dann bis spätestens 31.03. des Folgejahres genommen werden.

Das ist geregelt in § 7 Abs. 3 BUrlG (Bundesurlaubsgesetz).

Wenn Du also im alten Jahr soviel zu tun hattest, daß Du den Urlaub nicht rechtzeitig nehmen konntest, ist er zu übertragen.

VG
Susi

Beitrag von klaus_ 02.02.06 - 12:48 Uhr

... wahrscheinlich hätte das aber schriftlich bestätigt werden müssen, dass er nicht verfällt.


Zur Ursprungsposterin:
wenn Du Pech hast, ist der Urlaub KOMPLETT verfallen.
In Zukunft , BEVOR der Urlaub verfällt (wäre ja Anfang Dezember 2005 gewesen) ab zum Chef, und klar sagen, etweder ab morgen Resturlaub oder Unterschrift, dass Urlaub nicht verfällt. Im neuen Jahr genauso wieder . Dann verfällt er auch nicht im 1.Quartal.

Nur - wann willst Du endlich den (erholungs !!!) Urlaub machen ?


Gruß
Klaus

Beitrag von flocke123 02.02.06 - 14:27 Uhr

Nein, es ist nicht zwingend erforderlich, sich das schriftlich bestätigen zu lassen. Bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen wird der Urlaub automatisch von Gesetzes wegen übertragen, ohne daß es einer "Übertragungshandlung" bedarf.

Zwar trägt der Arbeitnehmer für das Vorliegen der Voraussetzungen die Darlegungs- und Beweislast (was durch eine schriftliche Vereinbarung natürlich erleichtert wird). Da jedoch der AN regelmäßig die betrieblichen Belange des AG nicht überblicken kann, reicht es aus, wenn der AN beweist, daß ihm unter Hinweis auf betriebliche Belange kein Urlaub gewährt werden konnte.

VG
Susi

Beitrag von klaus_ 02.02.06 - 16:25 Uhr

Zitat
"wenn der AN beweist, daß ihm unter Hinweis auf betriebliche Belange kein Urlaub gewährt werden konnte"

genau !
lt. Ursprungsposterin hat der AG zwar (vielleicht ?) davon gewußt, aber : DAS heißt eben auch , dass es von ihm keine ANWEISUNG war.

Wurde Urlaub eingereicht
Wurde Urlaub abgewiesen
??


Gruß
Klaus

Beitrag von peffi 03.02.06 - 12:02 Uhr

die Chefetage weiß seit okt/nov 05 bescheid, daß eine Kollegin lange krank sein wird. Es wurde oft darauf hingewiesen, daß wir Ersatz, bzw. eine Aushilfe brauchen.
Also dürfte der Urlaub ja nicht verfallen, weil alle bescheid wußten. Mal sehen, habe jetzt mal was schriftliches aufgesetzt und hingeschickt.

Danke für Eure Antworten.


Peffi